Es gibt viele aktuelle Betrugsmaschen

Inhaltsverzeichnis

Wie Sie sich vor aktuellen Betrugsmaschen schützen können und was Sie sonst noch beachten müssen, lesen Sie in diesem Artikel. Auf Der Webseite von SKPPSC können Sie alles nochmals Nachlesen.

Mobbing im Netz – das sogenannte Cybermobbing. Doch was bedeutet dies genau und wie läuft es ab?

Cybermobbing bezeichnet das mutwillige Beleidigen oder Bloßstellen einer gezielten Person über einen längeren Zeitraum im Internet, sodass es auch andere Personen aus dem sozialen Umfeld des Opfers mitbekommen. Auch das Belästigen einer Person kann unter das Cybermobbing fallen. Das Mobbing kann hierbei von nur einem Täter oder aber auch von einer Gruppe von Tätern erfolgen.

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Fokus Internetbetrug, welch Formen gibt und wie kann ich mich schützen.

Was passiert beim Cybermobbing?

Oft ist es so, dass über die Mobbing-Opfer absichtlich online falsche Gerüchte oder Informationen verbreitet werden. Meist handelt es sich um sehr empfindliche Informationen, die auch in pornografischen Bereich hinüberspielen können. Übersenden Sie niemals freizügige oder pornografische Inhalte von sich, wenn Sie nicht 200%ig ausschließen können, dass sich die Person, der Sie die Daten zur Verfügung gestellt haben, diese nicht irgendwann aus einer falschen Laune heraus gegen Sie verwendet – so passiert es bei den meisten Opfern, die sich zunächst beim Versenden solch empfindlicher Daten keine oder zu wenig Gedanken darüber machen, was mit ihren Daten passieren könnte.
Auch Fake-Profile im Netz können mit Ihren Daten erstellt werden, im schlimmsten Fall werden die Opfer des Mobbings sogar noch bedroht oder erpresst, als ob die Verbreitung peinlicher oder empfindlicher Inhalte nicht ohnehin schon schlimm genug wäre. Sogenannte „Hater“ können in „Hassgruppen“ negative Inhalte über die Opfer verbreiten und für diese zur Hölle auf Erden werden.

Warum gibt es das Cybermobbing, woher kommt dieses hässliche und unfaire Verhalten?

Wer mobbt, dem fehlt es von Hause aus an Verstand, sozialem Verhalten und Empathie. Dem Täter ist es häufig völlig unwichtig, wie sehr eine von ihm gemobbte Person unter den Folgen oder der Handlung selbst leiden kann, so kann man sagen, dass es sich beim Cybermobbing auf jeden Fall um einen absoluten Mangel sowohl an Medien-, als auch an Sozialkompetenz handelt. Die fehlende Sozialkompetenz meint natürlich den Täter, doch die mangelnde Medienkompetenz trifft meistens eher auf die Opfer zu, die selbstständig oft nicht in der Lage sind die medialen Angriffe gegen die eigene Person abzuwehren oder zu unterbinden. Bereits ein an die Freunde verratenes Passwort kann für einen Hack auf ihr Facebookprofil verantwortlich sein und unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen. Verraten Sie also Ihre Passwörter nie an Ihre Freunde, Bekannten und an die Familie. Sorgen Sie auch für Änderungen des Passworts in regelmäßigen Abständen. Achten Sie beim Posten Ihrer Inhalte darauf, wer diese sehen kann und wie man diese Inhalte im schlimmsten Fall an der falschen Stelle gegen Sie verwenden könnte. Niemand hat etwas gegen soziale Medien, doch sehen Sie immer auch, an welcher Stelle Sie sich angreifbar machen. Auf diese Weise können Sie mit ein bisschen Verstand bei der Internetnutzung dem Cybermobbing häufig schon ein ganzes Stück vorbeugen.

Die Beziehung zwischen Opfer und Täter

In den meisten Fällen von Cybermobbing trifft es nicht Erwachsene, sondern eher die Jugendlichen oder sogar Kinder. Gerade im schulpflichtigen Alter können Kinder und Jugendliche untereinander sehr hässliches Verhalten an den Tag legen und nutzen die Tatsache, dass es im Internet nicht immer unbedingt nachvollziehbar ist, WER GENAU im jeweiligen Mobbing-Fall der Täter war, der die unschönen Inhalte über das Opfer verbreitet hat. Meistens gibt es aber eine Verbindung zwischen Opfern und Tätern, so handelt es sich häufig um Klassenkameraden oder Schüler aus angrenzenden Klassen, die sich einen sehr dummen Spaß auf Kosten einer einzelnen Person erlauben.

Was können Eltern gegen das Cybermobbing tun, um ihren Nachwuchs zu schützen?

Eltern sollten ihre Kinder in jedem Fall frühzeitig an das Thema Cybermobbing heranführen und nicht warten, ob es passiert oder nicht und erst dann mit gutem Rat aktiv werden – denn dann ist es schon zu spät. Ein altersgerechtes Gespräch über die Nutzung des Internets und was Cybermobbing und die Folgende davon sind kann in der Prävention Wunder wirken. Empfehlenswert sind dazu die Artikel «My little Safebook» und «Es war einmal…das Internet»

Schon zu spät und das eigene Kind ist betroffen – was jetzt?

Ihr Kind ist bereits Opfer von Cybermobbing geworden? Schlimm genug. Handeln Sie nun ruhig und überlegt, sichern Sie die Daten des Mobbings, sodass Sie diese Daten als Beweise und HINweise auf die Täter der Polizei vorlegen können. Auch an das Speichern von Chatverläufen, Emails, SMS oder Screenshots sollten Sie nicht vergessen. Tragen Sie den Fall an den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin Ihres Kindes heran und informieren Sie ihn oder sie umfassend, damit ggf. weiteres Mobbing direkt in der Schule verhindert werden kann und man auch Verständnis für eventuelle „geistige Abwesenheit“ Ihres Kindes hat. Meistens handelt es sich bei den Tätern um Bekannte aus der gleichen Klasse oder Jahrgangsstufe, sodass die Lehrer mit ein wenig Empathie und einem beobachtenden Auge meistens schon wissen, wo sie ansetzen können.

Auch die Nutzung von weiteren Hilfen außerhalb der Schule kann sinnvoll sein, wenn die Lehrer nicht in der Lage sind die Übeltäter zu fassen und dieses Verhalten zu unterbinden. Es gibt beispielsweise Opferhilfestellen und Jugendberatungsstellen in jedem Kanton, wo man sich dem Thema Cybermobbing gemeinsam verschreiben kann und versucht Ihr Kind gemeinsam bestmöglich zu schützen. Empfehlenswert kann in einem solchen Extremfall auch die Erstattung einer Strafanzeige sein, beratschlagen Sie sich hierüber individuell mit den Experten aus den genannten Beratungsstellen.

 

Sie haben entdeckt, dass es sich bei Ihrem eigenen Kind um einen Täter von Cybermobbing handelt? Handeln Sie!

Cybermobbing ist gemein und hat häufig traumatisierende Folgen für die betroffenen Opfer solcher Attacken. Sensibilisieren Sie Ihr Kind unbedingt hierfür und bringen Sie es zum Nachdenken, das Motto „Was du nicht willst was man DIR tut, das tu auch keinem anderen an“ sollte hier unbedingt dem betroffenen Kind ins Gedächtnis gerufen werden. Bringen Sie es dazu aufzuhören und eventuell verbreitete unangenehme Daten wieder zu löschen. Hier geht es nicht nur um den moralischen Aspekt und ein Kavaliersdelikt – im schlechtesten Fall kommt es zur Anzeige und Ihr Kind wird strafrechtliche Konsequenzen tragen müssen. Ist dies Ihrem Kind bewusst? Sprechen Sie miteinander! Hinterfragen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie man die bereits vollzogene Mobbingattacke für das betroffene Kind wieder rückgängig machen kann, oder was sie dem Kind Gutes tun können. Nicht nur wenn ihr Kind ein Opfer ist, sondern auch in der Rolle als Täter sollten Sie den Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin informieren. Hier geht es nicht um das Bloßstellen Ihres Kindes, sondern um eine erzieherische Maßnahme. Nur informierte Lehrer können in der Schule vor Ort ein Auge darauf halten, ob Ihr Kind das unerwünschte Verhalten noch einmal an den Tag legt und sind dann ggf. in der Lage dieses Verhalten zu unterbinden.

Cybermobbing und welchen Handlungsspielraum die Polizei hierbei hat

Die Polizei ist per Gesetzt dazu verpflichtet, den Täter einer Straftat wie dem Mobbing laut Artikel 156 StGB zu verfolgen und mit einer Strafe zu belegen. Hierbei kann keine Rücksicht darauf genommen werden, ob es sich um ein Kind handelt, dass aus dummem Leichtsinn und Unüberlegtheit gehandelt hat oder nicht. Wichtig ist hierbei die Unterscheidung, ob es beim Cybermobbing zur Erpressung kam, oder ob es sich lediglich (was schon schlimm genug ist) um sogenannte „leichte Straftaten“ im Zusammenhang mit Beschimpfungen beim Cybermobbing gehandelt hat. Wichtig und entscheidend ist einzig der Umstand, ob das Opfer der Cybermobbing Attacke einen Strafantrag bei der zuständigen Polizeibehörde stellen wird oder hiervon Abstand nimmt. Beachten Sie, dass auch hier eine Entschuldigung und ein versöhnender Schritt auf das Opfer unter Anbieten einer Wiedergutmachung sehr besänftigend wirken kann.

 

Phishing als Straftat und was Sie sich hierunter vorstellen können

Phishing, Fishing oder auch Harvesting (was zu Deutsch so viel wie „ernten“ bedeutet), bezeichnet das sogenannte „abfischen“ oder „auffangen“ bzw. „abgreifen“ von Daten anderer Leute. Jeder User hat im Internet bestimmte Passwörter und Zugänge zu sensiblen Daten, beim Phishing geht es darum, sich genau dieser Daten zu bemächtigen und sie für die eigenen Zwecke zu missbrauchen. Onlinebanking-Daten sind besonders beliebt, aber es kann auch um E-Mail, Post- oder Ebay-Konten handeln. Egal welche Daten Sie im Internet nutzen – schützen Sie diese immer bestmöglich und wechseln Sie regelmäßig Ihre Passwörter.

Wie kommen Phishing Betrüger an Ihre Daten heran?

Die Antwort lautet kurz und bündig: indem Sie nicht achtsam mit Ihren Daten im Internet umgehen.

Meistens funktioniert Datenklau durch eine gewisse Naivität der Opfer, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Kontoinformationen oder andere empfindliche Daten vermeintlich sichern und ändern möchten, indem Sie auf gezielte kriminelle Links aus sogenannten Phishing Mails klicken. Meistens werden solche Mails von Programmen wie Outlook bereits vorab als Spam erkannt und aussortiert, doch bitte lesen oder überfliegen Sie Ihre Emails immer mit Sinn und Verstand. Geben Sie nie irgendwo Ihre Daten preis und überlegen Sie sich genau, wer Sie da grad um den Schutz Ihrer Daten bitten möchte, bzw. wieso dieser Absender Ihnen einen so merkwürdigen Link schickt. Klicken Sie niemals hierauf! Solche Verlinkungen dienen ausschließlich dem Zweck, auf eine gefälschte Website umzuleiten, auf der Sie Ihre Daten eingeben bzw. ändern möchten. Schneller als Sie sich umsehen können, sammelt in so einem Szenario der Internetbetrüger Ihre Daten ein und kann damit alles Mögliche anstellen, was sicherlich nicht in Ihrem Sinne sein wird.

Der Onlinebetrug findet oft mit den unterschiedlichsten Methoden und Zielen statt, hierbei kann es zur Erstellung falscher Identitäten zu Betrugszwecken unter Ihrem Namen kommen (um selber nicht aufzufallen oder erst dann, wenn es zu spät ist und SIE bereits verdächtigt wurden), oder es wird munteres Onlineshopping mit Ihren Bankdaten betrieben. Achten Sie immer auf Ihre Daten und schützen Sie diese bestmöglich. Auch Emails, mit dem Ziel, weitere Leute zu betrügen, werden immer wieder gerne genutzt. Niemals auf Links von nicht eindeutig nachvollziehbaren Emailabsendern klicken!

Was Sie über die Online Betrugsmasche des Phishings wissen sollten

Seien Sie gewiss, dass renommierte Unternehmen wie Behörden, Banken oder andere Institutionen Sie niemals per Email oder am Telefon dazu veranlassen würden Ihre persönlichen Passwörter oder Zahlungsdaten abzufragen. Dieses Verhalten deutet bereits auf unseriöse Aktivitäten hin und bedeutet für Sie im schlimmsten Fall eine Strafanzeige, die Sperrung Ihrer Bankkarte oder der Verlust von barem Geld durch betrügerische Aktivitäten.

Doch was kann man gegen Phishing tun?

Im Grund können Sie nichts weiter tun, als penibel auf die Geheimhaltung Ihrer sensiblen Daten zu achten. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten auf dubiose Links zu klicken, eröffnen Sie keine Konten in anderer Leute Namen und überlegen Sie auch sonst bei sämtlichen Emails die Sie erreichen immer „wie seriös erscheint mir der Absender?“ „werden Daten wie Bankdaten etc. abgefragt oder wird darum gebeten, diese auf einer anderen Seite laut beigefügtem Link zu sichern“ etc. Befolgen Sie diese Regel und sie fahren schon um einiges sicherer, wie man umgangssprachlich so schön sagt. Auch ein Anti-Phishing Programm sollte installiert und regelmäßig mit verfügbaren Updates auf dem neuesten Stand der Technik gehalten werden. Sollten Sie mit der Phishing-Methode MELANI in Berührung kommen, so zögern Sie nicht, dies über das verlinkte Meldeformular anzuzeigen.

Was tun, wenn es bereits zu spät ist?

Sollten Sie bereits empfindliche Daten von sich weitergegeben haben, sollten Sie, am besten zeitnah, Kontakt zu dem Anbieter der von Ihnen weitergegebenen Daten aufnehmen. Sei es Ihre Bank, ein Email-Anbieter oder auch das Finanzamt, völlig gleich. Melden Sie sich bei der involvierten Stelle und geben Sie auch in diesem Fall unbedingt bekannt, wenn es sich um den MELANI Phishing Angriff handelt. Auch hier ist wieder das nachfolgende Meldeformular auszufüllen. Sie sollten sich sofort daran setzen Ihre Passwörter zu ändern und diese auch niemandem mehr verraten. Sollten Sie komplizierte Passwörter anlegen und sich diese aufschreiben, so denken Sie stets daran diese Notizzettel mit Passwörtern und Zugangsdaten sicher vor dem Zugriff anderer Personen zu verstauen und abzulegen.

Eine weitere unschöne Erpressungsmethode: die Sextortion

Dieser Begriff setzt sich aus den Begriffen Extortion (=Erpressung) und Sex zusammen, gemeint ist hiermit letzten Endes ganz klar die Erpressung mit Bild- oder Videomaterial, bei der die Opfer beim Akt mit anderen Partnern oder bei der Masturbation zu sehen sind. Hier wird mit der Scham der Opfer gespielt und darauf abgezielt, dass diese gegen Zahlung die peinlichen Inhalte verschwinden lassen möchten.

Sexting – ebenso beschämend und peinlich

„Sexting“ kommt eigentlich von dem englischen Begriff „Texting“, also vom „schreiben“, in diesem Fall konkret vom Schreiben mit sexuellen Nachrichten oder Bildern. Es kann hierbei um die Erpressung der Opfer mit Nackt-Selfies gehen, oder sogar auch auf pornographisches Videomaterial bezogen sein, dass ein Opfer des Sextings mal irgendwann an einen Kontakt gesendet hat, der es nun gar nicht mehr so gut mit einem meint.

 

Wo man sich vor Sexting oder Sextortion in Acht nehmen sollte

Natürlich ist es mit sexuellen Inhalten immer besonders schwierig, wenn man sich auf Onlineportalen wie Dating-Seiten oder auch Facebook befindet. Jede Form von sozialem Netzwerk ist potentiell gefährlich, weil man besonders auf Seiten von sozialen Medien hohe Besucherreichweiten findet, was die Chance einer erfolgreichen möglichen Erpressung erhöht.

Wenn Sie zur Kasse gebeten werden…

…dann sollten Sie natürlich auf keinen Fall zahlen. Wer einmal zur Kasse gebeten wird und seinem Täter nachgibt, der bleibt bekanntermaßen weiter erpressbar und wird aus einer sehr unangenehmen Spirale so schnell nicht wieder herauskommen. Dies ist nicht nur finanziell sehr gefährlich, sondern kann auch mental absolut vernichtend und bedrohlich sein.

Und wenn ich bereits Nacktbilder oder pornographisches Material von mir veröffentlicht gefunden habe?

Dann hilft es auf keinen Fall, wenn Sie nun den Kopf sprichwörtlich in den Sand stecken. Werden Sie schnellstmöglich aktiv und nehmen Sie Kontakt zur betroffenen Website auf, auf der das ungewollt veröffentlichte Material von Ihnen zu finden ist. Bitten Sie um die Löschung der betroffenen Daten und wappnen Sie sich vor zukünftigen Angriffen dieser Art, indem Sie sich per Google Alert über Uploads mit Ihrem Namen stets sofort informieren lassen und im schlimmsten Fall sofort wieder eingreifen können.

Inwiefern die Polizei den Opfern solcher Attacken zur Seite stehen kann

Bei einer Erpressung handelt es sich um einen Verstoß gegen Artikel 156 des Strafgesetzbuches und muss von Rechtswegen verfolgt werden. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Offizialdelikt, welches man nicht als Kavaliersdelikt bezeichnet und welches in jedem Fall strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird, sofern man in der Lage ist den Täter zu fassen. Dies ist die Aufgabe der Polizei, sichern Sie also sämtliche Daten eines solchen Erpressungsangriffs und stellen Sie sie der Polizei zur Verfügung – Chatverläufe, Namen, Daten und einfach alles was dabei helfen kann, den Täter schneller zu identifizieren und zu fassen.

Doch was tun, wenn es bereits zu spät ist, Sie zum Opfer wurden und nun vor Angst verunsichert sind?

In einem solchen Fall sollten Sie niemals auf mögliche Erpressungsversuche des Täters eingehen und sämtliche Kontaktversuche und Versuche Sie zu verunsichern und zu Drängen ignorieren.  Handelt es sich um Kontakte aus Ihrer Freundesliste, so sollten Sie diese umgehend löschen und blockieren, damit eine erneute Kontaktaufnahme über das bisher genutzte Profil nicht mehr möglich ist. Handelt es sich um bereits von Ihnen veröffentlichtes Bild- oder Videomaterial, so nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt zum Portal auf, bei dem die Inhalte hochgeladen wurden und drängen Sie auf eine sofortige Entfernung des Materials.

Google Alert ist das Stichwort, denn hier können Sie sich anmelden und werden zukünftig über sämtliche Inhalte in Kenntnis gesetzt, die veröffentlicht werden und in irgendeiner Form mit Ihrem Namen bzw. Profil in Verbindung gebracht werden. Diese Kenntnis bringt Ihnen die Möglichkeit, sofort reagieren zu können und sich besser vor derlei ungewollten sexuellen Uploads zu schützen.

Sichern Sie für die Strafverfolgung der Polizei sämtliche Inhalte wie Mails, Chatverläufe, Nummern und Namen – sichern Sie alles, was mit dem Profil welches Sie zu erpressen versucht zu tun hat. Auf diesem Wege erleichtern Sie der Polizei die Strafverfolgung und beschleunigen diesen Prozess, sodass Sie hoffentlich bald wieder Ihre Ruhe vor derlei Aktivitäten der Täter haben.

Wer besonders häufig Opfer der Sextortion wird

Die meisten betroffenen Opfer der Sextortion sind Männer, das alter der betroffenen Männer spielt keine übergeordnete Rolle. Nach aktuellen Erkenntnissen sind Erwachsene und Jugendliche männlichen Geschlechts gleichermaßen betroffen.

Schutz gegen Praktiken wie die Sextortion

Vermutlich haben wir fast alle bereits einmal eine Freundschaftsanfrage von ausländischen und leicht bekleideten Damen mit sehr eindeutigen Angeboten auf Facebook und Co. bekommen. Nehmen Sie solche Freundschaftsanfragen niemals an, auch Anfragen mit Hinweisen auf sexuelle Hintergründe sollten Sie komplett ignorieren, löschen und aus ihrem Leben verbannen. Meiden Sie sexuelle Kontakte über Onlinechats oder die Webcam, Sie wissen niemals, ob Sie aufgezeichnet werden und wo Ihre Daten danach landen – und Ihnen möglicherweise sowohl privat als auch beruflich zum Verhängnis werden könnten.

Das www und der ewige Kampf gegen die Onlinebetrüger

Cyberbetrug ist leider nichts Neues oder Seltenes mehr, daher gilt es im Netz auf jeden Fall immer sehr sensibel mit den eigenen Daten umzugehen und die Augen und Ohren offen zu halten, für jegliche Inhalte, die Ihnen in irgendeiner Form verdächtig oder „nicht so ganz richtig“ vorkommen.

Viel Betrug wird mit Onlineshops betrieben, achten Sie auf Shops immer schon während des Überfliegens auf der Suche nach der gewünschten Ware auf die Rechtschreibung des Anbieters: ein gutes und etabliertes Unternehmen investiert Zeit und Geld in einen einwandfreien Internetauftritt und einen größtmöglichen Vertrauensgrad zur potentiellen Kundschaft. Auch das Einbinden von Gütesiegeln kann ein Hinweis auf seriöse Shops sein. Sehr vertrauenswürdig sind beispielsweise die Gütesiegel der Anbieter Trusted Shops und das Siegel des Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV).

Wie immer im Leben gilt auch in der Welt des Onlineshopping: nicht jedes angebliche Schnäppchen ist auch WIRKLICH ein Schnäppchen. Prüfen Sie die Angebote und kaufen Sie nicht „blauäugig“, manchmal handelt es sich um ausgepreiste Ware, die auf den zweiten Blick versteckte Extra-Kosten mit sich bringt und schnell wir aus einem Schnäppchen ein teures Stück. Vorsichtig sollte man immer mit Plagiaten sein, denn die Zahl der Plagiatsbetrüge ist in den vergangenen Jahren stark. Zwar bemüht sich der Zoll regelmäßig um das Aufstöbern solcher Imitate, bevor die Verbraucher zu Unrecht zur Kasse gebeten werden, doch auch der Zoll kann bei der besten Arbeit nicht immer alles finden.

Finden Sie unter den von Ihnen bestellten Waren tatsächlich einmal eine Fälschung, so scheuen Sie sich nicht und wenden Sie sich an eine der für solche Fälle vorgesehenen Meldestellen .

Achten Sie bitte in jedem Fall immer auch auf die verfügbaren Zahlungsmodalitäten für potentielle Kunden des Shops. Ein seriöser Onlineshop in der heutigen Zeit würde seinen Kunden nie nur die Zahlung per Vorkasse oder Paypal zur Verfügung stellen! Der Kauf auf Rechnung ist immer wieder ein gutes Zeichen, da Sie hier sicher sein können Ware zu erhalten, bevor Sie einen Cent dafür zahlen müssen. Auch die Zahlungsmöglichkeit „Nachnahme“ bedeutet, dass Sie erst die Ware bekommen und DANN erst bezahlen müssen. Machen Sie hiervon oder vom Kauf auf Rechnung gebrauche, seien Sie dann aber so fair und zahlen die Rechnungsbeträge der Händler zeitnah. Schließlich bauen diese auf zahlende Kundschaft und gehen für einen Warenversand immer in Vorlage, der Händler hat Sie nicht enttäuscht, nun enttäuschen Sie auch nicht Ihren Händler.

Achten Sie auch darauf, ob Sie eine Kontaktadresse des Shops finden können. In der Schweiz sind Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr nach Art. 3 Abs. 1 lit. s UWG verpflichtet, klare und vollständige Angaben über Ihre Identität zu machen und eine Kontaktadresse anzugeben. Die Website des Anbieters sollte also in jedem Fall über die Anschrift und Kontaktdaten, also eigentlich über ein vollständiges Impressum verfügen. Finden Sie keine Adresse und keinen Verantwortlichen für den Shop, ist dies meist kein gutes Zeichen.

Der böse Trick mit dem Vorschussbetrug – was es bedeutet und wie Sie sich schützen können

Mit Vorschussbetrug ist jede Form des Geldbetruges gemeint, bei dem ein potentieller Käufer oder Interessent zunächst einen gewissen Geldbetrag überweisen, anzahlen oder voll bezahlen soll, bevor dieser die Ware zu  sehen bekommt oder bevor ihm der Schlüssel zur Besichtigung zugesendet wird, da der Besitzer der Immobilie die Sie mieten möchten auf Mallorca wohnt und nicht mal schnell zur Besichtigung rüber schauen kann – gerne sendet er Ihnen aber gegen einen gewissen Sicherheitsbetrag – am besten noch mit Angabe Ihrer vollständigen Personendaten – den Schlüssel zu. Gehen Sie NIEMALS für NICHTS in Vorleistung, nicht für Waren und nicht für Dienstleistungen.

Love Scamming oder auch Romace Scamming – der Betrug mit der Liebe

Hier befinden wir uns wieder bei einem der absoluten Klassiker der Top Ten Online Betrugsmaschen. Beim Romance Scam bzw. Love Scam geht es, wie der Name schon andeutet, um die Liebe. Hier wird den Opfern eine falsche Liebe bzw. Starke Zuneigung vorgegaukelt, sodass diese nach einer gewissen Zeit nachgiebig und unvorsichtig werden, was die eigenen Finanzen und Überweisungen an den Liebsten oder Liebste angeht. Sei es die erkrankte Verwandtschaft, das kaputt gegangene Auto kurz vor der langen Fahrt hin zu Ihnen, die man jetzt nicht antreten kann, weil man kein Geld für die Autoreparatur oder ein Zugticket hat. Die Ideen der Love Scamming Betrüger sind sehr erfinderisch, achten Sie daher immer genau darauf, ob Ihre neue Internetbekanntschaft übermäßig schnell übermäßig viel für Sie zu empfinden scheint. Jede angehende Beziehung und das Entwickeln von Gefühlen braucht Zeit. Auch wenn Sie sich verzweifelt einen Partner oder eine Partnerin wünschen – verlieren Sie bei aller Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit nicht den Blick für die Realität und hören Sie im Zweifelsfall immer auf Ihr Bauchgefühl. Niemals Geld an unbekannte Personen senden – egal wie hoch oder niedrig der Betrag angesetzt wird. Die Wahrscheinlichkeit dieses Geld nie wieder zu sehen ist verdammt hoch.

Auch der Betrug mit dem Vorschuss für Immobilien wird immer beliebter – seien Sie aufmerksam!

Mit Hilfe von speziellen Service Dienstleistern für den Geldtranfer sollen regelmäßig gutgläubige Interessenten abgezockt werden. Es geht hierbei um Inserate für Wohnungen, bei denen der Besitzer aus irgendwelchen Gründen nicht vor Ort sein kann und sich meistens angeblich sogar im Ausland befindet. Die Masche funktioniert dann so, dass SIE als Interessent eine gewisse Summe als Sicherheit aufbringen sollen und er Ihnen dann dafür den Schlüssel zusendet, sodass Sie die Wohnung oder das Haus dann inzwischen schon alleine besichtigen können. Unseriös! Lassen Sie sich niemals auf ein solches Angebot ein, denn die angebotenen Wohnungen oder Häuser gibt es meistens nicht und den Schlüssel zu einer der Angebotenen Immobilien werden Sie NOCH viel unwahrscheinlicher zu Gesicht bekommen. Ihr Geld aber auch nicht mehr. Also: Finger weg vom Immobilien-Vorschuss!

Ebenfalls beliebt: der Ferien-Vorschuss als ausgeweitete Methode des Immobilien-Vorschuss-Betrugs. Denn wenn es mit festen Immobilien funktioniert, warum dann nicht auch mit Ferienwohnungen?

Sie freuen sich auf Ihren Urlaub und haben die geeignete Ferienimmobilie gefunden. Fein, dann rufen Sie am besten dort an, stellen dem Vermieter einige Fragen und achten darauf, ob er bei seinen Antworten zögert oder ins unsichere Stottern kommt. Wenn Ihnen hierbei nichts verdächtig erscheint und das Gespräch nett verlief, schauen Sie sich noch einmal genau die Bedingungen der Zahlung und Stornierung für die anvisierte Immobilie an und haben Sie, wenn Sie schon einmal dabei sind, auch gleich einen Blick auf die Zahlungsmodalitäten für die Wohnung. Unseriös wäre eine ausschließliche Vorauszahlung oder eine erwünschte Zahlung per Western Union bzw. eines anderen Geldtransfer-Service Anbieters wie beispielsweise Moneygram. Auch das Durchstöbern der Kommentare anderer Gäste der Ferienimmobilie kann hilfreich sein und Aufschluss geben. Schauen Sie sich nach Bewertungen um und achten Sie darauf, wie seriös das Gesamtbild des Anbieters der Ferienwohnung erscheint. Entscheiden Sie sich am Ende im besten Fall immer für eine der vom Ferienportal vorgeschlagenen sicheren Zahlungswege, dann sollte Ihrem entspannten Urlaub bald tatsächlich nichts mehr im Wege stehen und es werden wohl auch keine unliebsamen Überraschungen auf Sie warten.

Und wenn wir schon beim Vorschuss-Betrug sind: da hätten wir noch den Betrug mit dem Vorschuss für Mietwagen und andere Transportmittel

Ja, auch mit Fahrzeugen wird verdient. Nämlich nicht immer nur seriös. Konkret: Sie finden ein Fahrzeug, das Sie mieten oder meistens sogar kaufen können. Der Preis ist unglaublich gut und alles andere scheint auch zu passe, doch halt. Bitte werfen Sie unbedingt einen Blick auf die vollständigen Angaben zu Fahrzeug und zum Anbieter. Die finden Sie nicht vollständig? Dann sollte Ihnen das schon zu denken geben. Oft werden Interessenten bei ersten Zweifeln durch Zeitlimitierungen unter Druck gesetzt, denn das Angebot würde nur noch bis zum nächsten Tag laufen, dann steigt der Preis wieder an, es wartet noch ein anderer Interessent auf eine Zusage vom Händler oder, oder, oder… auch hier sind die Wege um Druck aufzubauen wieder sehr kreativ.

Entscheidend ist, dass auch hier (ähnlich wie beim Immobilien-Vorschuss) der Verkäufer sich wieder im Ausland aufhält, Ihnen aber gerne den Kauf ermöglicht, wenn Sie jetzt gefälligst schon brav mitspielen und Summe XY als Anzahlung überweisen. Den Rest dürfen Sie dann bei Erhalt des Fahrzeugs überweisen. Nur, dass das Fahrzeug wahrscheinlich niemals bei Ihnen ankommen wird. Bei dieser Verkaufsmasche werden gerne Bilder von real existierenden Wagen mit Seltenheitswert oder grundsätzlich guten Verkaufschancen auf Verkaufsplattformen hochgeladen und verkauft wird dann nicht das Auto (welches sich natürlich auch nicht im Besitz des Anbieters befindet), sondern lediglich das Bild von einem Auto. Natürlich werden hier die Gutgläubigen wieder über den Leisten gezogen, also gilt auch hier: kein Kauf ohne persönlichen Kontakt mit dem Händler und eine vereinbarte Probefahrt. Gehen Sie beim Fahrzeug-Vorschuss-Betrug auch niemals darauf ein, Ihre Daten wie Führerschein etc. einzuscannen und zu schicken – mit diesen Personendaten kann unter Umständen weiterer Missbrauch betrieben werden, für den SIE am Ende haftbar gemacht werden.

Die falschen Anfragen zur Unterstützung, woher sie kommen und wie sie funktionieren

Bei falschen Unterstützungsanfragen handelt es sich um eine weitere Form vom Hacking bzw. Phishing, bei der jemand Ihren Mailaccount knackt und eine fingierte „bitte helft mir“- Mail an alle Kontakte aus Ihrem Mail-Adressbuch schicken wird. Die Kriminellen, die sich bei Ihnen eingehackt haben, bitten unter der Erfindung falscher bzw. nicht existenter Notfälle in Ihrem Namen Gründe, aus denen Ihre Kontakte Ihnen doch bitte ein wenig Geld zukommen lassen sollen. Beliebt ist die Masche, dass Sie sich angeblich im Ausland befinden, bestohlen wurden und nun kein Geld mehr haben, um nach Hause zu reisen. Ist jemand so leichtgläubig und reagiert auf eine solche Mail ohne vorher mit Ihnen persönlich gesprochen zu haben, so wird dieser Jemand sein Geld ebenfalls nie mehr wieder sehen – wie es ja so oft bei Phishing Attacken und anderen Online Betrugsmaschen der Fall ist. Erhalten Sie selber einmal eine Mail mit so einer Anfrage, schieben Sie sie getrost in den Papierkorb und nehmen im Zweifelsfall telefonischen oder persönlichen Kontakt zu der Person auf, die Sie da angeblich eben schriftlich um Hilfe gebeten hat.

Handlungsspielraum der Polizei bei kriminellen Handlungen im www

Es gibt nichts was es nicht gibt und die Onlinebetrüger werden immer kreativer. Sollten Sie einmal auf einen Betrüger im Netz hereingefallen sein, wenden Sie sich bitte umgehend an die Polizei und stellen dieser alle Daten zur Verfügung, die Sie von Mails oder Chatverläufen etc. noch zur Verfügung haben. Wahrscheinlich wird Ihnen die Polizei Ihr Geld nicht wieder zurückerobern können, jedoch tun Sie etlichen weiteren Menschen höchstwahrscheinlich einen Gefallen und können im besten Fall die Polizei auf die Spur des Täters bringen, sodass dieser gefasst wird und keine weiteren Abzockermethoden im Internet testen kann. Betrug ist strafbar, handeln Sie also sofort, wenn Sie hier einmal zum Opfer wurden. Wichtig für die Polizei ist auch immer zu erfahren, welche neuen Betrugsmaschen gerade „in“ sind und scheinbar (wie auch bei Ihnen) sicherlich auch bei anderen Gutgläubigen Menschen funktionieren. Alle Daten von dem Vorgang sichern und ab zur Polizeiwache.

Malware – kommt nie aus der Mode, ebenso wie das Hacking und die Spyware

Besonders im Bereich der E-Banking Trojaner sind die Kriminellen im Netz zur Zeit wieder besonders aktiv. Malware ist schädliche Software, die darauf abzielt Ihre Bankdaten zu bekommen und Überweisungen im Hintergrund auf die (oft auch ausländischen) Konten der Betrüger auszuführen. Bei der Spyware (Spy = Spion) geht es darum, Ihre Aktivitäten am infizierten PC oder auch Laptop auszuspionieren. Auf welchen Internetseiten waren Sie, wie lauteten dort Ihre Zugangsdaten und derlei Daten werden mit Hilfe von Spyware erfasst, festgehalten und online an die Täter bzw. Kriminellen übertragen.

 

Nicht so oft gehört wie Malware oder Hacking, aber ebenso schlecht für Sie und Ihr System: die Scareware bzw. Rogueware

Das englische Wort rogue bedeutet zu Deutsch „Schurke“, Scare von „Scareware“ steht für Scheck. Hier werden Opfer erschreckt, indem Sie sich eine Schurken Software herunterladen, die vorgibt, eine gute Software zu sein. Exemplarisch sind hierfür unter anderem gefälschte Antivirenprogramme. Sie schlagen nach dem Herunterladen Alarm, dass eine echte Bedrohung für den PC vorliegt und wollen damit darauf hinführen, dass der verschreckte User sich die empfohlene Software zur Bekämpfung der schädlichen Software herunterlädt.

Ebenfalls nicht ganz so bekannt wie das Wort Malware oder Spyware: die Ransomware.

Bei der Ransomeware handelt es sich um einen Trojander, der den User erpressen soll. Ransom kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt nichts anderes als „Lösegeld“. Dieser kleine Erpressungstrojaner verschlüsselt Ihre Daten und verweigert Ihnen per sofort den Zugriff auf für Sie wichtige Daten, anstatt auf Ihre Dokumente schauen Sie quasi auf einen Sperrbildschirm und können das Problem nur beheben, indem Sie Geld ausgeben und so dem Erpressungsversuch nachgeben. Hacker machen dies gerne, um eine bestimmte Summe in einer Internetwährung wie beispielsweise in Bitcoins zu erhalten und kündigen die Entsperrung Ihrer Daten nach erfolgtem Geldeingang an. Ob sie Ihre Daten wieder freigeben oder nicht, dies kann man meistens nicht voraussagen und richtet sich ausschließlich nach der Laune des Hackers. Also: bitte recht freundlich. Nein, Spaß beiseite. Nichts bezahlen und die Polizei informieren. Und danach umgehend einen seriösen Computerfachmann Ihres Vertrauens aufsuchen.

Die Drive-By-Infektion…

…bezeichnet die Infizierung Ihres PC`s, die bereits einfach nur über das anklicken einer bestimmten Website stattfindet. Ein falscher Klick und schon werden Ihre Daten abgefischt oder Sie haben Ihr System mit einem Trojaner infiziert, der fortan unerwünschtes Eigenleben auf Ihrem Rechner entwickeln wird.

Die Kriminellen greifen auch auf die DDoS Masche zurück – doch was bedeutet DDoS?

Bei dieser Methode legen es die Hacker darauf an, die reibungslose Nutzung Ihres Computers zu unterbrechen und zu stören. DDoS steht für Distributed Denial of Service, was zu Deutsch so viel wie Verweigerung des Dienstes bedeutet, was in diesem Fall eigentlich schon alles sagt und auf den Punkt bringt. Als Privatperson brauchen Sie sich vor derlei Angriffen im Web allerdings nicht zu fürchten, denn diese Variante zielt im Allgemeinen eher darauf ab die Politik zu stören. Oft handelt es sich um Erpressung, Aktivismus oder sogar Erpressung. Auch als wirtschaftliche gemeine Kampfansage kann ein solcher Angriff zur Schädigung der Konkurrenz genutzt werden, da die Systeme des infizierten Netzwerks übermäßig stark belastet und somit zum Absturz gebracht werden sollen.

Einige Tipps zur Nutzung von Emails.

Da das Thema Emailbetrug immer wieder aufs Neue hochkommt und niemals abflacht, haben wir hier kurz die wichtigsten Verhaltensregeln für Sie zusammengefasst:

  • Schauen Sie immer auf den Absender: kennen Sie ihn, oder ist er unbekannt?
  • Klicken Sie niemals auf Links
  • Seriöse Institutionen wie Banken, Behörden etc. werden Sie niemals zur Preisgabe Ihrer personenbezogenen Daten oder Bankverbindungen per Email auffordern. Nie. Kontaktieren Sie die betroffene Behörde und bitten um Auskunft, wenn Sie Zweifel haben.
  • Erscheint Ihnen eine Mail als nicht vertrauenswürdig oder sicher, so öffnen Sie bitte keine Anhänge. Oft reicht es schon mit der Maus über den Absender zu fahren (ohne etwas anzuklicken) und es erscheint eine sehr merkwürdige wirkliche Mailadresse als Absender – verschieben Sie diese Mail sofort in den Spamordner und sperren Sie die Absender-Domain.
  • Halten Sie Ihre Antivirussoftware immer auf dem neuesten Stand
  • Antworten Sie niemals auf bereits vom PC erkannte Spam Mails

Allgemeine Tipps zum sicheren Verweilen im WWW

Vorsicht mit Downloads von unbekannten Anbietern, am sichersten ist es immer, die gewünschte Software vom jeweiligen Anbieter selber herunterzuladen. Nach dem Download empfiehlt sich trotzdem als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme eine Prüfung mit Ihrer auf dem PC befindlichen Antivirus Software.

Der Datenschutz im eigenen Interesse

Halten Sie Ihre Software immer auf dem neuesten Stand, aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Antivirusprogramm und kümmern Sie sich zusammen mit einem Computerfachbetrieb um Ihre persönliche Firewall, wenn Sie diese nicht selber einrichten können. Die Kriminalität im Internet ist hoch, umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre persönlichen Daten bestmöglich vor dem Zugriff unberechtigter Dritter schützen. Auch Datensicherungen können Ihnen persönlich das Leben sehr erleichtern, wenn Sie einmal eine Schadsoftware auf dem PC haben und Ihr PC umgangssprachlich „abgeraucht ist“. Was Sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht gesichert haben, das haben Sie in so einem Moment leider verloren.

Was sollte man bei der Vergabe eines sicheren Passwortes beachten – nach welchen Kriterien richtet sich ein gut gesichertes Passwort?

Unter acht Zeichen lässt Sie heute eigentlich kein gutes System mehr ein Passwort vergeben. Häufig wird Ihnen der Sicherheitsgrad Ihres ausgewählten Passwortes auch noch während der Eingabe angezeigt. Die bestmögliche Sicherheit erzielen Sie, wenn Sie mindestens acht Zeichen wählen, Ihr Passwort sowohl Groß- als auch Kleinbuchstabend enthält und Sie dort auch Sonderzeichen und Zahlen unterbringen konnten. Es empfiehlt sich niemals ein „Generalpasswort“ zu nutzen – legen Sie besser für alle wichtigen Zugänge unterschiedliche Passwörter an.

Das gemeine Wort „Abzocke“, was wir darunter verstehen und in wieweit wir es hierbei mit Betrug zu tun haben

Zugegeben, das Wort Abzocke ist sehr umgangssprachlich und meint natürlich das wissentlich und absichtliche betrügen einer anderen Person. Auch gemeint sein kann hiermit, dass eine gut informierte Person eine schlechter Informierte Person belügt und falsche Informationen gibt, um seine persönlichen Ziele durchzusetzen. Hiermit verstehen wir unter Abzocke ganz klar ein nicht korrektes moralisches Verhalten, allerdings kann das Wort an sich nicht dem eigentlich definierten Betrug zugeordnet werden. Ausschlaggebend ist, dass eine „abgezockte“ Person gutgläubig und oft unwissend ist, daher auch häufig mehr Geld für ein schlechteres Angebot bezahlt. Dies tut sie in der Regel aus eigenem Willen und weil sie es nicht besser weiß, daher handelt es sich hier nicht um wirklichen „harten“ Betrug. Immerhin hätte sich die Person vor dem Deal besser informieren können und wäre somit dahintergekommen, dass man ihr für eine Dienstleistung oder ein Produkt deutlich zu viel Geld als marktüblich abnimmt und hätte es aus eigener Kraft und im eigenen Interesse verhindern können. Hier greift der alte Spruch „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ – oder in einem solchen Fall besser gesagt: vor finanziellem Schaden.

Onlineshops und die Versandkosten

Häufig klagen Verbraucher über teure Versandkosten in Onlineshops und munkeln, dass die Inhaber der Läden im WWW sich noch einigen Gewinn über den Versandpreis zusätzlich in die Tasche stecken. Auch in diesem Fall sprechen Verbraucher gerne von einer weiterer „Abzocke“, doch wie kommt es dazu? Die Antwort: weil sich die Kriminellen in solchen Fallen die Händlerportale aus dem Netz zu Nutzen machen und Waren zu deutlich überteuerten Preisen zzgl. nicht wirklich transparenter Gebühren verkaufen. Oft kommt es in diesem Kontext zu sogenannten Abo-Fallen oder zu Betrug in dem Sinne, dass die Domain eines Shops beispielsweise auf .ch endet und der Shop sich auch tatsächlich in der Schweiz befindet, er aber seine Ware aus dem Ausland in die Schweiz anliefern lässt und somit weitere Kosten für den Transport und andere Gebühren verursacht, die der Kunde dann zu tragen hat. Es fehlt die Preistransparenz, was viele betrogene Kunden schon einiges an Nerven und Streit mit dem Händler gekostet hat.

Kredite, Kredite, wo man hinsieht, blüht das Geschäft

Sowohl die Betrüger, als auch vereinzelte seriöse Anbieter, versuchen ihr Glück auf dem Finanzmarkt mit der Vergabe von Verbraucherkrediten. Keine Bonitätsprüfung und nur geringe Zinsen – wenn Sie so etwas erleben, dann KLINGT es nicht nur zu schön, um wahr zu sein, sondern wird in der Regel auch wirklich zu schön sein, um der Wahrheit zu entsprechen. Lassen Sie sich von solchen Angeboten nicht blenden, denn in der Schweiz ist grundsätzlich jede Bank dazu verpflichtet die Bonität des Kreditantragstellers zu prüfen, bevor es tatsächlich zur Vergabe eines Kredites kommen kann. Eine Bank die sich an diese Regelung nicht halten würde, würde nicht legal vorgehen und könnte strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden – so viel zum Ablauf mit den Krediten.

Und was war das mit den Roaming-Kosten zu Zeiten der EU?

Befindet sich ein Nutzer von mobilen Daten im ausländischen Internet, so fallen für diese Nutzungen Gebühren an, welche man umgangssprachlich auch als Roaming-Gebühren bezeichnet. Häufig gibt es schon sehr günstige Roaming-Gebühren, doch wer auf Nummer sichergehen möchte, der sollte auf seinen Reisen sicherheitshalber die Roaming-Funktion an seinem Smartphone abschalten. Innerhalb der EU sind die Preise im Laufe der Zeit relativ moderat geworden, doch planen Sie beispielsweise eine Reise nach Thailand, so sollten Sie ausschließlich über das WLAN Angebot des jeweiligen Hotels gehen. Eine genaue Abfrage der anfallenden Kosten bei Ihrem Mobilfunkanbieters vor Antritt der Reise ist klärend und kann vor unliebsamen finanziellen Überraschungen schützen.

Die Porno-Industrie im Kontext der Abo-Fallen

Ja, im Bereich der Erotik ist viel Geld zu holen und sicher funktioniert dies nicht immer nur auf dem hundertprozentig legalen Weg. Sind Sie unterwegs oder im Heimnetz und klicken auf einer Pornoseite auf ein falsches Banner, kann es ganz schnell gehen und Sie haben ein Abo für einen Erotikdienst gebucht. Um solchem Ärger von Hause aus zu entgehen, ist es ratsam bei seinem Mobilfunkanbieter direkt jede Art von möglichen Abos sperren zu lassen. So sind Sie immer auf der sicheren Seite und haben keinen Ärger durch einen unbedachten Klick auf die falsche Stelle Ihres Handydisplays.

Haben Sie schon einmal eine Abmahnung aus dem Ausland wegen Verletzung der Urheberrechte bekommen?

Klingt zwar leicht skurril, ist aber möglich. Vereinzelt passierte es in der letzten Zeit tatsächlich, dass einige Haushalte innerhalb der Schweiz Post von ausländischen Anwälten bekamen, die angeblich im Sinne Ihrer Mandanten deren Rechte vertraten. In diesen Abmahnungsschreiben geht es meist um illegal heruntergeladene Spiele, Filme oder auch Musik – der Abmahnungsklassiker schlechthin, wenn man so sagen darf. Festzuhalten ist hier in jedem Fall der rechtliche Unterschied zwischen den Ländern, denn in der Schweiz gilt das Herunterladen der genannten Medien nicht als Straftat, wenn es sich um die Nutzung für den private Zwecke handelt und der Download keinen kommerziellen Hintergrund hatte. Häufig erschrecken sich die Personen der angeschriebenen Haushalte bei solchen Schreiben und bezahlen brav und zähneknirschend die genannten Rechnungsbeträge, doch seien Sie nicht zu leichte Beute für die ausländischen Anwälte. Lassen Sie im Zweifelsfall und je nach geforderter Summe das Schreiben von einem Anwalt Ihres Vertrauens gegenprüfen.

Die neue Onlinenavigation als mögliche Abo-Falle?

Wie immer im Leben sollte man mit allen Internet-Suchanfragen vorsichtig sein, so auch mit der Suche nach Online Routenplanern, die versuchen vertrauenswürdig daherzukommen, indem sie eine gewisse Ähnlichkeit mit Google Maps herzustellen versuchen. Unseriöse Routenplaner verlangen vor einer möglichen Nutzung die Eingabe der eigenen Mailadresse und einen Klick auf das Feld „Nutzungsbedingungen akzeptieren“. Aber: wann haben Sie zuletzt auf dem wirklichen Google Maps Ihre Mailadresse hinterlegt und die Nutzungsbedingungen akzeptiert? Fallen Sie nicht auf den Datenklau solcher Websites herein und geben Sie Ihre Daten nicht heraus. In Fällen von dubiosen Routenplanern, wie vorweg beschrieben, werden Sie vielleicht einen funktionierenden Routenplaner nutzen können, müssen aber vorab für diesen bezahlen und die Aufforderung zur Zahlung wird Ihnen nach der abgeschlossenen Registrierung und Annahme der Nutzungsbedingungen sicherlich per Email zugestellt. Wer sich hierauf einlässt, „fängt“ sich häufig ein unseriöses Abonnement, für das er noch Monate zu zahlen hat. Auch dann, wenn er doch einfach nur kurz etwas auf der Karte nachsehen und sich einmalig navigieren lassen wollte. Seien Sie immer vorsichtig mit allen Onlineroutenplanern, die Ihre Daten abfragen und bei denen Sie irgendetwas akzeptieren oder bestätigen sollen.

Online Gewinnspiele und wie Sie hiermit umgehen sollten

Haben Sie schon einmal in einer Lotterie gewonnen, bei der Sie überhaupt nicht mitgespielt haben? Nein? Dann sollte es Ihnen doch zu denken geben, wenn Sie plötzlich und unerwartet eine Gewinnbenachrichtigung über eine schöne hohe Summe bekommen. Viele Menschen sind so unbedarft, dass sie auf diesen Trick der Kriminellen hereinfallen, die vorab eine finanzielle Gegenleistung der Gewinner erwarten, bevor sie ihren Gewinn dann auch wirklich abholen dürfen. Raten Sie, wer bei dieser Masche der einzige Gewinner bleiben wird… Womit wir nur wiederholen können: gehen Sie niemals in finanzielle Vorleistung.

Auch mit Adressbüchern kann man als Krimineller gute Gewinne erwirtschaften – wenn man weiß, wie.

Der Adressbuchschwindel ist in den letzten Jahren ebenfalls ein bleibendes und funktionierendes Phänomen der Betrugsmaschen von Kriminellen. Hierbei erhalten kleine und mittelständische Unternehmen das Angebot, sich in ein jeweils für sie passendes Branchenbuch bzw. Branchenregister eintragen zu lassen. Hierfür erhalten die betroffenen Firmen dann vorab ausgefüllte Formulare mit ihren Firmendaten, die sie vor Abgabe noch einmal überprüfen und dann unterschrieben an den Anbieter zurücksenden sollen. Aber vorsichtig! Überlegen Sie sich immer gut, was Sie genau abschließen und warum und mit wem, letzten Endes gehen Sie mit Ihrer Unterschrift einen Vertrag ein, dessen sollten Sie sich stets bewusst sein. Häufig handelt es sich bei derlei Angeboten um eine Unterschrift, dass der Unternehmer dem Anbieter des Registers eine nennenswerte Summe zur Eintragung zahlen muss – obwohl es vorweg den Eindruck erweckte, der Eintrag sei kostenlos. Mit Ihrer Unterschrift sitzen Sie in der „Falle“ und der Anbieter des Registers hat einen Anspruch auf die Bezahlung seiner (häufig sehr minderwertigen) Dienstleistung – immerhin haben Sie aus freiem Willen einen Vertrag mit ihm unterzeichnet und dieser besitzt dann Gültigkeit. Egal, wie der Anbieter Ihre Unterschrift für den Vertrag bekommen hat.

Handlungsspielraum der Polizei in solchen Fällen von „Vertrags-Abzocke“

Zwar können Sie sich in einem solchen Fall natürlich an die Polizei wenden, doch diese hat hierbei leider wenig Spielraum, wenn „es einmal geschehen ist“ und Sie bereits unterschrieben haben. Trotzdem ist es wichtig die Polizei in Kenntnis über solche Betrüger und deren Angebote zu setzen, sodass sie über die neue Quelle der Abzockerei informiert ist und ggf. weitere Maßnahmen ergreifen und andere potentielle Opfer warnen kann. Als Betroffener in einem solchen Fall können Sie eine Strafanzeige wegen „unlauteren Wettbewerbs“ stellen bzw. ein Zivilverfahren einleiten, doch hiervon nehmen die meisten Betroffenen wieder abstand, da auch hier Kosten entstehen, auf denen Sie mit großer Wahrscheinlichkeit ergebnislos sitzenbleiben werden. Achten Sie also immer vorher darauf, was Sie genau unterschreiben und warum bzw. mit wem oder wofür konkret.

Wodurch sich Betrug auszeichnet

Eine betrügerische Absicht liegt dann vor, wenn Personen planen, sich selber oder Dritte mit unlauteren Methoden an den Geldern ihrer potentiellen Opfer zu bereichern. Man spricht hierbei auch von arglistigem Betrug, da Opfer häufig und absichtlich mit falschen Aussagen getäuscht werden und auf diesem Wege dazu bereit sind, gewisse Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen – und das oft mit völlig überteuerten Preisen oder sogar in Form von Abos, bei denen ihnen vor ihrer Unterschrift gar nicht bewusst ist, dass es sich um ein Abo handeln könnte.

 

Immer wieder beliebt: der Enkel-Trick

Man will es gar nicht glauben, doch noch immer und teilweise auch immer wieder erfolgreich wird von den Kriminellen der sogenannte Enkel-Trick angewendet. Hier meldet sich der Betrüger bei älteren Personen und gibt vor, der Enkel zu sein und in Schwierigkeiten zu stecken. Dies funktioniert natürlich nur bei älteren Leuten, die vermutlich schon leicht durcheinander und aus der Fassung zu bringen sind. Die Kriminellen suchen sich hierfür häufig Namen aus dem Telefonbuch, denen man ein gewisses Alter durch den aus der Mode gekommenen Vornamen anmerken kann. Und dann wird die Nummer am Telefon gewählt und gelogen, dass sich die Balken biegen. Mit einer Aufforderung von „rate mal, wer dran ist“ bringen Sie die Opfer dazu Namen aus der Familie zu nennen, mit denen vielleicht zufällig eine gewisse stimmliche Ähnlichkeit besteht und erhalten damit ein erhöhtes Zutrauen, wenn das Gespräch einmal in Gang gekommen ist.

Der Betrüger wird nun erklären, warum er in finanziellen Schwierigkeiten steckt und ganz dringend Hilfe von „Oma“ oder „Opa“ braucht und ihr oder ihm sogar noch glaubhaft machen, warum er nicht als Verwandter selber vorbeischauen und sich das Geld abholen oder mit zu Bank kommen kann. Das übernimmt für ihn eine Freundin oder ein Mitarbeiter bzw. Arbeitskollege. VORSICHT vor derlei Märchen am Telefon, bei denen dann gegen Endes des Telefonats auch noch ein großer Zeitdruck erzeugt wird, um die Opfer in Zugzwang zu bringen und ihm oder ihr die Möglichkeit zu nehmen, sich noch einmal telefonisch oder persönlich mit anderen Angehörigen zu besprechen.

Was Sie gegen den Enkel-Trick für sich selber oder Ihre Angehörigen tun können

Sie kennen nun das Muster, wie ein Betrüger am Telefon in der Regel vorgehen wird. Fallen Sie selber also nie auf finanzielle Forderungen der lieben Familie am Telefon herein und geben das Geld dann auch noch einer Ihnen unbekannten Person in die Hand, die angeblich im Auftrag Ihrer Verwandtschaft kommt. Nein! Sprechen Sie auch mit Ihren tatsächlichen Großeltern oder Ihren Eltern beiläufig über dieses Thema. Floskeln wie „hast du schon gehört / gelesen?“ bringen das Gespräch kurz auf so eine Betrugsmasche über die man sich einen Moment austauschen und seine älteren Verwandten warnen kann, indem man diese Masche deutlich als Abzocke betont. Vielleicht erinnern sich Ihre älteren Verwandten ja im Fall eines tatsächlichen Betrugsversuches bei Ihnen am Telefon und sind durch Ihre Vorwarnung in der Lage, souverän und gekonnt den Telefonbetrüger abzuwimmeln und auf Grund laufen zu lassen.

Geben Sie oder Ihre Verwandten niemals eine telefonische Auskunft über die eventuelle Vermögenslage und wählen Sie bei einem verdächtigen Anruf die Nummer der Polizei. Über die 110 bzw. den Notruf 117 können Sie den Betrugsversuch melden und der kriminelle kann vielleicht telefonisch zurückverfolgt und gefasst werden, sodass er sein übles Spiel nicht auch noch bei anderen Leuten versuchen kann.

Haben Sie schon einmal von sogenannten „Schenk-Kreisen“ gehört?

Ein Schenk-Kreis oder Schenkkreis läuft in dem geläufigen Schneeballsystem ab und es geht im Grunde darum, dass eine Person eine andere Person aus dem Schenkkreis finanziell beschenken soll, die weiter über ihr in der Rangfolge steht. Der Plan: bei weiteren Teilnehmern an dem Schenkkreis werden dann sie selber von vielen verschiedenen Personen finanziell beschenkt und erhalten somit mehr Geld, als sie ursprünglich an die Person in der Rangfolge über ihnen verschenkt haben. Das alles ist natürlich nur eine schöne Augenwischerei, bei der immer die jeweils neuesten Mitglieder hoffen, auch schöne Schenkungen von nachfolgenden Mitgliedern zu erhalten, die sich dann in der Rangfolge unter ihnen befinden werden.

Das Gemeine dabei: diese Form des Betrugs ist schon ein wenig greifbarer, da sie sich nicht nur anonym im Internet abspielt, sondern weil es zu vertrauensschaffenden echten Treffen der Mitglieder kommt. Hierbei wird allerdings Druck aufgebaut, weitere Mitglieder für diese Schenkkreise anzuwerben. Lassen Sie sich hierauf nicht ein und steigen Sie aus diesem System aus. Dass es solche Systeme gibt und dass man sich hieran nicht beteiligen sollte, schreibt sogar die Lotterie vor, den per Lotteriegesetz ist die Teilnahme an Gewinnspielen dieser Art sowie an Schenkkreisen verboten.

Wenn der Support von Microsoft unerwartet zuschlägt…

…dann handelt es sich in der Regel um einen Faux-Anruf, denn ein Unternehmen der Grüße von Microsoft hat überhaupt nicht die Zeit umsonst durch die Gegend zu telefonieren. Bei dieser Masche geben sich Betrüger als Mitarbeiter von Microsoft oder Microsoft Partner aus und geben vor, von einem Fehler auf Ihrem PC Kenntnis bekommen zu haben. Das System bei Microsoft würde einen Fehler für Ihre Anlage zeigen, den der freundliche Mitarbeiter Ihnen gerne kurz im Sinne des Kundenservice beheben würde. Hierfür sei ein Fernzugang erforderlich, diesen können die potentiellen Opfer angeblich zulassen, indem Sie auf den Link aus der Mail klicken, den der freundliche Microsoft Mitarbeiter seinen Opfern dann zusendet. Einmal auf den Link geklickt, öffnen die Opfer dem Kriminellen Tür und Tor zu den privaten Daten, auch Bankdaten etc. können nun von dem Kriminellen abgefangen werden. Hierbei handelt es sich letzten Endes um eine erweiterte Form des Phishings, seien Sie also bitte nicht so gutgläubig, wenn Ihr PC keinerlei Probleme macht und sich trotzdem ein Mitarbeiter einer großen Computerfirma kostenlos um sie kümmern möchte. Dieses „kostenlos“ kann schnell zu „sehr teuer“ werden, trauen Sie also keinem Anrufer, der Ihnen von Sicherheitsproblemen an Ihrem PC erzählt.

Wie verhält es sich denn in der Zwischenzeit mit den unseriösen Geschäften direkt an der Haustür?

Grundsätzlich sollte man keine Verlaufspraktik grundsätzlich verdächtigen, doch besonders beim Haustürverkauf kann es auch immer mal wieder zu Betrugsversuchen kommen. Hartnäckige Verkäufer versuchen in die Wohnungen und Häuser Ihrer potentiellen Betrugsopfer zu kommen, indem Sie vorgeben Waren oder Dienstleistungen zu verkaufen, die in direktem Zusammenhang mit Wohnungsausbesserungsmaßnahmen stehen. Geläufig sind Aussagen wie „ich bin Teppichverkäufer“, doch auch der Scheren- oder Werkzeugschleifer kann als Ausrede für den Hausbesuch herhalten. Hierbei sollen möglichst aggressiv Waren und Dienstleistungen verkauft werden, die häufig ebenfalls ihr Geld nicht wert sind. Auch viel zu teure Körperpflegeprodukte oder Artikel für den Haushalt werden angeboten.

Um den Verkauf ein wenig anzukurbeln, berufen sich diese Verkäufer gerne auf größere Firmennamen und fälschen teilweise sogar ihre Visitenkarten, um möglichst glaubhaft zu wirken. Angeblich können Ihnen die Verkäufer besonders gute Angebote zu tollen Preisen machen und auch lange Garantien anbieten – fallen Sie nicht auf derlei Augenwischerei herein.

Doch wenn es einmal passiert ist und Sie ein Geschäft an der Haustür abgeschlossen haben…

… dann müssen Sie trotzdem nicht in Panik verfallen, denn für Verkäufe bei Haustürgeschäften gelten grundsätzlich besondere Spielregeln. Alles in allem empfiehlt es sich immer, einen Widerruf per Einschreiben und Rückschein zu verfassen, wenn Sie von Ihrem an der Haustür abgeschlossenen Vertrag zurücktreten wollen. Auch bei Haustürgeschäften muss Ihnen die verkaufende Person in schriftlicher Form einen Kaufvertrag bzw. auch eine Belehrung über die Möglichkeit eines Widerrufs zukommen lassen, auf der die zuständige Anschrift des Vertrieblers bzw. des Unternehmens aufgeführt ist. Auch dann, wenn Sie erst im Nachhinein von Ihrem Widerrufsrecht erfahren haben ist dies kein Problem, denn die Frist hierfür beginnt erst bei Kenntnisnahme des Rechtes auf Widerruf. Waren oder erhaltene Leistungen müssen Sie in diesem Fall allerdings an den Händler zurückgeben.

Handlungsspielraum der Polizei in solchen Fällen

Sind Sie einmal hereingelegt worden, so ist überhaupt nichts Schlimmes dabei, dies bei der zuständigen Polizeibehörde bekanntzugeben. Im besten Fall kann die Polizei Betrüger mit dieser Masche dank Ihrer Hinweise aufgreifen und so weitere potentielle Opfer in Ihrer Region schützen. Die Bevölkerung kann gewarnt und somit Schlimmeres verhindert werden.

Das „abschöpfen“, alias „skimming“ – der gemeine Betrugsversuch mit den Kartendaten der Opfer, inklusive dem Ausspionieren derer Pin-Codes.

Das Wort skimming stammt aus dem Englischen und lässt sich in etwa mit „abschöpfen“ übersetzen, hierbei geht es konkret um die Manipulation von Geldautomarkten, Tankstellen und Manipulationen von Kartenautomaten in der Gastronomie. Der Trick funktioniert, indem die Täter Daten von Magnetstreifen der entsprechenden Daten abgreifen und kopieren bzw. sogar deren Codes ausspionieren. Die Opfer merken hierbei zunächst meistens nichts, bis plötzlich bei den betroffenen Opfern horrende Beträge auf den Konten fehlen.

Beim Skimming bringen die Täter Microcams, also extrem kleine Kameras, zum Einsatz und die Manipulation an den Kartengeräten fällt fast nie auf. Mit den Karteninformationen kann eine Kopie der Karte erstellt werden und da eine Kopie ohne einen Chip zumindest in der Schweiz nicht genutzt werden kann, holt sich der Täter dann im Ausland so viel Geld wie möglich von diesem Kartenkonto und der wirkliche Besitzer der echten Karte merkt es oft erst, wenn schon alles zu spät ist. Auch die Nutzung der Kartendaten wie PIN Code oder des Magnetstreifens zum Abheben der Gelder auf dem Onlineweg wird immer wieder gerne genutzt.

Doch kann man sich vor der Betrugsmasche „Skimming“ in irgendeiner Form schützen?

Grundsätzlich gilt: behalten Sie Ihre Passwörter und eben auch Ihre Bankdatenwie die PIN Nummer Ihrer Bankkarte stets für sich und geben Sie sie nicht anderen Menschen bekannt. Auch vom Notieren der PIN Nummern auf separaten Zetteln, die man dann sogar noch mit sich und der Bankkarte herumträgt, ist in jedem Falle abzuraten. Geben Sie die PIN an einem Automaten immer nur möglichst mit Sichtschutz ein und stellen Sie sich so, dass Personen hinter Ihnen die Nummer nicht erahnen können. Drehen Sie sich im Zweifelsfall auch um und weisen die nachfolgenden Personen an, ein wenig mehr Abstand zu halten. Dies hat nichts mit unhöflichem Benehmen, sondern lediglich mit dem Schutz Ihrer sensiblen Daten zu tun.

Lassen Sie sich beim Geldabheben auch niemals in eine Unterhaltung verstricken und nehmen Sie keine Angebote zur Hilfe von Personen an, die Ihnen eventuell in dem Fall beispringen wollen, wenn der Bankautomat aus irgendwelchen Gründen Ihre Karte eingezogen hat. Vertrauen Sie in einem solchen Fall allein dem Bankangestellten und sonst niemandem. Wurde Ihnen die Karte entwendet oder haben Sie die Karte verloren? Dann melden Sie sich bei Ihrer zuständigen Bank und lassen Sie die Karte sperren, ein Bankangestellter wird Ihnen dann mitteilen, wie es weitergeht – so sind Sie in jedem Fall auf der richtigen Seite. Ebenso empfiehlt sich ein regelmäßiger Blick auf Ihre Kontoauszüge, da Sie andernfalls nicht feststellen können, wenn sich dort etwas tut, was nicht richtig ist oder von Ihnen persönlich veranlasst wurde.

Eine eingeschränkte Nutzung Ihrer Bankkarte im Ausland ist zu empfehlen.

Für den Schutz im Ausland empfiehlt sich die sogenannte „Card-Control“ und auch vor dem Skimming können Sie sich schützen, indem Sie das Geoblocking bzw. die Geocontrol verwenden. So kann Ihre Bankkarte nur in von Ihnen persönlich ausgewählten Ländern oder Orten genutzt werden, was Sie und Ihr Vermögen schützen wird. Auch ein Limit für Abhebungen von Bargeld über Tageslimits sollte man unbedingt einstellen, um bei Betrugsfällen nicht übermäßig zu Schaden zu kommen.

Sollte Ihnen etwas verdächtig erscheinen, so wenden Sie sich vertrauensvoll an die Polizei oder den Notruf. Der Vorgang wird daraufhin kontrolliert und weitere kriminelle Aktivitäten der Täter ggf. unterbunden werden.