Immer öfter passiert es: Gefährliche Spammails erreichen die Mailfächer berichtet hna. Betrüger senden gefälschte Telekom-Rechnungen, um an die Daten der Empfänger zu gelangen.

Quelle: https://www.hna.de/netzwelt/telekom-spam-erkennen-viren-auf-rechner-und-zugangsdaten-geklaut-onl-10559028.html

Telekom Spam Mails

Fakt ist: Auch die Telekom möchte Bestandskunden halten und würde niemals Spammails versenden. Diese Fakemails werden immer durch Betrüger versendet. Aber wer oder was steckt hinter diesen Fakemails? Gibt es einen wirksamen Schutz dagegen? Hier die wichtigsten Antworten zu den Telekom-Spammails, bei denen es sich häufig um Pishing handelt. Es ist der Identitätsdiebstahl per Internet. Die Telekom, die ihren Dienst online allen Nutzern anbietet, ist lediglich das Trojanische Pferd für diese Betrugsform.

Ist dieser Spam, der sich als Telekom ausgibt, gefährlich?

Rund 92% aller Telekom-Mails werden als Spam erkannt und aussortiert, bevor sie beim Empfänger im Mailfach landen. Auch bei den verbleibenden 8% können noch Spammails enthalten sein. Diese Fakemails werden erst gefährlich, wenn sie geöffnet werden, da sie dann die Sicherheit des Empfängers oder dessen PC gefährden. Mit diesen Tipps können sich Verbraucher schützen:

Keine Links anklicken

In den Spammails sind häufig Links enthalten, die nicht angeklickt werden sollen. Es können sich gefakte Websites mit Eingabemasken öffnen. Diese Fake-Websites geben täuschend echt vor, zur Telekom zu gehören. Hier werden Mailadressen und deren Passwörter abgefragt, womit die Betrüger das fremde Mailfach übernehmen und sichten können.

Keine Anhänge öffnen

Viele Spammails enthalten Anhänge. Diese sollen in keinem Fall geöffnet werden, da sie Vieren enthalten können. Bösartige Viren können den ganzen Computer lahm legen, nur fachkundige Personen könnten die Viren beheben.

Kein Geld überweisen

Häufig wird in Spammails um eine Überweisung von Geld gebeten. Wer Geld überweist, sieht es selbst mithilfe von Rechtsmitteln meistens nicht mehr wieder. In keinem Fall soll unüberlegt Geld überwiesen werden.

Wie Verbraucher die gefälschte Telekom-Rechnung erkennen können

Viele Verbraucher sind keine Kunden der Telekom und erhalten dennoch eine Rechnung. In diesem Fall können sich die Betroffenen sehr sicher sein, dass es eine betrügerische Spammail ist, die sie ignorieren können. Am sichersten ist es, die Spammail ungeöffnet zu löschen.

 

Aber wie verhalten sich Telekom-Kunden richtig? Mit diesen Hinweisen können Telekom-Spammails erkannt werden:

  • Die meisten Spammails sind gespickt mit Rechtschreibfehlern oder fehlerhaften Formulierungen.
  • Vielfach werden überzogen hohe Rechnungsbeträge eingefordert, die sofort zu überweisen sind. Es handelt sich z. B. Um Beträge von 598,67 Euro für einen Abrechnungsmonat.
  • Telekom-Kunden kennen die richtige Kontonummer und können diese mit den Kontodaten in der E-Mail vergleichen. Bei Unstimmigkeiten handelt es sich um eine betrügerische Spammail.
  • Echte Mails der Telekom können an dem blauen E-Mail-Siegel erkannt werden, welches ein @ mit Haken hat.
  • Beim prüfen der Mailadresse findet sich keine Telekom-Mail, sondern ein Absender wie samonsllwield@gmail.com

 

Die betrügerischen Methoden entwickeln sich leider immer weiter. Künftige Telekom-Spammails können anders gestaltet sein oder enthalten möglicherweise andere Inhalte mit anderen Maschen. Deswegen können hier keine abschließenden Tipps zum Erkennen von Telekom-Fakemails aufgelistet werden.

Opfer werden Bestandteil vom Bot-Netz

Wer zum Opfer von Spammails wird, kann sich nicht allein Viren einfangen. Eine übliche Masche ist es, wenn die Betroffenen mit ihren Mailfächern zum Absender von noch mehr Spammails werden. Wer seine Zugangsdaten auf einer gefakten Website eingibt und damit den Zugang zum eigenen Mailfach verliert, der versendet mit seiner Mailadresse ungewollt Massenmails. Die Betrüger integrieren das gehackte Mailfach oder den ganzen Computer in das Bot-Netzwerk, mit dem außerdem Schadsoftware versendet wird.

Mit den gehackten Mailadressen werden also weitere Telekom-Spammails versendet. Die Telekom erklärt, dass den betroffenen Kunden in diesen Situationen schnell geholfen wird. Die Technik der Telekom bemerkt solche Störfälle sehr schnell und nimmt dann mit den Kunden Kontakt auf. Diese werden per Telefon oder SMS informiert, um weitere Schritte einzuleiten.

Die Telekom wehrt sich gegen Spam

Spammails schaden dem Namen und dem Ruf der Telekom, wogegen diese sich wehrt. Die Verbraucher können sich direkt online im Hilfe-Center zu den Spammails informieren. Hier gibt es direkt Formulare, um Telekom-Spammails zu melden. Mit Hilfe dieser Meldungen verfolgt die Telekom das Vorgehen der Betrüger und kann schneller Gegenmaßnahmen einleiten. Das „Kontaktformular für Missbrauchsfälle“ kann von jedem kostenlos genutzt werden.

 

Weiterhin bietet die Telekom den Datenschutzratgeber „Sicher digital“ an. Die Kategorien für Bankgeschäfte, Netzwerke, Betriebssysteme, Datensicherheit, soziale Medien und Cyberkriminalität werden leicht verständlich formuliert. Die Verbraucher können sich informieren und erhalten Anleitungen für den sicheren Umgang mit Telekom-Mails.

Gibt es SMS-Telekom-Spam?

Spam gibt es leider nicht nur im Mailfach, sondern auch per SMS. In den letzten Wochen häufen sich Spam-SMS, die angeblich von der Telekom stammen. Den Opfern werden mit betrügerischer Absicht TAN-Nummern, wie sie auch für Online-Überweisungen verwendet werden, gesendet.

Die Kriminellen gelangen auf verschiedenen Wegen an die Rufnummern der Verbraucher. Es gibt Wahlsysteme, die nach Zufall Rufnummern probieren. Oder die Verbraucher haben ihre Rufnummer bei dubiosen Gewinnspielen angegeben. Solche Gewinnspiele oder ähnliche Leistungen werden häufig angeboten, um Verbraucherdaten für illegalen Spam zu erlangen. Wie auch beim Mailspam gilt beim SMS-Spam, dass die verdächtigen Nachrichten sofort gelöscht werden sollen. In keinem Fall sollen Anhänge geöffnet oder Links angeklickt werden, da es sonst böse enden kann. Solche untypischen SMS Nachrichten stammen nie von der Telekom.

 

 

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