Betrugsversuch in Meerbusch fehlgeschlagen

Auch in diesem Monat April 2019 sind wieder einmal viele Fälle von vermeintlich falschen Microsoft Mitarbeitern aufgetreten.

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Vorsicht, falsche Microsoft-Mitarbeiter sind am Telefon unterwegs.

Aktuell warnt die Polizei vor Betrügern, die sich am Telefon häufig als Microsoft Mitarbeiter ausgeben, das berichtet der Express. Dabei versuchten in Meerbusch Unbekannte, eine 82jährige Frau zu betrügen. Sie behaupteten dabei am Telefon, dass sie für das IT Unternehmen Microsoft tätig seien und der Grund des Anrufs der Computer der Betroffenen sei. Dieser wäre mit Schadsoftware befallen und müsste demnach dringend repariert werden.

Die Täter versuchen dann über diese Schiene ihre Täter dazu zu überreden eine Installation einer speziellen „Fernwartungssoftware“ durchzuführen. Meist wird dies über Team Viewer angeboten, welches eine frei zugängliche Fernsteuerungssoftware ist. Mithilfe dieses Programms kann der Anwender den vollen Zugriff auf den Computer erlangen. Dabei wird in den meisten Fällen von den Betrügern für die ausgeführte Leistung  noch ein Honorar verlangt. Zusätzlich werden die Daten für das Onlinebanking und / oder die Kreditkartendaten abgefragt. Die Täter versuchen damit Zugriff auf die Konten des Opfers zu bekommen.

Betrüger am Telefon bei Seniorin abgeblitzt

Bei der Seniorin aus Meerbusch hatten die Betrüger jedoch keinen wirklichen Erfolg. Die Dame konnte den Fall schnell erkennen und erkannte die negativen Absichten des mit englischem Akzent sprechenden Mannes am Telefon schnell. Sie überführte ihn dann mit einer Fangfrage und konnte sich so schnell von der Echtheit überzeugen. Sie fragte den Täter nach dem Aufenthaltsort und dieser antwortete schnell etwas überrumpelt mit Kalifornien. Die 82jährige Seniorin hielt dem Täter dann direkt richtigerweise vor, dass es dort doch derzeit mitten in der Nacht sei und ein Anruf somit gar nicht möglich wäre. Der Täter beendete dann plötzlich schnell und abrupt das Telefonat und somit konnte kein weiterer Schaden entstehen.

Empfehlung der Polizei

Wenn jemand einen solchen Anruf erhält, so sollte er auf keinen Fall auf irgendwelche Forderungen eingehen. Hierbei rät die Polizei vor allem dazu das Gespräch sofort zu beenden und umgehend die Internetverbindung zu trennen, sollte ein Zugriff denkbar möglich sein. Auch sollten Sie auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen vornehmen und am Telefon auch keine Auskünfte über Kreditkarten- oder Bankdaten geben.

Die Firma Microsoft führt grundsätzlich keine unaufgeforderten Telefonanrufe im Rahmen von Sicherheitschecks oder Reparaturdienstleistungen durch. Selbst bei offiziellen Supportfragen und / oder Hilfestellungen läuft der komplette Support meist nahezu ausschließlich über E-Mails. Dabei versendet Microsoft auch nicht unaufgefordert irgendwelche E-Mails und fordert auch keinen Anwender dazu auf dort anzurufen. Sollte sich ein Anrufer als Mitarbeiter der Microsoft Lotterie ausgeben ist dies ebenfalls ein Betrug, da es keine Microsoft Lotterie gibt.

Microsoft fragt zudem auch niemals aktiv nach irgendwelchen Informationen zur Kreditkarte um die Echtheit von Office- oder Windowsprodukten zu verifizieren. Ebenso kontaktiert Microsoft die Nutzer nicht ungefragt um diese über neueste Updates im Rahmen der Produktsicherheit zu informieren. Der Kontakt hin zu einem Microsoft Mitarbeiter erfolgt immer über den Nutzer selbst und nicht umgekehrt.

Hamm: Fake Mitarbeiter von Microsoft rufen an – so ist ein Schutz möglich

Betrüger kontaktieren mehrere Personen per Telefon. Die war in Hamm und Die Ruhr 24 hat darüber berichtet.

In der Stadt Hamm haben verschiedene Betrüger mehrfach bei verschiedenen Bewohnern angerufen und sich dabei als Mitarbeiter der Firma Microsoft vorgestellt. Hier solltet ihr diese 3 Hinweise dringend beachten.

Betrüger haben bei mindestens drei Bewohnern am 12. April angerufen. Hierbei gaben sie sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft aus wie von der Polizei in Hamm berichtet wird.

Mann gibt Daten bei Anruf von Microsoft Mitarbeiter raus

Zwei der angerufenen Personen beendeten die Gespräche sofort. Die dritte Person durchschaute die Masche jedoch zu spät. Gegen 15:30 startete der 54jährige Bürger von Hamm seinen Laptop. Kurz darauf bekam er einen Anruf einen angeblichen Microsoft Mitarbeiters und dieser erwähnte ihm gegenüber das der Laptop gehackt worden sei.

Passwort bei Anruf verlangt

Der Anrufer forderte danach die Daten der Kreditkarte sowie die Passwörter des Geschädigten an. Der Hammer Bürger übermittelte die Daten und legte erst auf nachdem er aufgefordert worden war eine Gutscheinkarte zu kaufen. Bislang sei ein Schaden noch nicht bekannt und der Anrufer sprach überwiegend Englisch und konnte nur gebrochenes Deutsch sprechen.

Polizei gibt Warnung heraus und rät zu folgender Vorgehensweise:

Mitarbeiter von Microsoft rufen niemals bei Kunden direkt an. Auch nicht um irgendwelche Probleme zu beheben oder Sicherheitslösungen anzubieten.

Daten von Kreditkarten oder Konten niemals an Fremde weitergeben. Dazu zählen auch Passwörter und andere sensible Informationen.

Verdächtige Telefonate sollten direkt beendet werden und dazu direkt die Polizei informiert werden.

Tiroler zehntausende Euro durch falsche Microsoft Mitarbeiter abgezockt

Ein bislang unbekannter Anrufer hatte einen Tiroler Bürger über einen Hackerangriff auf dessen Computer informiert, dies berichtet der Tiroler Tageanzeiger. Dies war jedoch völliger Humbug wie sich herausstellte. Der sich als vermeintlicher Microsoft Mitarbeiter ausgebende hatte es nämlich nur auf das Geld des 45 jährigen abgesehen und sein Ziel dabei auch erreicht.

Falsche Microsoft Mitarbeiter auch in Tirol aktiv

Auch in Tirol treiben falsche  Microsoft Mitarbeiter ihr Unwesen. Der neue und bekannt gewordene Fall aus Wörgl beweist wie wichtig hierbei die Prävention ist. Am vergangenen Freitag wurde hierbei ein 45 jähriger Bürger von einem Betrüger angerufen. Nach dem Telefonat wurde der Tiroler um einen beachtlichen 5 stelligen Geldbetrag ärmer gemacht, wie es aus Polizeikreisen heißt.

Der vermeintlich falsche Microsoft Mitarbeiter sprach dabei gebrochenes Englisch und gab dem Tiroler einen Hinweis über einen angeblichen Hackversuch auf dessen Computer. So wäre er über eine österreichische Datenbank darüber informiert worden und müsste sich den PC nun einmal näher ansehen, da dieser nun als nicht mehr sicher gelte.

Verlust von mehreren 10.000 EUR

Der bislang von nichts bösem ahnende 45 jährige tat was von ihm verlangt wurde. Er installierte das benötigte Fernwartungsprogramm und gab damit Zugriff auf seinen Computer. Der Anrufer sprach gebrochenes Englisch und gab zudem an das auch die E-Bankingplattform des Angreifers mit Schadsoftware behaftet sei und deshalb unsicher wäre. Der Tiroler gab daraufhin auch die Zugangsdaten hierfür heraus. Im späteren Verlauf wurden dann noch nach den Daten des Kreditkontos gefragt – erst dann klingelte es bei dem Unterländer und dieser beendete direkt das Gespräch.

Am Tag danach schrillten die Alarmglocken noch mehr, denn der Geschädigte musste feststellen, dass mehrere Beträge zwischen 500 und 100 Euro auf verschiedene Konten überwiesen wurden. In Summe sind es knapp über 10.000 EUR gewesen.

Nicht erster Vorfall speziell in Tirol

In der Vergangenheit ist es zu mehreren solcher Fälle in Tirol gekommen. Dabei geben die vermeintlichen Mitarbeiter von Microsoft immer vor ein technisches Problem lösen zu wollen und nutzen dazu bestimmte Fernwartungstools. Dabei sprechen die Täter häufig Englisch und nutzen parralel zu den Anrufen noch gefälschte E-Mails und infizierte Webseiten. Die Polizei rät hierbei dringend von derartigen Kontaktversuchen Abstand zu nehmen und das Gespräch sofort zu beenden. Wenn bereits etwas installiert worden ist, sollten Sie den PC direkt vom Internet trennen und danach auch alle Passwörter zu wechseln und ggf. eine Anzeige erstatten.