Auf Android Gerät bestimmte Apps deinstallieren

Wer ein Android Gerät benutzt, sollte bestimmte Apps deinstallieren so Businessinsider, um das Gerät und sich selbst zu schützen. Beinahe jeder von uns hat bei einem Download schon einmal AGB akzeptiert ohne sie durchgelesen zu haben. Doch was könnte in solchen AGB drinstehen? Der Android Nutzer sollte sehr gut aufpassen, denn selbst in beliebten Apps, die schon häufig heruntergeladen wurden, kann sich Gefahrenpotenzial verbergen.

Quelle: https://www.businessinsider.de/diese-x-apps-sollten-android-user-lieber-loeschen-sie-sind-nutzlos-und-sogar-gefaehrlich-2018-12?IR=T

Androit Apps sind gefährlich

Der chinesische Entwickler Cheetah Mobile (CM) ist der Süddeutschen Zeitung negativ aufgefallen. Das Unternehmen soll zahlreiche Daten weitergeben und Werbebetrug betreiben.

Betroffen von diesem Problem sind die folgenden Apps

Battery Doctor, Cheetah Keyboard, CM File Manager, Clean Master, CM Locker, CM Launcher 3D.

Diese Apps wurden bereits mehrere Milliarden Male gedownloadet.

Im Google Play Store sind diese Apps nicht unbekannt. Das Programm Clean Master etwa wurde von über 43 Millionen Menschen heruntergeladen. Wenn man alle Programme zusammenrechnet, kommt man auf mehrere Milliarden Downloads, und diese wurden positiv bewertet. CM ist nach Google, Facebook und Apple der viertgrößte Entwickler für mobile Software, so die SZ.

Clean Master: Über 43 Millionen Downloads

Cheetah Mobile ist jedoch nicht der einzige Firmenname in unserer Blacklist, denn auch unter einem anderen Namen agiert es. Nach der Süddeutschen Zeitung gehören auch viele Spiele, die unter dem Firmennamen „Cheetah Games“, sowie die Apps Coin Master und SafeWallet zu der betroffenen Software.

Wenn ein Nutzer eine dieser Apps herunterlädt und installiert, hat laut Angaben der Analysefirma Kochava CM alle weiteren Downloads auf dem Smartphone überwacht. CM habe die eigene Firma dann in den Installationsprozess der anderen Apps eingeschoben und dem User vorgegaukelt, er sei über eine Anzeige in einer CM-App auf die jeweilige andere App gestoßen. Entwickler zahlen dafür bis zu 3 Dollar Provision für jede Installation.

Betroffene Apps sind entfernt worden

Als Reaktion auf die Vorwürfe entfernte CM zwei betroffene Apps aus Google Plays Store. Bei einer anderen App wurden die Software-Komponenten Dritter verantwortlich gemacht. Laut Meinung von Kochava handele es sich jedoch hierbei um eine Ausrede. CM veröffentlichte ein Statement, in welchem die Firma auf die Vorwürfe zu sprechen kam. Das Unternehmen nannte die Behauptungen von Kochava „unwahr“ und „irreführend“. CM beauftragte eine Kanzlei, die rechtliche Schritte gegen Kochava geprüft hat.

CM-Apps erhalten viele Berechtigungen vom Nutzer

Wer CM’s Apps installiert, erteilt dem Unternehmen damit ca. dutzend Berechtigungen. Beispielsweise kann der CM-Launcher alle laufenden Apps auf dem Gerät protokollieren, vertrauliche Log-Daten mitlesen und hat Zugriff auf den Browser-Verlauf. Darüber hinaus kann die App Kontakte und Termine sehen (und sogar editieren), Telefonverbindungen und Standort abrufen und aus- und eigehende SMS lesen.

Die App kann Videos und Fotos aufnehmen und auf die Dateien des internen Speichers zugreifen. Zudem kann die App Systemeinstellungen verändern und sogar neue Nutzerkonten anlegen. Auch Netzwerkverbindungen können aufgezeichnet werden. Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielen Berechtigungen, die Nutzer einfach akzeptieren, wenn die App installiert wird.

Daten sind in Gefahr

Zwar enthalten CM-Apps keine Schadsoftware und können keine Passwörter abgreifen, doch sie können an alle anderen Daten des Nutzers kommen. Der Werbechef hat das Unternehmen deshalb als „Datenfirma“ bezeichnet: „Wir wissen, welche Apps für den Nutzer interessant sind, und das macht es uns möglich bestimmte Anzeigen dem Nutzer perfekt auf den Leib zu schneidern.“ CM stünde im Besitz einer „großen Menge weltweiter Nutzerdaten“, das Unternehmen arbeite mit ca. 20 Werbenetzwerken zusammen und verwende „intelligentes Targeting“ für die Werbekunden.

Häufig haben Android-Nutzer Probleme mit schädlichen Apps. In den App Store von Apple schaffen es Apps mit Schadsoftware nicht so leicht rein wie in den Google Play Store. Wenn ihr also das nächste Mal etwas herunterladet, solltet ihr auf jeden Fall die AGB lesen und vor allem den Teil mit den App-Berechtigungen aufmerksam lesen.