Schon seit einiger Zeit sind Karte-Onlinegames schwer im Trend. Bekannte Titel sind Qwent aus der Witcher Reihe oder Heartstone von Blizzard. Vor kurzem hat Valve sich dann dazu entschlossen, dem Trend zu Folgen. Das Spiel „Artifact“ wurde angekündigt und schnell entworfen. Viele Interessenten haben das Spiel schon frühzeitig Vorbestellt. Doch nun hat sich während der Open Beta herausgestellt, dass Artifact eine heimtückische Abzocke ist. Die Seite www.ingame.de äußerte sich mit einer negativen Meinung über die Denkensweise von Valve.

Aartifact pay for everything

Die Artifact Open-Beat war eine reine Enttäuschung

Probleme von Sammelkartenspielen

Die meisten Kartenspiele sind ähnlich aufgebaut. Jeder Spieler bekommt die gleichen Anfänger Karten oder muss sich durch Missionen und Quest solche Verdienen. Mit diesen Karten kann man sich dann das erste Deck zusammen stellen. Im späteren Spielverlauf bekommen die Spieler durch Spielzeit und gewonnene Games eine Ingame-Währung. Mit dem Geld können sie sich dann weitere Kartenpackungen kaufen und ihre Decks verbessern. Eigentlich wird auch in jedem Sammelkartenspiel das „pay-to-win“ System angewandt, wem die Spieldauer bis zum Erfolg zulange dauert, kann sich die Packs für echt Geld kaufen. Dies ist nicht weiter tragisch, denn nicht jeder Spieler, sogar die wenigsten, geben echtes Geld aus, um Zeit zu sparen. Oftmals verdirbt einem das auch den Spielspaß. Deshalb ist diese Art an manchen Spielern zu verdienen vollkommen in Ordnung. Was sich Valve jedoch geleistet hat, sehen die meisten Spieler nicht ein.

Abzocke festgestellt während der Open Beta

Vor 2 Tagen gab Valve das Spiel Artifact kostenlos zum Probieren frei (=Open Beta). Und damit begann ein regelrechter Shit-Storm. Auf Reddit, Facebook und anderen Plattformen empfohlen die Test-Spieler den Vorbestellern, das Spiel umgehend zu stornieren. Artifact soll nach der Erscheinung rund 20€ kosten. Die zusätzlichen Packungen werden bei 2€ liegen. Doch ein Reddit-User begründete seine Erfahrung in einem Artikel. Denn neben den 20€ Spielkosten fallen noch Kosten für bestimmte Spielmodi an, was reine Abzocke ist. Mit diesen Modi haben die Zahlenden einen viel zu großen Vorsprung und die empörten User sind außer sich. Denn ein „pay for everything“(bezahle für alles) möchten sie weder haben noch unterstützen. Aus dem vorherigen Artifact-Hype wurde in kürze ein gewaltiger Shit-Storm gegen Valve.

Dazu kommt noch der Fakt, dass die Booster für 2€ Anfänger Karten enthalten können. So zahlt man extra Geld, um eventuell Karten zu bekommen die man schon besitzt und die einem nichts bringen. Die Meinung eines ehemaligen Fans namens NeedleandSpoon spricht für sich:“Ich bin ein großer Fan von Valve und habe auch meist die gleiche Meinung wie Valve vertreten wenn es um Deisgnentscheidungen ging (vor allem seitdem ein kostenloser Entwurf gefehlt hat), aber jetzt haben sie meine Meinung über die Sache komplett verändert. Das Spiel sieht super aus aber ich werde meine Vorbestellung trotzdem Abbrechen.“

Die letzte Chance für Artifact

Falls einige Spieler sich trotzdem für Artifact entscheiden sollten, haben diese ein großes Problem: die fehlenden Gegner. Schon oft sind Spiele den Bach hinunter gegangen, weil die Gegnersuche Ewigkeiten gedauert hat.

Doch Valve hat noch einen Versuch die Sache gerade zu rücken. Sie müssen die Kritik hinnehmen, sich ein besseres Konzept überlegen und sich anschließend öffentlich entschuldigen. Bis zur nächsten Open Beta erwarten die Spieler eine komplette Veränderung. Denn der heutige Stand ist reine Abzocke. Es ist klar, dass die Publisher Geld verdienen müssen, aber abzocken lässt sich keiner. Andere Spiele haben auch auf „pay-for-everything“ verzichtet und sind nun erfolgreich. Und Valve sollte sich mit einem Firmenwert von mehreren Milliarden einmal von einer nicht Geld-geilen Seite zeigen.