Im Jahr 2018 gab es viele große Rückschläge für leidenschaftliche Dieselfahrer. Noch vor einigen Jahren wurde für diese Verbrennungsart stark geworben, geringe Steuern, günstig tanken und verbrauchen weniger auf Langstrecken. Heute sieht das jedoch anders aus, durch den deutschen Staat und dessen Beschlüsse, drohen den Dieselbesitzern Fahrverbote, steigende KfZ-Steuern und teure Tankstellen besuche. Viele fallen in Panik, wollen ihr Auto schnell los werden und das am besten auf die Kosten des Herstellers.

Und genau dort schlagen laut dem Online Magazin Augsburger Allgemeine dubiose „rechts vertretende“ Internetseiten zu, um die Fahrer regelrecht ab zu zocken.

Dieselfahrer abgezockt

Dieselfahrer sollten sich gut informieren

Angst ausnutzen um ab zu zocken

Nur wenige Einrichtungen und Kanzleien helfen den Dieselfahrern. Verzweifelt wenden sie sich an Internetseiten, die Schadensersatzforderungen gegenüber den Herstellern durchsetzen wollen. Dort müssen sie ein Formular ausfüllen und letztendlich eine Vertrag unterzeichnen. Jedoch steht in diesen Papieren nicht, dass Erfolg garantiert ist. Auch über die höhe des Kostenrisikos wird geschwiegen. Sobald die Papiere unterzeichnet sind, beginnen die Anbieter mit der Kontaktaufnahme. Sie konfrontieren die Firmen und drohen mit Anklagen.

Hohe Aufwandskosten ohne Erfolg

Nach einiger Zeit melden die Internetanbieter sich wieder und teilen den Kunden mit, dass sie ihr best möglichstes versucht hätten, aber der Fall zu unwirksam sei. Somit konnte dem Dieselfahrer nicht geholfen werden, da die Klage vor Gericht nichts bringen würde, behaupten die Abzocker.

Obwohl das Warten total sinnlos war und die Internetseite rein gar nichts zugunsten des Dieselbesitzers unternommen hat, bekommt dieser eine Rechnung über die angefallen Aufwandskosten. Des öfteren belaufen sich die Kosten auf hohe Summen.

Bayrische Verbraucherzentrale warnt vor unseriösen Internetseiten

„Bei derartigen Angeboten ist nicht immer klar, welche konkrete Leistung erbracht wird.“ warnt Tatjana Helm, Juristin der bayrischen Verbraucherzentrale. Da die Auftragskosten nicht  vertraglich festgehaltenen wurden, kann der abgezockt nun kaum was unternehmen und muss die Aufwandsentschädigung bezahlen. Denn trotz erfolgloser Inkassodienste, sind der Internetfirma kosten entstanden. „Es ist auch nicht nachvollziehbar, ob das Online-Portal überhaupt eine Leistung erbracht und sich mit dem Autohersteller in Verbindung gesetzt hat“, meint Tatjana Helm. So musste sich der Auftraggeber nicht einmal einen Finger krümmen, um eine Rechnung aus zu stellen und den Kunden ab zu zocken. Diesen Betrug nach zu weisen ist sehr schwer.

Hoffnung für Abgezockte

Falls man bereits Opfer von so einer dreisten Abzocke geworden ist, hat man noch eine letzte Chance den Kosten zu entgehen, denn man kann den Vertrag auf seine Gültigkeit prüfen lassen. Dazu muss man nur seinen Anwalt aufsuchen und diesen den Vertrag analysieren lassen. Dieser kann einem dann schnell bestätigen, ob der Vertrag wirksam ist oder nicht. Im schlimmsten Fall können die Betreiber Druck ausüben. Falls der Vertrag wirksam ist, sind die Wahrscheinlichkeiten sehr hoch, dass man zahlen muss.

Deshalb ist nur zu empfehlen die Finger von solchen Online-Anbietern zu lassen. Falls einem jedoch keine andere Möglichkeit mehr bleibt, darf auf keinen Fall eine zweifelhafte Vollmacht unterschrieben werden. Umso genauer die Angaben zu den Dienstleistungen sind, desto wahrscheinlicher ist die Seite seriös. Im Zweifelsfall kann man sich einfach mit dem angebotenem Vertrag bei einem Anwalt beraten lassen, der die Chancen und Risiken abwiegt.