Die Fälle von gefährlichen Schadsoftwaren laut eppingen, welche über E-Mail-Anhänge auf den Computer übertragen werden kann, häufen sich laut dem LKA – Landeskriminalamt – bundesweit. Das Amt warnt vor dieser tückischen Masche der Kriminellen.

Quelle: https://www.eppingen.org/de/nachrichten/2018/11/Schadsoftware-durch-angebliche-E-Mail-Rechnungen.php

Trojaner in E-Mail Rechnung

Besonders warnt das LKA vor einer Malware, die in wiederholten Fällen Computer verschiedener Behörden als auch Firmen lahmgelegt haben soll. Dabei wird der Trojaner mithilfe eines E-Mail-Anhangs auf den PC des Opfers gespielt und anschließend von selbst gestartet. Dadurch ist es den Tätern möglich, auf den Rechner zuzugreifen und dort sein Unwesen zu treiben.

 

Die Betroffenen: Privatpersonen als auch Unternehmen

Auch, wenn die Malware zunächst erstaunlich harmlos zu wirken scheint, ist sie gefährlich. Der Betroffene empfängt eine E-Mail mit einem Dokument im Wordformat im Anhang. Nicht in selten Fällen wird in der E-Mail darauf hingewiesen, dass es sich dabei um eine Zahlungsaufforderung handelt. Nachdem das Dokument geöffnet wurde, wird man meistens von einem Dialogfenster netterweise darauf hingewiesen, dass es „Makros“ enthält, die in den neuen Office-Versionen standardgemäß zunächst deaktiviert seien und man sie daher erst manuell erlauben müsste. Vor diesem Vorgang warnt das LKA ausdrücklich! Wer dieser Forderung nachgeht, startet unwissentlich die angehängte Software, die enormen Schaden am eigenen Computer anrichten kann.

Ein Sprecher der ZAC, der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime, erläutert auf die Anfrage unserer Redaktion, dass es schwer festzustellen ist, welche Risiken bestehen, da die Täter über das Internet die Möglichkeit haben, auf den befallenen Computer zuzugreifen und die dortige Software zu verändern. Es wäre demnach also durchaus denkbar, dass gezielte Sabotage ausgeübt oder beispielsweise wertvolle Daten verschlüsselt werden. Wie ein Virus, kann sich die sogenannte Malware zudem auf weitere, im Netzwerk befindliche Computer, ausbreiten und dort ebenfalls Schaden anrichten.

„Makros“ nicht aktivieren! Unter gar keinen Umständen!

Tückisch dabei ist vor allem, dass dem Empfänger die Absendermail oftmals bekannt vorkommt. In der Warnmeldung des LKA heißt es unter anderem auch, dass die Täter mittels technischer Mittel und dementsprechenden Know-how, die E-Mail-Adressen fälschen und bekannte Absender vortäuschen, um die Empfänger in Sicherheit wiegen zu können.

Auch, wenn diese Warnung insbesondere für Behörden und Unternehmen ausgerufen wurde, bestätigt ein Kommissar der ZAC auch, dass auch zahlreiche Privatpersonen davon betroffen sind. Dabei sei es schwer zu erfassen, wie viele Betrugsfälle bereits bundesweit zustande gekommen sind.

Wie kann man sich schützen?

Das Landeskriminalamt empfiehlt äußerst achtsam mit per E-Mail versandten Word-Dokumenten im Anhang umzugehen und es unbedingt zu unterlassen, die sogenannten „Makros“ zu aktivieren, um sich vor der Malware zu schützen. Sollte der Rechner dennoch, trotz jeglicher Vorsicht, mit einem Trojaner infiziert werden, sollten sofort alle PCs vom Netz genommen werden. Als Privatperson sollte man sich anschließend an das umliegende Polizeipräsidium wenden, während Behörden und Firmen Anzeige bei der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime erstatten können.