Ein Insider kennt die Abläufe

Die große Liebe versprechen Online Flirt Seiten, so der Westen. Doch es gibt stattdessen häufig Enttäuschungen und ( oder )Täuschungen. Möglicherweise betrügt die Online Dating Plattform Lovoo im großen Stil ihre Kunden. In der vergangenen Woche dürfte diese Nachricht mindestens neun Millionen Deutsche verunsichert haben. Laut Branchenverband Bitkom sind so viele schon einmal im Internet auf Partnersuche gegangen. Seit zwei Jahren sollen die Lovoo Betreiber etliche Profile von attraktiven Frauen angelegt haben, die es gar nicht gibt in Wirklichkeit. Das legen Daten und Mails nahe, die der Redaktion des Computermagazins c’t zugespielt worden seien von einer anonymen Quelle. Aus der Geschäftsführung stammen die Mails den Angaben zufolge. Man könne darin nachlesen, dass diese Frauen, die erfundenen worden sind, automatisiert die Lovoo Seiten dating williger Männer besucht haben sollen.

Quelle: https://www.derwesten.de/leben/die-grosse-liebe-so-betruegen-dating-portale-im-internet-id11117358.html  

Die große Liebe – so betrügen Dating-Portale im Internet

Auch bei Dating Portalen stirbt die Hoffnung zuletzt

Wer dort Interesse an ihnen bekundet hatte, wollten die Männer erfahren, mussten sie einen Betrag zahlen. Auf ihre Kontaktversuche erhielten die Männer natürlich nie eine Antwort. Bevor aber darüber Frust aufkommen konnte, hatte schon die nächste vermeintliche Flirtpartnerin angeklopft und man sagt, zuletzt stirbt bekanntlich die Hoffnung. Ein Spiel, das niederträchtiges ist, denn sollten die Vorwürfe stimmen, ist das Betrug. Die c’t berichtet, täglich habe diese Masche den Betreibern zeitweise um die 5000 Euro zusätzlich eingebracht.

Die Vorwürfe wies Das Unternehmen entrüstet zurück. Das ist alles nur ein Missverständnis. Man mag dieses Dementi aber nicht so recht glauben, zumal die Recherchen des Magazins den Verdacht zu belegen scheinen. Aber wirklich beweisen lässt sich das das Problem nicht. Dazu müsste man auf die Server des Portals tatsächlich umfassenden Zugriff haben und diesen gewährt man natürlich nicht. Tatsächlich gibt es diesen Verdacht beim Online Dating immer wieder. Steckt hinter dem Profil wirklich die attraktive Schönheit, die den Nutzer vom Profilbild aus anlächelt? Man weis es nicht. Entweder sie ist es oder sie ist es nicht. Um es kurz zu sagen, entweder ja oder nein.

Kontaktbörsen ziehen so den Nutzern das Geld aus der Tasche

Michelle Apate würde das vermutlich ganz klar verneinen. Sie ist eigentlich ein Mann und schlüpfte im Auftrag einer Online Kontaktbörse in die Rolle ausgedachter Frauen und chattete mit Männern. Insgesamt vier Monate arbeitete Apate für eine kleinere Plattform im deutschen Raum, bevor er ausstieg. Auf der Blogger Konferenz „re:publica“ berichtete er von seinem Job als „Internet Kontaktmarkt“  Schreiber – mit Perücke und Maske verkleidet, denn eigentlich darf er gar nicht über seine Tätigkeit sprechen.

Gerade kleinere Portale seien auf Schreiber wie ihn angewiesen, erzählte Apate dieser Zeitung am Rande der Konferenz: „Damit eine Seite attraktiv ist, braucht sie weibliche Mitglieder, weil das Geld geben Männer zwischen 40 und 70 und darüber hinaus aus. Wer auf Anzeigen für ,Heiße Frauen in Deiner Gegend’ klickt, hat hohe Chancen, in einer solchen Falle zu landen.“ Apate gab sich zeitweise für zwölf verschiedene Frauen gleizeitig aus. Die Masche war immer dieselbe: „Es gibt einen begrenzt kostenlosen Zugang, in der der Nutzer bearbeitet wird, Kunde zu werden. Und dann kostet jede Minute. Es gibt Kunden, die für einen Monat das 5000 Euro Paket gekauft haben, um mit Frauen in Kontakt zu kommen.“

„Meine liebsten Identitäten waren verheiratete Frauen mit Kindern“

Die Frauenprofile bastelten sich die anonymen Schreiber aus unterschiedlichen Versatzstücken aus dem Web zusammen, sagt Apate: „Man sucht sich auch Identitäten aus dem Netz, nimmt Fotos von Amateurpornoseiten“. Die Bilder würden dann noch einmal gespiegelt, damit sie bei einer Suche nach dem Bild nicht auffliegen. „Meine liebsten Identitäten waren verheiratete Frauen mit Kindern. Da ist es nicht so schwer, Entschuldigungen zu finden. Der Kunde will ja telefonieren, skypen, sich irgendwann mit einem treffen.“

Doch dazu kommt es natürlich nie. Stattdessen gilt es, den Kunden so lange wie möglich bei der Stange zu halten, um ihm das Geld aus der Tasche zu ziehen. „Wenn man ansonsten merkte, dass die Frustration bei einem Mann einsetzte, hat man ihn eben mit einer anderen Identität neu angeschrieben.“ Acht bis 21 Euro erhielten Apate und seine Kollegen je nach Umsatz pro Stunde, die Männer zahlten für den Betrug nicht selten Tausende Euro pro Monat.

Apate glaubt allerdings nicht, dass alle Datingseiten ihre Kunden hinters Licht führen: „Bei den Großen ist es sicher so, dass die keine bezahlten Schreiber einsetzen. Da gibt es dann höchstens das Risiko, an echte Personen mit falschen Absichten zu geraten. Bei mittelgroßen mit einigen Zehntausend Mitgliedern bin ich mir nicht so sicher.“

Diese Anzeichen sollten beim Online Flirt misstrauisch machen

Das Beispiel von Lovoo zeigt allerdings, dass auch große Dienste – Lovoo hat nach eigenen Angaben immerhin 36 Millionen Nutzer in 17 Ländern – möglicherweise tricksen.

Natürlich gibt es Millionen aufrichtige Menschen auf Partnersuche im Netz, ein gesundes Misstrauen sollte man sich bei der Suche allerdings erhalten. Das beginnt laut Apate schon bei den Fotos: „Die allermeisten echten Kontaktsuchenden haben keine professionellen Erotikfotos von sich.“ Wer also perfekt ausgeleuchtete Hochglanzbilder geschickt bekommt, sollte zumindest aufmerksam werden. Wird im Chat gleich zuerst nach dem Wohnort gefragt, könnte es sein, dass sich die Chatpartnerin oder der Chatpartner anschließend einen Wohnort in der Nähe ausdenkt. Besser mit der Gegenfrage antworten: „Wo kommst du denn her?“.

Typisch für einen gespielten Chatpartner ist auch die Weigerung, auf andere, kostenlose Kontaktmöglichkeiten wie Telefon, Skype oder Mail auszuweichen. Schließlich soll der Kunde im kostenpflichtigen Dienst gehalten werden. „Immer wieder Ausreden und Hinhalten warum es mit einem Treffen nicht klappt“, sei ebenfalls typisch für einen falschen Kontakt.

Letztlich sollte man auch bei zu unkritischen Frauen stutzig werden, sagt Michelle Apate: „Wenn eine 18 Jährige sich darauf stürzt, einen 60 Jährigen unbedingt kennen lernen zu wollen, sollte das misstrauisch stimmen.“

Hier sind seriöse Datingportale

Hier sind seriöse Datingportale aus Deutschland die auch Ähnlichkeiten mit Österreichischen und Schweizerischen Datingportalen haben, mit Erklärungen und Tipps aufgelistet und nachzulesen auf www.singleboersencheck.de

50Plus-TreffFirst AffairJOYclubPolishHarmony
AdultFriendFinderFlirtCafelabluePoppen.de
BadooFlirt-FairLemonSwanSecret.de
Be2Flirt-FeverLisa18SilberSingles
BildkontakteFremdgehen69LovepointSingle.de
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