Achten Sie besonders bei der Beantragung von offiziellen Dokumenten im Onlineverfahren auf das, was passiert!

Ein kurzer Überblick:

  • In letzter Zeit häufen sich die Fälle in denen bekannt wurde, dass besonders beim Beantragen von offiziellen Dokumenten im Onlineverfahren die Kriminellen gerne zuschlagen. Verbraucherinnen und Verbraucher wurden auf Betrugsseiten weitergeleitet und wurden dort abgezockt
  • Ein weit verbreiteter Trick: die Daten der Anfragen entgegennehmen und dann gegen Bezahlung an die Behörden weiterleiten, obwohl die Verbraucher schon dachten, bei der eigentlichen Behörde zu sein
  • Lassen Sie sich nicht blenden und ordern Sie offizielle Dokumente immer nur direkt bei der Gemeinde bzw. bei der Stadt. Hierfür würde die Stadt keine Servicepauschale bei der Bestellung online beantragen, eine Gebühr würde immer nur bei der Abholung der Papiere direkt auf dem Amt fällig werden.
Quelle: https://www.mimikama.at/allgemein/urkunden-online-betrug/

Führungszeugnis und Urkunden online beantragen, Vorsicht vor Betrug

Die Betrüger arbeiten online

Mimikama berichtet von Betrug, wenn man ein Führungszeugnis Online beantragen möchte. Achten Sie darauf, ob Sie bei Ihrer Suche auf eine Seite namens www.amtsweg.com weitergeleitet werden – hierbei handelt es sich um eine Seite, die zwar das Gefühl vermittelt bei einer offiziellen Behörde gelandet zu sein (sogar der richtige Preis von 13 Euro des Amtes wird veranschlagt), die aber in Wirklichkeit nur ein Ebook verkauft. In diesem Ebook wird dann den Verbrauchern erklärt, wie man beispielsweise das eigene Führungszeugnis oder eine Geburtsurkunde online beantragt.

Hier wird mit der Ahnungslosigkeit vieler Verbraucher gearbeitet, dies sogar auf jede erdenkliche Art und Weise. Sei es durch den geschickt eingefädelten Verkauf eines eigentlich wertlosen Ebooks oder mit der Weiterleitung der Daten an die Behörden, weil die Verbraucher fälschlicherweise schon dachten, bei der richtigen Behörde online gelandet zu sein. Manchmal wird den Verbrauchern bei Nichtzahlung sogar eine Mahnung zugesendet – gehen Sie hierauf niemals ein, sofern Sie einmal die Betrugsmasche rechtzeitig vor der Zahlung erkannt haben.

Wie Sie sich vor den Online Betrugsmaschen der Kriminellen schützen können

Offizielle Papiere werde immer nur direkt bei der Gemeinde oder bei der Stadt beantragt – erledigen Sie dies niemals online, dann haben die kriminellen im Netz gar keine Chance schnelle Beute zu machen. Sollten Sie die Papiere doch online beantragen wollen, dann sollten Sie unbedingt wissen: die Online Beantragung bei der Stadt oder Gemeinde wird Sie nichts kosten. Gehen Sie daher nicht auf Onlineforderungen für Dokumente ein. Haben Sie auch ein Auge auf das Impressum der Website des jeweiligen Anbieters, bei dem Sie sich gerade online befinden und lesen Sie grundsätzlich die Bedingungen der Website bzw. des Anbieters, bevor Sie sich auf eine Gebührenzahlung einlassen. Bei einer eingehenden Mahnung oder Rechnung sollten Sie auf jeden Fall Widerspruch einlegen und unter keinen Umständen einfach ohne Rückfrage bezahlen.

Informieren Sie sich am besten vor dem Onlineantrag offizieller Dokumente auf der Seite vom Bundesamt für Justiz auf www.fuehrungszeugnis.bund.de oder schauen Sie auf www.rlpDirekt.de, dem speziell eingerichteten System für Bürgerinformationen. Auch gut zu wissen: die Beantragung eines Führungszeugnisses über das Onlineverfahren ist nur noch mit dem neuen Personalausweis bzw. mit dem elektronischen Aufenthaltstitel beantragbar.

Wo Sie Ihr Führungszeugnis legal und ohne Probleme beantragen können

 1. Sie befinden sich auf einem Auslandsaufenthalt und benötigen trotzdem zeitnah ein Führungszeugnis?

Natürlich ist die Beantragung in diesem Falle zeitnah möglich. Sie können entweder auf dem persönlichen Weg oder auf dem Postweg einen Antrag auf Ihr Führungszeugnis beim Bundesamt für Justiz stellen, sofern Sie im Ausland wohnen.

Eine Beantragung ist auch auf der Website des Bundesamtes für Justiz möglich, halten Sie hierfür Ihren neuen elektronischen Ausweis und das zugehörige Kartenlesegerät bereit. Die Adresse des Portals können Sie nachfolgend aufgeführt bei uns finden:

Wenn Sie den Antrag persönlich stellen wollen:

Bundesamt für Justiz

– Besucherservice –

Adenauerallee 99 – 103

53113 Bonn

Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag: 07:30 – 16:00 Uhr

Freitag: 07:30 – 14:00 Uhr

Wenn Sie Ihren Antrag auf dem Postweg stellen möchten:

Bundesamt für Justiz

Referat IV 2

53094 Bonn

2. Von wem der Antrag überhaupt gestellt werden kann

Ab dem 14. Lebensjahr ist es möglich sein Führungszeugnis zu beantragen. Der Antrag kann entweder selber gestellt werden, oder im Falle eines Minderjährigen darf auch eine Vertretungsperson die Antragsstellung übernehmen. Anders als bei allen anderen offiziellen Vorgängen, bedarf es in einem solchen Fall keiner Vollmacht, da die Ausstellung einer Vollmacht in einem solchen Fall nicht möglich ist. Die gesetzliche Vertretungsperson muss bei der Beantragung ihre eigene Vertretungsmacht nachweisen.

 3. Nötige Angaben bei der Antragstellung

  • Der Antrag muss vom Antragsteller oder der Antragstellerin persönlich unterschrieben worden sein.
  • Die vollständige Personendaten inklusive aktuellem Familiennamen oder abweichendem Geburtsnamen müssen auf dem Antrag vorhanden sein
  • Es bedarf einer amtlichen Bestätigung (durch einen Notar oder Behörde) der Unterschrift und Ihrer Personendaten
  • Wenn das Führungszeugnis mit der Post an Sie gesendet werden soll, dann muss in jedem Fall bei privaten Führungszeugnissen eine Postanschrift angegeben werden. Für die Vorlage bei einer Behörde in Deutschland muss dann ebenfalls ein Verwendungszweck angegeben werden und die genaue Adresse und Bezeichnung der Amtsstelle muss ebenfalls angegeben werden.

4. Zahlungsmethoden und anfallende Kosten für das Führungszeugnis

13 Euro wird Sie das Führungszeugnis kosten und sollte auf das nachfolgende Konto des Bundesamtes für Justiz überwiesen werden:

Deutsche Bundesbank – Filiale Köln
IBAN-Nr.: DE49370000000038001005
BIC/swift-Nr.: MARKDEF1370
Verwendungszweck: (Aktenzeichen des Vorgangs – falls vorhanden – oder Vor- und Nachname der Antrag stellenden Person)

Als alternative Zahlungsmethode können Sie auch die Zahlung per Scheck gebrauchen, achten Sie aber auf eine Ausstellung des Betrags in Euro und darauf, dass die Gebühr auf ein deutsches Konto eingelöst werden soll. Es kann zu weiteren Gebühren kommen, wenn es sich um Auslandsschecks für die Zahlung von Ihrem Führungszeugnis handelt. Beachten Sie, dass erst nach der Bezahlung bzw. nach Eingang der Gebühr das Führungszeugnis an Sie versendet wird. Wenn die Möglichkeit besteht, fügen Sie eine Durchschrift von Ihrem Überweisungsauftrag bei.

5. Mögliche Postadressen für Ihr Führungszeugnis

Handelt es sich um das private Führungszeugnis, so kann das Zeugnis auch an eine Adresse im Ausland zugesendet werden. Eine weitere Möglichkeit für eine Postadresse wäre eine gewünschte deutsche Behörde, auch die Zusendung an eine amtliche Vertretung der Bundesrepublik ist möglich.

6. Dauer bis zur Übersendung Ihres Führungszeugnisses

Bei der Dauer bis zur Zusendung kommt es immer auch darauf an, wie viele Anträge gestellt wurden. Bitte beachten Sie, dass aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Auskünfte per E-Mail oder telefonisch gegeben werden dürfen, wenn es sich zum Beispiel um Anfragen über den aktuellen Stand der Bearbeitung Ihres Antrages handelt. Aus diesem Grund wird grundsätzlich um Verständnis gebeten, dass Antragsteller von solchen Anfragen absehen sollten.

7. Ist die Ausstellung eines Führungszeugnisses auch in einer Fremdsprache möglich?

Was die Personenangaben angeht, werden diese auf Ihrem Führungszeugnis sowohl in Englisch, als auch in Französisch und natürlich in Deutsch ausgestellt. Wenn es auf Ihrem Zeugnis keine Eintragungen gibt, so wird auch dieses aufgrund der Kürze der Aussage in allen drei Sprachen vermerkt. Auch ein möglicher Beitrag eines Herkunftsstaates kann in der ermittelten Sprache für ein europäisches Führungszeugnis ausgestellt werden.

Weitere Übersetzungen des Führungszeugnisses sind nicht vorgesehen, allerdings kann der Inhaber des betreffenden Zeugnisses gerne auch eine amtliche Übersetzung in jede andere gewünschte Sprache seiner Wahl in Auftrag geben.