Diese Sendung hat schon jetzt Geschichte gemacht:

Die Händlerin Susanne Steiger bezahlte für ein Brustkreuz bei „Bares für Rares“ einen Rekordpreis, nämlich 42.000 €. Doch dieses Geschäft wird nun rege kritisiert und ein Anwalt geht sogar so weit zu sagen, dass dieses Geschäft rechtswidrig ist. Dies berichtet MSN.

Die Händlerin bezahlte für das 300 Jahre alte diamantbesetzte Brustkreuz 42.000 €. Dieses solle drei Splitter vom Holzkreuz Jesu beinhalten. Es gibt keine andere Antiquität, die je so einen hohen Preis erzielt hat. Jedoch kann es sein, dass dem ZDF dieser Verkauf nun auf die Füße fallen könnte.

Quelle:    https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/celebrity/rekordpreis-bei-bares-für-rares-war-der-kauf-rechtswidrig/ar-AAC2fwa?li=BBqg6Q9#page=1

Rekordpreis bei Bares für Rares. War der Kauf rechtswidrig und oder grenzt der Kauf an Betrug?

Anwalt hält Geschäft für rechtswidrig

Ein Anwalt der Insel Rügen hält das Geschäft laut dem Nachrichtenportal „Der Westen“ für rechtswidrig. Der Jurist setzt sich mit sittenwidrigen Rechtsgeschäften auseinander. Bei diesem Geschäft verweist er auf den Paragrafen 138 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Dieses besagt, dass ein Rechtsgeschäft nichtig sei, wenn es „gegen die guten Sitten verstößt“. Weiter präzisiert der Paragraf: „Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.“

Der Anwalt führte insbesondere die Unerfahrenheit der Verkäuferin als Argument an für die Rechtswidrigkeit des Verkaufes. Der Jurist erklärt, dass er die Sendung ebenfalls gesehen habe und dieses unerhört fand.

Das sagt das ZDF

Das ZDF weißt die eventuelle Rechtswidrigkeit von sich. Der Sender erklärt auf die Anfrage von spot on news, dass sie den Verkauf des Kreuzes als rechtmäßig erachten. Der. Heide Rezepa-Zabel, eine Expertin, schätzte das Exponat auf 60 bis 80.000 €. Die Verkäuferin gaben für 42.000 € Susanne Steiger den Zuschlag. Der Sender betonte, dass man sowohl Mutter, wie auch Tochter immer wieder daran erinnert habe, dass sie sich auch gegen den Verkauf entscheiden hätten können.

Jedoch hält nicht nur der Anwalt aus Rügen den Verkauf für unzulässig, denn auch die „Bild“ Zeitung hat mit einigen Händlern und Kennern für Antiquitäten gesprochen. Allerdings hat keiner dieser Profis seinen Namen preisgegeben, da diese Angst haben , dass ihr Ruf geschädigt würde. Teilweise erheben alle drei Kenner schwere Vorwürfe gegen die Betreiber der Sendung.

Weitere schwere Vorwürfe

Einer der Auktionator bemängelte die schnelle Schätzung des Objektes durch die Kunsthistorikerin Rezepa-Zable. Gerade bei solch hochkarätigen Antiquitäten sei dies unüblich, denn diese Schätzungen können da durchaus auch einige Stunden in Anspruch nehmen. Jedoch verweist das ZDF auf die Webseite der Sendung, wo beschrieben steht, dass die Vorbereitung auf diese Sendung von einem kompletten Team an Redakteuren und Kunsthistorikerin vorgenommen wird und somit auch die wichtigsten Informationen zu den Objekten recherchiert werden. Die endgültige und fundierte Begutachtung und Bewertung findet dann am Tage der Aufzeichnung statt.

Jedoch gibt es auch einen Händler aus Trier, der den Standpunkt vertritt, dass die beiden Verkäuferinnen für das Kreuz keinen angemessenen Preis bekommen haben. Laut seiner Aussage wäre es durchaus möglich gewesen, bei der passenden Vermarktung, wie auch einem guten Auktionator einen Preis von 100.000 € zu erzielen. Dies liegt daran, dass solche Objekte einfach nicht auf dem Markt verfügbar wären und danach richtet sich dann auch der Preis.

Es gibt jedoch auch eine Expertin aus Bayern, die, vorausgesetzt das Kreuz ist echt, der Wert dieser Antiquität ins Unermessliche hätte steigen können. Denn alleine der Marktwert ist schon sehr hoch, dazu kommt jedoch auch noch der ideelle Wert. Gerade Sammler sind bereit für solche Objekte wirklich sehr hohe Preise zu zahlen.

Das ZDF weißt die Vorwürfe von sich zurück und beteuert, dass sowohl Mutter und Tochter den Wert des Kreuzes gekannt haben und sie ihre Entscheidung, dass Kreuz zu verkaufen, wohl auch gründlich überdacht hätten.

„Bares für Rares“: Kandidat bricht Schweigen – Das geschieht wirklich hinter den Kulissen der Trödelshow

Die ZDF Trödelshow „Bares für Rares“ ist eine der beliebtesten Shows im deutschen Fernsehen am Nachmittag, das berichtet der Wessten. Die Kandidaten kommen mit einem alten, kuriosen oder auch sehr wertvollen Gegenstand in die Sendung und die dort vorhandenen Experten schätzen dann den Wert. Sie erklären zeitgleich etwas zu den Hintergründen des Gegenstandes auf und dann geht es zu den Händlern. Diese bieten dann und der Kandidat bekommt dann eben mehr oder weniger Geld für sein Stück. Dies ist das Konzept der Show.

Bares für Rares im ZDF: So läuft es hinter den Kulissen der Trödelshow

Doch viele Menschen fragen sich, ob es nicht doch geheime Absprachen für die Show gibt? Werden die Händler vielleicht vorab schon informiert? Was geschieht mit den ganzen potenziellen Verkäufern, die es dann nicht in die finale Sendung schaffen? Wir klären einmal auf.

„Bares für Rares“: Wie läuft der Verkaufsprozess wirklich ab?

Es gibt einen ehemaligen Verkäufer der Trödelshow hat bereits ausgepackt. Zunächst einmal berichtete der Bad Kreuznacher Christian Jüttner der Allgemeinen Zeitung, wie er auf diese Sendung aufmerksam geworden ist. Als Erstes musste er sich beim ZDF anmelden, dann bekam er einen Fragebogen zugeschickt, in dem alle Informationen zum Verkaufsobjekt abgefragt wurden wie Details über den Gegenstand, Verkaufspreis, Fotos und dergleichen.

„Bares für Rares“: Alles bis ins Detail vorbereitet

Nun könnte man sich fragen, warum alles so akribisch vorbereitet wird. Die Antwort ist recht einfach, damit Experten der Sendung wie beispielsweise die Schmuckexpertin Wendela Horz oder der Spielzeugkenner Sven Deutschmanek schon genügend über die Stücke wissen und diese so auch gut referieren können. Wer sich diese Sendung einmal im TV ansieht, wird zwar denken, dass die Experten dies aus dem Gedächtnis tun, doch die Wahrheit ist, dass alles bis ins kleinste Detail vorbereitet ist.

„Bares für Rares“: 850 € für den Service

Erst danach durfte Jüttner dann zu den Händlern, die das von ihm verkaufte Silberservice für 850 € an den Mann brachten.

Werden die Händler vorab informiert?

Wenn man dem Moderator Horst Lichter Glauben schenken darf, dann werden diese vorab nicht informiert.. Während dem Interview mit der Redaktion wurde klar gestellt, dass es keine geheimen Absprachen mit den Händlern gibt. Das Gegenteil ist der Fall, denn die Händler und Experten müssen sich in verschiedenen Räumen aufhalten und sogar versetzt Mittagspausen machen. Die Händler dürfen nicht einmal durch die Räume gehen, wenn die Experten sich darin aufhalten, da keine Absprachen getroffen werden sollen können.

Was passiert mit den Kandidaten, die nicht in der Sendung gezeigt werden?

Horst Lichter erklärt, dass es nicht möglich ist, alle Kandidaten an einem Tag zeigen zu können, da dies bis zu 500 Menschen wären. Außerdem werden auch, um die Hallen zu füllen, Komparsen engagiert.

Warum weichen die Schätzpreise oft von den eigentlichen Preisen ab?

Diesen Fall hat es schon oftmals gegeben, der Experte schätzt eine Landkarte von Anno Dazumal auf etwa 4.000 €, jedoch werden dem Händler dann nur 2.100 € gezahlt. Warum ist das so?

Der Markt ist so, erklärt Detlev Kümmel bei der Talkshow von Markus Lanz. Oftmals ist der gebotene Preis um ein Vielfaches höher, als das, was die Leute ursprünglich bezahlt haben. Somit ist da schon ein Gewinn vorhanden. Doch um die veranschlagten 4.000 € zu bekommen, ist es auch nötig, die Ware anständig zu präsentieren.

Denn der Händler hat ebenso laufende Kosten wie die Packt für das Geschäft oder auch den Lohn für seine Mitarbeiter.

Die Sendung Bares für Rares läuft jeden Montag bis Freitag um 15 Uhr im ZDF.