Betrüger versuchen schon seit langer Zeit über Emails mit Drohungen, gefälschten Rechnungen und Mahnungen zu erbeuten. Mittlerweile sind die verschiedenen Taktiken bekannt und die meisten Menschen löschen die Spam-Mails genervt. Jedoch gibt es noch einige User, die aus Angst auf die Forderungen eingehen und den Betrügern Geld überweisen. Die Hamburger Polizei warnt nun vor einem neuen Email Ansturm berichtet das Internet Magazin www.mopo.de. Was diesen Fall von den vielen anderen unterscheidet ist die Zahlungsart, denn das Opfer soll über die neumodische Trend-Kryptowährung Bitcoin bezahlen.

Erpressung mit Sex-Aufnahmen

Betrüger versuchen durch Erpressung an Bitcoins zu kommen

In der Email drohen Betrüger Sex-Aufnahmen zu veröffentlichen

Auf einmal taucht in den Email Accounts verschiedenster Nutzer eine Nachricht von einer unbekannten Adresse auf. In dieser steht, dass die Betrüger Sex-Aufnahmen und persönliche Informationen, so wie persönliche Nachrichten der Person besäßen und diese ins Internet stellen wollen. Jedoch hat das Opfer die Chance mit einer Bezahlung über Bitcoins zu verhindern, dass die Täter etwas veröffentlichen-eine klassische Erpressung.

Bitcoin ist eine virtuelle Währung, die nur im Internet und auf Computern besteht. Sie ist so von Banken unabhängig und keiner kann den Verkehr von Bitcoins nach voll ziehen. Sobald ein Bitcoin versendet wurde, ist dieser weg und kann nicht wieder ausfindig gemacht werden. Deshalb sind Bitcoins bei Erpressungen und Schwarz-Markt Transaktionen ein sehr beliebtes Zahlungsmittel.

Doch die Täter gehen noch einen Schritt weiter.

Betrüger versuchen die Opfer mit persönlichen Daten zu manipulieren

In der Email steht neben der Drohung und dem Transferkonto auch noch eine individuelle persöhnliche Information, meistens ein Passwort, dass das Opfer verwendet. Damit möchten die Erpresser die Person unter Druck setzen, um so schneller und sicherer an Geld zu gelangen. Laut der Polizei gibt es bisher noch keine Hinweise darauf, dass auf die Computer der Opfer in irgendeiner Weise zugegriffen wurde. Die PC´s waren Virenfrei und auch die Kontakte der Opfer waren von keiner Schadsoftware befallen. Außerdem hatten die Betrüger auch keinen Zugriff auf die Kamera oder den Email-Accounts der Geschädigten.

Experten schätzen, dass die Täter nicht willkürlich Emails versenden, sondern organisiert vor gehen. Vermutlich hacken die Betrüger sich in die Provider oder auf Webseiten ein, um dort Daten von potentiellen Opfern zu erlangen. Anschließend versenden sie die Email und schreiben einfach das Passwort, das sie davor heraus gefunden haben, mit dazu.

Was tun wenn ich eine Drohung per Email erhalte?

Angst vor gestohlenen Sex-Aufnahmen, Bildern, Telefonnummern oder Anschriften brauchen die Personen an die eine Email versendet wurde, nicht zu haben. Die Täter haben rein gar nichts in den Händen. Das Passwort und die Email-Adresse konnten sie heraus finden, weiter können sie aber meist nicht gehen. Deshalb wird versucht durch eine breite Masse an Geld zu kommen.

Die Polizei aus Hamburg empfiehlt, auf erpresserische Emails erst gar nicht zu antworten, falls der Erpresser des öfteren den Kontakt sucht, soll man sich bei der örtlichen Polizei melden. Außerdem soll man auf gar keinen Fall auf die Forderungen eingehen, da sowieso meistens nichts dahinter steckt.

Zu empfehlen ist es alle Passwörter zu ändern. Eine hohe Sicherheit erreicht man, wenn das Passwort ca 16 Zeichen hat und auf jeder Webseite anders ist. Hier zu gibt es genügend Tipps und Tricks im Internet.