Mit dem stetig ansteigenden florierenden Online-Handel-Markt wächst zugleich auch die Anzahl der Päckli-Diebstähle so die Aargauer Zeitung. Hierbei arbeiten die Kriminellen mit unterschiedlichen Tricks, sodass sie ohne Kostenaufwand Waren erhalten, die sie in einem Online-Shop zuvor bestellt haben. Einige Betrüger bestellen Produkte und lassen diese an eine Adresse einer anderen Person liefern und klauen das Paket anschließend aus dem Briefkasten oder fangen sie bei gutgläubigen Nachbarn ab, während andere ein Namensschild an den Briefkasten einer nicht bewohnten Behausung kleben, um das Paket dorthin schicken zu können.

Quelle: https://www.aargauerzeitung.ch/wirtschaft/zahl-der-betrugsfaelle-steigt-so-kaempfen-onlineshops-gegen-paeckli-diebe-133728462

01 Onlineshops kämpfen gegen Päckli-Diebe

Paketbetrug nimmt zu

Media Markt bestätigt, dass diese Art der Betrugsversuche seit den vergangenen Jahren fortlaufend zugenommen hat, parallel zur wachsenden Zahl der Bestellungen. Für viele Verbraucher, die in ihrem Briefkasten eine Rechnung für Etwas finden, was sie weder bestellt noch erhalten haben, ist das in vielen Fällen ein wahrer Schock. Ein mühsamer Weg beginnt. Zunächst müssen die Betrugsopfer mit dem Kundendienst des jeweiligen Unternehmens telefonischen Kontakt aufnehmen, als auch den Vorfall der polizeilichen Behörde melden. Der ahnungslose Verbraucher ist aber nicht verpflichtet die Ware zu bezahlen! Doch nicht nur für die reingelegten Verbraucher sind solche und ähnliche Fälle ärgerlich, sondern ebenso für die Händler. Vor allem kleinere Anbieter leiden laut einem Sprecher des Verbandes des Schweizerischen Versandhandels, kurz VSV genannt. Vergleichsweise zu größeren Unternehmen, schmerzt sie ein Diebstahl mehr. Nicht gerade wenig Händler haben zudem kaum bis keine finanziellen Rücklagen, um nach verschiedenen Methoden des Betruges zu fahnden. Der Sprecher begründet, dass er die Schutzmechanismen für große Unternehmen nicht offenbaren möchte, da dadurch die Gefahr bestünde den Betrügern zu helfen.

Die Jagd nach den Tätern auf digitalem Wege

Einige größere Händler auf dem Online-Markt wollen – auch auf Nachfrage hin – keine näheren Angaben darüber machen, wie sie sich schützen. Eine Menge Fälle zu verhindern, so sagt ein Sprecher der Digitec Galaxus AG, nutzt seine Firma eigens programmierte Algorithmen, welche die Zielsetzung haben, vorab Muster zu erkennen und die, extra intern eigens aufgebaute, Betrugsabteilung bei hervorstechenden Angriffen zügig über die Transaktion in Kenntnis zu setzen. Aber auch ihnen ist klar, dass es so etwas wie absolute Sicherheit nicht gebe. Beim Elektrofachhandel MediaMarkt werden die Daten systematisch nach und nach überprüft und zwar unter anderem nach E-Mail, Produktart, Betrag, Menge und weiteren Details. MediaMarkt verschickt bei vorliegendem Verdacht keine Waren und falls es doch zu einem Diebstahl kommen sollte, versucht das Unternehmen die Ermittlungen bestmöglich wie durch die Weitergabe aller fallrelevanten Daten an die polizeiliche Behörde bestmöglich zu unterstützen. Ein ähnliches Vorgehen hat auch die Digitec Galaxus AG.

Maßnahmen

Nebst den Maßnahmen im technischen Bereich, ist es Händlern möglich noch mehr zu tun. Es ist auffällig, dass wenn eine Bestellung mit Kreditkarte oder Vorkasse bezahlt werden müssen, die Anzahl der Delikte zurückgeht.

Eine Gratwanderung

Das Ganze ist eine heikle Gratwanderung im Geschäft des Online-Handels. Auf der einen Seite können Waren auf Rechnung käuflich erworben werden, sodass die Hürden für die Verbraucher möglichst tief gehalten werden können und auf der anderen Seite steigt aber dadurch die Gefahr, den Betrügern ihre Geschäfte unnötig zu erleichtern.