Um 800.000 EUR betrogen

Die Schweizer Star Rapperin Loredana soll ein nichtsahnendes Ehepaar um stolze 800.000 EUR erleichtert haben, das berichtet 20 Minuten. Dies haben Schweizer Medien am Dienstagabend in einem Bericht bekanntgegeben. So wurde die Rapperin festgenommen und ist nun wieder frei. Allerdings soll sie wohl in den Kosovo geflohen sein, wie man verschiedenen Berichten entnehmen kann.

Quelle: https://www.20min.ch/schweiz/news/story/Rapperin-Loredana-zockt-Walliser-Ehepaar-ab-12242634

Loredana Zefi soll ein Ehepaar abgezockt haben – Star Rapperin aus der Schweiz ist wieder frei und flieht. ( Dieses Ehepaar wurde abgezockt)

Ein Leser der Zeitung „Blick“ hat die Rapperin wohl am Donnerstagnachmittag auf dem Flughafen in Basel gesichtet und hierbei auch Fotos von ihr gemacht. Er sagte gegenüber dem Portal, dass er mit ihrem Mann Mozzik eine Zigarette geraucht hätte. Dieser habe ihm dann erzählt, dass sie aus geschäftlichen Gründen in den Kosovo fliehen wollen. Noch am selben Abend sind sie dann wohl in Pristina angekommen, wie das Portal „Prive“ in einem Bericht angibt. Am Dienstabend war Loredana in ihrer Wohnung in der Stadt Luzern in der Schweiz festgenommen worden. Dies berichtete das Nachrichtenportal 20 Minuten in einem Beitrag darüber. Der Vorwurf an sie lautete dabei Erpressung, Betrug, Nötigung und Drohung. Dies bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gegenüber der Webseite. In der Schweiz ist die Rapperin eine der wohl bekanntesten Musikstars derzeit. Die Songs „Bonnie & Clyde“, „Romeo & Juliet“ waren sogar in Deutschland in den Top 5 der Single Charts vertreten. Dazu hat Loredana auf Instagram insgesamt über 1,3 Millionen Follower.

Rapstar Loredana – plötzlich meldet sich die Anwältin

Mit ihrem Bruder zusammen soll die Rapperin Loredana eine sehr gut durchdachte Betrugsmasche durchgeführt haben. Dabein haben sie angeblich das Ehepaar Petra (52) und Hans Z. (53) betrogen. Petra Z. habe sich angeblich über das Internet mit einem Mann namens Antonio Cas angefreundet, wie 20 Minuten berichtet. Sie habe ihm dann für eine angebliche Operation ganze 76.000 EUR vorgeschossen. Das Darlehen wurde dann auf insgesamt 176.000 EUR erhöht, nachdem der vermeintliche Antonio Cas versprach, das Geld wieder im Casino zurückzugewinnen. Das Geld hat das Ehepaar nie zurückerhalten, wie 20 Minuten weiter berichtet. Eine angebliche Anwältin mit Namen Anna Landmann soll sich daraufhin bei den beiden gemeldet haben. Diese haben dann angeboten, das Geld für sie auf dem Rechtsweg zurückzuholen. Dabei habe die falsche Anwältin dann dem Ehepaar weitere 613.000 EUR buchstäblich aus der Tasche gezogen. Bei der Anwältin habe es sich dann um Loredana gehandelt und der vermeintliche Antonio Cas soll der ältere Bruder der Rapperin gewesen sein.

Ich hoffe, dass Sie mindestens 5000 EUR auf der Bank haben

Aus verschiedenen Chat Protokollen zitiert das Nachrichtenportal heraus einige Verläufe. So sind hierbei Protokolle vorhanden, die Petra Z. immer wieder bedrohen und dabei Hoffnung machen. In einer Whatsapp Nachricht heißt es etwa: Ich hoffe, dass Sie wenigstens 5000 auf der Bank haben und nicht bankrott sind, so die vermeintliche Anwältin. Das möchte ich heute sehen, hieß es ebenfalls. In anderen Nachrichten, die vorliegen, wurden der Frau dann wiederum Termine genannt zu denen Petra Z. dann ihr Geld spätestens zurückbekommen sollte. Als Petra Z. dann durch Zufall herausgefunden hatte, dass es sich bei der vermeintlichen Anwältin um die Rapperin Loredana Zefi handelt, ist die Betrügerin dennoch bei der Geschichte geblieben. Sie gab an, dass sie nur nebenbei Musikerin wäre und hauptsächlich spezielle Klienten vertreten würde. Dies soll Loredena bei einem Treffen so gesagt haben.

Der Vorwurf an Loredana – „Sie haben uns alles weg genommen“

Frau Petra Z. glaubte der Rapperin und vermeintlich falschen Anwältin weiterhin. So habe sie der Rapperin immer weiter Geld gegeben, in der Hoffnung das Darlehen bald wieder zurückzuerhalten. Als die Betrugsgeschichte dann auf dem Höhepunkt ankam, wurde sie nach Luzern gelockt, damit sie dort angeblich all ihr Geld wiederbekommen sollte. Dann habe sich Petra Z. insgesamt über 3 Wochen in verschiedenen Hotels in der Stadt aufgehalten. Loredana hat ihr während dieser Zeit verboten in die Heimat ins Kanton Wallis zurückzufahren. Plötzlich erhielt Petra Z. dann einmal die Nachricht, dass sie wieder nach Hause fahren könnte, allerdings ohne ihr versprochenes Geld.

Petra Z. sei daraufhin zusammengebrochen, wie sie „20 Minuten“ gegenüber erzählt. Daraufhin habe sie beschlossen eine Anzeige wegen Erpressung, Betrug, Nötigung und Drohung zu erstatten. Allerdings wird das Ehepaar einen Teil des Geldes nie wiedererhalten, da die Anklage gegen den Bruder von Loredana fallen gelassen wurde, da Petra Z. diesem das Geld in freiwilliger Form übergeben habe. Hierbei ist die Justiz leider machtlos.

Das Ehepaar Z. ist nun aufgrund der Tatsache hochverschuldet und hat die Eigentumswohnung verloren. So haben Loredana und ihr Bruder uns alles genommen, wie Petra Z. gegenüber „20 Minuten“ offen zugibt. Das betrifft unser Geld, die Eigentumswohnung, einfach alles wofür wir lange und hart gearbeitet haben. Petra Z. wollte sich sogar deshalb das Leben nehmen.

So fing alles an

Walliser Ehepaar durch Rapperin Loredana abgezockt

Die bekannte Star Rapperin Loredana soll ein Ehepaar um 700.000 Franken erleichtert haben. Dabei hat die Staatsanwaltschaft in Luzern eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Betrug eingeleitet.

Gestern Abend hat die Polizei in Luzer die Star Rapperin Loredena Zefi in der Wohnung in Luzern festgenommen. Dabei wurde auch noch eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Zudem hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Betrug eingeleitet. Dies bestätigt Simon Kopp, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber „20 Minuten“. Allerdings habe eine Befragung noch nicht stattgefunden, weshalb Loredana Zefi wieder auf freiem Fuß ist. Bisher gilt zunächst die Unschuldsvermutung. Der Anwalt will zum jetzigen Zeitpunkt dazu auch noch keine Stellung nehmen.

Die Rapperin Loredana Zefi und ihr älterer Bruder sollen demnach Petra Z. und ihren Mann Hans um insgesamt 900.000 Franken erleichtert haben. Petra Z. sagte gegenüber 20 Minuten, dass sie betrogen, erpresst und genötigt wurde. Im Frühling 2018 hatte sie bei der Polizei in Brig eine Anzeige gegen Loredana Zefi und den Bruder eingereicht. Gegen den Bruder wurde die Anzeige wieder fallen gelassen, da die Zahlungen freiwillig gewesen wären. Zudem habe Petra Z. auch die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen nicht beachtet.

Die Kellnerin hatte über das Internet vor 2 Jahren einen Mann kennengelernt, dem sie für eine angebliche Operation 87.000 Franken vorschießen musste. Das Darlehen an diese Person stieg über die Zeit auf stolze 200.000 Franken an und das Geld bekam sie nie zurück. Stattdessen bekam Petra Z. einige Monate später eine Nachricht von einer vermeintlichen Anwältin, die ihr das Geld auf gerichtlichem Wege zurückholen wollte. Dabei soll es der angeblichen Juristin innerhalb weniger Monate gelungen sein, Petra Z. und ihrem Mann insgesamt 700.000 Franken aus der buchstäblichen Tasche zu ziehen. Sie verschuldeten sich dafür bei Verwandten und Freunden.

Die Recherchen von 20 Minuten zeigen dabei, dass hinter der vermeintlichen Anwältin niemand anderes als der bekannte Instagram Star Loredana Zefi aus Luzern steckt. Sie ist die Schwester des Internetdates, mit dem Petra Z. vor 2 Jahren geschrieben hatte. So haben Loredana und ihr Bruder Petra Z. angeblich alles genommen, was sie besaßen. Dabei geht es um deren Geld, die Eigentumswohnung. Sprichwörtlich gesehen alles, wofür beide sehr viel und lange gearbeitet haben. Sie wollte sich wegen dieser Geschichte sogar das Leben nehmen, wie Petra Z. weiter berichtet.

Die Zeitung 20 Minuten hat Petra Z. Mitte Februar diesen Jahres in ihrem Zuhause in der Walliser Gemeinde wieder getroffen. Die Frau ist klein, zierlich und hat ein schmales Gesicht mit einer Brille. Sie wirkt sehr zerbrechlich und sichtlich mitgenommen von allem. Sie nimmt am Esstisch Platz und streicht dabei ihrer Katze durch das Fell. An der Wand hängt Jesus am Kreuz und der Boden besteht aus weißen Platten. Auf dem Balkon hängt eine Fahne vom Kanton Wallis. Die Berge ragen wuchtig empor. Im ganzen Winter kommen kaum Sonnenstrahlen durch das Fenster in die Wohnung vom Ehepaar Z.

So fing alles an

Juni 2016

Einer dieser Tage, an denen sich Petra Z. einsam gefühlt hatte. Sie loggte sich in dem Community Portal Badoo ein und akzeptierte die Freundschaftseinladung des gut aussehenden Antonio Cas. Sie wollte dort eigentlich nur neue Leute kennenlernen und habe sich mit Antonio einfach nur gut unterhalten. Er war ein toller Gesprächspartner, wie sich Petra Z. zurückerinnert. Sie schrieben daraufhin jeden zweiten Tag über Whatsapp.

So hatte sie dann auch eingewilligt, dass Antonio Z. sie zuhause in Wallis besuchen kann. Natürlich nur für einen Kaffee, da sie ja bekanntlich verheiratet ist und das seit über 28 Jahren. Antonio erzählte ihr beim Besuch, dass er geschieden wäre und beruflich als Zollbeamter am Flughafen Euro-Airport in Basel Mulhouse arbeiten würde. Dabei wirkte er laut Petra Z. so vertrauenswürdig und zuvorkommend.

Eine neue Niere

September 2016

Nur 2 Monate, nachdem sich Petra Z. und Antonio kennengelernt hatte, bat Antonio sie um Geld. Er sagte dabei, dass seine Mutter eine neue Niere brauchen würde und sie keine Versicherung haben würde. Die Behandlung wäre somit in der Schweiz nicht möglich und diese müsste dringend durchgeführt werden. Sie müsste in Monaco operiert werden, aber er hätte kein Geld um ihr dies zu ermöglichen. Dies vor allem deshalb, weil er seiner Ex-Frau Unterhaltszahlungen leisten müsste. Petra Z. lieh Antonio daraufhin stolze 87.000 Franken und übergab ihm dies bei einem Treffen in einem Restaurant in einem Walliser Dorf. Er bedankte sich sehr dafür und versprach ihr, dass er das Geld bis Ende des Jahres an sie zurückzahlen würde. Petra Z. habe ihrem Mann davon nichts erzählt, allerdings prüfte dieser daraufhin einmal den Kontostand und bekam kurz darauf kaum mehr Luft, wie er sich später noch zurückerinnert.

Der Pass

Dezember 2016

Nun waren 4 Monate vergangen. Das Geld hatte Petra Z. nach wie vor noch nicht zurückbekommen. Das Ehepaar beschloss daraufhin, Antonio an seinem Arbeitsplatz am Euro Airport in Bastel Mulhouse zu besuchen. Hans Z. forderte ihn dort dann auf, ihm seinen Pass zu zeigen. Als er dann den Pass zeigte, stand dort jedoch nicht der Name Antonio, sondern Berat. Petra Z. war daraufhin enttäuscht, weil sie angelogen wurde. Allerdings habe sie sich darüber dann nicht weiter Gedanken gemacht und wollte einfach nur ihr Geld zurück.

Der Bruder Loredanas und der kosovarische Premier

Auf Instagram präsentiert sich der Bruder von Loredana als Lebemann mit starken Beziehungen bis hin zu politischen Ämtern im Kosovo. Einige Fotos zeigen ihn beispielsweise mit einem Sekt in der Hand oder den Doppeladler präsentierend mit Ramush Haradinaj. Dieser ist Premierminister des Kosovo. Diesen verbindet zudem ein sehr enges Verhältnis mit der Schweiz, denn er lebte rund 10 Jahre nach seinem Wehrdienst in Luzern. In den 90er Jahren hatte er zudem in der Schweiz ein politisches Asyl bekommen. Dabei schloss er sich der Volksbewegung des Kosovo an. Diese war eine Vorläuferorganisation der paramilitärischen Befreiungsarmee des Kosovo. In dieser machte Haradinaj dann später auch Karriere.

Die erste Anzeige

Dezember 2016

Das Eheapaar Z. beschloss aufgrund der ganzen Vorkommnisse dann Rat bei der Polizei einzuholen. Allerdings war dies eher nicht von Erfolg gekrönt, denn es hieß hierbei man könnte da nicht viel machen. Es handele sich hierbei um ein Selbstverschulden, da einem unbekannten Mann Geld geliehen wurde. Petra Z. war daraufhin am Boden zerstört.

Das Casino

Januar 2017

Berat schlug dem Ehepaar dann Anfang 2017 vor, dass er das Geld im Spielcasino Barrière Blotzheim in Frankreich nahe dem Euro-Airport erspielen könnte. So meinte Berat gegenüber dem Ehepaar, dass ihm ein Freund, der in dem Casino arbeiten würde, helfen könnte das Geld zu beschaffen. Allerdings würde er dafür aber zusätzliches Geld benötigen. Petra Z. willigte daraufhin nochmals ein und drückte Berat in der Zeit von Januar und Februar 2017 dreimal Bargeld in die Hand. Er schuldete ihr daraufhin insgesamt über 200.000 Franken. Im März 2017 bat das Ehepaar Z. dann Berat darum, eine Schuldanerkennung zu unterschreiben. Dies tat er am 10. März 2017 dann auch. Danach war über ein halbes Jahr nichts mehr von ihm zu hören. Berat soll erklärt haben, dass er im Gefängnis gewesen sei.

Die Anwältin Anna Landmann

September 2017

Plötzlich meldete sich an einem Vormittag im September des Jahres 2017 eine unbekannte Frau bei Petra Z. per Telefon. Diese behauptete, dass sie von dem Betrugsfall gehört habe und ihr Name Anna Landmann sei. Sie sei die uneheliche Tochter des Züricher Staranwalts Valentin Landmann und ebenfalls Anwältin. Sie versprach Petra Z. das Geld für sie wieder zu beschaffen.

Dabei denkt man im ersten Moment nur, dass da endlich jemand ist der uns helfen kann, gab Petra Z. später an. Dieses Gefühl habe sich zudem nochmal verstärkt, als sie noch am gleichen Tag Anna Landmann am Züricher Hauptbahnhof persönlich kennenlernen konnte. So beschreibt Petra Z. sie als eine sympathische und freundliche junge Frau. Sie dachte dabei, dass sie sicher eine ehrliche Frau ist und habe ihr direkt vertraut.

Allerdings verlangte Anna Landmann für die juristische Vertretung ebenfalls eine Bezahlung. So zahlte Petra Z. der vermeintlichen Anna Landmann eine Woche später 12.000 Franken mittels Couvert in einem Restaurant am Hauptbahnhof Zürich.

Das Geld hat Petra Z. ihr anfangs mit einem guten Gefühl gezahlt, da dies für die unterstützende Ermittlungsarbeit vorgesehen war. Sie wollte doch unbedingt bald ihr Geld von Antonio Z. wiederbekommen. Doch Anna Land,ann habe sie auch weiter unter Druck gesetzt. Sie habe ihr gesagt, dass sie ihr ebenfalls weiter Geld bringen sollte und das möglicht schnell. Tausende von Franken übergab Petra Z. der vermeintlichen Anwältin daraufhin. Sie habe ihr dann später mit einer Razzia gedroht und dass ihr Mann sonst noch vorbeikommen würde und sie diesen dann richtig kennenlernen würde. Die meisten der Drohungen seien auf dem telefonischen Wege bzw. per Whatsapp ausgesprochen worden.

Zudem habe Anna Landmann sogar auch Schmuck verlangt. Die Frau behielt einfach meine Kette mit einem Kreuz, welches ich zur ersten Kommunion geschenkt bekommen habe, wie Petra Z. später bekanntgab. Auch eine Kette mit einem Herzanhänger habe sie behalten.

Anna Landmann habe dann auch noch Gold Depots gefordert, da diese notwendig sein würden, um die Kreditfähigkeit beweisen zu können. Dies vor allem deshalb, damit das bereits vorgeschossene Geld zurückerstattet werden kann. Sie brauche die Depots für den Staat, das Bundesgericht und für die Deutsche Bank sowie die UBS. Das Depot würde daraufhin in einem Schließfach hinterlegt. Zudem habe Petra Z. auch noch Geld als sogenannte Sicherheit vorlegen müssen. Dies war angeblich für eine Stiefschwester von Loredana Zefi.

Petra Z. überwies wieder einmal stolze 16.000 Franken an Loredana Zefi am 25. Januar 2018. Die Anwältin Landmann habe wieder einmal behauptet, dass dies ihre Stiefschwester sei.

Die Anwältin Landmann gab Petra Z. gegenüber immer wieder an, dass sie ihr das Geld zurückgeben werde. Innerhalb der nächsten 9 Monate sollte Petra Z. das Geld in Summe von über 700.000 Franken wieder zurückerhalten. Für die Zahlungen verschuldete sich Petra Z. bei Freunden und Bekannten immens.

Ihr kam Anna Landmann von Beginn an sehr vertrauenswürdig vor. Dennoch entschied sich Petra Z. auf eigene Faust Valentin Landmann eine E-Mail zu schreiben, um die Wahrheit hinter den Aussagen prüfen zu können. Er konnte sich auf Anfrage von 20 Minuten an eine solche E-Mail jedoch nicht erinnern. Allerdings bestätigte er aber, dass es tatsächlich mal eine Anna Landmann in seiner Kanzlei gegeben habe. Diese wäre jedoch seine Ex-Frau gewesen.

Geldtransfers

Rund 60 Prozent der durchgeführten Überweisungen seien bei den zahlreichen Treffen in Bargeld erfolgt. So sei dies etwa am Hauptbahnhof Zürich gewesen, in Hotels in Luzern oder auch einfach nur im Auto. Dabei habe es sich jeweils um 4- 5-stellige Summen gehandelt. Der Rest der Summen sei in Form von Geldüberweisungen geflossen, wie aus Überweisungsbelegen zu entnehmen ist. Dabei liegen dem Portal von 20 Minuten insgesamt sechs Kontoauszüge vor, aus denen Überweisungen in Höhe von 75.000 Franken zu entnehmen sind. Diese ginge laut der Auszüge an vier Mitglieder und Bekannte der Familie Zefi in Emmenbrücke und Pristina. Unter anderem auch welche an Loredana persönlich.

Drohungen

Die Überweisungen seien laut Petra Z. auf Druck erfolgt und jeweils mit dem Versprechen, dass das Geld auch zurückerstattet wird. Laut Petra Z. forderte Loredana zudem, dass sie alle Chatverläufe löschen sollte. Sie warnte sie zudem wohl auch davor, bestimmte Beweise zuhause aufzubewahren. Sie sagte, dass sie und ihr Mann dann bestraft würden und ins Gefängnis kommen würden. Sie würden daraufhin verlieren und Petra Z. gewinnen, da hierbei die Macht auf der anderen Seite liegen würde. Wenn sich Petra Z. nicht an die Anweisungen halten würde, gäbe es kein zurück mehr für das entliehene Geld. Petra Z. hatte sehr große Angst deshalb und zudem wurde ihr gesagt, dass sie sich dann das Leben nehmen könnte. Der permanente, psychische Druck habe sie letztlich auch zerstört. So habe sie im letzten Sommer insgesamt 12kg an Gewicht verloren. Sie wog daraufhin nur  noch 33 kg.

Der Bankchef Hans Meier

Oktober 2017

Im Oktober 2017 kam dann eine weitere Person in das Leben der Eheleute Z. Der Bankchef Hans Meier. Mit diesem konnte man nur per Whatsapp kommunizieren. Der Bankchef bestätigte per Whatsapp immer wieder, dass man sich das Geld bald in bar abholen könnte. Petra Z. schöpfte nun wieder erneute Hoffnung, wie sie später angibt.

Dezember 2017

Am 28. Dezember 2017 schrieb der vermeintliche Bankchef Hans Meier dann, dass Petra Z. am 1.1.2018 400.000 Franken in bar abholen könnte. Weitere 380.000 Franken würden ihr überwiesen. Sie müsste allerdings 25.000 Franken in bar dabei haben. Petra Z. zahlte erneut und wartete umsonst auf das Geld.

Februar 2018

Der Bankchef schrieb dann erneut Anfang Februar 2018, dass Petra Z. am 07.02.2018 980.000 Franken bekommen würde. Die Summe würde sich aus 200.000 Franken von Berat zusammensetzen, 700.000 von Anna Z. und 80.000 Franken an Zinsen, Spesen und einer Entschädigung für die Problematiken. So schöpfte Petra Z. wieder vergebliche Hoffnung. Es passierte leider nichts.

Schulden

Das Ehepaar soll insgesamt über 700.000 Franken an Loredana sowie 200.000 an den Bruder Berat bezahlt haben. Wie kam das Arbeiterpaar zu so einer hohen Summe an Geld? Laut der Auskünfte stammten 250.000 Franken von Petra Z. und ihrem Mann. Rund 650.000 Franken haben sich die beiden laut deren Aussagen von insgesamt zehn Verwandten und Bekannten aus der Region geliehen. Diese Leute haben Petra Z. ebenfalls vertraut. Einem der Gläubiger hat das Ehepaar Z. nun die Eigentumswohnung abgetreten, allerdings darf das Ehepaar dort zur Miete drin wohnen bleiben.

Loredana fliegt auf

  1. Februar 2018

Anfang Februar 2018 war Petra Z. im Zug unterwegs. Sie blätterte in einer Zeitung und sah ein Foto von Anna Landmann. Doch die Frau hieß in Wirklichkeit ganz anders. Es handelte sich um Loredana Zefi.

Die Frau war nämlich gar keine Anwältin, sondern Rapperin. 20 Minuten berichtete damals über den Aufstieg bei Instagram. Diese hatte dort mittlerweile insgesamt über 1,3 Millionen Follower. Der Hit Sonnenbrille erzielte bei Youtube über 44 Millionen Views und auch in Deutschland wurden sie Songs insgesamt über 76 Millionen Mal gestreamt. Das sind mehr Aufrufe als jeder Schweizer Act in Deutschland zeigen kann. Auf den Musikvideos und auf Instagram trägt die Rapperin gerne einen Pelz, fährt große Autos und hat goldenen Schmuck dabei. Dazu wedelt sie häufig mit Geldscheinen in der Hand herum.

Petra Z. habe bei dem Bild direkt einen Schock bekommen. Sie konnte ihren Augen dabei nicht trauen. Sie habe daraufhin Loredana beim nächsten Treffen damit konfrontiert. Diese habe dabei nur gelacht und gesagt, dass sie das nicht sei, sondern ihre Schwester. Diese würde ihr sehr ähnlich sehen. Petra Z. glaubte ihr nicht, aber wollte sich auch nicht mit ihr darüber streiten. Sie wusste schließlich nicht, wozu diese Frau alles fähig wäre.

Erst zu einem späteren Zeitpunkt dann habe Anna Landmann zugegeben, dass sie nicht Anna Landmann ist, sondern tatsächlich die Rapperin Loredana Zefi. Sie gab aber an, dass sie hauptberuflich Anwältin wäre und nur nebenbei Musik machen würde. Sie versprach weiterhin dem Ehepaar zu helfen und das Geld wiederbeschaffen zu wollen. Die Frau sagte immer wieder, dass sie auf ihre Kinder und Mutter schwören würde. Das Ehepaar habe ihr weiterhin geglaubt und wäre deshalb weiter in Kontakt geblieben.

Obwohl Petra Z. nun den echten Namen der Anna Landmann kannte, wusste sie noch nichts von Berat, der sich ja als Antonio ausgegeben hatte. Diesen Gedanken konnte sie auch gar nicht fassen, da sie insgesamt noch sehr mitgenommen war. Erst viel später habe ihr Loredana dann erzählt, dass Berat ihr Bruder sei und sie ihr wirklich helfen wollte, dass sie das Geld zurückbekommt. Sie wäre zwar weiterhin skeptisch gewesen, aber hätte daran geglaubt.

Loredana und der Bruder Berat

Petra Z. erfuhr erst viel später, dass Loredana nicht nur Anna Landmann gespielt hatte, sondern auch noch den vermeintlichen Bankchef Hans Meier. Loredana hatte nämlich in der Vergangenheit unter beiden Telefonnummern Medienanfragen entgegengenommen.

BMW und Porsche

März und April 2018

Loredana Zefi behauptete laut Petra Z., dass sie Autos brauchen würde, damit der Fall endlich gelöst werden könnte. Wir haben dann Autos gemietet. Sie brauchte einen Mercedes, BMW, Porsche und weitere Luxusautos. Nicht einmal der Bundesrat würde solche Autos besitzen. Die Autos wurden von Loredana zu Beginn auch immer pünktlich zurückgebracht. Allerdings habe sie das letzte Auto dann erst nach rund 3 Wochen anstelle der vereinbarten 10 Tage zurückgebracht. Petra Z. kassierte daraufhin eine Anzeige wegen Veruntreuung von der AVIS Autovermietung AG. Darin ist Loredana als Mittäterin aufgeführt.

Die Staatsanwaltschaft Winterthur schreibt am 20. Februar 2019, dass die Polizei den gemieteten Mercedes Ende April in einem Parkhaus am Züricher Flughafen fand und diesen dann an Avis übergeben hat. Loredana wurde zudem der Führerschein am 23. April entzogen. Bei der Befragung bestritt Loredana allerdings, dass sie am 23. April ein Fahrzeug gelenkt haben soll.

Petra Z. berichtete weiterhin, dass sie und ihre Cousine Bußgelder wegen Geschwindigkeitsübertretungen bezahlt hätten. So liegt 20 Minuten auch ein Radarbild vor, welches Loredana am Steuer eines von Petra Z. gemieteten Wagens zeigt.

Dieses Radarbild zeigt Loredana Zefi in einem Wagen, der von Petra Z. für sie gemietet war.

Bruder Agon

Mai 2018

Mittlerweile ist Loredana Zefi schwanger geworden. So teilte sie Petra Z. mit, dass sie ihr leider nicht mehr weiterhelfen kann. Sie verwies sie daraufhin an einen ihrer Brüder. Von nun an würde ihr Agon weiterhelfen. Loredena meldete sich jedoch kurz darauf nochmal bei Petra Z.

Hierbei bittet Loredana Petra Z. den Kontakt mit dem Bruder Agon aufrecht zu erhalten.

Aufenthalt in Luzern

Mai und Juni 2018

Loredeana bestellte Petra Z. nach Luzern. Sie sollte dort ihr Geld bekommen, wie Petra Z. später erzählt. Insgesamt hätten sie diese Leute 3 Wochen lang in Luzern festgehalten. Ihr sei dabei vorgeschrieben worden, dass sie in bestimmten Hotels schlafen müsste. Dabei seien die Hotels auch auf ihren Namen gebucht worden. So war sie im Radisson Blu, Hotel Astoria und im Bellevue.

Als sie dann nach Hause fahren wollte, habe ihr Loredana dies verboten. So könnte es sein, dass sie schon morgen ihr Geld bekommen würde. Außerdem wäre es für ihre eigene Sicherheit besser, wenn sie in Luzern bleiben würde. Loredena befahl ihr daraufhin, dass sie den Anweisungen ihrer Leute Folge leisten sollte, da sie sonst Probleme bekommen würde und alles verlieren würde. Sie würde sich strafbar machen und ins Gefängnis wandern. Sie habe das alles geglaubt, da Loredana sehr gut reden könnte. Nach rund 3 Wochen hieß es dann plötzlich, dass sie nach Hause fahren könnte. Allerdings auch diesmal wieder ohne Geld.

Nach diesem Erlebnis brach Petra Z. endgültig zusammen. Dank der Hilfe durch die Opferhilfe in Wallis konnte sie jedoch wieder neue Kraft schöpfen. Sie beschloss daraufhin endlich Anzeige gegen Loredana und Berat zu erstatten.

Strafanzeigen

Juli 2018

Petra Z. ging im Juli 2018 endlich zur Polizei in Brig und erstattete Anzeige gegen Loredana und den Bruder Berat. So wirft Petra Z. den beiden Betrug, Nötigung, Erpressung und Drohungen vor. Zunächst gilt natürlich die Unschuldsvermutung. Unter anderem konnte Loredana Zefi nun wegen Betrugs überführt werden. Wer sich nämlich an anderen unrechtsmäßig bereichert, der begeht Betrug. Dasselbe gilt auch für Irreführungen, Drohungen und wird mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe belegt. Man spricht von Arglistigkeit, wenn jemand ein größeres Lügengebilde aufbaut. Die Lügen müssen im Strafrecht dabei von besonderer Hinterhältigkeit sein und dazu derart raffiniert aufeinander abgestimmt sein, damit sich auch sehr kritische Opfer täuschen lassen können.

Februar 2019

Gegen den Bruder von Loredana, Berat, wird nicht mehr ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Wallis hat die Anzeige hierbei fallen gelassen. Petra Z. habe das Darlehen völlig freiwillig an ihn übergeben und die grundlegenden Vorsichtsmaßnahmen dabei missachtet. Dies schreibt die zuständige Staatsanwältin hierbei. Diese verweist dabei an das Bundesgericht. Fällt ein Opfer zu leichtgläubig auf eine Lüge herein, gilt das Strafrecht nicht.

 

Hoffnung

Weshalb das Ehepaar Z. nicht schon viel eher die Notbremse gezogen hat, ist unklar. Petra Z. habe immer gehofft, dass es gut wird. Sie gab an, dass Loredana ihr immer wieder geschrieben habe und sagte, dass es gut wird.

So habe sie auch von Loredeana Sprachnachrichten mit dem Wortlaut bekommen, dass alles gut wird und sie nicht mehr arbeiten gehen müsste.

Noch immer schwingt dabei die Ungläubigkeit, mit der Loredana sie belogen habe. Loredana habe zudem häufig zu Petra Z. gesagt, dass sie wie ihre Schwester wäre.

Das Leben danach

14.Februar 2019

Wie ist es um Petra Z. rund zweieinhalb Jahre nach der ersten Begegnung mit dem vermeintlichen Antonio bestellt? Die Walliserin kämpft nach wie vor mit verschiedenen Angststörungen und teilweise auch Suizidgedanken. Sie ist seit längerem in psychologischer Behandlung. Sie habe das Vertrauen verloren und habe an gewissen Tagen keine Kraft mehr. Hierbei helfen nur einige Medikamente, die sie einnimmt. Kraft geben ihr ihre Gottenkinder. Sie sagt während des Interviews mit einem leichten Blick zu ihrem Mann, dass sie diesem sehr dankbar sein muss. Dieser habe während der ganzen Zeit stets hinter ihr gestanden und ihr geholfen. Jeder andere hätte ihr wohl Lebewohl gesagt.

Petra Z. hat daher einen einzigen Wunsch. Loredana soll endlich sagen, was sie mit dem ganzen Geld gemacht hat und des zurückgeben. Erst wenn sie allen Familienmitgliedern und Freunden das Geld zurückgeben kann, wird sie wieder ihre Ruhe finden können.

Kommt nun die Reue von Loredana?

  1. März 2019

Petra Z. wollte nun endlich ihr Geld wiederhaben und reiste an diesem Tag nach Luzern zu Loredanas aktuellem Wohnort. Ihr Ehemann Mozzik war ebenfalls zuhause. Sie sagte, dass sie der Tochter ein Geschenk überreichen wollte. Allerdings durfte sie nicht in die Wohnung hinein. Jedoch hinterließ der Besuch eine gewisse Wirkung, denn noch am selben Tag überwies ihr Loredana 3000 Franken. Dies sollte nun monatlich geschehen, wie sie ihr versprach.

Loredana räumte daraufhin in den Nachrichten ein, dass sie Petra Z. über 900.000 Franken zurückzahlen wolle. Das Geld hätten ihr aber die Brüder abgenommen und nicht sie. So hieß es in einer Nachricht etwa: Du kennst mich, denn ich tue alles für die Gerechtigkeit. Du musst einfach nicht jedem vertrauen!

Loredana, die Petra Z. noch als den Banker abgespeichert hatte, schrieb ihr dabei, dass sie alles für die Gerechtigkeit tuen würde.

Treffen am HB Zürich findet nicht statt

  1. April 2019

Agon versprach Petra Z., dass er ihr am 6. April 2019 am HB Zürich insgesamt 650.000 Franken übergeben wollte. Diesmal würde es definitiv passieren und sie würde das Geld erhalten. Noch am Vorabend lässt Agon das Treffen erneut platzen.

Die Polizei tritt ein und schlägt endlich zu

  1. Mai 2019

Die Polizei in Luzern hatte Loredana Zefi schon seit längerem im Blickwinkel. Am Abend es 7. Mai 2019 kam es dann zum Zugriff. Die Polizei nahm die Rapperin in der Wohnung in Luzern fest und führte dabei eine Hausdurchsuchung durch. Laut der Staatsanwaltschaft in Luzern wurde dies auf Verdacht wegen Betrugs eingeleitet. Bisher gilt jedoch die Unschuldsvermutung für Loredana Zefi.