Wie das Online Magazin www.ndr.de nun verrät steigen die Betrugsfälle im Internet stark an. 2017 waren es rund 6.000 registrierte Fälle. Mittlerweile stieg diese Zahl noch einmal um die hälfte auf 9.000 Fälle im Jahr 2018 an- und das Jahr ist noch nicht einmal beendet. Die Gesamthöhe des Schadens beläuft sich auf 6,7 Millionen Euro und jährlich werden es mehr. Das LKA hat nun die beliebtesten Betrüger-Taktiken ausgewertet und warnen vor unvorsichtigem Gebrauch des Internets.

Worauf sollte man am meisten achten?

Die meisten Betroffenen werden mit Fake-Shops abgezockt oder Opfer von Identitätendiebstähle. Der dritt größte Teil  fallen auf unseriöse Emails herein. Einer der Gründe, wieso immer mehr Menschen abgezockt werden ist die fehlende Aufklärung. Auf eine Betrugsmasche fällt man nur einmal herein. Selten werden Bekannte zu Opfern und können einen warnen. Meistens merkt man einen Betrug erst dann, wenn es zu spät ist. So sollte der Staat in zusammenarbeit mit der Polizei schon früh Betrugsfälle bekannt geben und warnen. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ist mit dem Umgang von zwielichtigen Shops und Emails vertraut, im Gegensatz dazu werden noch sehr viele Menschen schnell überrumpelt von gefälschten Mahnungen und extrem günstigen Angeboten auf Abzocker-Seiten.

Auch Amazon Verkäufer kann man nicht immer trauen

Des öfteren verwenden die Täter bekannte Online-Shops wie Ebay, Shpock und sogar die bekannteste Auktionsseite Amazon, um mit nicht existierender Ware Geld oder Zahlungsinformationen zu stehlen. Die Anzahl der Angebote und verschiedenen Verkäufer ist so hoch, dass die Seiten Besitzer die meisten Fake-Profile nicht erkennen. Erst wenn ein Kunde eine gewisse Vorahnung hat oder einen Betrug meldet, werden sie aktiv und überprüfen den Fall. Aber die meisten Betrüger sind leicht zu entlarven. Sollte man selbst auf ein Fake-Angebot stoßen sollte man dies umgehend per Telefon oder Email bei dem Amazon-Support melden.

So erkennt man einen Fake Shop

Laut den Ermittlern haben die meisten Betrugsfälle viele gleiche Merkmale. Zum Beispiel werden Amazon-Kunden auf eine dritte Webseite gelockt, um dort zu bezahlen. Auf Ebay, Ebay-Kleinanzeigen und Shpock wollen die meisten Betrüger eine Bezahlung auf das eigene Konto. Soll das Geld dazu noch ins Ausland überwiesen werden, sollte man Vorsicht walten lassen. Außerdem erkennt man Fake-Angebote oftmals schon an den Artikel-Beschreibungen. Denn die meisten Betrüger sitzen nicht in Deutschland. Dadurch sind die Beschreibungen meist schwer verständlich und in schlechtem Deutsch geschrieben. Auch ein Impressum sollte bei seriösen Angeboten vorhanden sein, viele Abzocker benutzen keines. Bei den meisten Betrugsfällen konnte man nur die Kreditkarte als Zahlungsart verwenden, die wenigsten Betrüger lassen Zahlungen via PayPal oder Google Pay zu, denn über diese Methoden hat man einen Käuferschutz und kann so mit fast ohne Probleme sein Geld zurück fordern. Die Ermittler empfehlen auch keine öffentliche Netze für Zahlungen zu verwenden. Es könnte jederzeit ein Dritter mit wenig Aufwand auf die Daten zugreifen und diese heraus Filtern.

Zum Schluss lässt sich nur empfehlen: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sehr geringe Preise und hohe Rabatte locken oft nach einem schnellen kauf. Man sollte jedoch lieber die nötige Zeit investieren und sich über das Produkt und den Verkäufer zu Informieren.