Auf eBay Kleinanzeigen & Co. so saferinternet kann man tatsächlich tolle Schnäppchen machen und Gebrauchtwaren ohne viel Aufwand verkaufen. Die Geschäfte, die dort abgewickelt werden, finden von Privatperson zu Privatperson statt, was auch Betrüger / innen auf den Plan ruft.

Quelle: https://www.watchlist-internet.at/kleinanzeigen-betrug/

So läuft der Kleinanzeigebetrug ab

Zwei typische Beispiele für Kleinanzeigen-Betrug

  1. Der Vorkasse Trick (Der Käufer ist das Opfer.)

Meist befindet sich der vermeintliche Verkäufer im Ausland und bittet den Käufer um Vorkasse per Western Union, Postüberweisung oder internationaler Überweisung bzw. Paysafecard. Meist geht es in solchen Fällen um besonders günstige Gebrauchtwagen oder Elektronikartikel.

Obwohl das Geld überwiesen wurde, wird das Produkt nicht geschickt. Der Verkäufer rechtfertigt sich auf Nachfrage mit verschiedenen Argumenten: Die Adressangabe war falsch, bei dem Transportunternehmen gibt es Verzögerungen, oder der Artikel konnte nicht geliefert werden. Der Verkäufer reagiert nach einer Weile nicht mehr auf E-Mails, denn er weiß, dass Sie keine Möglichkeit haben das Geld zurückzubekommen.

  1. Der Scheckbetrug (Der Verkäufer ist das Opfer)

Auf eine Kleinanzeige, in der ein Produkt verkauft wird, meldet sich ein Interessent in schlechtem Deutsch oder auf Englisch. Er will mit einem Bankscheck bezahlen, und die Ware soll in ein Nicht-EU-Land geschickt werden. Bei Ankunft des Schecks fällt dem Verkäufer auf, dass auf dem Scheck eine höhere Summe vermerkt ist. Der Käufer wird dies auf unterschiedliche Art und Weise erklären: Er habe sich verschrieben, der Differenzbetrag sei für den Transport gedacht, den ein Bekannter übernimmt, oder der Betrag sei der Mindestbetrag für einen Scheck gewesen.

Meist soll der Differenzbetrag per Auslandsüberweisung oder Western Union an den Käufer oder an die Person, die den Transport übernimmt, zurücküberwiesen werden. Wird der Scheck bei der Bank eingereicht, erfolgt die Buchung zwar sofort, aber die sogenannte Deckungsüberprüfung nimmt ein paar Tage in Anspruch. Wenn sich herausstellt, dass der Scheck gefälscht ist oder nicht gedeckt, erfolgt eine Rückbuchung von dem Konto. In diesem Fall bleibt für den Verkäufer gar kein Geld übrig. Im schlimmsten Fall wurde die Ware zwischenzeitlich verschickt und kann nicht mehr zurückgeholt werden.