Das sogenannte „Romance“- oder „Love-Scamming“ funktioniert folgendermaßen

In Sozialen Netzwerken und Singlebörsen erlangen Betrüger das Vertrauen der Opfer und geben ihnen das Gefühl der „großen Liebe“ so saferinternet. In Wahrheit ist die wahre Absicht der Bekanntschaft für die Täter jedoch an Geld zu kommen. Sie können zu irgendeinem Zeitpunkt um eine Geldüberweisung bitten und diese in manchen Fällen sogar zurückzahlen, um das Vertrauen des Opfers zu erlangen. Die weiteren Überweisungen werden dann jedoch nicht mehr zurückgezahlt. Das Opfer ist in nicht wenigen Fällen emotional abhängig von dem Täter.

Quelle: https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/im-netz-der-digitalen-liebesschwindler-wie-betrueger-auf-single-plattformen-kasse-machen-131224687

Liebesschwindel im Internet

Wann sollte man vorsichtig sein? Wenn

  • der potenzielle Partner immer Zeit hat;
  • er / sie sich im Ausland aufhält und vereinbarte Besuche nie einhält;
  • Kopien oder Scans von persönlichen Dokumenten verlangt werden, um ein Visum zu bekommen;
  • schon nach kürzester Zeit die Rede von der „großen Liebe“ ist;
  • er / sie auf seine / ihre Geldnöte zu sprechen kommt wie nicht bezahltes Gehalt, teure Operation oder gestohlener Ausweis;
  • man mit Liebesbekundungen über unterschiedlichste Medien überhäuft wird;
  • Pakete oder Briefe an Personen weitergeleitet werden oder Schecks eingereicht werden sollen (es handelt sich um Fälschungen).

Hinweis:

Weibliche Scam-Täter geben sich gern als Angehörige sozialer Berufe aus (Ärztin, Lehrerin, Krankenschwester) und stellen gern ein falsches Foto ins Internet (ein besonders gutes Aussehen sollte misstrauisch machen).

Männliche Scammer betonen gern ihre Bildung oder ihren Reichtum und haben bewundernswerte Berufe (Ingenieur, Soldat, Architekt). Auch sie verwenden gern falsche Bilder und schreiben auffällig einfühlsame Nachrichten.

Was sollten Sie tun, wenn Sie ein Scam-Opfer sind?

  • Brechen Sie umgehend den Kontakt ab, auch wenn Sie bereits Emotionen zu der Person entwickelt haben. Blockieren Sie das jeweilige Profil und informieren den Betreiber der Webseite.
  • Gehen Sie nie auf angebliche Forderungen ein und leiten keinerlei Briefe oder Pakete weiter. Machen Sie alles, was Sie bereits überwiesen oder geschickt haben, rückgängig, wenn es möglich ist.
  • Sichern Sie alle Beweise wie Chat-Protokolle und Screenshots.
  • Gehen Sie zur Polizei und erstatten Anzeige. Da die Täter für gewöhnlich im Ausland sitzen, ist die Verfolgung der Straftat zwar meist schwierig, doch müssen Sie für den Fall vorsorgen, dass die Ermittler eines Tages auf Sie zukommen sollten, etwa weil Sie gefälschte Schecks eingelöst haben. Die Anzeige kann auch dabei helfen, dass keine weiteren Opfer auf die Masche des Täters hereinfallen.