Wenn man sich selber im Posteingang findet

Manche Menschen schicken sich gerne Memos auf die eigene E-Mail Adresse, um sich an gewisse To Do`s zu erinnern, doch was, wenn Sie sich selber in Ihren Mails finden und sich aber selber gar keinen Reminder geschickt haben, darüber berichtet Praxistipps? Oder wenn Spam Mails plötzlich von Ihrem Postfach verschickt werden, ohne dass Sie selber gemailt haben?

 

Quelle:   https://praxistipps.chip.de/spam-eigene-e-mailadresse-als-absender-was-tun_51130

Vorsicht, kann Betrug sein, eigene E-Mailadresse als Absender – was tun

Nicht immer müssen Sie davon ausgehen, dass jemand anderes Ihr Passwort geknackt hat. Wir klären auf, was dahinterstecken kann.

Spam Mail Versand von vom eigenen Postfach

Auf die Sicherheit von Passwörtern wird immer mehr Wert gelegt, so auch bei den großen Mail Anbietern wie Gmail, GMX und vielen weiteren. Das Hacken der eigenen Adresse wird immer schwieriger, trotzdem taucht die eigene Mailadresse ab und zu als Absender von Spam Mails auf. Grund hierfür ist das recht neue Phänomen namens „Mail-Spoofing“.

Beim Mail Spoofing richten sich kriminelle Personen und Betrüger ein Programm ein, mit dem sie auf den Mailserver ihres Opfers Zugriff haben. Jetzt sind sie dazu in der Lage Mails von Ihrem Account aus zu versenden und selber zu bestimmen, wer als Absender der Spam Mails aufgeführt wird. Aus diesem Grund sieht es so aus, als seien Sie selber der Verfasser bwz. Versender von ungeliebten Spams, obwohl Sie selber nichts Falsches getan haben.

Einziger Warnmechanismus

Der einzige Punkt der Freunde und Bekannte aus Ihrem Mailing-Bekanntenkreis aufhorchen lässt ist, dass in diesen fingierten Mails von Ihnen meistens um eine Überweisung von Geldbeträgen über die Western Union gebeten wird, oder dass der Betrüger unter Ihrem Namen ein Passwort für Paypal anfragt. Zum Glück schrillen wenigstens in diesem Fall bei den meisten Opfern solcher Spam Mails die Alarmglocken. Sie haben sonst keine Zahlungsaufforderungen oder Bitten um Passwörter jeglicher Art erhalten – warum auf einmal jetzt? Richtig so, seien Sie immer wachsam, vor allem jetzt, da Sie die Spoofing Mails kennengelernt haben.

Was Sie gegen den Missbrauch Ihrer Mailadresse tun können – schützen Sie sich und Ihre Freunde und Bekannten vor Spoofing Mails

Diese neue Betrugsmasche mit den Emails unter falschem Absender ist besonders gemein und hinterlistig, leider aber auch nur sehr schwierig zu durchschauen und zu verhindern.

Bestätigen Sie grundsätzlich niemals den Erhalt einer Mail. Oft sind Betrüger so abgebrüht und erfinderisch, dass Sie häufig sehr viele Mails an sehr viele ähnliche Adressen abschicken. Mit einer Bestätigung würden Sie zu erkennen geben, dass Ihre Email Adresse korrekt und tatsächlich real existierend ist. Ein weiterer Versuch einer Mail an Sie könnte sich also aus Sicht der Betrüger durchaus lohnen. Keine Lesebestätigungen von Mails mehr abschicken!

Vermeiden Sie auch das Anklicken von Links, beispielsweise von Anbietern wie Dropbox oder dem Zahlungsdienst Paypal. Besonders Paypal wird gern für betrügerische Emails missbraucht, da der Zahlungsdienst Paypal an sich ein guter Anbieter und vertrauenswürdig ist – diesen Vorschuss an Vertrauen möchten Betrüger bei ihren Spam Mail Opfern gerne ausnutzen. Niemals Links aus Mails anklicken, sondern Websites solcher Anbieter immer eigenständig aufrufen.

Das Verhindern solcher Spoofing Mails ist nur durch die Mailanbieter selber möglich. Um Betrüger hier anzuprangern und sich selber schützen zu können, bietet Google seinen Nutzern beispielsweise die Möglichkeit, Spams über den eigenen Mailing Dienst GMAIL zu melden. Entweder werden dann ganze Mailaccounts gelöscht bzw. stillgelegt, oder im besten Fall kann der Betrüger durch geschicktes Zurückverfolgen und recherchieren ermittelt werden. In diesem Fall setzt man das eigentliche schwarze Schaf auf eine sogenannte Blacklist und es kann kein weiterer Schaden entstehen.

Haben Sie schon einmal vom „Sender Policy Framework“ gehört? Dies ist eine effektive Möglichkeit für Besitzer einer eigenen Domain mit angeschlossener eigener E-Mail Adresse, sich gegen Spoofing Mails zu schützen. Beim Anbieter der Mails sollten Sie daher einfach mit dem Suchbegriff „Sender Policy Framework“ nach einer Anleitung suchen und die Schritte dort nach und nach befolgen.