Ist die Kryptonwährung legal oder ilegal?

Auch in Hinblick auf die beliebten Kryptowährungen ist nicht alles Gold was glänzt, denn auch diese werden gern und häufig verwendet, um angeblich illegales Geld, in angeblich legales Geld zu verwandeln, wobei hier entgegen diverser Schlagzeilen mit Vorsicht geurteilt werden sollte, denn auch bei den Kryptowährungen handelt es sich um eine vollkommen neue Finanzierungsform, die viel Gutes hat, aber auch viele Nachteile und natürlich den einen oder anderen Neider nach sich zieht. Darüber hinaus sollte auch immer daran gedacht werden, dass gemäß westlich orientierter Vermutungen bis zum endgültigen Richterspruch und der Anerkennung des Urteils immer die Unschuldsvermutung gilt. Über dies und noch mehr berichtet die Risknet.

So oder so wurden allerdings im vergangenen Jahr beispielsweise alleine in Japan sprunghafte Anstiege von Verdachtsfällen in Hinblick auf eventuelle Geldwäschen verzeichnet, die mit den so genannten Kryptowährungen, wie Bitcoin & Co. in Zusammenhang stehen könnten. Dies ist zumindest das Fazit, das die japanische Polizei für das Jahr 2018 zieht.

Quelle: https://www.risknet.de/themen/risknews/geldwaesche-verdachtsfaelle-per-kryptowaehrung-nehmen-rasant-zu/64ef479b4a76934c6f0e20c153034c2d/

Geldwäsche-Verdachtsfälle per Kryptowährung nehmen rasant zu

Hier tritt allerdings auch gleich wieder der deutsche Bundesminister Olaf Scholz aus der SPD auf den Plan, der diese Tatsache nutzen möchte, um Kryptowerte bzw. Kryptowährungen und deren Anbieter in geldwäscherechtlicher Hinsicht gleich mal wieder stärker zu kontrollieren und zu regulieren. So zumindest die neuen Plänen des Herrn von der SPD, wobei auch hier wieder Sinn, Zweck und Aufwand sowohl bezweifelt als auch nicht in Zusammenhang gebracht werden können, aber der Plan als Wunsch ist zumindest da. Dabei hat Herr Scholz auch gleich die Gunst der Stunde genutzt, um – zumindest gemäß den Angaben seines Ministeriums – entsprechende Bestimmungen in einem so genannten „Entwurf für ein Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie“ vorzusehen. Aus seinem Ministerium heißt es dazu weiter: „Der Entwurf befindet sich in der Abstimmung mit den Ressorts“. Konkret bedeutet das, das ein solcher Entwurf zur so genannten Konsultation an die zuständigen Stellen bei Verbänden und Ländern versendet wurde.

Dabei heißt es in einem Gesetzesentwurf, mit dem unter Umständen eine so genannte EU-Geldwäscherichtlinie umgesetzt werden soll: „Virtuelle Währungen haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen“. Allerdings sei die weltweite Marktkapitalisierung in den vergangenen Monaten wieder gesunken, nachdem sie im Januar des Jahres 2018 mit etwa 700 Mrd. EUR ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Dabei wird aus Politikerkreisen weiter betont, dass „auch die mit virtuellen Währungen verbundenen Risiken gestiegen“ seien, wobei es vor allem durch die Anonymität der virtuellen Währungen möglich sei, „potenziellen Missbrauch für kriminelle und terroristische Zwecke“ zu treiben. Kurz und gut: Diese Risiken bestehen, sie bestehen aber auch bei jeder anderen Währung und wären sogar beim Tauschhandel mit Naturalien möglich, so dass hier angemerkt werden kann, dass es auch durchaus möglich ist, ein Haar in jeder Suppe zu finden, wenn man nur genug danach sucht, so dass auch darüber nachgedacht werden sollte, ob es eventuell eine Form des Betruges ist, wenn Politiker sich um ihre eigentliche Arbeit drücken, in dem sie sich mit Gesetzentwürfen befassen, an denen es vorläufig nicht wirklich etwas zu befassen gibt. Das sei an dieser Stelle aber einmal dahingestellt und soll derzeit nicht weiter diskutiert werden.

Aus diesem Grund gibt es jetzt den behördlichen Einfall, dass im Finanzsektor der Kreis der so genannten geldwäscherechtlich Verpflichteten auch um die Anbieter von elektronischen Geldbörsen, also um die so genannten Wallet Provider, erweitert werden soll. Immerhin können mit  ihnen schließlich Kryptowerte, wie zum Beispiel der Bitcoin, oder auch kryptografische Schlüssel für diverse Kryptowerte verwahrt werden. Somit sind die Finanzdienstleister, die also den Umtausch von Krypotowährungen in „normale“, also gesetzliche, Währungen ermöglichen oder anbieten, gemäß der Gesetzesbegründung ebenfalls bereits geldwäscherechtlich Verpflichtete, so dass sie unter die Überwachung durch die angeblich zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, die auch unter der Abkürzung Bafin bekannt ist, fallen. Ob dies sinnvoll ist sei einmal dahingestellt, denn es dürfte jedem Politiker klar sein, dass es weitaus mehr Möglichkeiten und Länder gibt, in denen man sich niederlassen kann, als eben nur Deustchland, und so dürfte durch diesen Schritt eine weitere Rückständigkeit vorprogrammiert sein. Die Sicherheit für Verbraucher, dürften solche Maßnahmen aber eher weniger erhöhen, zumal auch in Frage gestellt werden muss, ob die jeweiligen Verbraucher das hohe Maß angeblicher Sicherheiten wirklich zu schätzen wissen oder sich eher durch diese erstickt, ausspioniert, kontrolliert und letzten Endes behindert fühlen, so dass hier der Sinn und Zweck durchaus verfehlt werden könnte und die gesamte Maßnahme wie so oft einem Selbstzweck dient.

Kreis soll auch über den Nicht-Finanzsektor hinaus erweitert werden

Der gewerbliche Handel von Kryptowerten, die keine Rechnungseinheiten darstellen, wird dagegen bislang nicht in geldwäscherechtlicher Hinsicht erfasst, was einem Insider durchaus das Schmunzeln ins Gesicht treiben und an die oben genannten Befürchtungen sowie entstehenden Möglichkeiten denken lässt, die hier aber nicht weiter ausgeführt werden sollen. Ebenfalls bislang nicht erfasst wird die Verwahrung von Kryptowerten als solche und so genannten kryptografischen Schlüsseln. Aus diesem Grund – wird weiter angeführt – sehe der Gesetzentwurf, der ja der Erfassung aller denkbaren Verwendungsformen der Währungen in virtueller Form dienen soll „die Schaffung einer weiten Definition des Kryptowertes“ vor. Zudem würde die neue Finanzdienstleistung des Kryptoverwahrungsgeschäfts und der Kryptowert als neues Finanzinstrument anerkannt und eingeführt.

Die Ideen des Politikers Scholz gehen aber durchaus noch weiter. So will Herr Scholz mit dem betreffenden Gesetzesentwurf unter anderem eine Änderungsrichtlinie der EU in nationales Recht umwandeln bzw. umsetzen, was bis zum Januar 2020 geschehen sein muss. Darüber hinaus ist aber auch noch eine zusätzliche Erweiterung der so genannten geldwäscherechtlich Verpflichteten im eigentlichen Nicht-Finanzsektor vorgesehen. So sollen unter diese Verpflichteten künftig auch alle Immobilienmakler fallen, die an der Vermittlung von Mietverträgen beteiligt sind bzw. waren, bei denen die monatliche Miete mindestens 10.000 Euro betragen hat oder beträgt. Aber auch Kunstvermittler und deren Partner, wie beispielsweise Kunstlagerer in Freihäfen mit einem Transaktionswert ab 10.000 Euro sowie Steuerbevollmächtigte und Steuerberater und über diese hinaus alle so genannten wesentlichen Dienstleister in Sachen Steuern.

Weiterhin soll nach den hochtrabenden und etwas zweifelhaften Plänen des Herrn Scholz das bestehende so genannte Transparenzregister zu wirtschaftlich Berechtigten von Vereinigungen und Rechtsgestaltungen künftig auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein, wobei man sich allerdings die Frage stellen muss, welchen Nutzen die breite Masse aus diesem Register ziehen soll. Zudem sollen zuständige Behörden und geldwäscherechtlich Verpflichtete künftig verpflichtet sein, Unstimmigkeiten zu melden, die Ihnen bei Ihren Einsichtnahmen in eben dieses Rgister auffallen, wobei sich wiederum die Frage stellt, wie man diese Tatsache denn belegen möchte und womit man beweisen will, dass einem bestimmten Einsichtnehmer so genannte Unstimmigkeiten aufgefallen sind, zumal der Begriff der Unstimmigkeit nicht näher definiert wird.

Ganz offensichtlich haben die Ideen des Herrn Scholz vor allem einen relativ hohen Unterhaltungswert, was auch dadurch verstärkt wird, dass hier noch nicht aller Tage Abend ist. Weiterhin hätte es Herr Scholz nämlich gern, dass sein Gesetzesentwurf auch die Pflicht der Angehörigen der so genannten Freien Berufe erweitert, eine Verdachtsmeldung bei Immobilientransaktionen abzugeben, was sich nicht nur mit allen erdenklichen Datenschutzrichtlinien und einer ehrbaren Berufsausübung unvereinbar zeigt, sondern sowohl sozialistisches als auch kommunistisches Gedankengut beinhaltet und nahelegt, von einer Zusammenarbeit mit deutschen oder in Deutschland ansässigen Angehörigen eben dieser Berufsgruppen schlicht und ergreifend abzusehen.

So sollen nach der spleenigen Einstellung des Herrn Scholz Notare, deren Berufsehre übrigens vorsieht, absolutes Stillschweigen zu wahren, künftig beispielsweise verpflichtet sein, bestimmte Fallkonstellationen in Form einer Verdachtsmeldung an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) abzugeben. Dem betreffenden Notar bleibt also die Wahl des Ruins seines eigenen Geschäfts, in dem er einen Klienten verrät, was er tunlichst bleiben lassen wird, wenn ihm an seinem eigenen Umsatz gelegen ist, oder der Zusammenarbeit mit dem Staat in einem Maße, das mit einer freien und demokratischen Grundordnung nicht vereinbar ist oder aber der bewussten Gesetzesübertretung, in dem er einfach über diese Klausel hinweggeht, was er als seriöser Jurist auch tun wird, um seine eigene Berufsehre und den Fortbestand seiner Kanzlei nicht zu gefährden, denn schließlich wird er von seinen Mandanten bezahlt und nicht von Herrn Scholz oder anderen spleenigen Politikern mehr, die diese zweifelhafte Ansicht teilen könnten. Hier sei auch ganz offen die Frage gestellt, ob und in welchem Umfang deutsche Politiker unzufrieden mit ihrem Einkommen sind? Vielleicht ist eine politische Karriere doch nicht so das Rechte!

Diese Fragen drängen sich vor allem auch deshalb auf, da es in dem Gesetzesentwurf ergänzend heißt, dass die FIU nach den fixen Ideen des Wirtschaftsministeriums auch noch weitere – neue – Befugnisse erhalten soll, wie beispielsweise einen Zugang zu angeblich strafrechtlich relevanten Informationen der jeweiligen Länder. Allerdings dauere die Abstimmung dazu bei der Bundesregierung noch an, so dass noch Hoffnung besteht, dass die seltsamen – hirnrissig anmutenden – Ideen des Herrn Scholz keinen Zuspruch finden.

Was versteht man unter Kryptowährungen?

Am besten kann man sich eine so genannte Kryptowährung als eine Form des digitalen Geldes vorstellen, welches praktisch nicht gedruckt, sondern durch einem Code erzeugt wird, das berichtet Cmcmarkets. Dabei kann es durchaus als Vorteil gesehen werden, dass sich die Kryptowährungen derzeit außerhalb jeweglicher Kontrollen von Regierungen und damit Staaten sowie der zugehörigen finanziellen und steuerlichen Institutionen bewegen, auch wenn es einige Politiker gibt, die dies zumindest in Deutschland und der EU gerne ändern würden und dem Standort damit – mal wieder – wirtschaftlich mehr schaden als nutzen werden. Trotzdem ist die Welt natürlich groß und eine wirtschaftliche bzw. unternehmerische Tätikeit muss sich weder auf Deutschland, noch auf die EU beschränken und mehr muss an dieser Stelle nicht an Gedankenanstößen hinzugefügt werden.

Das vielleicht wichtigste Merkmal der Kryptowährungen ist, dass sie zur Absicherung von Transaktionen und für die Erstellung sowie Regulierung neuer Einheiten die Kryptografie verwenden, was den jeweiligen Währungen auch zu ihrer Bezeichnung als Kryptowährung verholfen hat. Die ursprünglichste und mit Sicherheit auch die bekannteste Kryptowährung Bitcoin wurde im Januar des Jahres 2009 auf den Markt gebracht und fand so großen Anklang, dass heute etwa 1000 verschiedene Kryptowährungen – zumindest im elektronischen Handel – online zur Verfügung gestellt werden können und auch zur Verfügung gestellt werden.

Die Unterschiede zwischen den traditionellen Währungen aus Papier und den so genannten Kryptowährungen sind also recht erheblich, wobei interessierte Anleger diese trotzdem – genau wie jeden anderen Vermögenswert auch – ganz regulär kaufen und verkaufen können. Zudem können Anleger die entstehenden Kursbewegungen der diversen Kryptowährungen mit CFDs handeln oder handeln lassen.

Interessant ist aber weiterhin, dass die Kryptowährungen sowohl unter die so genannten digitalen Währungen, die alternativen Währungen und die virtuellen Währungen fallen, so dass sie drei großen Bereichen gleichzeitig angehören. Der Gedanke hinter dieser Zahlungsart war ursprünglich die Bereitstellung einer alternativen Zahlungsart für Transaktionen im Internet, wobei es damals aber so war, dass weder die Verbraucher noch die (Online)Unternehmen die neue Währungs- bzw. Zahlungsform anfangs (noch) nicht vollständig akzeptierten. Darüber hinaus sind die Kryptowährungen derzeit auch noch viel zu volatil, um wirklich als bloßes Zahlungsmittel in Frage zu kommen, so dass diese neue Währung praktisch ein Eigenleben entwickelt hat. Entwickelt wurden die so genannten Kryptowährungen dabei direkt mit dem Gedanken an eine dezentralisierte Währung, die dann auch wirklich von staatlichen Regulierungen oder gar Eingriffen losgelöst sein sollte. Trotzdem sollten die Kryptowährungen nicht vollständig ohne Kontrolle auskommen können und tun es auch nicht, denn sie werden durch die Peer-to-Peer-Internetprotokoll überwacht, was alleine schon ein Zeichen dafür ist, dass die zweifelhaften Bemühungen des Politikers Scholz nicht nur über das Ziel hinausführen, sondern auch vollkommen unangebracht und unnötig sind. Dabei handelt es sich bei den diversen Einheiten, die eine Kryptowährung bilden, also um mehr oder weniger stark verschlüsselte Datenketten, die kodiert wurden und somit nun eine Einheit darstellen.

Dem Bitcoin kommt in diesem Zusammenhang eine ganz besonders herausragende Stellung zu, denn er ist die erste, der dezentralen Kryptowährungen. Dabei wird der Bitcoin, wie alle anderen Kryptowährungen auch, über eine so genannte Blockchain-Transaktionsdatenbank gesteuert, wobei dieser wiederum praktisch als ein öffentliches verteiltes Hauptbuch angesehen werden kann. Entwickelt wurde der Bitcoin von Satoshi Nakamato, allerdings ist nicht bekannt, ob dieser Name auf eine Gruppe von Personen oder auf eine Einzelperson verweist.

Zu den wesentlichen Merkmalen der Kryptowährungen zählt, dass sie in einer Art und Weise konzipiert wurden, bei der die Produktion langsam und schrittweise reduziert wird. Aus diesem Grund wird von jeder auf dem Markt befindlichen Kryptowährung immer nur eine begrenzte Anzahl von Einheiten erhältlich und im Umlauf befindlich sein, wobei hier eine Widerspiegelungen von Rohstoffen, wie beispielsweise Edelmetallen, erfolgt. So wird derzeit beispielsweise nicht erwartet, dass die Anzahl der im Umlauf befindlichen Bitcoins die 21 Millionen-Marke übersteigt.

Darüber hinaus gibt es aber auch Kryptowährungen, wie beispielsweise Ethereum, die etwas anders arbeiten als man das vom Bitcoin und den Klassikern unter den Kryptowährungen gewohnt ist. So ist hier beispielsweise die Ausgabe begrenzt, was bedeutet, dass pro Jahr maximal 18 Mio. Ethereum-Tokens ausgegeben werden. Dies entspricht etwa 25 % des ursprünglich geplanten Angebots an dieser Kryptowährung. Hier liegt also der Unterschied, beispielsweise zum Bitcoin, denn bei diesem sorgt die Begrenzung der in Umlauf befindlichen Einheiten für eine künstlich hergestellte Knappheit, die dem Bitcoin seinen Wert sichert. Hier behaupten beispielsweise einige Insider, das der Bitcoin-Erfinder diese Kryptowährung tatsächlich mit Blick auf Edelmetalle ausgegeben hat, und könnten damit sogar Recht behalten. Das bedeutet aber auch, dass die Schürfung von Jahr zu Jahr immer schwieriger wird, wobei sich im Zuge dessen natürlich auch die Miningbelohnung regelmäßig halbiert bis sie irgendwann den Nullwert erreichen wird.

Was sind die Hauptmerkmale der Kryptowährungen?

Grundsätzlich gibt es eine ganze Reihe von Grundprinzipien, durch die letzten Endes nicht nur die Nutzung und der Austausch, sondern auch die Ausgabe und Transaktionen der Kryptowährungen geregelt wird.

(1) Die Kryptographie

Eines der wichtigsten Merkmale der Kryptowährungen ist sicher die Tatsache, dass diese auch verschiedene Arten und zu unterschiedlichen Zwecken konzipiert eine so genannte erweiterte Kryptographie verwenden. Diese Kryptographie selbst entstand aus dem Bedürfnis heraus, im Zweiten Weltkrieg eine sichere Kommunikationsmethode zu schaffen, die es ermöglichte, leicht lesbare und leicht verständliche Informationen in verschlüsselte Codes umzuwandeln, um diese spionagesicher zu übertragen. Seit diesen eher militärischen Anfängen hat die moderne, heute gebräuchliche, Kryptographie einen langen Weg absolviert und sich stetig weiterentwickelt, so das sie heute in ihrer für die digitale Welt nutzbaren Form in erster Linie auf mathematischen Theorien und den aktuellen Kenntnissen der Informatik beruht. Darüber hinaus fließen in die moderne Kryptographie aber auch Elemente aus der Elektrotechnik, der Physik und den Kommunikationswissenschaften mit ein, so dass es also klar sein dürfte, dass die Bemühungen des Politikers Scholz nicht nur überflüssig, sondern schlicht fehl am Platz sein dürften.

Weiterhin gibt es in Hinblick auf die Kryptographie zwei wichtige Hauptelemente, die für alle Kryptowährungen gleichermaßen gelten. Dies sind:

(a) die Hashfunktion und

(b) die digitale Signatur.

Konkret bedeutet das:

(a) Mit der so genannten Hashfunktion wird in Hinblick auf Kryptowährungen die Datenintegrität geprüft. Darüber hinaus wird mit dieser Fuktion auch die Struktur der Blockchain verwaltet, sowie die Transaktionen der Nutzer und die jeweilige Kontoadresse kodiert. Zudem werden auf diese Art und Weise die Kryptographiepuzzle erzeugt, die das Block-Mining überhaupt erst ermöglichen.

(b) Mit Hilfe der digitalen Signur oder in der Mehrzahl der digitalen Signaturen kann eine Person beweisen, dass sie eine verschlüsselte Information besitzt, ohne deshalb eben diese Information offenlegen und damit preisgeben zu müssen. In Bezug auf die Kryptowährungen verwendet man diese Technologie um eine so genannte monetäre Transaktion zu unterzeichen, wie man das in ähnlicher Form auch vom mittlerweile etablierten Olinebanking her kennt. Die digitale Signatur beweist also, dass der Kontoinhaber oder die Kontoinhaberin einer bestimmten Transaktion zugestimmt, diese also beauftragt hat.

(2) Die Blockchain-Technologie

Mit dem Begriff der Blockchain bezeichnet man im Zusammenhang mit den Kryptowährungen, das dezentrale und damit öffentliche Hauptbuch bzw. auch die Liste, in der die Transaktionen der betreffenden Kryptowährung verzeichnet sind. Hier werden also zum Beispiel alle abgeschlossenen Blöcke aufgezeichnet und der betreffenden Blockchain angefüht, die aus den neustens Transaktionen der betreffenden Kryptowährung bestehen. Dabei werden diese Aufzeichnungen in Form einer chronologischen Reihenfolge erstellt und aufgelistet, wobei sie zudem als eine dauerhafte, offen einsehbare und damit auch überprüfbare Aufzeichnung abgespeichert werden. Verwaltet werden die Blockchains dabei durch ein so genannte Peer-to-Peer-Netzwerk von Marktteilnehmern, die darüber hinaus einem festen Protokoll folgen, nach dessen Vorgaben eine so genannte Validierung der neuen Blöcke erfolgt.

Im Rahmen dieser Vorgänge ist jeder Computer, der mit dem betreffenden Netzwerk verbunden ist, auch ein „Knotenpunkt“, der sich vollautomatisch eine Kopie der betreffenden Blockchain herunterlädt und auf diese zugreifen kann, so dass die Ideen des Herrn Scholz hier lediglich zu belächeln wären, da sie schlicht und ergreifend überflüssig sind, denn so viel Transparenz bietet keine Papierwährung. Die erfolgten Tranaktionen in Bezug auf die jeweils interessierende Kryptowährung können also ohnehin von jedem verfolgt werden, ohne dass dazu eine zentrale Aufzeichnung welcher Art auch immer benötigt wird. Wenn also weder die breite Masse noch eine Behörde oder ein Unternehmen davon Gebrauch macht, so werden die betreffenden Personen und Institutionen ihre Gründe haben, die sie nicht unbedingt mit Herrn Scholz diskutieren möchten und die diesen auch nichts angehen. Hier ist er der Zeit allerdings mal wieder hinterher – EU-Richtlinie und deren Umsetzung hin oder her.

Dabei erstellt die zu Grunde liegende Blockchain-Technologie einen Datensatz, der nicht mehr geändert werden kann, wenn auch nur eine Stelle im gesamten Netzwerk die Zustimmung verweigert. Das gesamte Blockchain-Konzept wird übrigens ebenfalls dem oder den Gründern des Bitcoin, Satoshi Nakamoto, als dessen oder deren Leistung zugeschrieben. Darüber hinaus war dieses Konzept aber auch die grundlegende Inspiration für weitere Anwendungen, die über die Ideen von digitalen Währungen und auch von digitalem Bargeld weit hinausgehen.

 

(3) Block-Schürfing bzw. Mining

Hierbei sollte eingangs erwähnt werden, dass das Block-Schürfing und das Mining zwar zwei verschiedene Begriff sind, die aber den gleichen Vorgang bezeichnen und somit als Synonyme gebraucht werden können. Darüber hinaus ist auch der Begriff des Block-Mining durchaus üblich.

Grundsätzlich werden beim also beim so genannten Block-Mining, Block-Schürfing oder Mining neue Blöcke in Form von neuen Transaktionsdatensätzen an die Blockchain angefügt. Um beim Beispiel des Bitcoin zu bleiben, werden also neue Bitcoins erzeugt, die dann der Gesamtzahl der zu einem bestimmten Zeitpunkt im Umlauf vorhandenen Münzen hinzugerechnet werden müssen. Dabei erfordert das Mining die Nutzung einer bestimmten Software, die beispielsweise auch zur Lösung von mathematischen Rätseln genutzt wird. So werden die legitimen Transaktionen validiert, die letzten Endes die jeweiligen Blöcke bilden.

Zudem werden die Blöcke etwa mit einer Taktung von 10 min dem Blockchain, also dem öffentlichen Hauptbuch, hinzugefügt. Immer dann, wenn die Software eine Transaktion auslöst, wird der betreffende Miner mit einer bestimmten Menge an Bitcoins für seine Arbeit honoriert. Somit kann also festgehalten werden, dass die Wahrscheinlichkeit einer Honorierung mit dem Tempo ansteigt, mit dem die technische Ausstattung des Miners das zu Grund gelegte – mathematische – Problem lösen und mit der Lösung die Validierung einer Transaktion auslösen kann.

Überblick über die bekanntesten Kryptowährungen

(1) Bitcoin

Nach wie vor gilt der Bitcoin, den eine Einzelperson oder eine Gruppe unter dem Namen Satoshi Nakamoto im Jahre 2009 geschaffen hat, als die bekannteste und ursprünglichste aller Kryptowährungen. Dabei ähneln die Eigenschaften der Bitcoins eher denen von Rohstoffen, wie beispielsweise Edelmetallen, als denen herkömmlicher Währungen, was sich auch in der unumstrittenen Tatsache widerspiegelt, dass der Bitcoin heute eher zu Investitionszwecken als zu tatsächliche Zahlungszwecken und als Zahlungsmittel verwendet wird. Wer als Händler an Bitcoins interessiert ist, kann diese entweder direkt über eine Börse kaufen oder in Form der Kursbewegungen der Bitcoins mit CFDs spekulieren. Allerdings sollte hier auch bedacht sein, dass die Anzahl auf etwa 21 Millionen Bitcoins begrenzt sein könnte und im Dezember 2017 bereits 16,7 Millionen Bitcoins im Umlauf waren.

(2) Ethereum

Hinter Ethereum verbirgt sich eine relativ neue Kryptowährung, die erst seit 2015 auf dem Markt ist und bei der es sich um die aktuell zweitgrößte Währung in digitaler Form handelt, die derzeit überhaupt existiert. Dabei funktioniert Ethereum in ähnlicher Art und Weise wie der Bitcoin, so dass auch die Token über ein so genanntes offenes Netzwerk empfangen und versendet werden können. Zu beachten ist allerdings, dass die verwendeten Namen und Bezeichnungen in Verbindung mit Ethereum etwas weniger logisch aufgebaut sind als beim Bitcoin, denn so werden beispielswesie die verwendeten Token als Ether bezeichnet und zur Zahlung im jeweiligen Netzwerk genutzt. Aber auch die Hauptfunktion, die dem Ethereum zugedacht ist, divergiert etwas, denn seine Hauptfunktion besteht letzten Endes darin, als so genannter intelligenter Vertrag und nicht als Zahlungsmittel zu dienen. Dabei handelt es sich bei den intelligenten Verträgen um Code-Skripte, die dann ihrerseits wiederum in der Ethereum-Blockchain verwendet werden. Weiterhin funktioniert auch die Begrenzung für Ether anders als beim Bitcoin, denn hier erfolgt die Begrenzung auf der Basis jährlicher Beträge. So ist die aktuelle Begrenzung bei Ethereum auf derzeit 18 Millionen Ether jährlich festgesetzt, wobei dieser Betrag in etwa 25 Prozent des ursprünglich geplanten Angebotes entspricht. Die relative Inflation sinkt also jedes Jahr etwas ab, während die absolute Emission fixiert wurde.

(3) Bitcoin Cash

Auch beim Bitcoin Cash, der zudem mit BCH abgekürzt wird, handelt es sich um ein relativ neues Zahlungs- und Kryptowährungsnetzwerk, welches seit Dezember 2017 existiert und auf Grund einer harten Gabelung mit Bitcoin erstellt wurde, wobei diese harte Gabelung auch als so genannte Hard Fork bezeichnet wird. Dabei tritt eine solche harte Gabelung oder eine Hart Fork immer dann auf, wenn es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Mitgliedern der Community der jeweiligen Kryptowährung kommt, die sich auf verschiedene Sachverhalte, wie beispielsweise auf die Verbesserung der verwendeten Software, beziehen können. Im aktuellen Fall war es eine Streitigkeit, die um den Vorschlag einer Blockgrößenerhöhung entbrannte. In Folge einer harten Gabelung spaltet sich die Blockchain meist in zwei Teile, wobei es der weiteren Gemeinschaft und den betreffenden Miners selbst überlassen bleibt, welcher Kryptowährung sie sich anschließen möchten. Während des Stattfindens der harten Bitcoin-Gabelung wurde, wie in solchen Fällen üblich, ein Bitcoin-Cash-Token für jedes Bitcoin vergeben, das gehalten wurde. Hier sollte allerdings auch angemerkt werden, dass sich einige Börsen gegen die Anerkennung des Bitcoin Cash entschieden haben.

(4) Litecoin

Hinter dem mit LTC abgekürzten Litecoin verbirgt sich eine so genannte Peer-to-Peer-Kryptowährung, die im Jahr 2011 von Charlie Lee aufgesetzt wurde. Charlie Lee war im Vorfeld bei Google beschäftigt. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Altcoin oder ein frühes Bitcoin-Spinoff, das für wesentlich kleinere Transaktionen vorgesehen war als der Bitcoin selbst, und somit in technischer Hinsicht dahingehend erstellt und konzipiert wurde, um mit dem eigentlichen Bitcoin nahezu identisch zu sein. Trotzdem werden informierte Nutzer hier nicht nur interessante Unteschiede, sondern auch bemerkenswerte Verbesserungen gegenüber dem Bitcoin feststellen können. So ist es für Litecoin durchaus möglich, die anfallenden Blöcke in einem viermal höheren Tempo zu verarbeiten als dies der Bitcoin selbst vermag. Allerdings wird für den Litcoin auch eine wesentlich ausgefeiltere Techologie zum Mining bzw. zum Schürfen benötigt, wobei die Anzahl der verfügbaren Einheiten mit derzeit etwa 84 Millionen Litecoin festgeschrieben wurde und damit wesentlich höher ist als die wahrscheinliche Obergrenze des verfügbaren Bitcoin.

(5) Ripple

Der mit XRP abgekürzte Ripple ist eine Kryptowährung in Form eines Netzwerks, dass den Transfer von wirklich jeder weltweit relevanten Währung ermöglicht, wobei hier grundsätzlich auch alle existierenden Kryptowährungen selbst und die so genannten Fiat-Währungen eingeschlossen sind. Zudem zielt Ripple darauf ab, eine sowohl kostengünstige als auch schnelle und sichere Übertragung über das betreffende Netzwerk zu ermöglichen ohne dabei die sonst üblichen Risiken einer Rückbuchung oder gar eines Betrugs eingehen zu müssen. Darüber hinaus arbeitet das Netzwerk von Ripple wesentlich schneller als das Netzwerk von Bitcoin und ist zudem noch in der Lage, seine beauftragten Transaktionen in wenigen Sekunden abzuarbeiten. Ein weiterer Pluspunkt, der für Ripple spricht, ist die Tatsache, dass auch die anfallenden Mindesttransaktionskosten wesentlich geringer sind als man dies von anderen Kryptowährungen, wie beispielsweise vom Bitcoin, her kennt. Diese Tatsache ist auch gleichzeitig einer der wichtigsten Gründe dafür, warum professionelle Banken zur Abwicklung ihrer Kryptogeschäfte vorwiegend und in zunehmendem Maße Ripple einsetzen.

Zusammenfassung

Am besten können die Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin, Ripple und andere, auch als so genannte potenzielle Währungen beschrieben werden, denn auch wenn sie heute noch nicht vollständig als Tausch-, Transaktions- und Zahlungsmittel akzeptiert sind und diverse Einschränkungen besitzen, dürfte dies alles nur eine Frage der Zeit sein. Interessant ist hier trotz aller Kritiken, die eventuelle Zweifler und diverse (rückständige?) Politiker anführen mögen, vor allem die Blockchain-Technologie hinter den Kryptowährungen. Diese besitzt nämlich durchaus das Potenzial, um beispielsweise Wahlsysteme, Rechtsgeschäfte und Sicherheitsprogramme der verschiedensten Art zusätzlich abzusichern. Ob das jedem Politiker so angenehm wäre, sei hier auch mal nicht weiter hinterfragt und erst recht nicht diskutiert.

Was ist genau Geldwäsche?

Unter dem Begriff Geldwäsche werden finanzielle Transaktionen beziffert, die nur darauf ausgelegt sind, die Herkunft bzw. die Existenz von Geldern oder anderen Vermögenswerten aus illegalen Transaktionen zu verstecken, damit diese dann wieder dem regulären Wirtschaftskreislauf zugeführt werden können.

So schätzt das Bundesfinanzministerium, dass jedes Jahr rund 100 Milliarden an Euro illegal gewaschen werden. Was ist denn Geldwäsche überhaupt und wie funktioniert sie und welchen Einfluss hat sie dazu auf uns als private Anleger?

Das Ziel der Geldwäsche ist somit, die Herkunft von illegal erworbenem Geld zu verschleiern. So kann das illegal erworbene Geld beispielsweise aus dem Drogenhandel stammen oder aus anderen Dingen wie Erpressung, illegalem Waffenhandel oder der illegalen Prostitution.

Wie genau entsteht illegales Geld?

Beispielsweise entsteht illegales Geld genau dann, wenn ein Krimineller einen Politiker mittels Korruption schmiert. Der Kriminelle kann hierbei nicht einfach das Geld auf das Konto des Politikers überweisen, da Banken bei größeren Transaktionen schnell misstrauisch werden. So haben Banken teilweise auch die Pflicht, sehr auffallend wirkende Geldbewegungen direkt bei der Polizei zu melden. So wird die Polizei dann meist direkt ein Ermittlungsverfahren einleiten, welches dann im Rahmen einer Überprüfung den gesamten Vorfall durchleuchtet.

Al Capone – der Ursprung allen Übels

Die eigentliche Geldwäsche geht ursprünglich auf den berüchtigten Mafiosi Al Capone zurück. So wollte er jenes Geld, welches er mit Alkoholschmuggel, illegaler Prostitution und dem Drogenhandel verdient hatte, wieder ganz normalen in den herkömmlichen Wirtschaftskreislauf einführen. Um dieses Ziel schnell zu erreichen kauft er sich eine größere Anzahl an Waschsalons. Aus diesem Grund ist der Begriff der Geldwäsche bzw. Geld zu waschen entstanden.

Geldwäsche vs. Steuerhinterziehung

Die reine Geldwäsche ist das genaue Gegenteil der Steuerhinterziehung. So möchte man bei der Geldwäsche das illegal verdiente Geld wieder in den legalen Finanzkreislauf bringen. Bei der Steuerhinterziehung hingegen möchte man im Gegensatz dazu das legal verdiente Geld am Finanzamt vorbeischmuggeln. Das Ziel ist hierbei letztlich nur das Einsparen von Steuern.

Geldwäsche durchläuft immer 3 Phasen

Wie kann denn nun ein Krimineller sein Geld wieder in den normalen Wirtschaftskreislauf hineinbringen? Der Kreativität der Kriminellen sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. Allerdings sind diese Aktivitäten meist in 3 Phasen zu unterteilen.

Phase 1 – Placement

Bei der ersten Phase handelt es sich um das sogenannte Placement. Das Ziel dieser ersten Phase besteht darin, das erworbene Bargeld wieder zu Buchgeld zu machen. So kann dies beispielsweise in Casinos, Wechselstuben oder in Restaurants passieren.

Placementbeispiel in einfacher Form

Rein von der Praxis her wäre folgende Vorgehensweise möglich. So möchte ein Krimineller mit Hilfe eines Restaurants sein Geld nun waschen. Für diesen Zweck betreibt er ein schlecht laufendes Restaurant, welches am Abend über 5 bis 10 Besucher verfügt.

Mit dieser Kundenfrequenz ist ein wirtschaftlicher Betrieb natürlich überhaupt nicht möglich. Allerdings gibt er dennoch an, dass er am Monatsende mehrere 10.000 EUR an Umsatz generiert hat. So vermischt er also legales mit illegal erworbenem Geld. Aus Bargeld wird somit wieder Buchgeld generiert. Diese Art von Geschäften fliegt relativ einfach auf, da es schließlich zu offensichtlich ist. Das Finanzministerium prüft nicht umsonst sehr häufig den Wareneinsatz in Restaurants. Allerdings lässt sich in weniger stark regulierten Ländern mit Hilfe dieser Methode zumindest ein Betrag im kleineren Rahmen von Bargeld wieder zu Buchgeld verwandeln.

Dies beabsichtigen die Geldwäscher damit auch. Dabei konzentrieren sie sich darauf, das illegale Geld in möglichst viele verschiedene Aktivitäten zu unterteilen, damit dies nicht so einfach einsehbar ist. Dies wird sehr häufig genutzt um die Herkunft zu verschleiern.

Beispiel eines komplexeren Placements

Natürlich gibt es noch viel komplexere Methoden, Geld rein zu waschen. So könnten beispielsweise Kriminelle eine Firma A in Deutschland betreiben, die einer Firma im Ausland Rechnungen über bestimmte Dienstleistungen ausstellen soll. Die Firma im Ausland ist dabei nur eine Scheinfirma und gar nicht real existent.

Eine häufig verwendete Dienstleistung ist die sogenannte Beratungsdienstleistung, die jedoch niemals stattgefunden hat. So macht die Firma A somit einen legalen Umsatz mit der fiktiven Firma im Ausland. Das es hierbei um Geldwäsche geht, ist meist nur schwer herauszufinden.

Smurfing

Eine weitere Möglichkeit, die häufig verwendet wird, ist das sogenannte Smurfing. Mit dieser Strategie wird illegal erworbenes Geld in mehrere kleine Geldbeträge zerstückelt und dann in verschiedene Konten eingezahlt.

Da es hierfür eine große Anzahl an Konten nötig macht, ist hier auch ein großes Netzwerk an Komplizen notwendig. Diese Methode ist deshalb so clever, da die Banken erst ab einer gewissen Einzahlungssumme verpflichtet sind, die Transaktionen melden zu lassen. So beträgt die meldungspflichtige Einzahlungshöhe in Deutschland und Österreich derzeit 15.000 EUR bzw. 2500 EUR bei Sorten.

Structuring

Das Placement kann auch über ein sogenanntes Structuring Verfahren erfolgen. Hier werden mit dem illegalen Geld Luxusgüter wie Autos oder Gemälde gekauft. Dabei werden diese dann außer Landes gebracht und wieder verkauft.

Phase 2 – Layering

Bei der zweiten Phase im Bereich der Geldwäsche handelt es sich um das sogenannte Layering. Das Ziel in dieser Phase ist es, den Papertrail, also den Pfad an Belegen, zu durchbrechen und das Geld anschließend zu anonymisieren. Für Außenstehende soll es nämlich unmöglich gemacht werden, hierbei den Ursprung des Geldes zurückzuverfolgen. Damit dies erreicht werden kann, werden möglichst viele komplizierte Transaktionen von einem Bankkonto auf weitere Bankkonten durchgeführt. Diese Transaktionen erfolgen dabei sehr häufig über die Ländergrenzen hinweg und dann sind auch noch Scheinfirmen involviert. Dazu sind häufig auch noch dritte Personen wie Anwälte und Notare involviert, die von Haus aus ein Berufsgeheimnis haben.

Phase 3 – Integration / Recycling

Bei der letzten Phase geht es um die Integrationsphase. Diese wird häufig auch als Recyclingphase bezeichnet. Das Geld wird in dieser Phase wieder dem regulären Wirtschaftskreislauf zugeführt. Damit dies bewerkstelligt werden kann, wird das Geld in Aktivitäten investiert, die die einen gewissen Synergieeffekt mit der kriminellen Aktivität haben und dazu auch einen hohen Aufwand an Bargeld benötigen.

Hierzu können dann Institutionen wie Wechselstuben, Casinos, Restaurants oder dergleichen genutzt werden. In jüngster Zeit konnte man zudem beobachten, wie sehr häufig Geld in Pharmazie- oder Chemielabore investiert wurde. So können Kriminelle dort versteckt Drogen herstellen.

Integrationsbeispiel – Überbewertung und Unterbewertung

Der Kauf von Immobilien ist ebenfalls ein gutes Beispiel für eine Integration in den legalen Wirtschaftskreislauf. So kann ein Krimineller beispielsweise eine Immobilie kaufen, die einen Wert von 2 Millionen Euro aufweist. So bezahlt er für diese Immobilie jedoch nur 1 Million EUR und bezahlt den Rest in unregistrierter Form mittels Bargeld und Köfferchen quasi unter der Hand. Der vermeintliche Geldwäscher unterhält die Immobilie dann einige Jahre und führt hierbei einige Renovierungsarbeiten durch. Der Verkaufswert der Immobilie steigt daraufhin und schon nach einiger Zeit kann er diese für 2,5 Millionen Euro wieder weiterverkaufen. Somit hat er einen legalen Profit in Höhe von 1,5 Millionen Euro gemacht. Diesen besitzt er nun legal auf der Bank und kann diesen ebenfalls versteuern.

Loan Back Methode – Integrationsbeispiel

Neben der Unter- bzw. Überbewertung im Bereich der Immobilien kann für eine sogenannte Integration auch die Loan Back Methode verwendet werden So werden hierbei beispielsweise der Bank Vermögenswerte anvertraut. So vergibt die Bank dann ihrerseits einen Kredit an den in Deutschland ansässigen Geldwäscher aus. Der Geldwäscher kommt damit an sein eigenes Geld in Form eines Kredites heran. So kannst du hierbei feststellen, dass es immens viele Möglichkeiten hinsichtlich der Geldwäsche gibt und der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Geldwäscher befinden sich deshalb in einem ständigen Wettlauf mit dem Gesetz und natürlich auch gegen die Aufsichtsbehörden.

Die illegalen Aktivitäten werden von den Staaten natürlich nicht toleriert, was letztlich klar nachvollziehbar ist. Aus diesem Grund gibt es sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene verschiedene Kooperationen in diesem Bereich, die das gemeinsame Ziel besitzen, die Geldwäsche und die Terrorismusfinanzierung aufzudecken.

Das Geldwäschegesetz

Im Jahr 1993 wurde das deutsche Geldwäschegesetz verabschiedet und zuletzt im Jahr 2008 überarbeitet. Hier wurde es vor allem um die Terrorismusfinanzierung ergänzt. So hat das Gesetz also einen sehr großen Einfluss darauf, wie die Banken mit ihren Privatkunden umgehen. Banken sind somit dazu verpflichtet, die Personen und Unternehmen bei der Eröffnung eines Kontos entsprechend zu identifizieren.

Der Einfluss vom Geldwäschegesetzt auf den privaten Anleger

Wenn du heute ein neues Konto privat eröffnest, musst du dich immer mittels Reisepass oder Personalausweis bei der Bank legitimieren. Die Geldwäschebestimmungen müssen ebenfalls unterschrieben werden, da die Bank mittlerweile dazu verpflichtet ist, auffällige Transaktionen auf deinem Konto direkt zu melden. Wenn du also ein Auto privat verkaufst und dafür eine Summe in Höhe von 15.000 EUR von deinem Käufer bekommst, kann es passieren, dass du das Geld erst einzahlen darfst, wenn du den Kaufvertrag für das Auto vorlegen kannst.

Indikatoren für Geldwäsche

Sogenannte Indikatoren für Geldwäsche sind beispielsweise hohe Bargeldeinzahlungen oder das akzeptieren von schlechten Konditionen bzw. das Halten von vielen Konten.

Wenn somit schlechte Konditionen bei einer Bank akzeptiert werden, kann dies darin begründet sein, dass Geldwäscher ihren Banker des Vertrauens gut stimmen möchten. So wird ein Banker, der bei seinen Kunden hohe Margen erzielt, nicht besonders motiviert sein, hier einen Fall von Geldwäsche zu melden. Sollten jedoch höhere Bargeldeinzahlungen stattfinden ist die Bank dazu verpflichtet diese dem Finanzamt zu melden. Diese Prinzipien sind auch als „Know your customer“ bzw. Kenne deinen Kunden bekannt. Diese gelten auch nicht nur für Banken, sondern auch für andere vertrauenswürdige Personen wie Notare oder Anwälte, die aufgrund ihres Berufs und des damit verbundenen Berufsgeheimnisses ebenfalls einiges zu verbergen haben können. Doch auch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sind dazu angehalten, diese Prinzipien klar zu befolgen.