Es sind immer wieder gefälschte Abmahnungen im Umlauf so saferinternet, die sich auf angebliche Urheberrechtsverletzungen beziehen. Diese Abmahnungen werden per E-Mail geschickt. Die Empfänger werden zur Zahlung von Geldbeträgen aufgefordert, um so ein Gerichtsverfahren zu vermeiden. Absender dieser E-Mails sind häufig angebliche Rechtsanwälte oder auch Unternehmen, die bestimmte Lizenz- oder Rechteinhaber vertreten. Die Mahnungen wirken täuschend echt.

Quelle aus Text:  https://www.saferinternet.at/faq/internetbetrug/wie-erkenne-ich-gefaelschte-abmahnungen/

Gefälschte Rechnungen

Wie man Fake-Abmahnungen erkennt

  • Der Versand erfolgt immer in digitaler Form, also nicht per Post.
  • Meist fehlt eine persönliche Anrede.
  • Der Rechtsanwalt findet sich nicht im Verzeichnis der zuständigen RA-Kammer.
  • Der eigentliche Urheberrechtsverstoß wird nicht konkret bezeichnet (ein konkretes Lied oder ein konkreter Film)
  • So gut wie immer soll das Geld ins Ausland überwiesen werden.

Was kann man tun?

Recherchieren Sie bei der Rechtsanwaltskammer, ob es diesen Rechtsanwalt wirklich gibt. In Österreich: www.oerak.or.at, in Deutschland: www.brak.de. Wenn Sie sich unsicher sind, holen Sie Hilfe. Eine echte Abmahnung sollte man in jedem Fall nicht auf die leichte Kappe nehmen. Lassen Sie sich, wenn Sie in Österreich leben, vom Internet Ombudsmann beraten.

Wie erkennt man gefälschte Rechnungen?

Haben Sie eine dubiose Rechnung per E-Mail erhalten und können die Rechnung nicht zuordnen? Viele Internetuser erhalten E-Mails von vermeintlichen Anwälten oder Inkassobüros, in welchen ausstehende Zahlungen gefordert werden. Es werden rechtliche Schritte angedroht für den Fall, dass die Zahlungen nicht umgehend beglichen werden. Angeblich sollen sich Details zu der Bestellung sowie Zahlungsdaten in angehängten Dateien befinden. Die Dateiformate: ZIP-, Rar, Apk oder Exe. Nicht selten werden bekannte Unternehmen als Auftraggeber genannt.

Beispiel für eine gefälschte Rechnung

Ein Beispiel für gefälschte Rechnung

Sehr geehrte(r) Frau Müller,

der Betrag konnte nicht von Ihrem Bankkonto eingezogen werden. Es wurden Geldeingänge bis zum 17.01.2018 berücksichtigt.

Unser Anwaltsbüro wurde dazu beauftragt die fällige Gesamtsumme für Ihre Lieferung einzufordern. Wir möchten Sie schnellstens um die Überprüfung und sofortige Zahlung der im angehängten Ordner genannten Rechnung bitten. Weitere Infos über die Umstellung auf den einheitlichen Zahlungsverkehr SEPA finden Sie im Vertrag. Falls Sie die Überweisung verweigern sollten, werden wir umgehend ein Inkassobüro einschalten.

Mit den besten Grüßen

Florence Hauser
Anwalt Rechnungsstelle

Was sollte man tun, wenn man eine merkwürdige Rechnung per E-Mail erhält?

  • Auf keinen Fall sollten Sie die Dateianhänge öffnen, da häufig Malware enthalten ist.
  • Sie haben keinen Vertrag abgeschlossen bzw. nichts bestellt und müssen daher auch nicht zahlen.
  • Keinesfalls sollten Sie dem Absender mit einer Antwort zeigen, dass Ihre E-Mail-Adresse aktiv verwendet wird.
  • Solche E-Mails gehören in den Spam-Ordner.
  • Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie Teile solcher E-Mails oder auch den Absender in eine Suchmaschine eingeben. In vielen Fällen finden Sie andere Opfer. In Österreich hilft Ihnen der Internet Ombudsmann gratis weiter.