Viele Online-Händler lockten in der sogenannten Cyber Week zwischen dem 19. Und 26. November 2018 erneut mit vielen Sonderangeboten. Laut einem Vergleichsportal ist Vorsicht geboten, denn etwa die Hälfte der dort angepriesenen Deals, so waz-onlinesollen waren überhaupt gar keine Schnäppchen.

Die Erkenntnis, dass Online-Shopping unseren Alltag wesentlich verändert, ist nicht zuletzt durch die, seit 2006 bzw. 2009, stattfindenden Black Fridays und Cyber Mondays ersichtlich. Wie auch im vergangenen Jahr könnten in diesem Jahr erneut Umsätze in Rekordhöhe von Milliarden zustande kommen. Während sich Händler kräftig in die Händler klatschen, sollten die Verbraucher den Black Friday, der am 23. November und den Cyber Monday, der am 26. November startet, mit nicht allzu großer Sorglosigkeit genossen werden.

Quelle: http://www.waz-online.de/Nachrichten/Medien/Netzwelt/Black-Friday-und-Cyber-Monday-50-Prozent-der-Deals-zu-teuerr

Black Friday und Cyber Monday waren die Waren zu teuer.

Das Preisvergleichsportal guenstiger.de hat den Black Friday im Jahre 2017 unter die Lupe genommen und ist zum Entschluss gekommen, dass Verbraucher bei geschätzt jedem zweiten Angebot zu tief in die Tasche gegriffen haben. Julia Schnell teilte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland mit, dass bei rund der Hälfte aller Deals viel zu viel Geld ausgegeben wird. Aus insgesamt zwölf, an der Rabattaktion teilnehmenden, Shops wurden für die Studie Produkte stichprobenartig untersucht und das Ergebnis war eindeutig. Bei der Hälfte der Shops fanden die Prüfer preiswertere Angebote bei der Konkurrenz.

Warnung vom Hessischen Handelsverband: Bedeutungsverlust für den Schlussverkauf

Eine regelrechte Rabattschlacht, bei welcher die Verbraucher nicht zu selten den Überblick verlieren können, ist aufgrund der zahlreichen Händler, dem großflächigen Sortiment an Produkten und dem enormen Wettbewerbskampf untereinander, entstanden und das führt vor allem für den Einzelhandel zu Konsequenzen. Dem Hessischen Handelsverband zufolge gehen die Rabattschlachten von Black Friday als auch Cyber Monday insbesondere zulasten des Winterschlussverkaufes und kleinere Geschäfte könnten sich mittlerweile, aufgrund der vorverlagerten Rabatte im November, eigentlich keine Rabatte leisten, dies gilt aber zugleich auch für die Entziehung der Rabattschlacht der Konkurrenz.

Es lohnt sich ein paar wichtige, grundlegende Verhaltensregeln zu beherzigen, um sich in der Cyber Week nicht in den finanziellen Grund und Boden zu shoppen. Mit der optimalen Vorbereitung und über das Wissen der Tricks der Händler, lässt sich am Black Friday als auch während der kompletten Rabattwoche wirklich sparen.

Tipp 1 für den Black Friday: Preise vergleichen, Preise vergleichen, Preise vergleichen

Egal ob auf dem Trödel, im Supermarkt oder im Internet. Wer sparen möchte, sollte immer die Preise im Überblick haben, um sie miteinander vergleichen können. Auch, wenn ein Anbieter fest behauptet, das günstigste Angebot bereitzuhalten, muss das noch lange nicht der Wahrheit entsprechen, schließlich will er seine Ware auch an den Mann oder an die Frau bringen. Die Auswertung des Preisvergleichsportals guenstiger.de über den Black Friday 2017 hat klar aufgezeigt, dass es sicherer ist, wenn man vor einem Kauf das Produkt via Suchmaschine sucht, um dann die Preise anderer Anbieter miteinander zu vergleichen. Der Vorteil an Vergleichsseiten ist, dass diese zumeist unter anderem auch die Rückgabefristen der Händler als auch die Lieferzeiten anzeigen.

Tipp 2 für den Black Friday: Nicht zum Kauf nötigen lassen

Es sind beliebte Tricks der Händler, den Kunden zu suggerieren, dass der beste Deal oder ein bestimmtes Produkt in kurzer Zeit nicht mehr zur Verfügung seien. Laut der Verbraucherzentrale bauen durch dieses Verhalten viele Händler Druck auf die Verbraucher auf, um sie zu einem Kauf zu animieren und mehr Umsatz zu machen. Der Käufer sollte sich im Klaren darüber sein, dass die Cyber Week das Weihnachtsgeschäft erst einläutet und es sich nach den Feiertagen oftmals auch noch lohnt auf Schnäppchenjagd zu gehen.

Tipp 3 für den Black Friday: Mega-Rabatte sollten stets hinterfragt werden

Die Verbraucherzentrale NRW hat mittels einer Stichproben-Studie aufgezeigt, dass sich hinter dem Großteil der Rabatte, die mindestens einen Preisnachlass von 50 Prozent oder mehr versprechen, in Wirklichkeit lediglich eine Reduzierung von unter 20 Prozent verstecken. Dies liegt daran, dass viele Anbieter nicht den tatsächlichen Marktwert eines angebotenen Produktes, sondern vielmehr die unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller als Richtwert verwenden. Hier ist es wichtig zu wissen, dass die UVP nur zu oft deutlich über dem Marktpreis liegen. Im Großen und Ganzen ist dies ein häufig verwendeter Trick im Online-Bereich und dient lediglich zur beschönigten Rabattangabe.

Tipp 4 für den Black Friday: Setzen Sie sich mit den angebotenen Bezahlmethoden auseinander

Wenn es um die Bezahlung der Ware geht, hat jeder einzelne Online-Händler seine eigenen Präferenzen. Weit verbreitet sind unter anderem die Online-Bezahldienste wie etwa paydirekt oder PayPal. Trotz dessen sie auf dem Vormarsch sind, bieten einige Verkäufer nur Zahlungen per Vorkasse oder Kreditkarte an. Doch Obacht! Viele Fake-Shops bedienen sich diesen Methoden der Bezahlung (siehe Tipp 6). Werfen Sie Ihre Prinzipien nicht wegen eines besonders lukrativen Schnäppchens zur Seite, sondern wägen Sie ab, welche Bezahlmethode für Sie am besten ist.

Tipp 5 für den Black-Friday: Beachtung der Rückgabekonditionen

Grundsätzlich gilt bei online getätigten Käufen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, auch wenn manche Händler ihren Kunden die Möglichkeit bieten, einen Kauf auch kurzfristig noch zu stornieren lassen zu können. Bei beiden Fällen müssen keine Gründe angegeben werden. Beachtet sollte hierbei, dass je nach Verkäufer verschiedene Rücksendungskosten anfallen können. Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert einen Blick auf die Konditionen der Händler zu werfen.

Tipp 6 für den Black Friday: Obacht vor Fake-Shops

Auch für Betreiber von Fake-Shops ist die Cyber Week ein Paradies. Bei sogenannten Fake-Shops handelt es sich um gefälschte Online-Shops, deren Internetpräsenzen mittlerweile nicht selten nur noch schwer von denen seriöser Händler auseinanderzuhalten sind. Um einen Fake-Shop zu enttarnen, können unterschiedliche Tipps nützlich sein:

  • verhältnismäßig hohe Preisnachlässe auf allerlei Artikel
  • Bezahlungsmöglichkeit nur per Kreditkarte der Vorkasse möglich
  • geradezu eine überdurchschnittliche Menge an positiven Kundenrezessionen
  • fehlendes Impressum und / oder AGB
  • das Verwenden von Gütesiegeln, ohne dass das demenspreche Zertifikat überhaupt vorliegt. Es kann sich möglicherweise um einen Fake-Shop handeln, wenn man beim Anklicken des Gütesiegels nicht auf die Internetseite des Betreibers geführt wird oder das Anklicken gar nicht erst möglich ist. Um mögliche falsche Siegel zu entlarven, kann man mittels der Seite internet-guetesiegel.de herausfinden, welche Gütesiegel mit welchen Qualitätskriterien auf dem Markt sind
  • Trotz dessen die Betreiber von Fake-Shops immer professioneller werden, kann ein geübtes Auge einen solchen Shop durchaus erkennen. Achten Sie auf Designs, die nur augenscheinlich auf den ersten Blick dem des Originals entsprechen, unvollständige Sätze und Tippfehler oder auch beispielsweise auf Übersetzungsfehler. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet eine ausführliche „Einschätzung der Seriosität und Sicherheit von online betriebenen Shops.

Tipp 7 für den Black Friday: Vermeidung von Spontankäufen

Tatsächlich Geld sparen lässt sich am Black Friday und während der kompletten Cyber-Monday-Woche vor allem durch eines: Vorbereitung. Informieren Sie sich bereits vorab über die Produkte, welche Sie während der Rabattaktion ins Visier genommen haben, um nicht durch etwaige Spontankäufe auf mehr Kosten sitzen zu bleiben wie zunächst am Anfang angenommen wurde. Um sich eine Übersicht zu verschaffen oder etwaige Preisnachlässe oder Gutscheine nicht zu verpassen, bieten eine Vielzahl von Händlern Newsletter als auch Preisalarme an.

Optimales Nutzen von Black Friday und Cyber Monday

Alle Jahre wieder: Immer mehr Menschen nutzen die Rabattaktionen am Black Friday und Cyber Monday, um im Internet erfolgreich Schnäppchen zu ergattern. Zusätzlich zu den bereits oben erwähnten Tagen, ist dank China noch ein weiterer Tag, der Singles Day, hinzukommen, der sicherlich die Umsätze in den kommenden Jahren nochmal stark in die Höhe steigen lässt. Ein Hoch auf die Marktwirtschaft. Parallel zu dem wachsenden Online-Handel und den daraus geschaffenen Annehmlichkeiten, steigt allerdings auch die Nachlässigkeit vieler Verbraucher. Es ist ratsam beim Online-Shopping behutsam vorzugehen, wie eben auch im analogen Einzelhandel.