Das Urteil im Berufungsprozess lautet zwei Jahren und vier Monaten

Um den riesigen Anlagebetrug im Berufungsprozess der ASE Investment hat das Aargauer Obergericht zu einer Freiheitsstrafe den ehemaligen Verwaltungspräsidenten von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt, das berichtet die Südostschweiz. Einen Freispruch wollte der Beschuldigte.

Quelle:   https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2019-02-01/riesiger-anlagebetrug-ex-vr-praesident-der-ase-verurteilt

Riesiger Anlagebetrug, Ex-VR-Präsident der ASE verurteilt

Vorheriges Urteil war fünf Jahre

Den 46-jährigen Schweizer befand das Obergericht am Freitag schuldig Geldwäscherei für und mehrfacher qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung. Zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren hatte den Mann das Bezirksgericht Laufenburg im Dezember 2016 verurteilt.

Auch vor dem Obergericht hatte die Verteidigung für den Mann einen Freispruch gefordert. Er habe nichts vom Schneeballsystem der ASE, von geheimen Konten gewusst und er sei ahnungslos gewesen. Tatenlos zugesehen habe die Basler Kantonalbank (BKB), die Depotbank der ASE-Anlegergelder.

Das Obergericht zeigte Milde

Auch beim ehemaligen ASE-Geschäftsführer zeigte das Obergericht eine gewisse Milde, der treibenden Kraft hinter dem Anlagebetrug. Nur teilweise Es bestätigte das Urteil des Bezirksgerichts Laufenburg.

Den 52-jährigen Schweizer verurteilte das Obergericht zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Ihn hatte das Bezirksgericht zu neun Jahren verurteilt. Den Mann befand das Obergericht wegen der mehrfach qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung und gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig.

In ihrer Berufung hatten Privatkläger auch einen Schuldspruch wegen Geldwäscherei verlangt. Es geht aus ihrer Sicht darum, eine Mitschuld der BKB am Anlagebetrug nachzuweisen. Noch nicht rechtskräftig sind die beiden Urteile des Obergerichts.

Es wurden Superrendite versprochen

Von 2006 bis 2012 war die ASE Investment mit Büroräumen in Frick AG eine externe Vermögensverwalterin. In verschiedenen Finanzprodukten boten Ase ihren Kunden Devisengeschäfte an.

Von bis zu 18 Prozent wurden Anleger mit Renditeversprechen angelockt. 2500 Geschädigte ermittelte die Staatsanwaltschaft. 639 haben davon als Privatkläger am Strafverfahren teilgenommen.

Für die Anleger dürfte der größte Teil der Deliktsumme von 170 Millionen Franken verloren sein. Das Kürzel ASE stand übrigens für Anlage, Sicherheit, Ertrag.