Wegen Vergabe des World Cup 2022 in Katar festgenommen worden

In Frankreich wurde nun der ehemalige UEFA-Chef Michel Platini verhaftet, darüber berichtet Bluewin. Als Grund soll die Vergabe des World Cup 2022 in Katar genannt geworden sein.

Dabei berichten französische Medien, dass der ehemalige französische Spitzenfußballer und Top Funktionär Michel Platini wegen des Verdachts auf Korruption festgenommen wurde. Dabei befinde sich der 63-jährige in einer Polizeistation in Nanterres, welche in der Nähe von Paris liegt, wie es heißt.

Quelle: https://www.bluewin.ch/de/sport/fussball/ex-uefa-boss-michel-platini-offenbar-festgenommen-264476.html

Ex-UEFA-Boss Michel Platini wegen Korruption festgenommen

Dabei soll es um die Vorgänge im Zusammenhang mit der Vergabe der WM 2022 in Katar gehen. Damals war Platini bis zum Jahr 2015 Präsident der UEFA. Danach wurde er suspendiert, da es hier um eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken ging, die er im Jahr 2011 von dem ehemaligen Fifa Chef Blatter erhalten hatte. Laut Auskunft von Blatter und Platini handelte es sich hierbei um eine spät gezahlte Honorarzahlung, die für die Arbeit Patinis bei der FIFA für die Jahre 1998 – 2002 noch ausgestanden hatte.

Vor seiner Sperre galt Platini schon als Nachfolger für Blatter als Präsident der FIFA. Nach seinem Ausschluss setzte sich ganz überraschend der frühere Vertraute von ihm, Gianni Infantino, bei der Wahl durch. Die Sperre Platinis läuft im Oktober 2019 aus. Bisher ist nicht bekannt, ob der frühere Weltklassespieler wieder in die Funktionärswelt des Sports zurückkehren kann. Derzeit ist dies offener denn je, da der Fall bekanntlich für Furore gesorgt hat.

Wer ist genau Michel Platini?

Schon in den 80er Jahren galt Michel Platini als einer der besten Fußballspieler der Welt. Er wurde dreimal Europas Fußballer des Jahres (1983, 1984, 1985) und wurde bei der FIFA Wahl zum besten Fußballer des Jahrhunderts auf den siebten Platz gewählt. Er gilt als „Maestro des französischen Fußballs“ und ist noch heute ein sportliches Idol für viele Menschen in Frankreich. Neben Raymond Kopa und Zinedine Zidane gilt er als bester Spieler, den Frankreich jemals hervorgebracht hat. Er war zudem auch als Trainer in der Zeit von 1988 bis 1992 tätig und betreute dabei die französische Nationalmannschaft.

Schon seit dem Jahr 2007 war Michel Platini dann Präsident der UEFA. Die Ethikkommission des Weltfußallverbandes gab dann am 21. Dezember 2015 bekannt, dass er zusammen mit FIFA Präsident Blatter für 8 Jahre gesperrt werde und damit verbunden keine weiteren Tätigkeiten im Rahmen des Fußballs ausüben dürfte. Durch ein Berufungsgericht wurde die Sperre dann am 24. Februar 2016 auf sechs Jahre reduziert. Danach reduzierte sie der Sportgerichtshof CAS am 9. Mai 2016 nochmal um weitere 2 Jahre. Insgesamt sind es somit nun nur noch vier Jahre Sperre, die übriggeblieben sind. Platini verkündigte damit dann seinen sofortigen Rücktritt vom Amt des UEFA Präsidenten.

Rückschau: Feldzüge in Propagandaform gegen den WM-Mitbewerber

  • Der britischen Zeitung Sunday Times liegt ein Mailverkehr vor, wonach Katar gezielte Falschinformationen über den Mitbewerber verbreitet haben soll.
  • Das Emirat soll zudem Wissenschaftler und Journalisten bezahlt haben, damit die Konkurrenz aus den USA und Australien schlechter dargestellt werden
  • Dies wären gravierende Brüche der Fifa Regeln

Die Schlinge zieht sich derzeit immer weiter zu, darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung. Katar ist Veranstalter der Fußball WM 2022 und muss sich derzeit neuen, sehr gut fundierten Vorwürfen stellen. Unter Berufung auf den zuvor genannten Mailverkehr, der der Sunday Times vorliegt, hätten die Bewerber aus dem Emirat gezielte Falschinformationen über den Rivalen USA sowie Australien verbreitet. Hier sollen angeblich eine PR Firma sowie frühere Mitarbeiter des US Geheimdienstes CIA angeheuert worden sein. Diese sollten den Eindruck schüren, dass die beiden Bewerbungen keine Unterstützung im eigenen Land hätten.

So soll laut der britischen Sunday Times ein Wirtschaftsprofessor 9000 US Dollar erhalten haben, dass er einen Report über die negativen Einflüsse einer WM in den USA erstellt. So hätten zudem auch bezahlte Journalisten international ihre Negativberichte verbreitet, weshalb angeblich auch auf US Abgeordnete ein massiver Druck ausgeübt worden ist. So soll es eine E-Mail geben, bei der sich auf die bewusste Verbreitung von Gift über Mitbewerber ergeben würde. Diese soll an einen Topmanager der Katar Bewerbung gegangen sein.

Mit dem Daumen im Mund

Der bekannte Fußballspieler Mesut Özil trifft am Wochenende als Kapitän der Mannschft FC Arsenal. Der Berater von Joachim Jöw kritisiert ihn wegen der Rassismus Vorwürfe und Fredi Bobic äußert sich harsch und ein Mobilfunk Anbieter zieht seine Werbung zurück.

Dies wäre alles ein gravierender Bruch der Fifa Regeln. Nach den Regeln der Fifa dürfen Kandidaten nicht einmal einen Kommentar zu den Mitbewerbern abgeben. Dabei verweist der Weltfußballverband auf sein Ethikkomitee. Dieses wird jedoch aufgrund seiner handstreichartigen Umbesetzung durch den Fifa Boss Gianni Infantino nicht nur in den Kreisen der Juristen- sowie im Weltsport allgemein als Kabarettnummer angesehen wird. Glaubwürdige Aktivisten von diesem Gremium sind unter der Führung der kolumbianischen Verwaltungsjuristin Claudia Rojas nicht einmal im Hinblick auf die laufenden Strafverfahren um frühere Fifa Granden oder hochrangige Geschäftspartner bekannt.

Die WM Organisatoren von Katar weisen dabei stets alle Vorwürfe von sich. Auch am Sonntag erklärte das Supreme Committee, dass man sich streng an alle Regeln der Fifa im Bieterprozess um die WM 2022 gehalten habe.

Auch US Gerichte interessiert am Stimmenkauf

Seit dem Zuschlag 2010 steht Katar in der Kritik. Die internationalen Strafermittler kommen nun sehr gut voran, denn es gibt nun entlarvende Zahlungen auf Funktionärskonten in Monaco. Auch aus dem Fifa Gate Prozess im November vor dem Schwurgericht in Brooklyn liegen zudem noch problematische Aussagen auf dem Tisch. Der Hauptzeuge Alejandro Burzaco hatte hier unter Eid über Stimmkäufe für die WM in Katar berichtet. Der Rechtehändler aus Argentinien war Intimus der Funktionärspaten von Südamerika. Diese hatten angeblich ihre Voten verkauft. Es ging hier um Ricardo Teixeira (Brasilien), Nicolás Leoz (Paraguay) und den 2014 verstorbenen Julio Grondona (Argentinien). Von diesem, einem sehr engen Geschäftspartner, will der Burzaco erfahren haben, dass er für sein Katar Votum Geld bekommen haben soll. Dabei lieferte Burzaco sehr pikante Details. So habe der damals 82-jährige Leoz in den ersten Wahlrunden nicht für Katar gestimmt. So hätten ihn Grondona und Teixeira dann in der Pause auf einer Fifa Toilette zur Rede gestellt. Sie haben ihn geschüttelt und ihn gefragt, wieso er nicht für Katar stimmen würde. Das habe ihm Grondona im Jahr 2011 berichtet, wie Burzaco erzählt. Der Fifa Vize soll auch gejammert haben, da er bisher nur 1,5 Millionen Dollar als Zahlung erhalten haben soll. Teixeira in Brasilien hingegen, soll als überführter Schmiergeldempfänger im Fifa Sumpf rund 75 Millionen bekommen haben. Dies zusammen mit dem spanischen Partner Sandro Rosell. Rosell ist er Ex Boss des FC Barcelona und ist seit 2017 bereits in U-Haft.

Ob diese und weitere Aussagen wirklich stimmen bzw. zutreffen, wird nun vom FBI ermittelt. Dabei prüft die US Bundespolizei auch die Geschäftsakten der argentinischen Firma Full Play, die bei den Schmiergeldtransaktionen bei den Südamerika Funktionären unter dem Kürzel „Q2022“ ebenfalls vermerkt sind. Dies könnte für Katar stehen, da der englische Begriff „Qatar“ ist und 2022 das Jahr ist. Die Staatsanwälte sammelten im Prozess selbst sehr viele Vorwürfe gegen Katar. Der Full Play Manager Santiago Pena berichtete hierbei von Verkaufsverhandlungen für seine Schmiergeldagentur mit Nasser Al-Khelaifi. Gegen ihn, Chef des Spitzenclubs Paris Saint Germain und zugleich Chef des Sportsenders BeIn in Katar, wird im Rahmen des Fifa Prozesses in der Schweiz seit dem Herbst ebenfalls ermittelt.

Wenn die WM Vergabe 2022 also als korrput belegt werden kann, müsste die US Justiz hierbei gar nicht mehr gegen Katar ermitteln. Die Fifa gerät nun unter Handlungsdruck, denn die Prozesse finden unter dem Anti Mafia Gesetz (Rico) statt. Die Fifa gilt hierbei vorläufig nur als Opfer, da sie von den eigenen Topmanagern und Geschäftspartnern quasi ausgeraubt wurde. Sie muss also nun alles tun, damit ein nachweislich entstandener Schaden geheilt werden kann und jeden, der erwischt wurde, zur Rechenschaft gezogen werden kann. Andernfalls wird er Opfer- zum Täterstatus und es wäre zugleich das Ende der Fifa. Die Frage, ob Katar dann auch noch Schadenersatz leisten könnte bei den Vorleistungen in Milliardenhöhe, dürfte dabei ebenfalls keine Rolle mehr spielen. Nach SZ Informationen sind damit befasste Juristen klar überzeugt, dass solche Forderungen, sofern diese im Korruptionsfall auch berichtigt sind, an die konkreten Personen gehen müssten, die Geld erhalten haben bzw. in anderer Form davon profitiert haben.

Wer möchte diese Fußball WM eigentlich haben?

Der vierte Titel wurde von uns in Brasilien gewonnen. Bei dieser WM standen Caipirina, Zuckerhut und jede Menge Samba auf dem Programm. Ob diese gute Laune auch bei der Winter WM in Katar im Jahr 2022 wirklich entstehen kann? Darüber berichtet die Bild.

Bild fand nach der Fifa Vorentscheidung 7 Gründe, weshalb wir uns auf eine Winter WM freuen könnten. Allerdings gibt es zugleich noch viel mehr Gründe, die gegen die Vorweihnachts – WM sprechen. Insgesamt 77 an der Zahl!

77 Gründe, weshalb die WM in Katar eine riesige Katastrophe ist!

  1. Katar achtet die Menschenrechte nicht
  2. Einige Kataris stehen unter Verdacht, die Terrororganisation ISIS zu unterstützen
  3. Die Arbeiter auf den Baustellen werden wie moderne Sklaven behandelt
  4. Auf den WM Baustellen sind schon einige Gastarbeiter gestorben
  5. Die Kataris bisher nur Verbesserungen der Arbeitsbedingungen angekündigt haben, jedoch bisher nicht durchgeführt haben
  6. Katar beachtet keine Frauenrechte
  7. Katar diskriminiert Homosexuelle und steckt diese ins Gefängnis
  8. Der Sport und die Fifa haben eine politische Verantwortung und kann hier nicht einfach wegsehen
  9. Fifa Bosss Blatter, selbst kein Freund von Katar, konnte die WM ebenfalls nicht verhindern
  10. Die geschätzten Kosten der WM mit 73 Milliarden EUR sind purer Wahnsinn
  11. Die WM ist ohnehin schon eine Kommerzveranstaltung und muss nicht noch in Protz umschlagen
  12. Korruptionsgerüchte wurden bei dieser WM niemals komplett ausgeräumt
  13. In den Biergärten wird bei Eis und Schnee kein großes Geschäft gemacht
  14. Für Public Viewing ist es einfach zu kalt
  15. Fußball schauen mit Grippe macht keinen Spaß
  16. In einem Zwergenstaat, er halb so groß wie Hessen ist, sollte keine WM stattfinden
  17. Ein so kleines Land braucht keine 12 Fußballstadien
  18. Die WM ist kein Scheich Spielzeug
  19. Ausländische Fußballer, wie der Franzose Zahir Belounis, wurden gegen ihren Willen in Katar festgehalten. In diesem Fall sogar 1,5 Jahre
  20. Fußball hat in Katar überhaupt keine Tradition
  21. Kataris interessieren sich mehr für Kamelreiten als für Fußball
  22. Die Handball-WM war bereits ein sehr leeres Turnier
  23. Die Zuschauerränge waren bei der Handball WM bereits leer – beim Spiel Deutschland gegen Russland waren nur 600 Plätze belegt
  24. Gekaufte Fans machen keine Stimmung
  25. Die Stimmung wird noch schlechter, wenn der Gastgeber Katar früh ausscheiden sollte
  26. Viele Fußballfans werden wahrscheinlich erst gar nicht nach Katar reisen
  27. Weibliche Fans dürfen in Katar nicht das anziehen, was sie gerne möchten
  28. Nicht alle großen Sportevents können in Katar stattfinden. Nach der Schwimm WM 2014, Handball WM 2015, Rad WM 2016, Turn WM 2018 und Leichtathletik WM 2019
  29. Katar könnte durch die Fußball WM auf die Idee kommen, sich für die olympischen Spiele zu bewerben
  30. Die Spielpläne der Top Ligen und Champions League werden dadurch komplett durcheinandergewirbelt
  31. Bei schweren Verletzungen fallen den Klubs mitten in der Saison wichtige Spieler aus
  32. Vereine können zum Saisonende Probleme durch übermüdete Spieler bekommen
  33. Nationalspieler können ihren gesetzlichen Urlaub nicht nehmen
  34. Das Fußballhighlight des Jahres gehört ans Ende einer Saison. Ein Halbfinale wird ja auch nicht nach einem Finale gespielt
  35. Wir wollen ein Sommer- und kein Wintermärchen
  36. Wir brauchen für eine WM lange Sommerferien
  37. Die verkürzte Winter WM wird für viele Fans zu kurz sein
  38. Wintersportarten werden dadurch in den Hintergrund gedrängt
  39. ARD und ZDF werden große Probleme bekommen, alle Live-Events im Winter unter einen Hut zu bekommen
  40. Fand, die im Weihnachtsgeschäft arbeiten müssen, werden von ihren Chefs kein Frei bekommen
  41. Die Vorweihnachtszeit wird durch die WM noch stressiger werden
  42. Es bleibt dadurch auch viel weniger Zeit um Geschenke zu kaufen
  43. Männer werden sich um das Weihnachtsshopping drücken
  44. Trikots mit dem fünften oder vielleicht sechsten Stern werden nicht rechtzeitig zur Bescherung gekauft werden können
  45. Der Papst verschiebt Weihnachten bekanntlich auch nicht einfach
  46. An den Advents Sonntagen droht Zoff
  47. Ein WM ohne Bier fehlt es an Würze
  48. Bier passt besser zum Fußball als Glühwein
  49. Das Bier gefriert dann in der Hand
  50. Weihnachtsgeld sollte in Geschenke investiert werden und nicht in Bier
  51. Grillen macht im Winter keinen Spaß
  52. Die zusätzlichen Heizpilze schaden der Umwelt
  53. Keine gefütterten Trikots erhältlich
  54. Mit Handschuhen kann man schlecht klatschen
  55. Public Viewing auf Weihnachtsmärkten bei Schmalzgebäck und gebrannten Mandeln ist einfach komisch
  56. An Weihnachten wird nicht ihr Torelein kommet gesungen, sondern normale Weihnachtslieder
  57. Fußballschuhe sind zu klein für den Weihnachtsmann
  58. Im Dezember schreibt man Weihnachtskarten und fordert keine gelben
  59. Auf allen Weihnachtsfeiern würde Fußball laufen
  60. Bei den Weihnachtsfeiern, wo kein Fußball laufen würde, käme keiner hin
  61. Alle Restaurants wären abends total überfüllt
  62. Die WM Party am Brandenburger Tor macht im Bikini mehr Spaß als im Ski Anzug
  63. Helene Fischer könnte den WM Titel nicht mehr bauchfrei auf der Fan Meile singen
  64. Autokorsos sind bei Glatteis gefährlich
  65. Beim Jubeln auf der Straße würde man bei Rollsplit ausrutschen
  66. Wohnungsbrände wären durch umjubelte Adventskränze an der Tagesordnung
  67. Kinder können die WM Spiele auf den verschneiten Fußballplätzen nicht nachspielen
  68. Durch Glühweinduschen können Verbrennungen entstehen
  69. Bei allen TV Jahresrückblicken mit Jauch und Co würde der wichtigste Moment fehlen
  70. Am Ballermann hat im Winter fast alles geschlossen
  71. Hells Bells passt besser zum Fußball als Jingle Bells
  72. Mickie Krause wird garantiert keine Fußallversion von Last Christmas herausbringen
  73. Die Nationalhymne ersetzt kein Weihnachtslied
  74. Christiano Ronaldo kann nie den Weihnachtsmann ersetzen
  75. Die englischen Fans könnten keinen Sonnenbrand bekommen
  76. Die holländischen Fans können wegen der Kälte nicht vor dem Campingwagen sitzen
  77. Niemand außer den Kataris hat wirklich Lust auf diese WM

Was ist Korruption?

Hier einmal ein kleiner Überblick für die rechtschaffenden Bürger, die mit diesem Wort (noch) nichts anzufangen wissen:

Das Wort „Korruption“ ist allgemeinhin auch bekannt als „Bestechung“ oder eben im Kontext der vorab genannten Fälle als „Missbrauch eines öffentlichen Amtes, einer Funktion in der Wirtschaft oder eines politischen Mandats zugunsten eines Anderen, auf dessen Veranlassung oder in Eigeninitiative, zur Erlangung eines Vorteils für sich oder einen Dritten, mit Eintritt oder in Erwartung des Eintritts eines Schadens oder Nachteils für die Allgemeinheit (Täter in amtlicher oder politischer Funktion) oder für ein Unternehmen (betreffend Täter als Funktionsträger in der Wirtschaft)“ – soweit die generelle Definition dieses Begriffs laut kriminologischer Forschung. Doch natürlich gibt es im Rahmen des Korruptionsverdachtes auch diverse Unterscheidungen dieses Begriffes.

Am häufigsten begegnet uns wahrscheinlich die sogenannte „Situative Korruption“, bei der ein Mensch sich eher aus einem Impuls heraus für eine solch falsche Handlungsweise entscheidet. Anders sieht es dagegen bei der „Strukturellen Korruption“ aus, bei der eine kriminelle korrupte Handlung vorsätzlich geplant wurde. Hier kann man also noch einmal eine andere Härte der Schuld feststellen, da sich der Täter vorab Gedanken über seine Tat und möglicherweise entstehende Folgen machen konnte.

Vorteile, Ziele und Schäden im Zusammenhang mit Korruption

Wer Entscheidungen treffen kann, der hat Macht. Mit dieser Macht kann aber nicht jeder umgehen, ohne dabei bestechlich zu werden. Hierbei geht es um Gelder die leicht in bar und schwarz in die Tasche des Entscheiders fließen können, wenn dieser einen wichtigen Auftrag beispielsweise an Person X anstatt an Person Y vergibt. Mister X zeigt sich erkenntlich und drückt seine Dankbarkeit in Form einer Bargeldzahlung an den Entscheider aus – politisch und strafrechtlich nicht korrekt, aber immer wieder praktiziert. Doch wohin fließen die schwarzen Zahlungen am häufigsten? Die meisten Bestechungsgelder fließen zweifelsfrei in Bereich wie die Wirtschaft, die allgemeine öffentliche Verwaltung, sowie auch in Richtung der Strafverfolgung und Justiz.

Neben den wirtschaftlich entstehenden Schäden durch die Korruption, sollte man auch immer den immateriellen Schaden sehen. Dieser kann in einigen Fällen noch schlimmer als der finanzielle Schaden sein, kann er doch ganze Berufsgruppen in Verruf und unter einen falschen Generalverdacht stellen. Kein Beamter bzw. Polizist der seinen Job ordnungsgemäß ausführt lässt sich bei der Kassierung eines Bußgeldes gerne so ansehen, als würde er davon mit der Frau und den Kindern am Abend hübsch essen gehen. Kurz gesagt: die Korruption kann das Grundvertrauen der Menschen in die Unbestechlichkeit, die Unabhängigkeit und auch in die Handlungsfähigkeit des Staates bzw. die Integrität der Wirtschaft massiv schädigen.