Welche Gefahren auf Facebook lauern, wie diese aussehen und wie ich mich als Facebook-Nutzer davor schützen kann.

Facebook ist mittlerweile ein sehr wichtiges soziales Medium geworden, das berichtet die Mimikama. Das Netzwerk ist ein Treffpunkt für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt geworden. Allerdings ist es daraufhin auch ein Paradies für Betrüger, Datensammler, Spamer und Nutzer, die gerne mal einen Fakebrief ins Netz stellen wollen. Internetkriminelle nutzen sehr häufig die Unwissenheit von meist eher unerfahrenen Internetnutzern sehr stark aus. In diesem Artikel wollen wir euch die 6 größten Gefahren aufzeigen, die auf Facebook lauern können.

Quelle:   https://www.mimikama.at/facebook/fallen-erkennen-und-umgehen/

Diese Facebook-Fallen gibt es und so kannst du diese umgehen!

Falsche Freunde, die nach deiner Handynummer fragen

Bei dieser Masche kopieren Internetkriminelle das Profil von Facebookusern. Das gefakte Profil sieht dann täuschend echt aus, sodass es vom Original kaum mehr zu unterscheiden ist. Mal angenommen du kennst einen Andreas sehr gut. Dieser schreibt dir auf einmal eine Nachricht über den Messenger, da er angeblich sein Handy verloren hat. Er fragt dich daraufhin nach deiner Handynummer, da er diese nicht mehr besitzt.

Das Profilbild sowie der Name sind dir vertraut, denn es ist ja auch Andreas der dir schreibt. Doch hierbei ist Vorsicht geboten, denn es handelt sich nicht um den Andreas, sondern um einen Betrüger, der das Profil komplett kopiert hat.

Das Problem hierbei ist, dass die meisten es erst zu spät erkennen und nicht bemerken, dass sie mit einem Betrüger und nicht dem Freund kommunizieren. Nachdem Andreas dann deine Handynummer hat, bekommst du kurz daraufhin eine SMS auf dein Handy gesendet. Den Inhalt wird der Andreas dann nach und nach bei dir abfragen. Hierbei handelt es sich um einen Transaktionscode.

Im Hintergrund läuft dabei folgendes ab. Die unbekannten Täter hacken oder imitieren ein bestimmtes Facebook Nutzerkonto. Sie nehmen dann Kontakt zu den Freunden in der Liste auf und bitten diese um die Mobilfunknummer. Mit der Handynummer werden dann bei Drittanbietern bestimmte Leistungen erkauft. Hierbei handelt es sich meist um Spieleguthaben oder ähnliche Dinge. Über den Kontakt zu dem jeweiligen Opfer bekommt der Täter dann den Transaktionscode, mit dem das Guthaben dann freigeschaltet werden kann. Das Opfer kann dabei auch nur schwer eine Rückerstattung verlangen, da der Transaktionscode ja persönlich zugesendet wurde. Dabei handelt es sich zumeist um eine sogenannte Zong-SMS. Der Schaden hierbei beläuft sich zumeist im Rahmen zwischen 100 – 200 EUR.

Wie kann ich dieses umgehen?

Wenn du nach deiner Handynummer gefragt wirst, passe bitte genau auf. Vor allem wenn es um irgendwelche Codes geht. Halte besser persönliche Rücksprache mit deinen Freunden, bevor du etwas über Facebook kommunizierst. Um solchen Betrugsmaschen entgehen zu können, kannst du auch eine sogenannte Drittanbietersperre veranlassen. Fremde Unternehmen können so nichts mehr über deine Handyrechnung abbuchen.

Wichtig ist zudem auch, deine Freundesliste nur für deine Freunde bzw. nur für dich sichtbar zu machen. Dies verhindert die Weiterverbreitung deines Klonprofils an deine Freunde in der Liste. Du solltest zudem auch zu offenherzige Freunde in deiner Liste auf diese Gefahr aufmerksam machen, sodass sie ihre Einstellungen auch entsprechend anpassen.

Verräterische Nachrichten mit Links auf sogenannten „Bist du das“ Videos

Mittels dieser Masche schicken dir Bekannte und Freunde irgendwelche Links bzw. Beiträge, auf denen du angeblich in einem Video im Netz zu sehen bist.

Dafür wird meist ein Youtube Video verwendet, welches als Vorschaubild dient. Youtube wird meist deshalb verwendet, da es jeder kennt und einen hohen Vertrauensstatus besitzt. Darauf folgen dann 2 Szenarien, die nach dem Klick passieren:

  1. Wenn du dem Link folgst, kommst du auf eine bestimmte Seite, die ein Faceook Login Formular beinhaltet. Da du das Video ja gerne sehen möchtest, gibt man dann hier schnell seine Facebookdaten ein. Aber Achtung, bei solchen Seiten handelt es sich nicht um Facebook, sondern um betrügerische Seiten, die nur deine Daten abgreifen wollen. Sobald du die Daten eingegeben hast, landen diese dann bei den Betrügern. Alsbald hast du dann schon keinen Zugriff mehr auf dein Facebook Konto, da die Betrüger dein Zugangspasswort direkt ändern werden. Doch nicht nur diese Problematik stellt sich dabei ein, denn neben deinem privaten Profil kapern die Betrüger dann auch deine Gruppen bzw. Seiten, in denen du Adminrechte hast.
  2. Eine weitere Masche ist die, nach dem Klick auf den Link eine sogenannte Browsererweiterung zu installieren. Dabei handelt es sich angeblich um einen speziellen Videoplayer, der notwendig ist, damit das Video auch angesehen werden kann. Doch diese Erweiterung ist nichts Gutes, denn sie ist nur dazu da, vollständigen Zugriff auf dein Facebookkonto zu bekommen und selbstständig Statusmeldungen u.ä. zu verteilen. Sie versendet auch Nachrichten an deine gesamte Freundesliste. Du solltest deshalb deinen Freund, von dem du die Nachricht bekommen hast, ebenfalls direkt warnen.

Wie kann ich diese Probleme umgehen?

  1. Zunächst einmal ist dein Bauchgefühl sehr wichtig. Im Zweifel solltest du deinen Freund immer direkt fragen, ob er dir diese Nachricht wirklich geschickt hat, bevor du auch nur auf irgendeinen Link klickst. Auch solltest du außerhalb von Facebook niemals deine Logindaten für Facebook eintragen. Achte hierbei immer auf den Domainnamen, sollte dieser nicht facebook.com o.ä. lauten.
  2. Wenn du bereits in die Falle getappt bist, lasse deinen Rechner prüfen und entferne schädliche Erweiterungssoftware direkt. Wichtig ist auch direkt zu prüfen, ob sich nicht noch weitere schadhafte Programme irgendwo finden. Sollten hier bestimmte Addons oder Erweiterungen vorhanden sein, die Schäden hervorrufen können, müssen diese umfänglich gelöscht werden.

Datensammler online – Abofallen möglich

Gewinnspiele en masse – immer wieder gibt es auf Facebook vermeintliche Gewinnspiele, an denen satte Gewinne winken. Diese tauchen meist rund um Wochenenden auf.

Die Preise bei solchen Gewinnspielen sind meist immer sehr großzügig. Einmal gibt es ein iPhone, dann ein tolles Auto, Küchenmaschinen oder sogar ein ganzes Haus. Doch auch Zigaretten sowie Einkaufsgutscheine von bekannten Händlern sind hier zu gewinnen und sind bei den Betrügern sehr beliebt.

Viele der Dinge sind angeblich ganz einfach zu gewinnen. So soll man hier beispielsweise nur den Beitrag teilen oder gar nur liken bzw. einen Kommentar hinterlassen. Wenn diese Seiten dann einen gewissen Likestatus mit tausenden Fans erzielt haben, wird dann meist ein neuer Statusbeitrag erstellt, der die Nutzer dann darauf hinweist, dass sie die Teilnahme nun abschließen sollen.

Das lassen sich viele natürlich nicht entgehen. Viele möchten schließlich einen so tollen Preis direkt und schnell gewinnen. Der Nutzer muss dafür angeblich nur einem Link folgen. Schon geht es los – nach dem Klick auf den Link landet der Nutzer dann auf einem Gewinnspielformular. Neben deinem vollständigen Namen werden hier auch deine E-Mailadresse sowie deine Rufnummer abgefragt.

Der Großteil der Nutzer bekommt jedoch nicht mit, was hierbei im kleingedruckten steht. Hierbei ist nämlich vermerkt, dass man sich von vielen Firmen postalisch, per Email und dazu per Telefon über weitere Angebote informieren lassen kann. Hierbei geht es also primär um deine Daten. Diese Daten werden dann gehandelt bzw. weiterverkauft und bringen dem Verkäufer sehr viel an Geld.

Auch zu erwähnen ist natürlich, dass der versprochene Gewinn auf Facebook hierbei nie zustande kommen wird. Dieser dient nur als Lockangebot, damit Fans generiert werden und diese dann ihre Daten preisgeben.

Wie kann ich mich schützen?

Bei niemandem gibt es etwas umsonst bzw. zu verschenken. Du solltest auch hier vor allem auf dein Bauchgefühl hören. Schaue dazu immer unter Info auf der Facebookseite. Eher ominöse Facebookgewinnspiele erkennt man vor allem daran, dass diese lediglich den Passus dort stehen haben, man solle doch auf gefällt mir drücken und würde dann im Los Top erscheinen. Alternativ auch – Wer den Beitrag teilt, erhält die doppelte Chance auf Gewinne. Dazu gibt es auch häufig den Satz: Die Seite – Name der Seite – muss mit Gefällt mir markiert sein.

Ein weiteres, wichtiges Merkmal ist, wenn die nun folgenden Informationen auf der Seite nicht vorhanden sind. Dazu zählen vor allem ein Ansprechpartner bzw. Inhaber der Seite, Impressum oder eine Kontaktmöglichkeit. Die Teilnahmebedingungen und die sogenannte Freistellung gegenüber Facebook sind ebenfalls wichtig. Bei einem seriösen Gewinnspiel müssen sich diese Elemente klar wiederfinden lassen.

Romace Scam Betrug – oder sogenannte Heiratsschwindler (Vorschussbetrug)

Sogenannte Betrüger haben es hierbei auf die Zielgruppe der weiblichen Nutzerprofile abgesehen.

Dabei wird der Kontakt meist über den Facebook Messenger hergestellt. In der modernen Internetsprache wird dies auch meist als Scamming bezeichnet. In Deutschland sowie Österreich ist dies meist als Vorschussbetrug bekannt.

Hierbei wird an die Güte des Menschen, vorzugsweise Frauen, appelliert. Die große Liebe wird hierbei versprochen, allerdings ist diese mit einem sehr hohen emotionalen Stress verbunden. Das Ziel ist dabei nur eines – der Liebsten das Geld förmlich aus der Tasche zu ziehen. Dabei werden die Opfer zu Beginn vor allem mit viel Aufmerksamkeit. Liebenswürdigkeiten und sonstigen charmant wirkenden Maschen entsprechend heiß gemacht. Sobald die sogenannten Scammer hier eine Freundschaft bzw. potentielle Liebesbeziehung entsprechend etabliert haben, gehen sie einen wichtigen Schritt weiter. Sie geben dann nämlich vor, einen Geldbetrag für bestimmte Dinge zu benötigen. Dabei handelt es sich im Regelfall um emotionale Dinge wie eine Operation, gestohlene Koffer und / oder Pässe oder auch unbezahlten Lohn. Hierdurch haben sie meist sehr gute Chancen um von der virtuellen Partnerin das Geld auch zu bekommen, da die emotionale Bindung bereits besteht.

Falsche Identität ist ebenfalls eine sehr häufig genutzte Masche. Dabei gibt sich der Scammer beispielsweise als amerikanischer Soldat im Auslandseinsatz aus. Hierdurch gibt er vor, dass er dadurch nicht an sein privates Geld kommen kann. Das Opfer soll dann mit dem Versprechen geködert werden, es bekäme das Geld so schnell wie möglich zurück. Dabei geht es vor allem meist um Überweisungen im Rahmen via Moneygram oder Western Union. Das besonders schlimme an dieser Methode ist, dass hierfür meist sogar auch Telefonate mit dem Opfer geführt werden, damit die persönliche Bindung noch stärker erreicht wird. Dabei wird sowohl Skype sowie ein Prepaid Handy als Mittel verwendet. Bei solchen Prepaidhandys kann später auch nicht mehr nachvollzogen werden, wer der Inhaber war bzw. ist.

Wie kann ich mich schützen?

Du solltest niemals jemandem Geld überweisen, den du noch nie persönlich zuvor kennengelernt oder auch gesehen hast. Dazu sind Bekanntschaften aus dem Internet, die nach einiger Zeit nach Geld fragen, generell immer als merkwürdig einzustufen. Hier solltest du sehr vorsichtig sein. Das Bauchgefühl ist auch hier von Anfang an ein sehr guter Ratgeber, den man nirgendwo sonst erwerben kann.

Kreditspammer

Kreditspammer sind häufig auch auf Facebook zu finden

Mit teils vermeintlich dubiosen Statusbeiträgen sowie Angeboten locken sie ihre Nutzer schnell in eine Falle. Dabei handelt es sich vor allem meist um solche Nutzer, die gerade in einer finanziell schwierigen Lage sind. Hierbei gehen die Betrüger wie folgt vor: Sie hinterlassen auf Profilen oder in Gruppen bzw. auf Seiten immer wieder Beiträge und Kommentare, die wie folgt lauten:

 

Bewerben Sie sich für einen schnellen und bequemen Kredit, um Rechnungen zu bezahlen, Xmas-Darlehen, Hypothekendarlehen, Konsolidierungsdarlehen und zur Gründung eines neuen Geschäfts oder Refinanzieren Sie Ihre Projekte zu einem günstigen Zinssatz von 3%. Machen Kontaktieren Sie uns noch heute über: Enduranceloanfirm9@gmail.com mit Kreditbetrag benötigt.”

Dabei richten sich diese Angebote vor allem an Nutzer, die von der Hausbank keinen Kredit mehr bekommen. Die Profile geben dabei an, dass sie ein eigenes Kapital besitzen und somit Privatkredite vergeben können. Dies soll zu einem sehr lukrativen Zinssatz geschehen und eine sehr gute Laufzeit besitzen. Dabei handelt es sich bei dieser Masche, ähnlich wie bei der Datingmasche, um einen sogenannten Vorschussbetrug.

Wenn ein Nutzer hierauf reagiert, werden von ihm schnell die persönlichen Daten wie Ausweisnummer, persönliche Daten sowie eine Kopie des Passes verlangt. Dabei geht es dem Ersteller der Kreditangebote nicht um die Vermittlung von günstigen Krediten, sondern darum die Notlage der Person noch weiter auszunutzen. Dabei entstehen nämlich weitere Kosten wie beispielsweise Bonitätsauskunftskosten. Passt man hier nicht auf, ist man schnell an Verträge gebunden, die eine gewisse Laufzeit besitzen und man nicht mehr so schnell herauskommt. In einem Fall ging es dabei um einen Kredit in Höhe von 1900 EUR. Hier sollte der Nutzer zunächst einmal vorab 180 EUR überweisen.

Diese 180 EUR sollten als Bearbeitungsgebühr verstanden werden. Das Problem hierbei ist, dass gerade Menschen in einer Notsituation den Betrug nicht direkt erkennen können oder möchten. So bezahlen sie die 180 EUR dann einfach freiwillig. Wer einen Kredit benötigt sollte daher immer zunächst seine Hausbank aufsuchen und hier um einen Kredit fragen. Sollte diese den Kredit verweigern, erhält man im Normalfall auch bei keiner anderen Bank einen Kredit. Dabei erhält man dann auch erst recht kein Darlehen irgendwo über Facebook.

Wie kann ich diese Problematik umgehen?

Hier ist wieder einmal dein Bauchgefühl gefragt. Bei dubiosen Angeboten von Krediten – immer auf der Hut sein. Bei Facebook kannst du zudem meist in solchen Fällen sicher sein, dass sich hier Betrüger dahinter tummeln. Du solltest Unbekannten zudem, niemals deine persönlichen Daten weitergeben. Dies klingt zwar logisch, allerdings gibt es noch immer eine Menge Nutzer, die nicht so denken.

Falsche Facebook Security droht mit Sperrung des Facebook Kontos

Bei dieser Betrugsmasche stellen sich Internetbetrüger als falsche Facebook Security aus und erstellen Seiten bzw. Profile dazu.

So wird bei dieser Masche in einem Beitrag, in dem man markiert wurde, darauf hingewiesen, dass man die Facebook Richtlinien angeblich nicht beachtet habe. Dem Nutzer wird daraufhin in einer persönlichen Nachricht mit der Blockade bzw. Sperre des Kontos gedroht.

Dabei haben dann viele Nutzer schnell die Angst, dass sie gesperrt werden und lassen sich durch die sogenannte Facebook Security schnell verunsichern. Die Facebook Security hat nämlich in dem Beitrag bzw. in der Nachricht auch darauf hingewiesen, dass man der Sperre entgehen kann, indem man einem bestimmten Link folgt. Hierdurch soll man dann sein Konto bestätigen und kann so einer Sperre entgehen. So landet man dann nachdem man dem Link gefolgt ist auf einem Facebook Loginformular, wo die persönlichen Daten eingegeben werden sollen.

Rein aus Angst bestätigen dann sehr viele Facebook Nutzer schnell ihre Daten und geben diese in das Formular ein. Wenn die Daten dann einmal eingegeben wurden, landen diese dann direkt und schnell bei den Betrügern. Das Profil ist dann sehr wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit dicht und wird von den Betrügern gekapert. Wenn du dazu auch noch Admin diverser Seiten und Gruppen bist, dürften diese ebenfalls schnell mit in die Hände der Betrüger fallen.

Wie kann ich mich hier schützen?

Es gibt zwar eine offizielle „Facebook Security“. Allerdings würde dich diese Abteilung niemals direkt kontaktieren bzw. in einem Beitrag markieren. Sie würden dich auch nicht auf einen Regelverstoß hinweisen oder ähnliches. Die nachgebauten Accounts haben zudem auch häufig bestimmt Sonderzeichen im Namen, weshalb dies schon sehr befremdlich ist. Wer also solche fremdartigen Namen wie beispielweise „Fâcebøøĸ Séƈurîƚy“ vorfinden sollte, der muss direkt auf der Hut sein. Die Betrüger verwenden diese Zeichen, damit sie nicht von der Facebook Suche gefunden werden können. Hierbei handelt es sich also im Regelfall um eine Nachricht von Betrügern. Dazu sollte man so ein Profil bzw. solche Seiten direkt über den entsprechenden Button bei Facebook melden.

Events und Veranstaltungen ohne jeglichen Realitätsbezug

Ein weiteres, spannendes Thema, sind die Events und Veranstaltungen bei Facebook, die gar nicht bekannt sind.

Solche Events sind immer recht allgemein gehalten und beinhalten häufig Veranstaltungen, die durch einen Freund direkt auf der Startseite geteilt werden. Dubios ist bei diesen Veranstaltungen allerdings, dass bei diesen kein genauer Veranstaltungsort angegeben ist. So gibt es einige Facebookseiten, die immer wieder solche Events erstellen. Diese werden dann immer von hunderten Nutzern angezogen.

So beginnt dies häufig beispielsweise bei einem „Kebab Festival“ und geht hin bis zu diversen Angeboten wie „Grillen und Chillen“ Events. Auch werden Events wie beispielsweise „1. Stadtname Sushi Festival“ oder ähnliches erstellt. Die Teinehmer werden jedoch immer enttäuscht sein, denn die meisten dieser Events wird es nicht geben. Bei genauem Hinschauen zeigt sich hierbei auch schnell die Marketingmasche dahinter, denn es geht auch hierbei natürlich um Geld.

Diese beliebigen Events haben alle bestimmte Gemeinsamkeiten. So ist die Nennung von Städtenamen auf den Facebookseiten häufig der Fall. Meist geht es dabei auch um Großstädte wie Köln, Frankfurt, Hamburg oder auch Wien. Dabei gibt es kaum eine größere Stadt, die nicht einmal genannt wurde. Dazu gehört zu jeder dieser größeren Seiten mindestens ein Event. Die Events tragen im Titel auch zumeist den Städtenamen.

Häufig handelt es sich bei diesen Events um kulinarische Events. Dabei ist es egal ob es um Kebab, Grillen oder Sushi geht. Der Eventname wird hierbei meist in Verbindung mit einem „relaxten“ Erscheinungsbild beworben. Dies soll so einen gewissen Lifestyle ausdrücken, der damit in Verbindung steht. Die geografische Nähe der Nutzer veranlasst diese dann häufig dazu, hier eine Zusage zu hinterlassen Mit dieser Masche kommen Betrüger so schnell mal an über 10.000 interessierte Nutzer, die dann eine Zusage erteilen. Durch die hohe Teilnahme und Nutzerinteraktion werden dann auch viele andere Freunde und Bekannte der Nutzer über die Facebook Timeline darauf aufmerksam.

Als Beispiel können wir hier einmal das Event mit dem Namen 1. Kölner Sushi Festival nehmen. Zum einen findet sich dies auf einer Facebookseite mit dem Namen Köln 0221 wieder. Diese Seite hat wiederum Events erstellt. Für dieses zuvor genannte Event interessieren sich nun rund 29.000 Nutzer und 2400 davon nehmen dran teil. Das ist so weit und so gut. Allerdings fällt dabei nur wenigen der Nutzer auf, dass es hierbei keinen genauen Veranstaltungsort gibt Wo ist das Event denn nun? Wo findet es statt? Es gibt zwar ein Datum, Samstag 09.September 2017, allerdings nur die Stadt als Austragungsort. Dennoch nehmen tausende Nutzer ahnungslos daran teil ohne dies zu hinterfragen.

Der Veranstalter schreibt hierzu meist, dass der genaue Ort noch bekanntgegeben wird. Wenn die Facebookseite, in dem Fall Köln 0221, dann irgendwann genügend Facebookfans gesammelt, wird es spannend. So hat man dann als Seitenbetreiber von 0 auf 100 einen großen Interessentenstamm an der sprichwörtlichen Angel. Das ist auch als zielgruppenorientiertes Marketing zu verstehen, da es sich um eine Einladung handelte. Für die Seitenbetreiber ist das Erstellen einer solchen Einladung recht einfach. Um an die Nutzerdaten zu kommen ist es ebenfalls recht einfach gehalten. So kann man als Seitenbetreiber über die Schaltfläche der interessierten bzw. zugesagten Nutzer recht gut an die Nutzer kommen. So kann man über eine Schaltfläche dann auch gezielt die Nutzer als Fan für die eigene Seite bekommen, da man diese miteinander verknüpfen und diese dazu einladen kann.

Die Einladung, die Seite zu liken, bekommen dann die Nutzer angezeigt, die sich für das Event interessieren bzw. zugesagt haben. So wird aus einem Interessenten ein neuer Fan einer Facebookseite. Diese Facebookseite wird dann mit genügenden Fans als fertiges Produkt an Unternehmen verkauft, die dies als Marketingkanal nutzen wollen.

Wie kann ich dies hierbei umgehen?

Bei solchen tollen Events solltest du immer darauf achten, ob hierbei auch ein genauer Veranstaltungsort angegeben wurde. Zwar wollen Betrüger bei dieser Masche nicht unbedingt deine persönlichen Daten, allerdings kannst du dadurch auf einmal Fan von Seiten werden, denen du eigentlich gar nicht folgen möchtest. Aus dem Grund geht es auch hier wieder nur um das Sammeln von Daten, in dem Fall um deine persönlichen Daten.