Ein entscheidendes Gerichtsurteil

Der Kurier berichtet über mehrere Fälle von Betrug bei der Onlineplattform für Tickets viagogo . Bisher war die Identität der Verkäufer geheim. Ein Gerichtsurteil soll nun die gerichtliche Verfolgung bei Wucher und Betrug ermöglichen.

Bei der Schweizer Onlineplattform für Tickets Viagogo müssen künftig in Österreich die Verkäufer offengelegt werden. Außerdem müssen noch weitere Details zu den angebotenen Tickets geliefert werden. Das Landesgericht Linz hat dies nun in erster Instanz entschieden. Bisher ist das Urteil jedoch noch nicht rechtskräftig. Der Anwalt Johannes Hintermayr hatte hier die Klage eingebracht.

Quelle:   https://kurier.at/chronik/oesterreich/ticketplattform-viagogo-muss-verkaeufer-offenlegen/400536763

Ticketplattform Viagogo muss Verkäufer offenlegen

Das Prinzip von der Plattform viagogo ist sehr einfach. So können private Käufer von diversen Tickets von Veranstaltungen wie Konzerten, Theater-, Musical oder Opern- Aufführungen ihre privaten Tickets über diese Plattform weiterverkaufen. Dabei werden die Karten jedoch meist zu sehr stark überhöhten Preisen angeboten. Als Beispiel wurde hier das Kabarettisten-Duo Monika Gruber und Viktor Gernot behandelt, was dann auch letztlich zum Urteil führte.

100 statt nur 25 EUR verlangt

Ein Ticket für die Show von den beiden Kabarettisten kostete im Jahr 2017 nur 25 EUR. Kaufen konnte man dies direkt über deren Homepage. Über die Plattform viagogo.at wurden die Karten jedoch für mehr als 100 EUR je Stück angeboten und verkauft. Die Künstler wie auch die Veranstaltungsagentur Stage OG wollten dies nicht so einfach hinnehmen und zogen daraufhin mit dem Anwalt Hintermayr gegen den Online Marktplatz vor Gericht. Sie konnten bereits im vergangenen Jahr einen kleinen Teilerfolg erzielen, denn gemäß eines Versäumungsurteils darf viagogo.at keine Tickets dieser Künstler mehr in Österreich vertreiben. So hatte das Unternehmen viagogo nämlich innerhalb der Frist von vier Wochen keine Klagebeantwortung hierfür eingebracht.

Klage gegen Plattform viagogo: Großer Erfolg gegen die Ticketplattform

Der Anwalt Hintermayr kann den weiteren Etappensieg feiern. Dieser dürfte weitreichende Folgen haben, denn bisher musste viagogo seine Verkäufer nicht offenlegen. Aus dem Grund kam es sehr oft zu einer missbräuchlichen Nutzung des Marktplatzes. So wurden beispielsweise Karten verkauft, die gar nicht vorhanden waren oder die letztlich doppelt belegt waren, da der eigentliche Inhaber diese bereits schon mal verkauft hatte.

Genau gegen diese Vergehen klagte dann der Anwalt Hintermayr und gewann den Fall schließlich auch vor dem Linzer Landgericht. So muss die Onlineplattform viagogo nun diese Verkäufer nennen, es sei denn, viagogo beruft sich gegen das Urteil. Tun Sie dies nicht, kann auch gegen die Plattform selbst gerichtlich vorgegangen werden.

Mehr Informationen zu den verkauften Tickets

Das urteil wird auch Folgen für weitere und zukünftige Tickets haben. Bisher mussten die Käufer den tatsächlichen Preis der Eintrittskarten nicht angeben. Dies soll sich auch in Zukunft ändern, damit sichergestellt werden kann, dass Käufer nicht in die Irre getrieben werden. Der Käufer soll wissen, was er kauft und vor allem auch welche Tickets, wie der Anwalt hierbei erklärt.

Ticket Plattform viagogo gerät unter Druck

Gegen das in der Schweiz ansässige Unternehmen viagogo wird derzeit in mehreren Ländern vorgegangen. Beispielsweise auch in Deutschland, wie Anwalt Hintermayr erklärt. Angeblich stehe er in Kontakt mit der Verbraucherzentrale in Bayern. Diese haben es bisher schon geschafft, dass die Plattform ihre Verkäufer offenlegen muss. Gegen die irreführenden Angaben bei den Tickets konnte man hier bisher noch nichts erreichen. Mit dem Urteil aus Linz dürfte sich dies aber auch bald noch ändern.

So geht Hintermayr davon aus, dass auch dieses Urteil noch weitere Verhandlungen nach sich ziehen wird und das nicht nur in Deutschland. Viele weitere Länder dürften hierbei folgen. So geht der Anwalt in Österreich davon aus, dass es möglicherweise auch einige Klagen von Geschädigten geben wird. Diese werden ihr Geld zurückfordern und die Identität der Verkäufer herausfinden, damit diese eine Klage einreichen können.

Es regt sich Widerstand gegen die umstrittene Plattform

Unternehmen

Der Sitz der Firma ist in Genf in der Schweiz. Die Seite viagogo.com ist dagegen im US Steuerparadies Delaware registriert.

Geschäftspraktiken

Dem Unternehmen wird eine Täuschung der Verbraucher vorgeworfen. Dabei vermittele es den Eindruck von einer offiziellen Verkaufsseite für Tickets. Allerdings werden dort auch mitunter diverse Fake Tickets angeboten. So behält sich viagogo auch das Recht vor, die Ersatztickets nach eigenem Ermessen für andere Tage auszuwählen. So wächst der Widerstand und in vielen anderen Ländern wurde ein Verfahren angestrebt, wie beispielsweise in Deutschland und auch Italien.

 

Für den KURIER war das Unternehmen bisher nicht zu erreichen. Sobald es eine Stellungnahme hierzu gibt, wird der Artikel entsprechend aktualisiert.

Rückblick: Ticket-Plattform viagogo steht unter Druck

Der Kurier hat schon über Problem mit dieser Plattform berichtet. AKNÖ prangert derzeit die Vermittlung von ungültigen Tickets an – die Veranstalter wollen endlich durchgreifen

Das Spiel von Red Bull Salzburg gegen SSC Napoli findet in einer ausverkauften Red Bull Arena statt. Dabei sollte es ein besonderes Geburtstagsgeschenk werden, welches Johann B. aus dem Bezirk Krems seinem Sohn machen wollte. Ganz kurz vor dem Spiel konnte er sich noch für stattliche 700 EUR zwei Tickets über die Plattform viagogo.at kaufen.

Das böse Erwachen kam jedoch, als er die beiden Tickets in den Händen hielt. So waren diese auf den Namen einer fremden Frau personalisiert worden und somit nicht mehr zu gebrauchen. Mit beiden Tickets gab es somit keinen Zutritt ins Stadion. So wandte sich B. an die nö. Arbeiterkammer (AKNÖ) und versuchte das Geld von viagogo zurückzufordern. Dies gelang auch ausnahmsweise, wie es von Seiten viagogos hieß.

Das Konzept hinter der Plattform von viagogo ist recht simpel gehalten. So werden hierbei ganz regulär gekaufte Tickets von Privatleuten weiterverkauft. Dabei behält sowohl die Plattform sowohl vom Käufer als auch Verkäufer eine entsprechende Verkaufsprovision ein. Die Höhe der Gebühren ist erst am Ende der Bestellung ersichtlich. Eine Garantie über die Gültigkeit der gekauften Karten gibt es nicht.

 

Auch kann man vorab nicht sehen, wie hoch der Originalpreis der Tickets war, denn das sehen die Käufer erst bei Erhalt der Tickets. Käufer werden zudem häufig mit dem Hinweis „nur noch wenige Tickets verfügbar“ auf der Webseite unter Druck gesetzt. So gab es alleine in den vergangenen Wochen bei der AKNÖ mehrere Dutzend Beschwerden über die Plattform, wie der Präsident der AKNÖ, Markus Wieser, offiziell berichtet. So seien in der jüngsten Vergangenheit dort immer öfter personalisierte Tickets verkauft worden. Diese sind für weitere Käufer unbrauchbar und vom Veranstalter extra so verkauft worden, damit der Weiterverkauf auf dem Schwarzmarkt eingedämmt werden kann. Somit müssen Käufer damit rechnen, dass Ihnen bei der Veranstaltung der Einlass trotz gültiger Tickets verwehrt wird.

In so einem Fall raten wir den betroffenen Konsumenten sich direkt mit viagogo in Verbindung zu setzen. Hier sollte direkt eine Rückerstattung des Kaufpreises angefordert werden, wie die AKNÖ klar angibt. Laut Wieser sei es teilweise sehr problematisch, dass die Plattform bei der Google Suche nach Tickets oftmals als erstes Ergebnis angezeigt wird.

Festspiel-Sperre

Der Widerstand gegen die Praktiken der Plattform wächst enorm. Der kaufmännische Direktor der Salzburger Festspiele kündigte nach den Wucherpreisen für die „Salome“ Tickets ebenfalls Maßnahmen an. So kündigte er an, jene Ticket Käufer zu sperren, die die Karten missbräuchlich weiterveräußern würden. Dies gelte auch für heuer, denn sie können im Einzelfall herausfinden, wer die Tickets weiterverkauft hat, wie es aus Crepaz Büro heißt. So drohe diesen Personen dann eine lebenslange Festspielsperre.

Festspiele und Fußball – Kampf gegen den Ticket Wucherpreis

Derzeit werden Karten für die schon ausverkaufte Oper „Idomene“ auf viagogo für mehr als 1000 EUR angeboten. Der Festspielpreis beträgt zwischen 20 – 440 EUR. In letzter Zeit haben sich die Veranstalter in Deutschland zusammengeschlossen, damit sie gegen den Ticketwucher vorgehen können, wie es bei den Festspielen heißt.

So könnte es für viagogo sehr eng werden, denn die Klagen häufen sich derzeit. So kämpft der Linzer Anwalt Johannes Hintermayr hier an vorderster Front für das Recht seiner Mandanten. So vertritt er die Kabarettisten Monika Gruber und Viktor Gernot. Diese haben nach den Wucherpreisen auf der Plattform den Verkauf dieser Tickets dort untersagen lassen. Das Verfahren läuft derzeit noch.

Klage gegen viagogo – Erfolg gegen die Plattform

Viagogo haftet, davon bin ich überzeugt. Diese Handlungsweise bedeutet einen Schwarzmarkt für Tickets, der auch in Österreich läuft, ohne das hier eine Berechtigung für ein Gewerbe im Kartenbereich vorliegt, wie Hintermayr meint. Er meint ebenfalls, dass es immer schlimmer werden würde, da viagogo garantieren würde, dass die Tickets „sicher wären“ und Käufer bei Problemen auch ihr Geld zurückerhalten würden. Dies wäre in der Praxis jedoch nicht so, denn die Verkäufer der Plattform werden hierbei nicht offengelegt.

Warten auf das Gerichtsurteil

Die Garantie ist hierbei nichts wert, wie Hintermayr klar benennt. So führt der Anwalt auch in Wels einen Prozess gegen die Handelsplattform. In dem Verfahren des Wettbewerbschutzverbands (WSV), der nach einem Entscheid des Obersten Gerichtshofs in Linz stattgefunden hat, wartet er nun auf das entsprechende Urteil.

Der AKNÖ Chef Wieser rät dazu, die Anbieter vor dem Ticketverkauf zu vergleichen und sich dabei auch nicht unter Druck setzen zu lassen.

Für den KURIER war die Plattform viagogo vorerst nicht zu erreichen.

Umstrittener Vermittler

Europaweit wird dem Online-Marktplatz viagogo Verbrauchertäuschung vorgeworfen. So vermittle er den Eindruck einer offiziellen Verkaufsseite für Karten. Allerdings werden dort auch mitunter Fake Tickets angeboten, die es so gar nicht gibt. Viagogo behält sich zudem auch noch vor, die Ersatztickets nach dem eigenen Ermessen beispielsweise für andere Tage auszuwählen. So wurden in ganz Europa zuletzt mehrere Klagen angestrengt.

Klage gegen viagogo: Erfolg gegen die Ticketplattform

Nach der Klage gegen die Plattform darf diese keine Tickets der Kabarettisten Monika Gruber und Viktor Gernot mehr anbieten, darüber berichtet auch der Kurier.

Ein Ticket für die Show der Kabarettisten Monika Gruber und Viktor Gernot kostet 25 EUR. Ganz einfach buchbar über deren Homepage. Über die Schweizer Plattform viagogo.at kostete so eine Karte dann jedoch rund 100 EUR. Diese wollten die Künstler sowie die Veranstaltungsagentur Stage OG nicht so einfach hinnehmen und zogen gegen den immer mehr in Verruf geratenen Marktplatz viagogo vor Gericht. Dies auch mit Erfolg, wie man derzeit sehen kann.

Aufgrund eines Versäumungsurteils vom Landgericht in Linz darf die Plattform viagogo.at nun in Österreich keine Tickets für Veranstaltungen der Künstler mehr anbieten. So hatte viagogo innerhalb der Frist von vier Wochen keine Klagebeantwortung abgegeben. Das Urteil, welches noch nicht rechtskräftig ist, wird dem Anbieter aus der Schweiz derzeit zugestellt. Bisher gibt es noch keine Bestätigung, wie der Anwalt Hintermayr der Kabarettisten erklärt. Dies wäre aber nur eine Frage von ein paar Tagen, weshalb man hier gespannt sein darf. Die Plattform müsse zudem auch jene Kabarettfans entschädigen, die überteuerte Karten in den letzten Jahren gekauft haben. Das Unternehmen viagogo wird zudem auch noch die Prozesskosten übernehmen müssen. Wenn dies alles nicht geschehen sollte, überlegt Hintermayr die Verwertung der Domain viagogo.at zu beantragen.

Das Konzept im Rahmen der Plattform ist sehr simpel. So können regulär gekaufte Tickets von Privatleuten dort eingestellt und angeboten werden. Dabei behält die Plattform sowohl vom Käufer als auch vom Verkäufer eine Provision ein. Wie hoch diese Gebühren sind, sieht der Käufer erst am Endes des Bestellvorgangs. Auch gibt es keine Garantie darüber, dass diese Karten auch gültig sind.

Ein Schwarzmarkt

So hat sich der Anwalt auch auf Fälle von unlauterem Wettbewerb spezialisiert und ist dabei auch überzeugt davon, dass viagogo hier haften muss. Diese Handlungsweise ist ein Schwarzmarkt für Tickets. Dieser wird auch in Österreich betrieben und dies ohne eine Gewerbeberechtigung für ein Kartenbüro zu besitzen. So brachte er beim Wettbewerbsschutzverband (WSV) hier eine entsprechende Klage ein. Das Verfahren wurde zunächst zurückgewiesen, weshalb es derzeit beim Oberlandesgericht liegt. So will Hintermayr erreichen, dass die Verkäufer, die sehr oft falsche Identitäten haben, belangt werden können. Dabei handelt es sich in seinen Augen nämlich um Sachwucher, wovon der Anwalt überzeugt ist.

So warnen Konsumentenschützer schon seit einiger Zeit vor der Plattform viagogo. Der Widerstand gegen die Plattform wird derzeit auch immer stärker. Der Veranstalter der Ed-Sheeran Europatournee hatte hierbei auch personalisierte Tickets verlangt. Das gab dann für viele Personen, die Tickets über viagogo gekauft hatten, ein buchstäblich böses Erwachen. Die Fifa hatte zuletzt auch Strafanzeige gestellt. Die Salzburger Festspiele prüfen auch rechtliche Schritte, wie der KURIER bereits berichtet hatte. So sind die Karten für das „Salome“ Festival um mehr als den zehnfachen Preis angeboten worden.

Widerstand gegen die umstrittene Plattform

Das Unternehmen

Der Sitz des Unternehmens ist in der Schweiz – besser gesagt in Genf. Die Seite viagogo.com ist im Steuerparadies in den USA, Delawara, registriert.

Geschäftspraktiken

Dem Unternehmen wird häufig die Täuschung von Verbrauchern vorgeworfen. So vermittele es angeblich den Eindruck einer offiziellen Kartenverkaufsseite, allerdings werden hier auch sehr viele Fake Tickets angeboten. So behält sich viagogo auch vor, die Ersatztickets nach eigenem Ermessen für andere Tage auszuwählen, wenn keine mehr verfügbar sind. Der Widerstand wächst in sehr vielen Ländern, weshalb derzeit unter anderem Verfahren in Deutschland und Italien angestrebt werden.

Ticketbetrug bereits im Januar 2019? Verbraucherschützer warnen vor viagogo

Ungültige Eintrittskarten, falsche Sitzplätze und all dies für immens hohe Preise. Die Kunden, die auf viagogo Tickets erworben haben, fallen vermehrt auf diese herein. So müssen sich die Betreiber der Plattform bald vor Gericht dafür verantworten. Darüber berichtet der Bayerischer Rundfunk

So wollte Manfred Laux eigentlich nur mit seinem Enkel einmal in den Zirkus gehen. So sollte dies ein schöner Familienausflug werden. Am Ende ist Laux sehr viel Geld losgeworden und fühlt sich von der Plattform viagogo betrogen.

Wenn man im Internet nach Konzertkarten oder Veranstaltungen sucht, findet man sehr häufig viagogo auf den ersten Plätzen der Suchmaschine Google. Konzerte, Fußballereignisse oder eben auch Zirkus – auf der Plattform finden sich Tickets für nahezu alle möglichen Events. Alles scheint auch sehr seriös zu sein.

Dies dachte sich auch Manfred Laux und bestellte somit 3 Karten für eine Vorstellung im berühmten Zirkus in München. Nach der Onlinezahlung kam bereits der erste Schock. Für die drei Plätze zahlt er online 251 EUR – also rund 84 EUR pro Zirkuskarte.

Böse Überraschung – Lieferung von viagogo mit Billigtickets

Die Tickets kamen dann wenige Tage später auch per Post an. Dann folgte sogleich auch der große Ärger, denn auf den Karten stand „unnummeriert“, also nicht in einer Reihe. Dies hatte Laux jedoch online extra angeklickt. Außerdem stand ein Preis von 19 EUR auf der Karte, was der billigsten Kategorie entsprach. So hatte Laux hier mehr als das Vierfache für das Ticket bezahlt.

Laux realisierte dies dann und war sichtlich erbost darüber. Wenn man dann realisiert, dass man auf einmal mehr als das Vierfache bezahlt hat, dann ist man schon stinksauer, wie Laux später angibt.

So scheint diese Masche aber System bei viagogo zu haben. Die Beschwerden von Kunden häufen sich derzeit aufgrund irrsinniger Preise für Konzerte, wo dann nochmal Vermittlungsgebühren draufkommen. So werden die Karten auch für Veranstaltungen verkauft, die es gar nicht gibt. Dies gibt die Verbraucherzentrale aus Bayern auf ihrer Internetseite bekannt. Statt der bestellten Tickets kommen dann häufig nur Karten für andere Tage oder gar andere Plätze.

Seriöser Eindruck durch viagogo

Die Plattform viagogo sieht auf den ersten Blick sehr seriös aus und dazu wie eine herkömmliche Vorverkaufsstelle. Doch das ist sie bei weitem nicht, denn sie ist lediglich ein Vermittler zwischen privaten Käufern und Verkäufern. Somit ist viagogo eine Art Marktplatz und das Risiko, dass die Tickets nicht oder zu spät geliefert werden, trägt der Kunde selbst.

So fordern Verbraucherschützer schon seit längerem, dass viagogo mehr Transparenz bei Preisen und Gebühren zeigen muss. Sie kritisieren dazu auch noch den Kaufdruck, der den Kunden beim Besuch der Plattform vermittelt wird.

Der Druck, der hierbei ausgeübt wird, nennt sich Pressure Selling. So wird immer wieder darauf hingewiesen, dass sich so und so viele gerade das Produkt ansehen und nur noch wenig Kontingent verfügbar ist. Dies treibt den Verbraucher oft dazu, dass er unvorsichtiger und weniger aufmerksam wird. Dies gab Tatjana Halm aus der Verbraucherzentrale in Bayern bekannt.

Wir bitten derzeit die Schweizer Firma viagogo um Stellungnahme und konfrontieren Sie mit den Vorwürfen. Bisher haben wir hierzu keine Antwort erhalten.

Verbraucherschützer verklagen die Plattform viagogo

Die Verbraucherzentrale rät klar allen Fans zur Vorsicht, die auf der Suche nach dem nächsten Konzert sind. Wer sichergehen will, der kauft nur bei den offiziellen Verkaufsstellen der Anbieter.

So gibt es auf der Homepage der Künstler und der Vereine häufig Hinweise darüber, wo die offiziellen Verkaufsstellen sind und an diese sollte man sich auch nur wenden, wie Tatjana Halm aus der Verbraucherzentrale in Bayern nochmal bekanntgab.

 

Die Verbraucherzentrale in Bayern kritisiert hierbei die Plattform viagogo als zu intransparent, zu teuer und zu unsicher. Sie verklagte die Ticketbörse deshalb auch im vergangenen Jahr und forderte die Plattform auf, die Preise klar aufzuschlüsseln und die Kunden zudem ausreichend über die anfallenden Gebühren zu informieren. Wie es dann mit viagogo in Deutschland weitergeht, wird nun vor Gericht geklärt werden müssen. So beginnt Ende März der Prozess gegen viagogo vor dem Landgericht in München.

Hier sind seriöse Ticketportale aufgelistet.

Eventim

Das größte und bekannteste Ticketportal. Ob Konzerte, Theater, Musical oder Comedy – Eventim ist immer erste Wahl. Keine Second-Hand-Tickets, deshalb für große und schnell ausverkaufte (Sport-)Events nur bedingt geeignet.

Ticketonline

Übersichtliches Portal, mit gleichermaßen Erst- wie Zweittickets. Längst nicht das Überangebot wie beispielsweise bei Eventim. Teilweise völlig überzogene Preise bei Top-Events.

Ticketmaster / Kartenhaus

Regional angehauchtes Portal, das seine Stärken eher in kleineren Sportarten wie Tennis oder Rugby ausspielen kann und auch in punkto Musik und Comedy etwas bieten kann. Die „Tickets finden“-Funktion ist jedoch etwas umständlich (mit Captcha-Abfrage), und die Ladezeiten könnten auch besser sein.

Karten.de

Unübersichtlicher Mix aus Kartenbestellformular, Hotline-Werbung, Sport-Infodienst und Online-Reisebüro für Rundum-Sorglos-Paketangebote. Macht schon allein wegen des Designs keinen wirklich seriösen Eindruck.

Getgo

Die Schwerpunkte liegen hier auf Musik und Kultur. Übersichtliche Benutzerführung, moderate First-Hand-Preise.

Worldticketshop

Seitendesign billig, dafür Ticketpreise auf hohem Niveau. Nur was für Experimentierer!

Fansale

Hier verkaufen Fans für Fans zu moderaten Preisen. Obwohl die Plattform teils auf dem Auktion-Prinzip beruht, lässt sich gerade im sportlichen Bereich das eine oder andere Schnäppchen (sofern man im Second-Hand-Markt überhaupt davon reden kann) schlagen.

Soldout

Die Technik hinter der Seite lässt schon einmal zu wünschen übrig: Suchleiste und Menüführung sind nur etwas für echte Profis… Dennoch hat die Plattform ein schlagendes Argument auf ihrer Seite: Second-Hand-Tickets für ausverkaufte Top-Veranstaltungen kosten hier meist nur knapp mehr als das Doppelte vom Originalpreis – dazu entfallen jegliche horrende Bearbeitungsgebühren. Deshalb: Klarer Geheimtipp!

Musicals.com

Eine reine Subsite des merkwürdigen Angebots karten.de, auf der es nur Musicals zu kaufen gibt. Dafür bietet sie anders als die „Mutter“ mehr Übersicht.