Einen Betrugsfall im eigenen Haus hat das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ aufgedeckt

In großem Umfang habe ein Redakteur seine eigenen Geschichten gefälscht und Protagonisten erfunden das berichtet N-tv, so heißt es am Mittwoch in einem auf Spiegel Online veröffentlichten Bericht.

Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-spiegel-legt-betrug-im-eigenen-haus-offen-a-1244579.html

Betrug beim Spiegel

Der Fall war nach internen Recherchen aufgeflogen

Nach internen Hinweisen und eigenen Recherchen sei der Fall aufgedeckt worden. Laut „Spiegel“ hat der Redakteur die Vorwürfe eingeräumt. Sein Büro habe er am Sonntag ausgeräumt und am Montag seinen Vertrag gekündigt.

Als freier Mitarbeiter angefangen

Erst als freier Mitarbeiter schrieb der Journalist für den „Spiegel“. Fest angestellt war er seit anderthalb Jahren als Redakteur. Dem „Spiegel“ zufolge Seit 2011 sind von ihm knapp 60 Texte im Heft und bei Spiegel Online erschienen. Nach einem im November 2018 veröffentlichten Text habe es erste Verdachtsmomente gegeben. In mehreren Fällen habe der Journalist eingeräumt, Fakten verzerrt oder Geschichten erfunden zu haben. Mindestens sind 14 Geschichten betroffen und zumindest in Teilen gefälscht, seinen eigenen Angaben zufolge.

Der Spiegel geht dem Fall auf den Grund um die Ursache zu finden

Eine Kommission will die Leitung des „Spiegel“ aus internen und externen Experten einsetzen. Hinweisen auf Fälschungen sollen sie nachgehen. Öffentlich sollen die Ergebnisse dokumentiert werden. Bei „Spiegel“-Online heißt es: „Der Fall erschüttert das Selbstverständnis des SPIEGEL. Deshalb werde eine unabhängige Kommission von Geschäftsführung und Chefredaktion einsetzen eingesetzt, die die Vorgänge untersuchen und das Ausmaß eines systematischen Versagens analysieren wird.“ Es muss herausgefunden werden, wieso und warum der Mitarbeiter die Texte gefälscht hat und unter welchen Umständen er stand