Wenn es darum geht, anderen Menschen etwas Erspartes zu stehlen, sind Betrüger meist sehr kreativ.

Dabei greifen sie auf sehr wilde Tricks zurück, scheuen keinen Aufwand und wollen ihre Opfer dabei in teils sehr fadenscheinige Investments locken, darüber berichtet Kryptoszene. Daneben wollen sie ihre Zugangsdaten haben oder sie auch einfach nur erpressen. In der folgenden Listung sind die typischen Bitcoin Betrugsmaschen aufgeführt, die dir dabei helfen sollen, Scam zu erkennen, damit du dich davor schützen kannst.

Bitcoin Erpressung

Hier wird beispielsweise in betrügerischen Emails eine Erpressung vorgenommen. So wird beispielsweise behauptet, dass jemand Daten über dich gesammelt hat. Dabei wird bei diesem bekannten Bitcoin Scam oft mit der Veröffentlichung von sensiblen Daten gedroht. Dabei geht es primär meist darum, dass behauptet wird, dass dein Computer gehackt worden ist und vom Angreifer ferngesteuert wird. Eben jene Erpressungen sind in der jüngsten Vergangenheit sehr häufig vorgekommen. Dabei fordern dich die Angreifer dazu auf, Bitcoin auf deren Wallet zu überweisen. Andernfalls werden dann Konsequenzen angedroht, die vor allem im Umgang mit deinen persönlichen Daten stehen sollen. Diese E-Mails solltest du unbedingt ignorieren, denn dahinter steckt in der Regel absolut nichts.

Fake Bitcoin Börsen

Wenn du Bitcoins kaufen möchtest, musst du dich an eine entsprechende Börse dafür wenden. Hieran führt kaum ein Weg vorbei. Allerdings gibt es Bitcoin Börsen, die gar nicht existieren und somit gefälscht sind. So locken diese sogenannten Fake Bitcoin Börsen in der Regel mit günstigen Preisen und versprechen, dass du hierbei schnell und unkompliziert an deine Bitcoins gelangen kannst. Du solltest dich vor allem an Börsen halten, die auch halten was sie versprechen. Somit solltest du Angeboten misstrauen, die auf den ersten und zweiten Blick als zu gut um wahr zu sein erscheinen. Machst du das nicht, kannst du sonst auf Bitcoin Fraud (Bitcoin Betrug) hereinfallen und landest somit bei Bitcoin Scam Angeboten.

Krypto Giveaways

Beim Bitcoin Betrug sind beispielsweise vermeintliche Giveaways auch keine Seltenheit. Hierbei behaupten Betrüger dann, im Rahmen einer Marketingaktion bestimmte Kryptowährungen verschenken zu wollen. Dabei fordern dich die Scammer in diesem Bitcoin Fraud Fall dazu auf, ihnen einen kleinen Bitcoin Betrag zu überweisen. Dies soll aufgrund der Identitätsbestätigung der Fall sein. Dabei nutzen sie häufig auch Fake Accounts, die ähnlich wie die der Unternehmen aufgebaut sind. Solche Angebote solltest du daher immer ganz schnell der jeweiligen Plattform melden, auf der du diese entdeckt hast. Nur so kannst du auch andere Nutzer vor Schaden bewahren.

Identitätsdiebstahl

Im Internet ist es ein leichtes, andere Personen zu imitieren. Da genügt oft schon ein Name oder ein bestimmtes Profilfoto, welches ganz einfach übernommen werden kann. Allerdings geht richtiger Identitätsdiebstahl da nochmal einen Schritt weiter. Sobald der Angreifer über genügend persönliche Daten von dir verfügt, kann er sogar Bestellungen in deinem Namen ausführen und darüber hinaus sogar Verträge abschließen. Der dadurch entstehende Schaden kann immens sein, weshalb man hier ganz gehörig aufpassen muss. Die Angreifer kommen mitunter an diese Daten, indem sie dir z.b. Geschenke anbieten und dich dabei auffordern, private Daten anzugeben. So geht es in diesen Fällen meist um Daten wie deine Adresse oder dein Geburtsdatum. Du kannst dich hierbei vor allem dadurch schützen, indem du keine privaten Daten angibst und darauf auch nicht einmal reagierst. Dies vor allem dann nicht, wenn dir jemand Fremdes plötzlich unverhofft ein schönes Geschenk verspricht. Generell solltest du vorsichtig sein, wo du deine Daten hinterlässt und welche dazu.

Malware

Als sogenannte Malware werden hierbei Programme bezeichnet, die sich unbemerkten Zugang über Spam-Mails oder schädliche Webseiten zu deinem Computer verschaffen. So sind manche dieser Malware Programme in der Lage, Transaktionen manipulieren zu können. Wenn du beispielsweise ein Browser Wallet verwendest, solltest du mehrfach prüfen, ob die Adresse des Empfängers bei der Transaktion stimmt oder nicht. Die kleinen Programme ändern die Adressen in den vorhandenen Eingabefeldern nämlich meist unbemerkt und in Windeseile, sodass äußerste Vorsicht vor diesem doch sehr markanten Krypto Scam geboten ist.

Persönliche Treffen

Dies ist eigentlich eine recht smarte Idee für einen Betrug. So musst du dich hierbe nicht an einer Börse registrieren, sondern sollst deine Bitcoins von einer privaten Person kaufen. Wenn du die Person allerdings nicht kennst, besteht hierbei die Gefahr, dass du in eine Falle gelockt und vor Ort ausgeraubt wirst. So solltest du dich auf solche Treffen nur dann einlassen, wenn du Anbieter auch schon persönlich kennengelernt hast. Hier wäre es besser nach Bitcoin Stammtischen Ausschau zu halten. Diese Veranstaltungen sind zudem von vielen Menschen umgeben und du findest leicht jemanden, der seine Kryptowährungen hier zum Kauf anbietet.

Phishing E-Mails

Meist werden sogenannte Bitcoin Spam E-Mails dazu verwendet, um Passwörter zu erfahren. Dabei werden die Empfänger häufig dazu aufgefordert, ihr Paypal Passwort zurückzusetzen. Den Scammer hierbei zu erkennen, ist nicht immer einfach. So kann es beispielsweise sehr hilfreich sein, die Absenderadresse zu googlen oder den jeweiligen Dienstleister direkt darauf anzusprechen. Am besten reagierst du erst gar nicht auf eine solche E-Mail. Das ist in jedem Fall die beste Alternative. Wenn du ein Passwort ändern sollst, ändere dies im sichersten Fall niemals über einen Link aus einer E-Mail heraus. Stattdessen solltest du die Webseite des Anbieters direkt besuchen, der dir angeblich diese E-Mail gesendet hat. So kannst du die Änderung dort direkt händisch vornehmen.

Phishing Webseiten

Phishing Webseiten haben denselben Zweck wie auch Phishing Emails. Sie wollen deine Zugangsinformationen abgreifen. Dabei werden diese Webseiten meist von Phising E-Mails aus verlinkt. Dabei sind dies sehr oft perfekte Duplikate von offiziellen Seiten bekannter und namhafter Unternehmen. So solltest du hierbei vor allem auf Unregelmäßigkeiten in der Adresse der Webseite achten. Im Grunde genommen solltest du vor allem darauf achten, keine Links in E-Mails oder auf anderen Wegen anzuklicken. Auch solltest du keine Softwareinstallationen vornehmen, wenn du hierzu aufgefordert werden solltest. Selbst Werbeanzeigen im Internet verbreiten häufig auch Phishing Webseiten. So solltest du dich auch hier vor merkwürdig aussehenden Links hüten und sehr genau aufpassen, bevor deine Daten in einer Seite hinterlegt werden.

Ponzi Schema

Verlockende Versprechen gibt es viele im Internet. So beispielsweise auch das Double your Bitcoin und andere tolle Versprechen. So wird beim sogenannten Ponzi Schema Investoren eine garantierte Rendite versprochen. Dies allerdings nur, wenn eine Vorauszahlung getätigt wird. So gaukelt das System dem Opfer vor, dass die ausgewiesenen Gewinne aus tatsächlichen Produktverkäufen oder anderen Dingen stammen. Die Geldquelle sind jedoch in der Tat die Investoren. Dabei können nur die Initiatoren profitieren, da die restlichen Anleger ihr Geld verlieren. Deshalb solltest du immer die Finger davonlassen, wenn irgendwo etwas mit Double your Bitcoin oder BTC Doubler steht.

Pump n Dump

Hinter dieser Methode sind meist größere Gruppen an Personen, die dabei direkt sehr viele Menschen zu einem Finanzinvestment überreden wollen. Hierbei geht es um ein Investment in eine Kryptowährung. Dabei geben diese Personen den Investoren vor, dass sie wissen, wie sich der Kurs der Währung verhalten wird. Die Währung soll dadurch nämlich auf künstliche Art gesteigert werden. Die Gewinner sind dabei natürlich nur die Hintermänner, die die Anlagen dann entsprechend gewinnbringend abtreten können. Bei den geforderten Investoren hingegen sieht es danach eher schlecht aus. Diese verlieren das Investment nämlich. So kann niemand den Verlauf eines Kurses einer Kryptowährung wirklich voraussagen. Wenn dies jemand behauptet, dann solltest du hier direkt auf Distanz gehen.

Schneeballsystem

Damit du dich einer Investorengruppe anschließen kannst, wirst du aufgefordert, hier eine sogenannte Beitrittsgebühr zu bezahlen. Außerdem sollst du auch noch weitere Investoren werben und somit hineinbringen. Für jedes neue Mitglied bekommst du dann eine Entlohnung. Jeder soll demjenigen, der ihn geworben hat, bestimmte Anteile für ein neues Mitglied auszahlen. Je mehr Mitglieder es werden, je mehr werden dann natürlich auch die Abgaben, die du als regelmäßiges Einkommen verbuchen kannst. Somit müsstest du ja auch, je schneller du einsteigst, umso mehr Gewinne bekommen. Allerdings ist dies ein Trugschluss, denn dieses Schneeballsystem löst eine Lawine aus, die irgendwann in einem buchstäblichen Tal endet. Das Problem an solchen Systemen ist, dass es irgendwann keine neuen Mitglieder mehr gibt, die man finden kann und dann auch neue Einnahmen wegbrechen. Die neuen Investoren gehen daher dann nämlich leer aus. Schon seit Jahrzehnten gibt es solche Schneeballsysteme und sie sind immer nach demselben Schema aufgebaut. In den meisten Staaten sind diese Systeme eben aus den bekannten Gründen verboten. Betrugsopfer haben auch schon im Darknet mit solchen Systemen ihre Erfahrungen gesammelt.

Ransomware

Als Ransomware bezeichnet man eine Software, die den Zugriff auf einen Computer bzw. ein anderes Gerät vollständig bzw. auch nur teilweise blockiert und keinen Zugriff mehr zulässt. Der Betroffene soll dann ein Lösegeld bezahlen, damit der Computer bzw. das Gerät wieder freigeschaltet werden kann. Anfang des vergangenen Jahres machten solche Ransom Angriffe auf britische Hospitäler entsprechende Schlagzeilen. Ohne die Hilfe eines Profis kann man bei einer solchen Erpressung meist nicht weiterkommen. Damit du erst gar nicht in eine solche Falle tappst, musst du folgende Punkte beachten. Klicke am besten keine Links an, die von Absendern kommen, die du nicht kennst. Auch solltest du persönliche Daten niemals auf Webseiten angeben, wo du nicht sicher bist, wem diese gehört. Auch solltest du keine dir unbekannte Software auf dem Computer installieren. Besonders nicht solche, die über Adminrechte verfügen will.

Cam Coins

Sogenannte Scam Coins sind Altcoins, die Anlegergelder einsammeln wollen. Dabei besteht jedoch nicht die Absicht ein Geschäft zu eröffnen, von dem Anleger profitieren sollen. Dabei geht es ihnen ausschließlich darum, die Anleger von dem Investment einfach nur zu überzeugen. Wer hierbei somit investiert, der sieht sein Geld jedenfalls niemals wieder. Gerade und besonders in dem ICO Segment solltest du hierbei besonders auf der Hut sein und zudem genau prüfen, ob es dazu auch ein echtes Whitepaper gibt. Dabei ist auch wichtig, ob sich die Gründer transparent darstellen und ob es echte Partnerschaften zu anderen Unternehmen hierbei gibt. Dazu ist auch wichtig zu wissen, welche Sicherheiten du hierbei erwarten kannst. So musst du dir auch bewusst sein, dass ein sogenannter Hype auch künstlich erzeugt werden kann. So stehen beispielsweise bestimmte Kryptowährungen OneCoin bei einigen Experten im naheliegenden Verdacht, Krypto Scams zu sein.

Was ist genau Scamming? Welche Arten gibt es davon?

Betrug mit Vorauszahlungen

Hierbei wird die große Liebe versprochen, das schnelle Geld oder auch einfach der beste Job. Hinter den meist verlockenden Angeboten steckt jedoch meist professionelles Scamming. Der Weg zum langersehnten Glück führt dabei sehr häufig zum Betrüger (Scammer). Unter dem Namen der Nigeria Connection wurde diese Betrugsmasche vor Jahren bekannt. Mittlerweile beschränkt sie sich nicht mehr nur auf Massenmails mit Gewinnversprechen, sondern tritt auch in anderen Formen in Erscheinung.

Verschiedene Formen des Scamming

Betrug mit einer vorgetäuschten Liebe

Für Opfer ist diese Betrugsform sehr häufig besonders perfide und mit hohem emotionalem Stress verbunden. Das sogenannte Love- und Romance Scamming nimmer breitere Züge an. So entsteht die meist in Online Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken. Hier suchen die Scammer dann nach potentiellen, neuen Opfern. Wenn hier der Kontakt einmal hergestellt wurde, wird das potentielle Opfer dann mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft. Dies hat nur zum Ziel, dem Opfer das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die virtuellen Partner geben dabei meist an, bei einer Geschäftsreise in Afrika plötzlich in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein. Oftmals brauchen sie auch einfach nur Geld für eine Operation ihres angeblichen Kindes oder Angehörigen. So sind oft auch gestohlene Koffer oder Pässe der Grund für diese Dinge. Selbst unbezahlter Lohn, eine unbezahlte Hotelrechnung sollen das Opfer dann dazu bringen, entsprechendes Geld zu überweisen. Viele tun dies dann auch, da sie sich zu diesem Zeitpunkt schon emotional abhängig gemacht haben von dem Internet Partner.

Spezialfall: Betrug mit falscher Identität als Soldat

Hierbei geben sich die Täter meist als amerikanische Soldaten im Auslandseinsatz aus. Aufgrund dieser Tatsache können sie nicht an ihr eigenes Geld gelangen und bitten daher um entsprechendes beim Opfer. So soll das Opfer dann Geld via Western Union oder Moneygram überweisen. Sie versprechen dabei auch, dass sie das Geld auch zurückzahlen werden. Dabei erfolgen bei der Kontaktaufnahme auch häufig Telefonate über das Handy bzw. Skype, jedoch meist ohne Bild. Dies zudem meist in englischer Sprache, sodass noch eine viel intensivere Bindung aufgebaut werden kann. Bei den verwendeten Handys werden hierbei häufig sogenannte Prepaid Handys verwendet. Hierbei können die Inhaber nicht so schnell identifiziert werden.

Betrugs über falsche Geldversprechen

Die sogenannte Nigeria Connection hat schon viele Betrugsfälle auf dem Programm. Eine der ältesten Maschen ist die, dem Empfänger eine Menge an Geld zu versprechen. So beispielsweise aus einer Erbschaft oder Familienschatz. Damit das gewünschte Geld in Empfang genommen werden kann, sollen zunächst mehrere tausend Euro an Gebühren, Notarkosten, Steuern, etc. bezahlt werden. Wenn das Opfer die Summen dann bezahlt, wird der Kontakt meist direkt abgebrochen. Das Geld, welches dann bezahlt wurde, ist dann natürlich auch verloren. Die Betrüger nutzen derzeit auch wieder den Weg über die Briefpost, wenn sie Menschen abzocken möchten. Sie wollen dem kriminellen Tun damit einen offiziellen Anstrich verschaffen.

Wohnungsangebotsbetrug

Es klingt meist sehr verlockend. Eine tolle neue Wohnung, die zu einem Schnäppchenpreis zu haben ist. Das ist meist ein Angebot, was zu gut ist um wahr zu sein. Gerade bei diversen Immobilienbörsen im Internet kann man hier schnell auf einen Betrüger hereinfallen. Dabei läuft die Masche auch meist immer gleich ab. Die Scammer (Betrüger) geben sich dabei entweder als Engländer oder Amerikaner aus. Sie erzählen meist, dass sie die zu vermietende Wohnung geerbt hätten. Alternativ wird meist erzählt, dass sie mal in Deutschland gearbeitet haben und die alte Wohnung nach einem Wechsel des Wohnorts nun vermieten möchten. So wird dann eine Vorauszahlung der ersten Miete mitsamt Kaution verlangt. Dies meist auf ein ausländisches Konto oder über einen Bargeldtransfer. Die Mieter sollen den Schlüssel dann über den Paketdienst DHL oder eine Agentur erhalten. Sollte die Wohnung nicht gefallen, würde das Geld danach direkt wieder zurückerstattet. Das bezahlte Geld ist jedoch direkt verloren, da es die vermeintlichen Wohnungen gar nicht gibt. Oftmals gehören die Wohnungen sogar einem völlig anderen Eigentümer, der von dem Betrug überhaupt nicht mitbekommt.

Traumjob – Betrug mit Stil

Auch Stellenanzeigen in Tageszeitungen können von Betrügern inseriert sein. Hier suchen Betrüger auch nach möglichen Opfern für ihre Taten. Es winkt hierbei zunächst der vermeintliche Traumjob mit einer hervorragenden Bezahlung. Viele lässt dies zum Telefonhörer greifen, da dies meist die einzige Kontaktmöglichkeit ist. Nach dem ersten Anruf sollen die Bewerber meist einen Lebenslauf mitsamt einem Anschreiben faxen. Nach einem dann folgenden telefonischen Vorstellungsgespräch ist der vermeintliche Job dann schon so gut wie sicher. So sollen dann nur noch einige hundert Euro für eine Uniform oder Arbeitsschuhe an den potentiellen neuen Arbeitgeber vorab überwiesen werden. Sobald das Geld überwiesen wurde, verschwindet der Arbeitgeber plötzlich und ist nicht mehr existent.

Scheckbetrug – Betrug mit falschen Schecks

In diversen Anzeigen im Internet und in Zeitungen werden häufig Menschen von Betrügern gesucht, die deren gefälschte Schecks annehmen sollen. So tätigen diese dann meist einen Kauf bei privaten Personen und zumeist sind die Schecks auf einen höheren Betrag ausgestellt worden, als das real existierende Auto wirklich gekostet hat. Dabei wird vereinbart, dass das Opfer den Differenzbetrag gleichzeitig vom eigenen Konto aus per Bargeldtransfer an die Betrüger überweisen soll. Das Problem hierbei ist, dass selbst die Bankangestellten den falschen Scheck nur schwer erkennen können. So hat das Opfer hierbei in mehrfacher Hinsicht das Problem. Der Scheck war gefälscht, was sich meist erst nach wenigen Tagen herausstellt. Dazu ist das überwiesene Geld meist in dunkle Kanäle verschwunden, die keiner mehr nachvollziehen kann. Die Bank kann das Opfer zudem wegen Betrugs anzeigen und strafrechtliche Schritte einleiten.

Romance Scamming – so geht es es

Beim sogenannnten Romance Scamming suchen die Betrüger über Online Partnerbörsen oder sozialen Medien nach ihren potentiellen, neuen Opfern. Dabei genügt meist ein kurzer Chat oder eine Mail eines Unbekannten – das sogenannte Romance Scamming geht zumeist sehr harmlos in den Start. Dabei dient eine kurze Onloine Einladung zu einem Chat meist als erster Kontakt. Via Instagram, Facebook oder Snapchat durchsuchen die Scammer die Mitgliederlisten nach potentiellen, neuen Opfern. Die sogenannten Romance Scammer legen sich meist sehr ungewöhnliche Lebensgeschichten zu und hinterlassen meist einen sehr seriösen Eindruck.

Scammer Profile – so sehen sie meist aus

Meist geben sich solche Scammer Männer vor allem als Ingenieure, Architekten, Soziologen, Konstrukteure in der Öl Industrie, Tierärzte, Computerspezialisten und auch U.S. Soldaten aus. So bekommen die meisten, weiblichen Personen auf dem Profil des Scammers meist eine attraktive, weiße Person zu sehen. Die Fotos sind jedoch meist gestohlen, sodass diese nicht wirklich real sind. Auch wenn der neue Kontakt meist die EU oder Amerika als Wohnort angibt, sitzt dieser meist in Westafrika. Die Opfer merken davon jedoch nichts, da diese Chat Bekanntschaften meist ein perfektes Englisch sprechen können. Dafür benutzen sie sehr hochwertige Übersetzungsprogramme für ihre Mails.

Bei den Scammer Frauen handelt es sich im Regefall häufig um Krankenschwestern, Ärztinnen, Mitarbeiterinnen im Waisenhaus oder als Lehrerinnen, Schauspielerinnen oder auch Geschäftsfrauen jeder Art. Die Frauen auf den Profilbildern sind meist überdurchschnittlich attraktiv. Auch diese Fotos sind jedoch meist gestohlen und weisen auf eine falsche Person hin oder wurden extra dafür fotografiert. Dies lässt sich oft durch sogenannte Fotostrecken erkennen. Hierbei wird häufig dieselbe Kleidung verwendet und es handelt sich um ähnliche Posen. Viele Frauen geben sich auch gerne als Russinnen aus. Alternativ können sie jedoch auch aus Südamerika, Thailand, Afrika oder auch Europa kommen. Die englische Sprache wird von den Scammer Frauen ebenfalls perfekt beherrscht. Manchmal können sie sogar auch Deutsch perfekt sprechen.

Vorgehen der Romance Scammer

Sowohl die Scam Männer als auch die Scam Frauen bringen es meist fertig, sich für ihre Opfer im täglichen Leben unverzichtbar zu machen. Dabei schaffen sie dies auch ohne ein persönliches Treffen zu erreichen. So folgt auf eine romantische Mail am Morgen meist ein kleines Telefonat am Mittag. Nach dem Feierabend wird dann weiter gechattet und teilweise auch stundenlang telefoniert. Dabei geht es bei den Gesprächen anfangs meist überhaupt nicht um Geld, sondern um normale Dinge wie Beruf, Familie, Liebe und die gemeinsame Zukunft. Geschichten über teils verstorbene Ehepartner oder Kinder werden hierbei häufig auch angebracht.

Meist müssen die Scammer aus bestimmten Gründen nach Westafrika, wenn sie nicht bereits auch dort sind. So versprechen die Betrüger hierbei auch meist schnell, dass sie danach ihre neue Liebe definitiv besuchen werden. Doch meist gibt es kurz vor dem Ticketkauf für Deutschland einige Probleme und Schwierigkeiten. So handelt es sich bei den angegebenen Problemen meist um Überfälle, gestohlene oder beschlagnahmte Pässe, Krankenhausaufenthalte oder schlichtweg Probleme mit der Kreditkarte. So sollen die Opfer dann aushelfen und mittels Bargeldtransfer über Western Union oder Moneygram Geld überweisen.

Die Liebe wird oftmals besonders hervorgehoben in solchen Fällen. So werden sie manchmal von einem „Arzt“ oder Polizisten bzw. Angehörigen kontaktiert. Dieser soll dann noch mehr Druck auf die Opfer ausüben. Das geht dann meist so weit, dass die Scammer hierbei sogar ihren Selbstmord ankündigen, damit sie an das Geld kommen können.

Derzeit haben es die Betrüger meist auf ausländische Ausweispapiere abgesehen. Sie bitten dabei ihre Opfer, ihnen die Kopien vom Pass oder des Reisepasses zu senden. Als Erklärung geben sie an, dass sie damit ein Konto eröffnen möchten. Ausweise können damit leicht gefälscht werden und besonders begehrt sind auch häufig Einladungen nach Deutschland als Unterstützung für einen Visumsantrag.

In anderen Fällen werden die Opfer dann auch gebeten, afrikanische Schecks und diverse Zahlungsaufträge auf das eigene Bankkonto einzureichen. Dies ist angeblich in Westafrika nicht möglich, weshalb dies so durchgeführt werden soll. Den größten Teil des Schecks sollen die potentiellen Opfer dann über den bekannten Bargeldtransfer wie Moneygram oder Western Union nach Westafrika überweisen. Einen kleinen Rest der Summe können die Opfer dann für sich behalten, angeblich. Das Problem hierbei ist, dass es sich um sogenannte Rückschecks handelt. Für die Rückzahlung sind die Kontoinhaber verantwortlich. So kann es im schlimmsten Fall passieren, dass das Opfer eine Strafanzeige wegen Betrug bekommt.

So gibt es auch noch eine weitere Betrugsmasche, in der kleinere Päckchen, die durch eine dritte Person vorbeigebracht werden, nach Afrika versendet werden sollen. Der sich darin befindliche Inhalt ist meist mit einer gestohlenen Kreditkarte bezahlt worden. Dabei ist die Weiterleitung bzw. das Aufbewahren des Päckchens illegal und kann das Opfer ebenfalls in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Scammer täuschen zudem auch oft vor, dass sie das Flugticket nach Deutschland nicht bezahlen können. So werden Kosten für das Visum oder die Visumserteilung fällig, die meist sehr teuer sein sollen. Nicht zu vergessen sind hierbei auch die nötigen PTA oder BTA. Dies ist eine Art Gebühr an die Regierung, ohne die man angeblich nicht aus dem Land darf. Diese Gebühr gibt es im übrigen offiziell garnicht.

Woran kann ich einen Love- oder Romance Scammer?

Kontaktaufnahme

Scammer kommen über Netzwerk oder Datingseiten an die Mailadressen der Opfer. Dabei genügt eine knappe Mail in der englischen Sprache als Einladung zu einem Chat. Dies ist meist ein Lockmittel. Die Betrüger arbeiten häufig mit deutschen Mailadresse, weshalb nicht direkt ersichtlich ist, dass sich hinter den Zeilen ein Scammer verbirgt. So sollte man immer aufpassen bei Chat Bekanntschaften, die ungewöhnliche Zeichen im Nicknamen haben. Beispielsweise ein Prozentzeichen oder sowas. Diese schicken häufig mit ihren Nachrichten Software mit, die dem Computer schaden kann.

Die Sprache

Meist kommunizieren die Betrüger in gutem Englisch. Dabei gehen die Insider hierbei davon aus, dass es sich bei rund 95 Prozent der englisch sprechenden Kontakte auf deutschen Dating Apps Seiten um Romance- oder Love Scammer handelt. Hierbei sind jedoch auch einige, die ein sehr gutes Deutsch sprechen.

Die Fotos

Meist locken die Scammer Frauen mit optisch sehr ansprechenden Fotos. Hierauf sind sie oft leicht bekleidet zu sehen. Scammer Männer nutzen meist Fotos von uniformierten Männern.

Inhalt der E-Mails

Schon nach dem ersten Kontakt werden die Opfer von Scammern meist mit langen Briefen und Nachrichten voller überzogener Liebeserklärungen überhäuft. Dabei sind sie häufig an den teils sehr überzogenen Liebesbekundungen zu erkennen. Allerdings geht es auch anders, denn seriös wirkende E-Mails sollen ebenfalls das Interesse wecken. Die Scammer wollen meist alles über ihre Opfer erfahren. Die Hobbys, ehemalige Partner, Kinder, Freunde auch der Glaube spielt eine gewaltige Rolle. Wichtig zu betrachten ist, dass die Scammer ihre potentiellen neuen Partner meist schnell als Ehemann oder Ehefrau bezeichnen. Die Bitte um ein Visum bzw. gemeinsames Konto ist daher für diese Personen meist schnell gerechtfertigt.

Verbindungen nach Westafrika, Russland oder Südostasien

Dabei ist es egal, ob es sich um eine Geschäftsreise oder familiäre Probleme handelt. Es gibt oft sehr vielfältige Gründe um eine Verbindung nach Nigeria, Ghana usw. zu haben. Frauen leben meist in osteuropäischen, südostasiatischen bzw. südamerikanischen Ländern.

Bitten um Geld, Visum, Päckchen- oder Briefversand bzw. gemeinsames Konto

Hierbei gibt es sehr viele Gründe, die Opfer nach Geld zu fragen. Wenn das Opfer sich hierbei weigert, Geld zu versenden, finden die Betrüger meist andere Möglichkeiten. So können gefälschte Schecks eingezahlt werden. Derzeit sehr aktuell ist die Variante, dass die Personen sich nach Deutschland einladen lassen wollen. So wollen die Betrüger hierbei nicht nur auf Kosten ihrer Opfer leben, sondern auch weiterhin für die Nigeria Connection arbeiten. Die Betrüger schaffen es zudem meist auch, die Opfer für deren Zwecke zu missbrauchen. Beispielsweise werden hierbei Briefe oder Päckchen an dritte Personen versendet. Scammer Frauen erbetteln sich dabei meist Einladungen nach Deutschland. Die Betrüger geben dabei häufig vor, dass sie ein gemeinsames Konto eröffnen möchten. Dies soll zusammen mit dem Opfer geschehen. Aufgrund dessen wird nach einer Ausweiskopie gefragt. Dabei werden diese Daten für die Fälschung von Ausweisen verwendet.

Tipp

Sie sollten den Namen ihrer Internetbekanntschaft mit dem Zusatz Scammer in die Suchmaschine ihrer Wahl eingeben. Dabei kann diese in vielen Fällen einen Verdacht bestätigen. Wenn Sie zudem noch ein Foto mitbekommen haben, können sie mithilfe der Bildersuche ebenfalls danach suchen und dabei noch verschiedene Informationen zu dem Foto erhalten.

Sinnvoll ist zudem auch, für Online Kontaktbörsen, eine alternative E-Mailadresse zu verwenden. So können sie verhindern, dass sie im Betrugsfall die Hauptemailadresse ändern müssen.

Was ist zu tun, wenn ich Opfer von Scamming wurde?

Blockieren

Sie sollten den vermeintlichen Kontakt direkt blockieren und den Kontakt abbrechen. Das heißt keine Mails, Anrufe oder sonstiges entgegennehmen. Am besten sollten sie sich direkt eine neue Mailadresse zulegen und die Telefonnummer ebenfalls wechseln. Zudem besteht auch eine Gefahr für Freunde im sozialen Netzwerk und alle Kontakte im eigenen Mailadressbuch. Die Täter schicken bei einigen Mails oftmals unbemerkt einen Computervirus mit, der dann die Daten im Adressbuch scannt und dabei auch die unbemerkte Kontrolle über den Rechner der Opfer übernimmt.

Igorieren

Sie sollten nicht auf die Forderungen des Scammers eingehen. Auf keinen Fall hierbei Geld überweisen, Schecks einlösen oder Briefe bzw. Päckchen irgendwohin weiterleiten. Auch nicht einmal aufbewahren, da dies ebenfalls strafbar ist. Sollten sie Zahlungen geleistet haben, sollten sie diese direkt rückgängig machen.

Sichern

Alle Mails und Texte sollten als Beweis auf ein Speichermedium wie beispielsweise einem Cloud Dienst, externer Festplatte, USB Stick oder einer CD-ROM gespeichert werden. Überweisungsbelege sollten ebenfalls aufgehoben werden. Sollten sie nicht selbst dazu in der Lage sein, sollten sie sich einen Experten aus dem Bekanntenkreis holen, der dann den E-Mail Header auslesen kann. Daran können sie dann erkennen, von wo die E-Mail wirklich gesendet wurde. Selbsthilfeseiten im Internet erklären dabei ebenfalls sehr gut, wie man sich vor größerem Schaden schützen kann.

Hilfe einholen

Auf jeden Fall sollten sie zur Polizei gehen. Die Strafverfolgung ist bei solchen Tätern zwar sehr schwierig, da diese aus dem Ausland agieren, allerdings besteht dennoch eine Chance auf ihr Recht. Die Meldung ist vor allem aus dem Grund wichtig, da Banken strafrechtliche Schritte gegen unwissentlich eingelöste Schecks unternehmen können.

Die Folgen für die Opfer und Mittel zur Strafverfolgung

Wenn sie aus reiner Gefälligkeit bzw. einer Hilfsbereitschaft heraus einen solchen Scheck einlösen, der gefälscht ist, bleiben sie oftmals durch eine mögliche Rückbuchung auf den Kosten sitzen.

Der Schaden ist dabei sehr groß, der durch die Rückzahlung häufig entstanden ist. So wurden sie dann Opfer eines Betruges gemäß § 263 StGB. Opfer geraten dabei in solchen Fällen häufig auch in den Verdacht, dass sie mit den Tätern auch eine gemeinsame Sache machen würden. Unter Umständen kann dies schnell zu einer Strafanzeige führen. So sollten sie Menschen, die sie bisher nicht persönlich kennengelernt haben, grundsätzlich niemals Geld überweisen. Sonstige Forderungen sollten ebenfalls nicht eingegangen werden. Sollte ein Scammer bereits Kopien von Ausweisdokumenten haben, sollten sie Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Daten könnten für gefälschte Ausweise verwendet werden.

Problematisch ist hierbei meist vor allem, dass die Kontaktaufnahme des Scammers meist ein sogenanntes straffreies Vorbereitungshandeln darstellen. Eine absurd klingende E-Mail ist zunächst einmal nicht direkt illegal. Wenn sie jedoch einen finanziellen Schaden erlitten haben, ist in jedem Fall zu einer Anzeige bei der Polizei zu raten.

Vorsicht:

Grundsätzlich sollte man Menschen ohne persönlichen Bezug, also niemals persönlich gesehen oder getroffen, niemals Geld überweisen. Ebenfalls sollte man nicht auf sonstige Forderungen eingehen. Gerade im Internet sind sehr viele Betrüger unterwegs, die die Gutgläubigkeit vieler Menschen schamlos ausnutzen. Hierbei sollte man immer vorsichtig und misstrauisch sein. Gerade bei besonderen Angeboten im Hinblick auf Wohnung- bzw. Partnersuche.