Wenn man Pakete für Nachbarn annimmt so t-online, sollte man Vorsicht walten lassen, denn in seltenen Fällen kann es sich um einen Bestellbetrug handeln. Im allerschlimmsten Fall muss der Empfänger, der Hilfsbereitschaft gezeigt hat, die Rechnung bezahlen.

Quelle:  https://www.t-online.de/digital/sicherheit/id_84864308/bestellbetrug-polizei-warnt-vor-betrugsmasche-mit-online-paketen.html

Betrug mit Paketen

Der Bestellbetrug mit Paketen hat sich in den letzten Jahren gehäuft. Deshalb sollten hilfsbereite Anwohner bei der Annahme von Paketen vorsichtig sein, so berichtet die Polizei Berlin.

Wie funktioniert diese Betrugsmasche?

Kriminelle kaufen meist teure Produkte im Internet, verwenden einen fremden Namen und wählen den Rechnungskauf. Die Betrüger erwähnen unterschiedliche Rechnungs- und Lieferadressen. Das Opfer erhält zwar die Rechnung, jedoch kein Paket. Kriminelle nutzen es manchmal aus, wenn Personen im Urlaub sind: Sie kleben einen falschen Namen an einen Briefkasten.

Der Paketbote kann den Empfänger nicht antreffen

Mit Hilfe dieses Tricks kann der Paketbote den Empfänger nicht antreffen und gibt das Paket einem Nachbarn. Und an diesem Punkt schlagen die Betrüger zu: Gern präsentieren Sie sich als ein Verwandter des Empfängers und holen das Paket bei einem Nachbarn ab. Wenn sie ihn aus dem Briefkasten des Opfers geholt haben, legen die Kriminellen einen Abholschein vor.

Auch Hilfsbereite Nachbar können mit vom Betrug betroffen sein

Im allerschlimmsten Fall sind auch die Nachbarn, die hilfsbereit gewesen sind, von dem Betrug betroffen. Unter Umständen müssen sie die unbezahlte Rechnung bezahlten, da sie die letzten bekannten Empfänger des Pakets sind, so die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Befolgen Sie diese Tipps, um kein Betrugsopfer zu werden:

  1. Gibt es Auffälligkeiten an Hausbriefkästen? Haben die Namen gewechselt, oder gibt es einen zusätzlichen Briefkasten?
  2. Nehmen Sie nur Pakete für Ihnen bekannte Personen an.
  3. Geben Sie Pakete nur an Personen, die Sie kennen, ab.
  4. Fordern Sie den Abholer dazu auf seinen Ausweis zu zeigen. Notieren Sie die Daten.
  5. Notieren Sie ebenfalls Datum, Uhrzeit sowie Details zum Abholer.
  6. Heben Sie die Abholbenachrichtigung auf.
  7. Sollten Sie Betrugsverdacht haben, geben Sie das Paket nicht ab und rufen die Polizei.

Allein in Berlin gab es 2017 über 15.000 Fälle von Bestellbetrug, so der Rundfunk Berlin Brandenburg. Gern wird von den Kriminellen auch die Sendungsverfolgung genutzt: Sie überprüfen online, wann das Paket geliefert wird und lauern den Postboten auf. Sollten Sie selbst ein Opfer der Masche geworden sein, widersprechen Sie der Rechnung und geben eine Anzeige bei der Polizei auf.

Als seine Sie Vorsichtig und halten Sie die Augen auf und nehmen Sie nur Ihre eigenen Pakete an.