Die Internetseite www.shz.de berichtet von einer neuen Masche, die auf Betrug hindeutet. Eine organisierte Gruppe versuchte ein Mietfahrzeug auf Ebay-Kleinanzeigen an zu mieten und anschließend auf der gleichen Plattform wieder zu verkaufen. Selbstverständlich wusste der Vermieter nichts von den Plänen der Betrüger.

Polizei nimmt Täter fest

Vorsicht vor Betrug auf Angebots-Plattformen

Tathergang: Nebenverdienst endet beinahe böse

Vor zwei Wochen eröffnete ein 41 jähriger Geschäftsführer aus der Nähe von Trittau einen Artikel, indem er seinen Minibagger, auf Ebay-Kleinanzeigen, zur Vermietung anbot. Kurz darauf bekam er schon das erste Angebot von einem 45 jährigem Mann aus Lüneburg, der den Bagger anmieten wollte. Dann am 26.11.2018 erschienen zwei Männer im alter von 40 und 53 Jahren auf dem Betriebsgelände des Geschäftsführers. Sie wollten den Bagger anmieten, verstricken sich jedoch in Widersprüchen, so dass der Vermieter misstrauisch wurde. Er verschob den Termin und vermietete den Bagger vor erst noch nicht an die unseriös wirkenden Männer. Diese Entscheidung stellte sich später als sehr gut heraus.

Geschäftsführer deckt den Betrug rechtzeitig auf

Nachdem Gespräch mit den beiden Männern ist der Geschäftsführer misstrauisch geworden. Er machte sich auf die Suche und fand nach kurzer Zeit auf der gleichen Plattform (Ebay-Kleinanzeigen) ein Verkaufsangebot seines Minibaggers. Die Betrüger haben sich nicht einmal die Mühe gemacht ein anderes Bild zu verwenden, sondern haben einfach das Bild von seinem Artikel heruntergeladen und in ihrem Artikel eingefügt. Der Mann wusste direkt was zu tun war und verständigte die Polizei. Durch die Polizeibeamten kam dann die gesamte Wahrheit ans Licht.

Betrüger waren gut organisiert

Die Namen, mit denen die Betrüger vorgestellt hatten waren gelogen, denn die Polizei konnte die Personen zu beginn nicht ausfindig machen. Anschließend haben die Beamten es dann über das Fahrzeug und das Kennzeichen versucht und haben dabei etwas interessantes entdeckt: Die Kennzeichen wurden eine Woche davor im Raum Harburg als gestohlen gemeldet. Nach einer kurzen Fahndung konnten die Betrüger jedoch gefasst und die Kennzeichen sicher gestellt werden.

Die drei Männer wurden der Kriminalpolizei in Ahrensburg für weitere Untersuchungen übergeben, da jedoch kein Haftgrund vorlag, wurden alle drei nach einer kurzen Befragung wieder entlassen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet und die Ermittlungen werden durch die Kripo weiter geführt. Hätte der Betrug funktioniert, wäre dem Geschäftsführer ein Schaden von rund 31.000€ entstanden.

So kann man sich vor derartigem Betrug schützen

Ebay-Kleinanzeigen und ähnliche Verkaufsstellen-Webseiten haben in den letzten Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Sie sind einfach, schnell und ohne kosten. Jedoch kann das auch schnell nach hinten losgehen, denn geschützt ist man durch die Seiten-Betreiber nicht. Jedes Angebot und jeder Verkauf, Tausch und Vermietung wird aus eigenem ermessen getätigt. Deshalb muss man sich gut vorbereiten, um auf derartigen Betrug nicht herein zu fallen.

Zum einen kann man das Profil des Interessenten aufrufen und einschauen wie viele erfolgreiche Tätigungen er auf dieser Seite erbracht hat. Auch die Benutzer-Bewertungen spielen dort eine große Rolle, bei schlechten oder gar keinen Rezensionen sollte man aufpassen.

Falls nach persönlichem Treffen noch Interesse besteht, kann man eine Kopie des Ausweises verlangen. Wenn der Interessent dagegen etwas einzuwenden hat, merkt man schnell dass dort etwas nicht stimmt. Falls man trotz Ausweis Kopie, Opfer eines Betruges wird, kann so die Polizei den Täter schnell finden und dementsprechende Maßnahmen einleiten.