Crypto Code – Betrug auf voller Linie

Inhaltsverzeichnis

Die Aktienrunde berichtet über unseriöse Tradingplattformen. Crypto Code kontaktiert seine Kunden per E-Mail und wird dabei mit einer Trading Software. Diese soll den Nutzern schnelle Gewinne bringen. Als Beispiel werden dabei einige Early Bird User auf der Internetseite hervorgehoben, die angeblich aus 500 Dollar rund 10.000 Dollar gemacht haben und so beispielsweise dank Crypto Code in nur einem Jahr ihren Studentenkredit bezahlt haben.

So gibt es auf der Seite ein 5 Minuten Intro Video, wo die angeblichen Erfolge des Systems angepriesen wurden. So wird dabei auch William Gardner vorgestellt, der der angebliche Erfinder von Crypto Code ist. So soll er mit seiner Idee mit der angeblich wichtigsten Entwicklung im Online Trading sogar auf der Titelseite des „Time Magazins“ gewesen sein. Das Problem ist dabei nur, wieso finden sich im Internet bezogen auf diese Seite so viele Hinweise auf Scam? Warum hat sogar die Bafin vor Crypto Code gewarnt? Wir haben hier einmal zusammengetragen, was genau davon zu halten ist.

Hohe Gewinnversprechungen ohne eine genaue Erklärung des Geschäftsmodells

Natürlich hat niemand etwas gegen hohe Gewinne und Gewinnmöglichkeiten. Jedoch ist es schon sehr interessant, wo der Anleger sein Geld genau investiert und wie das Geschäftsmodell genau abläuft. So gilt dies auch für sogenannte HYIP Investments. So spricht Crypto Code von einem Trading Bot, was ein Trading Programm sein soll, welches angeblich seinen Anlegern 3283 Dollar Gewinn am Tag bringen soll.

So wird dabei vom Handel mit sogenannten Kryptowährungen gesprochen. Im Werbevideo werden dabei angebliche Konten von Kunden gezeigt, bei denen es offensichtlich um einen Forex Handel in Verbindung mit Fiat Währungen geht. So wird auch ein Screenshot gezeigt, der einen Auszug aus einem Trading Konto darstellt. Dabei ist jedoch zu sehen, dass Angaben, zu was getradet wird, sogar komplett fehlen.

So ist das angebliche Tradingprogramm bereits von zuvor entlarvten Betrugsseiten wie beispielsweise Crypto Trades oder Auto Binary EA verwendet worden. So werden hierbei Nutzer zu einem nicht regulierten Broker mit dem Namen Option888 weitergeleitet und zudem aufgefordert, sich dort anzumelden und eine Einzahlung dort vorzunehmen. Derzeit liegen jedoch gerade zu Options888 einige Erfahrungsberichte vor, die klar zeigen, wie Anleger ihr Geld in Minutenschnelle komplett verloren haben. So wird das Geld keinesfalls wie angeblich versprochen in Trades angelegt, sondern verschwindet direkt in den Taschen der Betreiber. So hat die Bafin Options888 jegliche Art von Werbung in Deutschland mittlerweile untersagt.

William Gardner, angeblicher Crypto Code Gründer, ist von Shutterstock ausgeliehen

Angeblich wurde Crypto Code von William Gardner erschaffen. Der Name ist jedoch ein Fake, denn das Bild ist aus der Bilddatenbank Shutterstock. Auch die Aussagen von den Testimonials auf der Seite sind ebenfalls Fake und stammen von bereits gebuchten Schauspielern. So werden auf den unterschiedlichen Seiten von Crypto Code immer andere Namen für den vermeintlichen CEO genannt. So wird bei the-crypto-code.site von einem angeblichen Derrick Simmons als CEO gesprochen. Das Foto ist jedoch von iStocks verwendet worden.

Fake Werbung

Crypto Code wirbt offenkundig damit, dass die Tradingssoftware eine er bedeutendsten Erfindungen im Onlinetrading wäre. Angeblich soll der vermeintliche Gründe William Gardner es ja auch auf die Titelseite des Time Magazins geschafft haben. Dabei handelt es sich natürlich um eine völlig frei erfundene Figur, wie wir bereits herausgefunden haben.

Hier kommt noch hinzu, dass in keiner Ausgabe des Time Magazins in den letzten Jahren überhaupt jemals über Crypto Code berichtet wurde. Erst recht nicht auf der Titelseite, weshalb es sich ganz klar um eine Fake Aussage handelt, wie man sie nur zu häufig bei betrügerischen Anbietern findet.

Keine Information zum Firmensitz oder Vertragspartnern

Wenn man sich die Webseiten crypto-code.co, the-crypto-code.site oder auch crypto-code.de näher ansieht, dann wird man an keiner einzigen Stelle einen Hinweis darüber finden, wo sich der Geschäftssitz befindet und wer die tatsächlichen Betreiber der Plattform sind.

Diese Art von Verschleierung ist bereits durch verschiedene Betrugsschemen bekannt und zugleich ein starker Hinweis auf einen starken Betrug. So weiß also ein Kunde nicht im Falle eines Falles, an wen er sich genau wenden soll. Diese Art der Verschleierung ist somit beabsichtigt, damit es den Strafverfolgungsbehörden sowie den Aufsichtsbehörden so schwer wie möglich gemacht wird gegen diese vorzugehen.

Crypto Code Warnung durch die Bafin

Die Bafin in Deutschland weist klar darauf hin, dass es in Deutschland keine Zulassung gibt. So darf sich Crypto Code nicht in deutscher Sprache und erst recht nicht mit einer deutschen Internetseite an Kunden wenden und hierbei mit Dienstleistungen im Finanzbereich werben. Dabei handelt es sich um ein unerlaubtes Geschäft.

Fazit

Crypto Code ist hochgradig unseriös und offensichtlich auch Betrug. So können wir nur davon abraten, bei diesem Anbieter eine Anmeldung vorzunehmen und hier auch Geld einzuzahlen. So gibt es dort kein prüfbares und belastbares Geschäftsmodell dahinter. Nutzer werden dabei dazu aufgefordert, Geld bei dem mehrfach entlarvten und hierzulande mittlerweile verbotenen Online Broker Options888 einzuzahlen. Das Geld, welches dann eingezahlt wurde, ist dann schnell auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Die angeblichen CEOs sowie die Testimonials auf der Seite sind klarer Fake. Ebenfalls ist auch die Behauptung mit der Titelseite ein klarer Fake. So warnt die Bafin davor, dass es sich um nicht genehmigte Finanzdienstleistungen handelt. So gibt es für den Handel mit Bitcoin und Co klar seriösere Alternativen.

Mit welchem Geschäft warb denn nun OneCoin seine Anleger?

OneCoin warb seine Anleger mit verschiedenen Geschäftsmodellen. So wurde hierbei unter anderem vorgespielt, dass eine auf Mining basierte Kryptowährung geschaffen wurde. Mit dieser sollten weltweit verlässliche Finanztransaktionen durchgeführt werden können.

Diese OneCoins sollten außerdem auch Informationen transportieren, die dann auch im industriellen Bereich hätten eingesetzt werden können. Somit hätte sich hierdurch ein enormer Zusatznutzen ergeben. Es wurden dabei noch Erträge aus dem Mining und der Wertsteigerung der OneCoins versprochen.

Dabei wurde auch behauptet, dass OneCoins nicht an den Kryptobörsen gelistet werden. Stattdessen sollten diese über XCINX.com im One- Netzwerk getradet werden können. Anleger konnten darüber hinaus auch sogenannt Educational Packages erwerben und diese auch selbst an andere weiterverkaufen. Hierdurch sollten dann Provisionen verdient werden. Somit also alles klassische MLM Network Marketing Elemente. Allerdings stellt sich die Frage, was daraus wurde und wie es heute damit steht?

OneCoin – der große Betrug

Schon Anfang des Jahres 2017 kamen die ersten Zweifel auf, ob es sich bei OneCoin um ein illegales Betrugsschema handelt könnte. Im letzten Jahr stellte sich dann endlich heraus, dass die Vermutung richtig war. So fanden in einer groß angelegten Aktion quer über den Globus verteilt verschiedene Razzien statt. Dabei wurden Konten eingefroren und letztlich wurde auch die Gründerin Ruja Ingnatova mitsamt verschiedenen Verantwortlichen festgenommen.

So hatten dann tausende von Anlegern das Nachsehen. So sind, so wird jedenfalls vermutet, rund vierhundert Millionen Dollar an angelegtem Geld komplett verschwunden. Dabei hatten die Verantwortlichen hinter One Coin dafür ein internationales Netzwerk für Überweisungen zusammengestrickt, damit das Geld gewaschen werden konnte. Wie sich dann auch noch herausstellte, war es von vornherein ein groß angelegtes Ponzi Schema und entwickelte sich somit als vorsätzlicher Betrug.

So war zu keiner Zeit wirklich geplant eine sogenannte Kryptowährung zu entwickeln und diese dann auch an einer entsprechenden Kryptobörse listen zu lassen. Alle Personen, die bei One Coin Geld haben einzahlen lassen, wurden nach Strich und Faden betrogen. Teilweise haben die Anleger hier sogenannte Educational Packages im Wert zwischen 100 – 118.000 EUR erworben.

Wann sind die ersten Zweifel aufgekommen?

Die ersten Zweifel im Rahmen der Geschichte kamen schon im Jahr 2016 auf. Endgültig dann im Jahr 2017. So wurden verschiedene, seriöse Finanzdienstleister auf OneCoin aufmerksam. So gab es Behauptungen, dass OneCoin sich Anfang 2016 nach dem Bitcoin zur Kryptowährung mit der zweitgrößten Marktkapitalisierung entwickeln sollte. Die Rede war von 120 Milliarden OneCoins in der Blockchain, weshalb Experten dann begannen, genauer hinzusehen.

So dauerte es nicht lange, bis der Betrug letztlich auch durchschaut wurde. Sodann kamen dann auch gleich die ersten News und es folgten daraufhin auch die ersten Scam Warnungen. Dann zeigte sich auch noch, dass keine Auszahlungen an die Anleger vorgenommen wurden, weshalb bereits Ende 2016 klar wurde, dass es sich um das Ponzi Schema handelte.

Was ist genau ein Ponzi-Schema?

Das sogenannte Ponzi-Schema ist ein Geschäftsmodell, bei dem verschleiert wird, wie die teils hoch versprochenen Renditen genau erwirtschaftet werden. Bei diesem Modell werden somit die Renditen der ersten Anleger mit dem frisch eingezahlten Geld der neuen Anleger vergütet.

Im Regelfall verschwindet jedoch ein Großteil des Geldes in den Taschen der Verantwortlichen hinter dem Ganzen. Sobald dann nicht mehr genügend neue Anleger gefunden werden, die in das neue Modell einzahlen, bricht das Geschäftsmodell dann auch zusammen. Dies ist auch meist der Fall, wenn zu viele Anleger ihr Geld dann auch auf einmal zurückfordern.

Ponzi Schemen sind auch illegal. Das bisher größte Ponzi Schema wurde in den 80er und 90er Jahren von Bernard Madoff in New York betrieben. So fanden sich darunter Anleger wie beispielsweise Investmentfonds oder namhafte Stiftungen, die insgesamt über 50 Milliarden US Dollar dadurch verloren haben. Madoff wurde später zu 150 Jahren Haft verurteilt.

Zusammenbruch von OneCoin – es kam wie es kommen musste

Nachdem es mehrere Hinweise von Anlegern und Warnungen der Aufsichtsbehörden in verschiedenen europäischen Ländern gab, ermittelte Interpol in Sachen OneCoin und schloss daraufhin das europäische Büro in der Hauptstadt Bulgariens.

Daneben unterband dann die Zentralbank von Samoa (CBS) alle weiteren Transaktionen, die offensichtlich zu einem nicht unerheblichen Teil über den Inselstaat im Pazifik liefen. So gab das Ministerium für Planung und Investment in Vietnam offiziell bekannt, dass die Lizensierung der Kryptowährung OneCoin nicht wie von den CEOs behauptet in Vietnam erfolgt ist, sondern auch diese Behauptungen eine klare Lüge gewesen seien. Dies wäre wohl nur ein Grund gewesen, damit die Anleger besänftigt werden sollten. Auch ein versprochener Börsengang wurde ebenfalls nicht durchgeführt bzw. geplant.

OneCoin hatte offensichtlich auch einen Briefkasten in Belize. Auch von dort kam eine eindeutige Warnung von dem Betrugsschema. Letzen Endes wurden im April 2018 Ruja Ignatova und 17 weitere Personen im Zusammenhang mit diesem Unternehmen in Indien (Mumbai) festgenommen. Der Bruder Konstantin Ignatov und Sebastian Greenwood, die im Hintergrund weiter an OneCoin arbeiteten und mittlerweile untergetaucht waren, wurden dann Anfang 2018 bzw. Anfang 2019 endgültig festgenommen. Die OneCoin Webseite ist derzeit im Juni 2019 noch online. Nach wie vor sollten auf keinen Fall irgendwelche Einzahlungen vorgenommen werden.

Kyäni – seriös oder neuer Betrug?

Über den Namen Kyäni oder Kyani werden seit einiger Zeit weltweit verschiedene Wellness und Kosmetikartikel über ein sogenanntes MLM System bzw. den direkten Vertrieb verkauft. Seit einiger Zeit werden diese Produkte sowie die damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten auch hierzulande angeboten.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Idaho, USA. Die Kunden können die Kyäni Produkte kaufen und dazu auch selbst als eigener Vertriebspartner einsteigen. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Nahrungspakete an arme Menschen in Entwicklungsländern zu spenden.

Derzeit haben uns einige negative Berichte und einige Scam Warnungen dazu veranlasst, diesen Anbieter einmal genauer zu überprüfen. Handelt es sich hierbei um ein seriöses Unternehmen oder ist es alles Schwindel?

Kyäni – was wird genau angeboten?

Über Kyäni werden insgesamt drei Produktgruppen angeboten: Triangle of Wellness, Kyöni Fleuresse und Potato Pak.

Das Triangle of Wellness ist ein Set von Nahrungsergänzungsmitteln. Angeblich basiert dies auf der Alaska Blaubeere und hat einen hohen Anteil an Antioxydantien. Laut der Webseite enthält das Produkt außerdem 20 weitere Inhalts- und Nährstoffe sowie essentielle Vitamine.

In dem Set ist auch das Kyäni Sunset enthalten. Dieses soll wichtige Omega 3 Fettsäuren aus dem Alaska Wildlachs enthalten. Dazu gibt es noch Kyäni Nitro, wodurch die Stoffwechselprozesse im Körper noch angeregt werden sollen. Hierdurch soll insgesamt ein besseres Wellness Level erreicht werden.

Kyönis Fleuresse ist dazu ein Kosmetikprodukt bzw. eine Kosmetikserie, die angeblich auf einer Schweizer Apfelsorte basieren soll. Diese soll der Haut helfen, sich besser natürlich zu regenerieren und zugleich widerstandsfähiger zu werden. Dies vor allem gegen Umwelteinflüsse und Stressoren. Wie genau das funktionieren soll, wird dabei nicht erklärt. Beim sogenannten Potato Pak handelt es sich um verschiedene Ernährungspakete, die von den Kunden an Menschen in Entwicklungsländern gespendet werden sollen. Dabei sollen ausreichende Vitamine, Mineralien, Proteine und weitere wichtige Nährstoffe enthalten sein und zugleich eine komplette Mahlzeit ausgleichen. Angeblich wurden bereits Millionen von Potato Pak Portionen für Kinder und andere Bedürftige auf der ganzen Welt bereitgestellt.

Das MLM System von Kyäni

Den Kunden von Kyäni wird zusätzlich auch eine Geschäftsgelegenheit geboten. So können diese sich angeblich ein hohes Einkommen sowie mehr Wohlstand langfristig sichern. Hierbei handelt es sich natürlich um ein MLM-Vertriebssystem. Mit diesem können Kunden durch den Verkauf von Kyäni Produkten bestimmte QV-Bonuspunkte verdienen. Je mehr Produkte hierbei verkauft werden, je höher ist das Ränking bei Kyäni und damit auch der Bonus. Die Kunden müssen jedoch erstmal in ein Package investieren, damit sie mitmachen können und dann auch selbst Geld verdienen können.

Die Kosten hierfür betragen:

Kyäni Starter Pack: 40 USD

Kyäni Product Pack: 299 USD

Kyäni Social Builder Pack: 599 USD

Kyäni Social Premium Pack: 1299 USD

Es gibt insgesamt 17 Ranking Levels. Diese starten beim einfachen Member und gehen bis zum Double Black Diamond Status. Der Bonus ist ab Level 9 wie folgt gestaltet:

Emerald 5000 USD

Blue Diamond 25.000 USD

Purple Diamond 100.000 USD

Double Red Diamond 500.000 USD

Double Black Diamond 1.000.000 USD

Auf den höchsten Levels werden zudem „Shares“ an Kyäni und zusätzliche Benefits versprochen.

Anerkennung durch das rote Kreuz sowie Grand Gold Quality Award?

Auf der Webseite von Kyäni wird unter anderem damit geworben, dass Kyäni von „Monde Selection“ mit dem Grand Gold Quality Award ausgezeichnet wurde. Dies ist eine international renommierte Organisation und sehr bekannt. Auch soll das rote Kreuz Kyäni sozusagen anerkannt haben für dessen Bereitschaft und Fähigkeit im Rahmen der Zeit, finanziellen Unterstützung und Notfallversorgung mit Potato Paks. Hierbei ist vor allem die Hilfe für Menschen in der Not gemeint. So richtig amtlich und genau nachprüfbar ist dies jedoch nicht.

Bisher keine seriösen und unabhängigen Tests bzgl. der Inhaltsstoffe

Ein Grand Gold Quality Award sagt grundsätzlich zunächst nichts aus, auch wenn dieser von einer eher fragwürdigen Lobbyorganisation stammt. Die Anerkennung des roten Kreuzes ist ebenfalls nicht prüfbar, weshalb wir dafür auch keine Bestätigung finden können. Keiner dieser Punkte kann die tatsächliche Wirkung der verkauften Produkte wirklich bestätigen.

Wer diese Kyäni Produkte kauft oder verkauft, weiß somit nicht genau, welche genauen Inhalts- bzw. Wirkstoffe sich darin befinden. Bislang gibt es keine offiziellen Tests oder Zulassungen hierzu. Allerdings ist schon mal positiv, dass hierbei nicht mit heilenden Wirkungen geworben wird. Dies wäre in dem Fall auch verboten.

Da es bisher keine offiziellen Tests gibt, möchten wir uns auch bzgl. einer Wertung über die Wirksamkeit der Produkte entziehen. Die Produkte sind jedoch recht teuer. Allerdings ist dies auch nicht verboten. Jedoch gibt es sehr viele andere Nahrungsergänzungsmittel sowie kosmetische Präparate mit nicht nachprüfbarem Nutzen, die ebenfalls erheblich teuer sind.

Kein Impressum auf der Homepage

Auf der deutschen Seite von Kyäni konnten wir auch kein Impressum finden. Wenn man auf die Seite der Registrierung klickt, dann weiter auf die Nutzungsbedingungen, erscheinen diese Bedingungen nicht. Dies entspricht beides nicht den hierzulande geltenden Regeln im Onlinebereich. Schließlich möchte man ja wissen, wo sich das Unternehmen befindet, mit dem man ein Geschäft eingeht.

Die Gründer und Verantwortlichen von Kyäni werden auf der Seite jedoch klar vorgestellt. Es handelt sich dabei um Kirk und Jim Hansen sowie Carl Taylor. Im Internet lässt sich auch der Firmensitz finden: 1070 River Walk Dr Suite 350, Idaho Falls, ID 83402, USA. Eine Telefonnummer gibt es dort auch zu finden.

Kyäni ist in den USA schon über 10 Jahre auf dem Markt. So hat man es offensichtlich bei der deutschen Expansion lediglich versäumt, die Seite an die deutschen Anforderungen anzupassen. Ein Fehler, der jedoch nicht unbedingt als KO Kriterium gelten muss. Gerade im Hinblick auf die Seriösität muss dies kein Ausschlusskriterium sein. Allerdings muss dies dringend korrigiert werden, denn die Identität darf nicht verschleiert werden.

Fazit und Kritik am System von Kyäni

Fakt ist, dass die Firma Kyäni Verbrauchsprodukte auf den Markt bringt, die unabhängig vom jeweiligen Nutzen auch gekauft werden. Die Produkte sind recht teuer, allerdings muss dies jeder unterschiedlich für sich bewerten.

Dabei handelt es sich bei Kyäni um ein klassisches Direktvertriebssystem mit MLM Elementen. Allerdings kann hierbei nicht von einem Ponzi Schema oder Schneeballsystem gesprochen werden. Es gibt jedoch einige Hinweise im Internet, wonach die Kyäni Verkäufer im Schnitt nur rund 3600 USD im Jahr als Bonus ausbezahlt bekommen haben. Diese Angaben konnten allerdings auch nicht überprüft werden.

Reichtum dürfte mit dem Vertrieb von Kyäni nicht zu erlangen sein. Dies berichten viele unabhängige Stimmen im Netz.

Da der Auftritt auf dem deutschen Markt noch recht unprofessionell wirkt und die Seite eher schlecht übersetzt ist, könnte man durchaus am Management des Unternehmens zweifeln. Gerade die unvollständigen Angaben lassen doch mehrere Zweifel aufkommen. Wir möchten daher keine direkte Empfehlung für den Invest in Kyäni abgeben.

Kurzum: Geringe Provisionen, die jedoch auch ausbezahlt werden, teure Produkte ohne einen klar bestätigen Nutzen und ein nicht fachmännisch ausgerichteter Expansionskurs nach Europa lassen uns am Geschäftsmodell von Kyäni zweifeln. Gerade im Hinblick auf ein Geschäftsmodell mit solidem Nebeneinkommen erscheint uns dies zunächst eher etwas fragwürdig.

Unseriöse Tradingplattformen auch hier ist Vorsicht geboten

21 Coinworld – Nicht seriös!

Auf der eigenen Webseite von 21 Coinworld gibt das Unternehmen an, der größte wie auch erfolgreichste Miningpool in Europa zu sein. Beim Mining werden dem Kunden Rechenleistungen mit modernen Mining Computern bereitgestellt. 21 Coinworld wird laut eigenen Angaben täglich von den Blockchain-Transaktionen mit Bitcoins belohnt, wenn sie diese bestätigen. Das Unternehmen gibt weiter an, dass sich diese Mining-Anlagen derzeit in „Zentraleuropa“ befinden und dort mit „erneuerbarer Energie aus Wasserkraft“ betrieben werden. Dadurch wird der „CO2-Abdruck“ so gering wie möglich gehalten.

21 Coinworld lockt Investoren mit dem Versprechen, einen Anteil am täglichen Gewinn zu bekommen, wenn sie der 21 Community beitreten. Wer sich hier registriert, der muss eine einmalige „Registrierungsgebühr“ von 99 € zahlen. Wer sich dann noch Anteile der „Mining-Hardware“ kauft, der könne dann auch tägliche Einnahmen des Minings in Form von BTC/ETH-Gutschriften sichern.

Die Laufzeit dieser Investitionen soll bei 21 Coinworld ganze 2.000 Tage betragen. Umgerechnet sind dies 5 Jahre und fast 6 Monate. Bei einer Einmalzahlung von 250 € sollen dem Kunden dann ein täglicher Erlös von 0,47 € täglich einbringen. Darin enthalten sind schon der Abzug von 0,00005 BTC täglich. Wenn man sich dieses einmal auf ein Jahr hochrechnet, würde der Kunde dann eine Rendite von etwa 146% bekommen. Diese Aufstellung liest sich sehr gut, doch stimmt das auch?

Wo ist der Sitz von 21 Coinworld und wo stehen die Mining-Anlagen?

Wer sich einmal genauer mit 21 Coinworld befasst, der wird schnell stutzig werden. Denn auf verschiedenen Internetseiten steht geschrieben, dass sich der Sitz des Unternehmens in Dubai befindet. Wer dann einmal die Internetseite von 21 Coinworld unter http://www.21coinworld.com/#/ besucht, der wird im Impressum jedoch eine ganz andere Adresse vorfinden. Diese laiutet:

21C LIMITED, 31/F, Chinacham Century Tower, 178 Gloucester, Road, Wanchai, Hong Kong.

Ist das Unternehmen etwa umgezogen und hat „vergessen“, die mitzuteilen?

Eine Kontaktaufnahme ist bei 21 Coinworld nur per E-Mail-Kontaktformular möglich. Auf der Internetseite sucht man vergeblich eine Telefonnummer, den Namen des Verantwortlichen der Webseite oder nach Angaben zur Registrierung einer Firma. Ebenso wird auf der Webseite verschwiegen, wo genau die Mining-Farmen stehen sollen. Wenn man Fintelegram glauben schenkt, dann steckt der Österreicher Albert Hinterdorfer dahinter, denn dieser ist für solche Maschen bekannt.

Kritische Stimmen im Netz

Es finden sich im Internet auf mehreren Webseiten kritische Stimmen, die sich aufgrund schlechter Erfahrungen zu 21 Coinworld äußern. Diese sagen aus, dass den Anlegern nicht die Erträge des Kyyptomining „verkauft“ werden, sondern es werden bei den versprochenen Erträgen die Anteile am „Unternehmensgewinn“ verkauft. Dies ist ähnlich den Genussschein-Modell.  An sich wäre das nicht problematisch, doch 21 Coinworld hüllt sich weiterhin im Schweigen, welcher der Anlagen wo betrieben werden. Ebenso werden weder die Unternehmenszahlen, noch die Gewinne veröffentlicht. Nach dem KWG handelt es sich bei solchen Schuldtiteln um ein erlaubnispflichtiges Geschäft und somit müsste zumindest für die deutschen Kunden eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingeholt werden. Außerdem wäre dann noch eine Prospektpflicht vorgeschrieben. Jedoch liegen weder die Genehmigung der BaFin vor, noch ein veröffentlichtes Prospekt, in dem über die Risiken informiert wird, die mit der Anlage verbunden sind. Ebenso sucht man vergeblich auf der Webseite des Unternehmens nach Risikohinweise. Somit arbeitet 21 Coinworld völlig unreguliert. Anleger können nicht, so wie vorgeschrieben, auf Geschäftsberichte oder auch andere Unternehmenszahlen zugreifen, um nachprüfen zu können, inwiefern sich das Unternehmen entwickelt und damit die Chancen und Risiken einschätzen zu können.

2018 kamen auch Berichte heraus, dass 21 Coinworld die monatliche Ausschüttung gestoppt hätte, da es eine jährliche Gewinnausschüttung gäbe. Auszahlungen, die bis dato stattgefunden hatten, sollte der Kunde als „Geschenk“ betrachten. Dies verwirrt die Anleger, denn diese „Strategie“ hört sich nicht an, als würde hinter 21 Coinworld ein solides Finanz-Management stecken..

Fazit

Aufgrund all dieser undurchsichtigen Fakten, möchten wir von Aktienrunde.de keine Empfehlung geben, Geld in 21 Coinworld zu investieren. Der Grund dafür liegt nicht daran, dass es nicht möglich wäre, mit dem Kryptomining kein Geld zu verdienen, sondern an der beinahe völligen intransparenten Arbeitsweise dieses Unternehens.

Es findet sich kein Firmenname, allerdings werden Unternehmen hier Gewinne versprochen. Für Anleger ist die Unternehmens- und Gewinnentwicklung nicht nachvollziehbar. Ebenso liegt keine Regulierung der BaFin vor, die bei einem Genussschein-Modell vorhanden sein müsste.

Es ist jedoch sehr üblich sich als DAO (Decentralized Antonomous Oganization), Übersetzt bedeutet dies so viel wie als eine dezentrale Organisation ohne zentrale Verantwortung, im Kryptobereich bei Ponzi-Schemas auszugeben, allerdings ist das Unternehmen damit nicht von seiner gesetzlichen Verpflichtung gegenüber den Anlegern und Behörden entbunden.

Der Anleger findet auch keine klare Beschreibung, wo diese Mining-Farmen denn stehen sollen. Allerdings ist dies für Anleger ein sehr wichtiger Punkt, denn nur so ist es auch möglich, die Risiken bezüglich des Stromverbrauches und der rechtlichen Rahmenbedingungen auch überprüfen zu können.

OneCoin betrügt die Anleger

Das Unternehmen OneCoin stellte mehrere Geschäftsmodelle vor, mit denen sie Kunden anwerben wollten. Dem Anleger wurde vorgegaukelt, dass OneCoin eigene Mining-basierte Kryptowährungen schaffen würde, die dann auch in das weltweite, verlässliche Finanztransaktionen eingeführt werden könnten.

Ebenso sollten die OneCoins Informationen transportieren können, dadurch wäre ein Einsatz im industriellen Bereich möglich gewesen und es wäre ein erheblicher Zusatznutzen entstanden. Versprochen wurden ebenfalls Erträge aus dem Mining und eine Wertsteigerung des OneCoins.

Behauptet wurde zudem, dass diese Coins dann nicht nur bei den Kryptobörsen gelistet werden sollten, sondern auch über XCING.com und somit im One-Netzwerk gehandelt werden könnten. Anleger konnten darüber hinaus auch sogenannte Educational Packades kaufen, welche die dann auch an andere Anleger hätten verkaufen können um somit dann auch Provisionen im OneCoins zu verdienen. Dies sind somit klassische Elemente des MLM /Networkt Marketing. Doch wurde aus diesen Vorhaben etwas und wie ist die Lage heute?

Der große OneCoin Betrug

Anfang 2017 wurden die ersten Zweifel laut, ob OneCoin nicht um eine illegales Betrugsmasche handelt. Ende des Jahres hatte man dann Gewissheit, dass diese Vermutungen auch wirklich eintrafen. Es fanden Razzien beinahe über den ganzen Globus statt, es wurden Konten eingefroren und es gab Festnahmen wie die der Gründerin Ruja Ingnatova und vielen anderen Verantwortlichen.

Das Nachsehen hatten dabei tausende von Anlegern. Es wird vermutet, dass es insgesamt etwa vierhundert Millionen Dollar waren, die an angelegtem Geld verwunden sind. OneCoin hatte für diesen Zweck ein eigens dafür international verfochtenes Netz für Überweisungen geschaffen, die dann das Geld „reingewaschen“ haben um es dann für ihre eigenen Zwecke zu nutzen und auszugeben. Es stellte sich im Laufe der Verhandlungen heraus, dass OneCoin von vornherein ein sehr groß angelegtes Ponzi Schema hatte und sich daraus dann der vorsätzliche Betrug feststellen ließ.

Es war keine Planung von den groß angekündigten Kryptowährungen, die entwickelt werden sollten und dann an der Kryptoböse gelistet werden sollten. Die Anleger, die bei OneCoin Geld eingezahlt haben und damit sogenannte „Educational Packages“ erworben haben, wurden schlichtweg hereingelegt. Diese Packages hatten einen Wert von 100 € bis 118.000 €.

Wann kamen die ersten Zweifel auf?

Im Jahr 2016 kamen die ersten Zweifel auf, doch endgültig standen diese dann Anfang 2017. Auf das Unternehmen OneCoin wurden verschiedene, seriöse Finanzdienstleister aufmerksam. Die Behauptungen von OneCoin, die auf der Webseite der Firma standen, waren solche wie „OneCoin entwickelt sich 2016 nach dem Bitcoin zur Kryptowährung mit der zweitgrößten Marktkapitalisierung“. Hierbei war dann die Rede von 12 Milliarden OneCoins in der Blockchain. Durch diese Aussage schauten dann auch die Experten genauer hin.

Der Betrug wurde dann sehr schnell durchschaut. Sofort gingen die ersten News wie auch konkrete Scam-Warnungen heraus. Ende 2016 war dann bereits klar, nachdem festgestellt wurde, dass die Anleger auch keine Auszahlungen bekamen, dass es sich um das Ponzi-Schema handelte.

Was ist das Ponzi-Schema?

Das Ponzi-Schema ist ein Geschäftsmodell, bei dem für Anleger nicht ersichtlich ist, wie die versprochenen Renditen erwirtschaftet werden. Die Renditen der früheren Anleger werden dabei mit dem frisch eingezahlten Geld von neuen Anlegern bezahlt.

Ein sehr großer Teil des erwirtschafteten Geldes verschwindet dann auch im Regelfall in die Taschen der Verantwortlichen. Wenn nicht mehr genügend neue Anleger herangezogen werden können, die in dieses Geschäftsmodell einzahlen, oder viele „alte“ Anleger ihr Geld zurück wollen, dann bricht dieses Modell in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

Aufgrund dessen sind die Ponzi-Schemen auch illegal. Bernard Madoff betrieb in den 80er und 90er Jahren das größte Ponzi-Schema in New York. Bei diesem Betrug wurden sowohl Anleger, es waren auch Investmentfonds wie auch namhafte Stiftungen darunter, verloren über 50 Millionen Dollar. Madoff wurde dann verurteilt und bekam eine Strafe von 150 Jahren Haft.

Der Zusammenbruch von OneCoin – ganz so wie es kommen musste

Anleger hatten Hinweise gegeben und die Aufsichtsbehörden aus verschiedenen europäisch Ländern hatten Warnungen heraus gegeben. Daraufhin ermittelte Interpol dann in Sachen OneCoin. Das europäische Büro in der bulgarischen Hauptstadt Sofia wurde daraufhin geschlossen.

In Samos (SBD) unterband die Zentralbank alle weiteren Transaktionen. Offensichtlich liefen diese größtenteils über den Inselstaat im Pazifik. Offiziell gab das Ministerium für Planung und Investment in Vietnam bekannt, dass die Behauptung der CEOs, die Lizenzierung der Kryptowährung OneCoin, nicht stimmen und auch nicht erfolgen wird, sondern dies alles ein großer Schwindel war, um die aufgebrachten Anleger zu besänftigen. Ebenso verhielt es sich mit dem versprochenen „Börsengang“.

In Belize unterhielt die Firma OneCoin offensichtlich einen Briefkasten, doch auch dort kamen eindeutige Warnungen, dass es Betrug sei. 2018 wurden dann schlussendlich Ruja Ignatova und 17 weitere Personen, die mit dem Unternehmen in Verbindung standen im indischen Mumbai festgenommen. Die Brüder von Ruja Ignatova, Konstantin Ignatov und Sebastian  Greeenwood wurden 2018 beziehungsweise Anfang 2019 verhaftet. Diese hatten im Hintergrund von OneCoin gearbeitet und waren zwischenzeitlich untergetaucht. Zum aktuellen Zeitpunkt (06/1029) ist die Webseite von OneCoin noch immer online. Auf keinen Fall sollten auf dieser Seite irgendwelche Einzahlungen vorgenommen worden.

Kyäni – Ist das seriös oder wieder ein MLM Betrug?

Übber das MLM System beziehungsweise Direktvertrieb werden weltweit Wellness- und Kosmetikprodukte unter dem Namen Kyani oder Kyäni. Sowohl die Produkte wie auch die Verdienstmöglichkeiten werden seit einiger Zeit auch hierzulande offeriert.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Idaho, USA. Kunden können dafür entweder selbst als Vertriebspartner einsteigen oder die Produkte auch nur kaufen. Ebenso hat man als Kunde die Möglichkeit, Nahrungspakete für arme Menschen in den Entwicklungsländern zu spenden.

Es gibt jedoch verschiedene, negative Berichte wie auch Scam-Werbung im Internet, die uns dazu veranlasst haben, uns das Unternehmen und den Anbieter einmal genauer anzusehen. Ist Kyäni ein seriöses Unternehmen oder handelt es sich hierbei um Betrug?

Kyäni – was wird genau offeriert?

Das Unternehmen bietet drei Produktgruppen an: das Triangle of Wellness, Lyöni Fleuresse und das Potato Pak.

Das Produkt mit dem Namen „Triangle of Wellness“ ist ein Nahrungsergänzungsmittelset, bei dem die Basis angeblich auf der Alaska-Blaubeere basiert, die einen hohen Anteil an Antioxidantien bietet. Laut Webseite enthält diese Serie auch noch 20 weitere „Inhalts- und Nährstoffe“ ebenso wie „essentielle Vitamine“.

Das Set enthält zudem auch das „Kyäni Sunset“, bei dem Omega-3-Fettsäuren aus dem Alaska-Wildlachs enthalten sein soll. Die Stoffwechselprozesse im Körper werden mit „Kyäni Nitro“ angeregt. Aufgrund dessen soll der Mensch ein deutlich besseres Wellness Level erreichen können.

Unter dem Namen „Kyönis Fleuresse“ soll sich eine Kosmetik-Serie verbergen. Diese hat ihre Basis angeblich in einer Schweizer Apfelsorte. Diese soll die Haut dabei unterstützen, sich besser und schneller, doch vor allem natürlicher zu regenerieren und somit widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse und „Stressoren“ zu machen. Allerdings wird dabei nicht erklärt, wie genau dieses Prinzip wirken soll.

Das „Potato Pak“ sind Ernährungspakete. Diese können die Kunden von Kyäni dann an Menschen in Entwicklungsländern spenden. Diese Pakete sollen viele Vitamine, Proteine, Mineralien wie auch andere wichtige Nährstoffe für den menschlichen Körper enthalten. Außerdem sind in diesem Paket auch komplette Mahlzeiten enthalten. Kyäni wirbt damit, dass diese Pakete bereits Millionen Kinder und Bedürftige in der ganzen Welt zugute gekommen sein sollen.

Das MLM-System von Kyäni

Kyäni bietet seinen Kunden außerhalb seiner Produkte auch die Möglichkeit an, sich mitdem Unternehmen ein hohes Einkommen und somit verbundenen, verbesserten Wohlstand leisten zu können. Das Vertriebssystem von Kyäni heißt MLM. Die Kunden sammeln bei dem Verkauf von Produkten von Kyäni Bonuspunkte. Die Boni steigen, je mehr Produkte der Kunde / Mitarbeiter verkauft. Ebenso steigt er dann auch in dem Ranking bei Kyäni. Um dort mitmachen zu können, muss der Kunde jedoch zunächst einmal in ein Package investieren. Erst dann kann er selbst auch Geld verdienen. Wir haben die Kosten einmal hier aufgestellt:

  • Kyäni Starter Pack: $40,00
  • Kyäni Product Pack: $299,00
  • Kyäni Social Builder Pack: $599,00
  • Kyäni Social Premium Pack: §1,299,00

Der Kunde kann bei Kyäni 17 Ranking-Levels erreichen. Diese reichen vom einfachen Membre bis hin zum Double Black Diamond Status. Ebenso haben wir hier einmal den Bonus aufgelistet, der ab dem neunten Level jährlich beträgt:

  • Emerald $5,000
  • Blue Diamond $25,000
  • Purple Diamond $100,000
  • Double Red Diamond $500,000
  • Double Black Diamond $1,000,000

Auf dem höchsten Level mit dem Namen „Shares“ werden dem Kunden weitere Benefits versprochen.

Grand Gold Quality Award und Anerkennung durch das Rote Kreuz?

Kyäni wirbt auf seiner Webseite damit, dass das Unternehmen von dem „Monde Selection“, einer international renommierten Organisation, mit dem Grand Gold Quality Awars aufgezeichnet wurde. Auch das Rote Kreuz soll Kyäni für die Bereitschaft und Fähigkeit, wie auch Zeit und finanzielle Unterstützung und Notfallversorgung mit dem „Potato Pak“ „anerkannt“ haben. Mit diesem unterstützen Sie Menschen in Not. Allerdings sind beide Auszeichnungen nicht amtlich und auch nicht nachprüfbar.

Keine unabhängigen und seriösen Tests bezüglich der Inhaltsstoffe

Wir finden keine tatsächliche Wirkung der verkauften Produkte. Weder durch den Grand Gold Quality Award, noch durch die „Anerkennung“ vom Internationalen Roten Kreuz. Wir sehen die Lobbyorganisation, die dem Unternehmen den Award verliehen hat jedoch auch als fragwürdig an.

Keiner weiß, was sich tatsächlich an Inhalts- wie auch an Wirkstoffen in den Produkten von Kyäni befindet, nicht der Kunde und auch nicht der Verkäufer. Es gibt bisher noch keine offiziellen Tests oder auch Zulassungen. Es wird allerdings auch nicht mit heilenden Wirkungen geworben, denn genau das wäre strafbar und ist verboten.

Aufgrund der fehlenden, offiziellen Tests möchten wir keine Wertung dazu abgeben, ob die Produkte wirklich wirken oder nicht. Allerdings muss man an dieser Stelle auch einmal klar sagen, dass diese Produkte schon teuer sind. Doch das ist auch nicht verboten. Es gibt auf dem Markt viele Nahrungsergänzungsmitte und auch kosmetische Präparate, die alle einen zweifelhaftem Nutzen haben und erheblich überteuert sind.

Kein Impressum auf der Webseite

Auf der deutschen Webseite von Kyäni finden wir leider kein Impressum. Wer sich registrieren möchte und dann die Nutzungsbedingungen einsehen möchte, der wird feststellen, dass er diese nicht finden wird. Hierzulande entspricht das jedoch nicht dem geltenden Regeln und Usancen. Schließlich möchte man wissen, wo der Geschäftspartner seinen Sitz hat und wer er überhaupt ist.

Auf der Webseite werden jedoch die Gründer und Verantwortlichen von Kyäni vorgestellt. Dies sind Kirk und Jim Hanson wie auch Carl Tylor. Im Internet finden sich dann auch die Informationen zum Firmensitz: 1070 River Walk Dr Suite 350, Idaho Falls, ID 83402, USA. Allerdings gibt es dort auch keine Telefonnummer zu finden.

Kyäni ist in den USA bereits seit 10 Jahren auf dem Markt zu finden. Wir gehen davon aus, dass man lediglich versäumt hat, bei der aktuellen Expansion auf dem deutschen Markt die Webseite auch an die hiesigen Anforderungen anzupassen. Bei der Beurteilung muss dies noch kein Ausschlusskriterium sein im Bezug auf das Thema Seriosität, jedoch sollte dies korrigiert werden. Die Identität wird hier ausdrücklich nicht verschleiert.

Fazit und Kritik am Geschäftssystem von Kyäni

Das Unternehmen bringt „Verbrauchsprodukte“ auf den Markt. Der tatsächliche Nutzen ist nicht nachgewiesen, doch die Produkte werden trotzdem gekauft. Die Produkte sind teuer und dies muss auch relativ bewertet werden.

Das System, welches Kyäni nutzt,ist ein klassisches Direktvertriebssystem mit MLM-Elementen. Hierbei kann jedoch nicht von einem Schneeball- oder Ponzi-Schema gesprochen werden. Wir haben jedoch Hinweise im Internet gefunden, bei dem 80% der Verkäufer, die bei Kyäni arbeiten, im Durchschnitt nur maximal 3.600 Dollar im Jahr als Bonus ausgezahlt bekommen. Leider war es uns nicht möglich, diese Angaben zu überprüfen.

Es haben viele Menschen im Internet berichtet, dass es nicht möglich ist, durch den Verkauf der Produkte von Kyäni reich zu werden.

Auf dem europäischen Markt sieht der Auftritt der Firma sehr unprofessionell aus, die Webseite ist schlecht übersetzt und aufgrund der unvollständigen Angaben kommen Zweifel im Bezug der Qualität des Managements auf. Aufgrund dessen möchten wir keine Empfehlung dazu aussprechen, dass es sinnvoll ist, bei Kyäni zu investieren.

Kurz: Die niedrigen Provisionen werden ausgezahlt, die Produkte sind doch recht teuer und der Nutzen, wie auch die unfachmännische Expansion in Europa geben uns zu keiner Zeit einen Anlass, Kyäni als ein empfehlenswertes solides Geschäftsmodell für ein Nebeneinkommen und eine Geldanlage einzuschätzen.

Unseriöse Tradingplattformen, nicht alle sind seriös

Unseriöse Anbieter locken Verbraucher mit hohen Gewinnaussichten auf dubiose Handelsplattformen. Bundeskriminalamt, Bafin und Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Finanzbetrugsmasche. Von Wolf Brandes, Gastautor für €uro am Sonntag

Auf den Internetseiten wie www.option888.com präsentieren sich erfolgreiche Trader wie sie entspannt mit den Armen hinter dem Kopf verschränkt, entspannt zurückgelehnt, drei Monitore im Blick haben. Dort wird geworben mit „Echtzeit Trades – unkomplizierte Auszahlungen“. „Kostenlos und in weniger als 2 Minuten“ sollen dort mit ein paar Klicks ein Konto eröffnet sein. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Sollten Sie die Registrierung bei einer solch unseriösen Handelsplattform nicht abbrechen, besteht die Gefahr, dass Sie Opfer eine neuartigen, systematischen Internet-Betrugsmasche werden. Die wenigsten Kunden berichten von einer Auszahlung des Geldes, denn fast immer bleibt das eingesetzte Geld beim vermeintlichen Broker.

Im Internet gibt es scheinbar immer besonders lukrative Investitionsmög­lichkeiten für Anleger. Fast immer sind dies Seiten, wo das schnelle Geld versprochen wird. Die Internetauftritte sind aufwendig gemacht, bei denen dann viele Menschen ihre persönliche Erfolgsgeschichte erzählen. Nicht selten fallen dabei auch prominenten Namen oder es werden Logos von bekannten Medien verwendet, die dem zukünftigen Anleger Seriosität vortäuschen sollen. Die Internetseiten der Handelsplattformen sind sowohl optisch wie auch technisch sehr gut gemacht. Genau das macht es Anlegern auch so schwer, einen seriösen Anbieter von einem Betrüger zu unterscheiden.

Fast immer steht am Ende ein Totalverlust für die Anleger

Aufgrund der stetig ansteigenden Zahlen der Beschwerden über solche Online-Trading-Webseiten schlagen die Verbraucherschützer immer öfter Alarm. Zur Zeit liegt der Fokus der Betreiber auf zwei Anlageklassen: zum einen das Forex-Trading und zum anderen das sogenannte finanzielle Differentkontrakte (CFD). Die Anleger spekulieren bei der zweiten Variante auf die Entwicklung des Kurses bei einem bestimmten Basiswertes, wie es beispielsweise bei einer Aktie oder Krytpowährung der Fall ist. Auf die Veränderungen der Wechselkurse wird beim Forex-Trading gesetzt. Es ist gleichgültig, welches der beiden Verfahren man sich aussucht, es sind beides per se schon hochspekulative Geschäfte. Auch wenn es sich dabei um seriöse Dienstleister handelt, wer es sein eingesetztes Geld nicht verlieren will, weil er es sich nicht leisten kann, sollte von beiden Varianten Abstand nehmen.

Die Marktwächter-Experten der Verbraucherzentrale in Hessen haben eingeschätzt, dass es sich bei diesem Phänomen des grassierenden unseriösen Online-Trading um den grauen Kapitalmarkt 2.0. Es gab bundesweite Fälle, die dazu ausgewertet wurden. Bei dem grauen Kapitalmarkt geht es dabei dann nicht mehr um die klassischen Investments wie Container oder Windanlagen, es handelt sich heutzutage um so abstrakte Produkte wie CFD. Angesichts der vielen, unseriösen Online-Handelsplattformen,die Anlageprodukte wie CFD anbieten, ist auch das Bundeskriminalamt beunruhigt.

Verbraucher berichten in diversen Beschwerden über den Onlinehandel auf den Trading-Plattformen, dass sie hier bereits viel Geld verloren haben. Die Gewinnchancen auf solch betrügerischen Onlineseiten sind nicht nur extrem schlecht, diese liegen gänzlich bei Null. Bei den meisten Anlegern solcher Seiten steht am Ende der Rechnung ein totaler Verlust von ihrem investierten Kapital auf dem Plan. Es hat laut den Verbraucherschützern Anleger gegeben, die bis zu 70.000 € verloren haben. Wenn man einmal alles zusammenrechnet, dann kommt man wohl auf einen Betrag der im dreistelligen Millionenbereich liegt. Bisher liegen noch keine exakten Zahlen vor. Es liegen mittlerweile Beschwerden von mehr als 50 verschiedenen Plattformen bei den Marktwächter-Experten von der Verbraucherzentrale in Hessen vor.

Aufgrund der vielen geschilderten Vorgehen von Anlegern, weiß man mittlerweile, dass die Betreiber der Online-Trading-Seiten ähnlich vorgehen. Zunächst einmal fordern die Betreiber ein Startkapital von oftmals 250 Euro oder Dollar. Jedoch erklären die Onlinehändler dem Anleger nicht, wie diese Kapitalanlage funktioniert. Laut Berichten von Nutzern haben viele zunächst einmal teilweise sehr hohe Gewinne eingefahren. Dann hat sie ein „persönlicher Broker“ davon überzeugt, den Einsatz zu erhöhen um noch höhere Gewinne zu erzielen. Doch die Probleme fangen dann an, wenn eine höhere Summe auf dem Konto der Trading-Plattform eingezahlt wird. Oftmals sind die Broker dann nicht mehr erreichbar und die Auszahlung von dem erspielten Guthaben wird verschleppt. Es gibt jedoch auch Anbieter, die einen Anleger, der aussteigen möchte, telefonisch belästigt.

Auf den meisten Plattformen sucht der Verbrauchen ein korrektes Impressum vergeblich. Wenn man die Internet-Domains einmal überprüft, wird schnell klar, dass sich hinter den meisten Plattformen noch weitere Hintermänner verstecken. Es ist nachgewiesen, dass die Gelder vom Anbieter auf die unterschiedlichsten Konten im Ausland überwiesen werden, die Betreiber der Handelsplattformen wechselt sehr oft und wer einmal nach den Adressen sucht, der wird oftmals bei einer Offshore-Briefkastenadresse landen. Somit hat der Verbraucher keinerlei Chancen mehr, noch in irgendeiner Form an sein Geld zu gelangen. Sowohl die Aufsicht, wie auch die Polizei berichten in ihren Aussagen, dass oftmals schon wenig später nach der Anmeldung der Kunde von einem der Mitarbeiter der Handelsplattform kontaktiert werden. Sowohl das BKA, wie auch Bafin berichten, dass sich der Anrufer bei dem Kunden als kompetenten Finanzbroker ausgibt, der über eine jahrelange Erfahrung zurückblicken kann. Dadurch erschleicht er sich ganz oft das Vertrauen der Neukunden. Es gibt jedoch auch besonders dreiste Maschen nach den neusten Erkenntnissen der Ermittler, dass der Anleger seinen vermeintlichen Kontostand online einsehen kann. Wenn er dies tut, wird ihm mithilfe einer Betrugssoftware von der Handelsplattform dann nicht vorhandene Kontobewegungen und hohe Gewinne angezeigt.

Die Betreiber der Plattform sind flexibel und einfallsreich

Laut dem BKA und Bafin werden die Gelder, die der Anleger einzahlt, nie einer Kapitalanlage zugeführt. Sowohl die Handelsplattform, wie auch die vermeintlichen Kundenkonten sind Fake. Doch die Behörden haben auch Tipps für Anleger, wie sie sich vor solchen Machenschaften schützen können.  Sehr wichtig ist, dass Sie als Anleger Anrufe, die im Zusammenhang mit solchen Anlageangeboten kategorisch ablehnen. Sie sollten jegliches Telefonat und Beratungsgespräch mit einem Unbekannten vermeiden und sich nicht darauf einlassen. Ebenso sollte man Vorsicht walten lassen bei vermeintlichen Hilfs­angeboten. Es gibt eine Vielzahl an Betrügern, die sich bei ihren Kunden, die sie erworben haben, als heiliger „Samariter“ ausgeben und Sie dann unterstützen wollen.

Allerdings warnen die Behörden nicht nur vor dubiosen Angeboten, sondern sie versuchen auch, die Flut an unseriösen Trading-Angeboten einzudämmen. Es gibt, wie bei option888, Einzelfälle, bei denen entweder gegen das Unternehmen selbst oder die ganze angebotene Produktreihe vorgegangen wird. Seit 2018 sind an Privatkunden Vermarktung, Vertrieb und Verkauf von binären Optionen verboten. Doch leider muss an dieser Stelle auch festgehalten werden, dass die Betreiber solcher Plattformen sehr flexibel sind. Es gibt Anbieter, die Aufgrund des Verbotes von binären Optionen von Bafin und der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA , die nun einfach zu CFD- und Forex-Trading wechseln. Zum Teil finden sich dabei die gleichen Anbieternamen, es wurde lediglich der „Lockvogel“ ausgetauscht.

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