Vor ab Informationen wo Sie vorsichtig sein sollten

  • Im Internet locken zweifelhafte Trading Plattformen mit vielversprechenden Renditeaussichten.
  • Meist können Verbraucher nach anfänglichen Erfolgen nur noch Verluste verbuchen.
  • Die Anbieter dieser Plattformen verweigern bei Gewinnen nicht selten die Auszahlung.
  • Fehlt auf einer Internetseite das Impressum sowie eine EU-Lizenz, sollten bei Verbrauchern die Alarmglocken läuten.
Quelle: https://www.biallo.de/geldanlage/news/online-handel-die-abzocke-mit-trading-plattformen/

Betrug mit Tradingplattformen

Vom schnellen Geld träumen und dann verlieren

Voll von Menschen ist das Internet, die vom schnellen Geld träumen, das berichtet Biallo. Ein Traum, den sich auch die Internetganoven zunutze machen. Anbieter von sogenannten Differenzkontrakten (CFD) und Devisenhandel (Forex-Trading) versprechen Verbrauchern lukrative Anlagegeschäfte und satte Gewinne.

Die Ernüchterung kommt nach anfänglichen Erfolgen meisten doch noch. Die Auszahlung der Gewinne wird verweigert oder der Anbieter reagiert nicht mehr auf Anfragen. So liegen beim Marktwächter Finanzen der Verbraucherzentrale Hessen zu 43 verschiedenen Online Handelsplattformen etliche Beschwerden vor.

Was sind eigentlich CFDs?

Auf die Entwicklung eines bestimmten Basiswertes etwa einer Aktie oder eines Rohstoffs spekulieren, können Anleger mit CFDs. CFDs haben keine Laufzeit im Unterschied zu Optionen oder Futures. Als Kapitaleinsatz dient die sogenannte Margin, eine Sicherheitsleistung (circa ein bis zehn Prozent der Gesamtposition). Mit einer Margin von einem Prozent kann der Spekulant seinen Einsatz um den Faktor 100 hebeln. Kosten die Aktien zum Beispiel 100.000 Euro, muss er nur 1.000 Euro als Einsatz beisteuern. Den Rest übernimmt der Handelspartner des CFD-Anbieters.

Vorteil: Steigt die Position um ein Prozent, macht der Anleger 100 Prozent Gewinn (vor Gebühren). Aus 1.000 Euro Einsatz werden somit 2.000 Euro. Das gleiche gilt natürlich auch für die Gegenrichtung: Fällt der Wert der Aktien um ein Prozent, ist der komplette Einsatz weg.

Es wird immer die gleiche Masche angewendet

Es handelt sich meist immer um die gleiche Masche, wie die Verbraucherschützer berichten. Ein relativ kleines Startkapital wird am Anfang von meist 250 Euro oder US-Dollar gefordert. Die anfänglichen Gewinne sollen im Anschluss dazu dienen, das Betrugsopfer zu binden und dadurch mehr Geld in das Investment zu pumpen. Anleger berichten, dass sie zunächst Gewinne machten und ein persönlicher Broker sie überzeugt habe, mit höheren Einzahlungen mehr Gewinne zu erzielen, so die Verbraucherschützer aus Hessen. Das ist natürlich eine Abzocke.

Nachdem die höhere Summe auf dem Konto der Trading Plattform eingegangen ist, herrscht meist Funkstille beim sogenannten persönlichen Broker. Die Auszahlung von Guthaben wird verschleppt und die persönlichen Broker sind dann meist nicht mehr erreichbar. Anleger, die aus diesem Investment aussteigen möchten, werden teilweise auch mit Telefonanrufen belästigt. Da hilft nur noch, die Nummer sperren.

Nur auf den ersten Blick seriös

Wer einen größeren Geldbetrag investieren möchte, achtet meist auf die Seriosität des Geschäftspartners. Das wissen die Trading-Abzocker auch. So sind die Webseiten meist sehr aufwendig gestaltet und mit prominenten Namen und Logos bekannter Anbieter geschmückt. Ein Impressum gibt es auf den Seiten hingegen meist nicht. Das Problem: Da sehr viele dieser Plattformen im Ausland registriert sind, haben hiesige Verbraucher schlechte Karten, wieder an ihr Geld zu kommen.

CFD und Forex statt binäre Optionen

Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA den Vertrieb von binären Optionen einen Riegel vorgeschoben haben, wichen einige Anbieter von Trading-Plattformen einfach auf CFD- und Forex-Trading aus.

So erkennen Sie unseriöse Trading Plattformen

Damit Sie nicht auf unseriöses Online-Trading hereinfallen, sollten Sie auf die folgenden Punkte achten:

  • EU-Lizenz:Die Bafin warnt vor Geschäften mit Differenzkontrakten, die auf Plattformen ohne EU-Lizenz abgewickelt werden. Ob Anbieter eine Zulassung für die EU haben, erfahren Sie in der Unternehmensdatenbank der Bafin. Ist ein Anbieter nicht gelistet, hat er auch keine EU-Lizenz.
  • Sitz im Ausland:Stellen Sie sicher, dass der Anbieter seinen Unternehmenssitz nicht im Ausland hat. Das kann es Ihnen im Zweifelsfall zusätzlich erschweren, Ihr Recht durchzusetzen.
  • Freunde werben:Ignorieren Sie Aufforderungen, selbst neue Interessenten zu werben, auch wenn Ihnen hierfür hohe Provisionen oder Renditen versprochen werden.
  • Impressum:Prüfen Sie, ob die Online-Trading-Plattform ein Impressum besitzt. Tut sie das nicht, sollten Sie dort kein Geld anlegen.
  • Mangelnde Transparenz:Misstrauen Sie intransparenten und unverständlichen Geschäftsmodellen, zu denen Sie erst nach Kontaktaufnahme oder Registrierung mehr Informationen erhalten sollen.
  • Kontaktdaten:Im Impressum müssen unter anderem die Adresse, ein Vertretungsberechtigter und eine E-Mail-Adresse angegeben sein. Außerdem sollte es einen Verweis auf das Handelsregister mit entsprechender Nummer geben.

Hier sind 10 Seriöse Trading Plattformen vorgestellt

10 Tradingplattformen mit allen Vorteilen und Nachteilen sind hier aufgelistet. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen noch mehr dazu.

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