Stornierungen von Buchungen mit fadenscheinigen Begründungen

Die Buchungsplattform Hotelquickly storniert einfach die Reisen Ihrer Kunden und das mit fadenscheinigen Begründungen so Beobachter. Die Kunden bekommen das Geld wohl nie wieder.

Quelle: https://www.beobachter.ch/konsum/reisen/hotelquickly-abzocke-mit-system

Betrug mit Buchungsplattform Hotelquickly

Karin Natter* hatte Mitte November gebucht. Zusammen mit ihrem Mann und den beiden Kindern, Weihnachten in Marrakesch in Marokko. Für 688 Franken drei Nächte im Hotel Palmeraie Palace.

Wir freuten uns sehr, so die 46-jährige aus der Nähe von Murten.

Von der Buchungsagentur Hotelquickly vor wenigen Tagen jedoch erhielt sie eine Nachricht. Die Buchung habe man wegen unvorhersehbarer Probleme stornieren müssen. Geld zurück zu bekommen sei leider nicht möglich. Im gleichen Wert könne man aber einen Gutschein anbieten. Auf der App des Unternehmens sei dieser einzulösen. In der Schweiz kann man diese App nicht downloaden, sagt Natter. Es ist nicht einmal möglich, auf dem Portal zurzeit überhaupt etwas zu buchen.

Viele Schweizer betroffen

So erging es in jüngster Zeit vielen Schweizern, so wie der Familie aus dem Freiburgischen, die über Hotelquickly gebucht haben. Hände weg! Betrug mit System!  Abzocker heisst es in den Bewertungen des Portals im Internet. Anscheinend ging die Buchungsplattform Stets auf die gleiche Weise vor. Sie stornierte die Buchung und offerierte als Ersatz einen Gutschein, sobald die Kunden bezahlt hatten, Hotelquickly behielt das Geld und die Hotels sahen nie einen Rappen,.

Reklamationen sind alle ins Leere gelaufen

Eindeutig ist das Schweizer Recht. Das Geld muss die Buchungsplattform zurückerstatten, Die Kunden müssen einen Gutschein nicht akzeptieren sagt Beobachter Expertin Nicole Müller.

Das große Problem ist, seinen Sitz in Bangkok in Thailand hat Hotelquickly. Liefen Karin Natters Reklamationen nicht überraschend ins Leere. Sie bekam auf Ihre Mails lediglich standardisierte Antworten eines Computers. Auch auf seitens des Beobachters beantwortete die Firma auf Nachfragen nicht.

Das Geld ist sehr wahrscheinlich verloren, sagt Expertin Müller. Bei Buchungen im Internet rät sie, immer zuerst nach Bewertungen durch andere Kunden zu suchen. Wenn eine Vorauszahlung erforderlich ist, besonders. wo der Anbieter seinen Sitz hat, soll man prüfen, und ob er Mails und Anrufe individuell beantwortet.

Von Tripadvisor auf die Plattform von auf Hotelquickly gelotst

Über die Plattform Tripadvisor ist Natter auf Hotelquickly gekommen. Diese bietet auch Preisvergleiche neben Nutzer Bewertungen für Hotels und Restaurants an. Das Angebot für das Palmeraie Palace von Hotelquickly war das günstigste. Nicht so unglaublich günstig, aber doch 30 Franken günstiger, sagte Natter pro Nacht als bei anderen Anbietern. Einen vertrauenserweckenden Eindruck machte die Website von Hotelquickly. Es gab eine Telefonnummer, das Deutsch war tadellos und es gab eine Mailadresse. Leider habe Natter die Bewertungen im Netz nicht angeschaut.

Ihre Weihnachtsreise ließen sich die Natters trotzdem nicht nehmen.

Sie sind nach Marrakesch geflogen und haben im Palmeraie Palace übernachtet. Nochmals haben sie die Zimmer gebucht und somit doppelt bezahlt. Direkt über das Hotel dieses Mal,  sagt Karin Natter. Wohl von Anfang werden wir es dann das nächste Mal so machen, auch wenn der Preis etwas höher ist.

*Name geändert

Hier sind Tipps für Online-Buchungen

  • Prüfen Sie, wo und bei wem Sie buchen. Suchen Sie nach Erfahrungsberichten im Internet anderer Touristen. Testen Sie, wie der Anbieter auf Anfragen reagiert. Achten Sie darauf, dass der Anbieter eine Kundengeldabsicherung hat, damit Ihre Reise auch garantiert ist, wenn oder falls der Anbieter in Konkurs geht.
  • Sind Reiseroute, Unterbringung, Transportmittel und Verpflegung genau umschrieben? Deshalb kontrollieren Sie auch genau das Angebot
  • unnötige Zusatzkosten sind von Ihnen zu Streichen. Eine Annullierungskostenversicherung packen viele Anbieter ungefragt obendrauf. Entfernen Sie das entsprechende Häkchen, wenn Sie eine solche nicht wollen. Lesen Sie unbedingt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), was es kosten würde, wenn Sie die Reise annullieren müssten.
  • Achten Sie sehr genau darauf, dass die Namen aller Mitreisenden genauso geschrieben sind wie im Pass und vermeiden Sie so Probleme mit der Airline.
  • Nehmen Sie sich Zeit, stellen Sie sicher und überprüfen Sie nochmals vor dem Klick auf das OK oder Senden, ob alle Angaben Ihren Wünschen entsprechen und korrekt sind.
  • Drucken Sie wichtige Buchungsschritte aus, damit Sie im Fall von Problemen nachweisen können, wozu Sie Ja gesagt haben.
  • Übermitteln Sie Konto- oder Kreditkartendaten nur über eine verschlüsselte Verbindung ( https in der Adresszeile und ein Bügelschloss Symbol im Browser).
  • Drucken Sie Anschrift, Mailadresse und Telefonnummer des Anbieters aus. Und nehmen Sie Kopien der Auftrags-, Reservations- und Buchungsbestätigung mit auf die Reise.
  • Buchen Sie nur beim vertrauensvollen Reiseanbieter. Achten Sie auf die Bewertungen anderer Reisenden.

Hier sind alle Seriösen Reiseanbieter im PDF Form aufgelistet und für Sie rausgesucht worden.

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