Bargeld von Geldstrafen in die eigene Tasche gesteckt

Die ehemalige Chefin nahm es nicht so genau mit dem Verbuchen der Einnahmen, so die Bild. Sie war die Chefin der Justizzahlstelle am Amtsgericht Gotha. Immer wieder Bargeld aus eingezahlten Geldstrafen steckte sie sich fünf Jahre lang in die eigene Tasche.

Quelle:   https://www.bild.de/regional/leipzig/leipzig-news/beamtin-ergaunert-209184-euro-und-fliegt-wegen-50-cent-auf-60225252.bild.html

Bargeld von 209 184 Euro ergaunert, nur wegen 50 Cent aufgeflogen

391 Fälle hat die Staatsanwaltschaft angeklagt

Insgesamt 391 Fälle hat Staatsanwalt Rainer Kästner-Hengst angeklagt. Er wirft Regina H. Untreue und Unterschlagung im besonders schweren Fall vor. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 209 184,83 Euro. Ihre Stellung als Amtsträgerin hat die Angeklagte missbraucht, so der Staatsanwalt. Ein luxuriöses Leben leistete sich Regina H Mit dem Geld. Unter anderem finanzierte sich ein Haus, kaufte ihrem Sohn ein schweres Motorrad.

Wegen 50 Cent flog dann alles auf.

Die Prüferin entdeckte bei einer unangekündigten Revision durch das Landgericht Erfurt zunächst einen Fehlbetrag von nur 50 Cent, daraufhin schaute sie genauer hin. Regina H. ist seitdem suspendiert.

Die Angeklagte ist geständig und erwartet trotzdem eine Haftstrafe ohne Bewährung

Gestern räumte sie vor Gericht die Taten über ihren Anwalt ein und hat angekündigt, das unterschlagene Geld zurückzuzahlen. Der Frau droht dennoch eine Haftstrafe ohne Bewährung wegen der Vielzahl der Taten. Der Prozess wird bald fortgesetzt.