Über Verkaufsportale wie Ebay oder Shpock werden des öfteren gutgläubige Kunden abgezockt. Oftmals wurde das Geld unbedachter Weise auf ein ausländisches Konto überweisen. Doch laut www.pnp.de  bestehen zurzeit auch Anzeigen gegen Betrüger, die mit einer deutschen Bankverbindung Personen über Ebay abgezockt haben.

Ein Mann wurde auf Ebay Kleinanzeigen um 930€ gebracht

930€ über Ebay Kleinanzeigen verloren

Ein Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn suchte auf Ebay Kleinanzeigen ein Apple Mac Book. Schon nach kurzer Zeit wurde er fündig. Ein gut erhaltenes Modell für 930€- ein Schnäppchen! Als der Verkäufer dann noch ein deutsches Konto über den Messenger angab, konnte das Opfer nur zuschlagen. Doch das war, wie sich später herausstellte, ein Fehler! Denn das Mac Book wurde nie von dem Ebay Verkäufer versendet. Auch auf Nachrichten bekam das Opfer keine Antworten. Daraufhin ging der Mann zur Polizei und meldete das Verbrechen. Wie die Ermittlungen der lokalen Polizei ergaben. war das deutsche Konto nur ein Bezahldienst und keine natürliche Person. Dieser Dienst transferierte dann das Geld weiter ins Ausland. Ab hier fehlt jede Spur und es ist auch unmöglich den Täter ausfindig zu machen.

Deshalb warnt die Polizei nun bei Online-Auktionshäusern aufmerksamer zu sein. Auch wenn es sich um inländische Konten handelt, denn wie man in diesem Fall erkennen kann, muss das Angebot dann nicht sicher sein. Besonders Vorsichtig muss man laut der Polizei sein, wenn der Verkäufer einen versicherten Bezahldienst ablehnt. Bei 10€ wäre dies ja nicht sonderlich schlimm. Aber 930€ sind eine Menge Geld. Zu den versicherten Bezahldiensten wie beispielsweise Paypal muss man aber dazu sagen, dass es auch hier Fälle gibt, bei denen Betrugsopfer ihr Geld aus bestimmten Gründen nicht zurück bekommen haben.

Weitere Strafanzeigen- oftmals jedoch erfolglos

Zwei weitere Rottaler Fälle sind nun bekannt, die auf Ebay Kleinanzeigen zum Opfer wurden, meldete die Polizei letzten Donnerstag. So wurde zum Beispiel bei dem ersten Fall ein Tauschangebot ausgemacht, bei dem neue gegen alte Schuhe eingetauscht werden sollten. Das Opfer dachte sich nicht viel dabei, denn er hätte durch die neuen Schuhe nur profitiert. Doch diese kamen nie an. Man möchte meinen, dass der Betrüger über die Versandadresse auffindbar sein muss. Doch diese Spur war erfolglos. Der Betrüger war an dieser Adresse nicht bekannt. Bei dem zweiten Fall suchte das Opfer nach einer Deutz Druckluftbremse. Er fand ein Angebot für 1000€. Auch er überwies den Betrag, ohne weiter drüber nach zu denken, auf ein deutsches Konto. Erhalten hat er das Ersatzteil aber nie. Bei diesem Fall konnte der Betrüger gefasst und angezeigt werden. Es handelte sich um einen 20 jährigen Mann aus Rheinland-Pfalz.

Vorsicht bei Online Auktionshäuser

Ständig werden von derartigen Abzocken berichtet, jedoch sinkt die Zahl der Opfer nicht. Im Gegenteil sie steigt ununterbrochen. Bei Online Auktionen muss man einfach viel aufmerksamer sein als bei legitimen Großhändler Shops. Schnäppchen, die unreal niedrige Preise beinhalten sind meistens auch nur fake. Vor allem wenn es um viel Geld geht sollte man nicht auf solchen Seiten danach suchen. Denn hier zählt das alte Sprichwort: Wer billig kauft zahlt doppelt!

Vieles kann man auch aus den Benutzer Profilen lesen. Wie viele Auktionen wurden mit diesem Account getätigt? Wie sind die Bewertungen? Ist es ein neuer Account? Doch auch diese Informationen können einfach gefälscht werden. Eine der sichersten Methoden ist das persönliche Treffen zur Übergabe. Wenn man nicht alleine kommt hat man so oftmals gute Chancen. Bei einem Versand kann man nach einem Bild des Führerscheins oder dem Ausweis fragen. Im worst-case ist dieser gefälscht, aber wenn die Daten zum Profil passen könnte man so Glück haben.