Top 6 der Online Betrugsmaschen

Fallen Sie nicht auf Online Betrüger herein – dies sind die beliebtesten Tricks, mit denen Kriminelle ihre Opfer online abzocken.

Quelle:   https://www.kaspersky.de/resource-center/threats/top-six-online-scams-how-to-avoid-becoming-a-victim

Top 6 der Online-Betrugsmaschen, so werden Sie nicht zum Opfer

Wenn man den Angaben des amerikanischen Geheimdienstes FBI Glauben schenkt, gab es in den vergangenen Jahren beinahe 270.000 Online-Betrugsfälle mit insgesamt rund 672 Millionen US Dollar Schaden, dies berichtet Kaspersky. Immer gibt es neue Tipps und Tricks, mit denen sich die Kriminellen via Internet zu bereichern versuchen. Damit Sie nicht auch eines Tages auf eine der beliebtesten Online Betrugsmaschen hereinfallen, haben wir die beliebtesten Abzocker Methoden einmal übersichtlich für Sie zusammengefasst.

Achtung, hier kommt das „Stellenangebot“

Besonders beliebt ist in letzter Zeit der „Stellenangebot“-Trick, bei dem den Opfern meist via E-Mail und im Bereich der Produkttester ein vermeintlich guter Job angeboten wird. Wer sich auf diesen Job einlässt, der bekommt per Überweisung oder Scheck ein höheres Gehalt ausbezahlt als ursprünglich vereinbart. Die zu viel geleistete Zahlung soll an den angeblichen Arbeitgeber zurücküberwiesen werden, doch Achtung – viele Opfer merken erst wenn es zu spät ist, dass der ursprüngliche Scheck bzw. die Überweisung nicht gültig war und nur Ihr eigenes Geld leider als echtes Geld fließt. Und dies leider in die falsche Richtung – nämlich geradewegs auf das Konto Ihres vermeintlichen Arbeitgebers, von dem Sie sicherlich nie wieder ein Wort hören werden.

Besonders gern wird hier in den Kontakten aus Jobnetzwerken getrickst, ein gutes Beispiel ist die Seite LinkedIn, wo man sich gerne vernetzt um einen besseren Job und neue Aufträge zu bekommen. Genau das ist es auch, was Ihr Profil auf einer solchen Seite für Online Betrüger so reizvoll macht: die Trefferwahrscheinlichkeit, mit der potentielle Opfer auf ein faules Jobangebot hereinfallen werden. Lösen Sie niemals verdächtige Schecks ein, ohne sie vorher von Ihrer Bank auf Echtheit überprüfen zu lassen und lassen Sie sich ebenfalls niemals auf sogenannte „Differenzen“ oder Rückzahlungen ein.

Wann haben Sie zuletzt „Lotterie“ gespielt?

Vor allem fragen Sie sich, wann Sie zuletzt in einer unbekannten Lotterie im Ausland gewonnen haben könnten, denn genau mit dieser Masche wird ebenfalls gerne gearbeitet. Die Gewinnbenachrichtigung kommt per Email und enthält eine Aufforderung zur Verifizierung Ihrer Person. Sie werden in der Regel gebeten, einen kleinen Betrag zwecks Authentifizierung an ein ausländisches Konto zu überweisen, um später den richtigen Gewinn in Empfang nehmen zu können. Diesen miesen Trick können Sie aber schnell als solchen entlarven, indem Sie Ihr Augenmerkt auf die folgenden Details richten: Die besagte Email wird nicht von einer Firma an Sie verschickt werden, sondern kommt von einer Privatperson. Hinzu kommt, dass Sie nicht der einzige Empfänger sein werden – achten Sie also bitte auch unbedingt auf die Adresszeile im Empfänger-Feld Ihrer Email. Sie haben noch nie von der entsprechenden Lotterie gehört? Fein. Denken Sie einmal scharf nach und gehen Sie davon aus, dass Sie noch nie von einer Lotterie gehört haben, die es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch wirklich nicht geben wird. Eine echte Lotterie macht Werbung und möchte auf diesem Weg Kunden gewinnen, die größten Anbieter hat man also grundsätzlich immer schon einmal irgendwo gelesen oder davon gehört. Verlassen Sie sich auf Ihr Bauchgefühl!

Der „Nutznießer“ Trick

Einmal mehr handelt es sich um eine verdächtige Email, bei der Ihnen Geld als Provision angeboten wird. Das Prinzip: jemand möchte schnell Geld aus seinem eigenen Land heraustransferieren und bittet dabei um Ihre Hilfe, als Gegenzug sollen Sie einen Teil des Überweisungsbetrags als Dankeschön selber einbehalten dürfen. Es werden Angaben über den Absender gemacht, der Ihnen daraufhin vielleicht ein wenig seriöser erscheinen wird, doch lassen Sie sich bitte nicht blenden! Wer sich auf diesen Trick einlässt wird erleben, dass sich die Ankunft des Betrages immer weiter zeitlich nach hinten hinauszögert, während Sie lauter kleine Zahlungen vornehmen sollen. Achten Sie auf fehlerhafte deutsche Grammatik, eine deutlich falsche Rechtschreibung und eine Adresse, die so gar nicht zu dem genannten Absender zu passen scheint. Egal ob Sie in Geldnot sind oder nicht, lassen Sie sich von derlei Angeboten nicht verrückt machen – wie immer im Leben greift in diesem Fall der einfache Satz: wenn etwas zu schön zu sein scheint um wahr zu sein, dann wird es sich in der Regel auch nicht um ein seriöses Angebot handeln. Also: Finger weg, sondern verlieren Sie Geld, anstatt Geld zu bekommen.

Haben Sie schon einmal ein Online Date ausgemacht?

Nicht nur auf seine Kinder sollte man in Chatportalen aufpassen, auch als Erwachsender bietet sich hier oft die ein oder andere Augenwischerei. Man lernt jemanden online kennen und entwickelt eine Beziehung zueinander, allein schon durch das Schreiben und die gefühlte regelmäßige „Anwesenheit“ des anderen. Aber Vorsicht, nicht immer sitzt auf der anderen Seite des Chatverlaufs eine Person, die es wirklich gut mit Ihnen meint. Gerne einmal wird hier unter Betrügern die Masche des „catfishings“ eingesetzt, bei der die Identität einer echten Person missbraucht wird, um später bei den Opfern Kasse zu machen.

Sie erkennen solche Betrugsversuche oft schon im Ansatz daran, dass Ihr Gegenüber scheinbar nach bereits recht kurzer unnatürlicher Zeit angeblich starke Gefühle für Sie haben wird und den Kontakt sehr zügig von der Online- in die Offlinewelt hinüberbringen möchte. Es geht im Grunde nur darum eine möglichst enge Bindung aufzubauen, bevor die Falle des Betrügers zuschnappt: schließlich werden Sie um Geld gebeten, da ein Verwandter plötzlich erkrankt ist oder Ihr neuer Liebling geschäftlich pleite gegangen ist und dringend ein wenig Unterstützung braucht. Sie lieben ihn oder sie doch, oder etwa nicht? Da können Sie doch die Hilfe nicht ausschlagen, schließlich soll es doch nur eine Hilf zum Übergang sein. NEIN!

Lassen Sie sich niemals auf derlei Geldbetteleien ein und genießen Sie jede Online-Bekanntschaft, die sich unnatürlich schnell sehr eng anfühlt, mit äußerster Vorsicht. Treffen Sie sich die ersten Male mit Ihrer Online Bekanntschaft, sollten Sie unbedingt zu Ihrem eigenen Schutz Familie oder Freunde informieren, damit Ihnen im Zweifelsfall jemand helfen kann – schließlich wissen Sie wie gesagt niemals, ob jemand Böses oder Gutes auf Sie wartet.

Die Masche mit der Wohltätigkeit – aber raten Sie, wem hier „wohlgetan“ wird

Können Sie sich noch an die vielen Naturkatastrophen aus den letzten Jahren erinnern? Irgendwas ist immer, also gibt es für gute Menschen mit ausreichend finanziellen Mitteln auch immer eine Möglichkeit zu helfen, etwas Gutes zu tun und an Bedürftige in Krisengebieten zu spenden. Auch Kinder sind immer ein guter Geldmagnet, denn wer würde nicht gerne und aus vollem Herzen den kleinen mageren Kindern mit zu wenig finanziellen Mitteln um Essen zu kaufen helfen?

Sehen Sie? Genau hierauf bauen auch einige gemeine Betrüger in der Onlinewelt. Es wird auf das Mitgefühl der guten und etwas finanzstärkeren Menschen gesetzt. Bevor Sie sich aber zu einer Spende entschließen und einfach überweisen: googlen Sie und recherchieren Sie bestmöglich über die Spendenseiten, an denen Sie gerne etwas überweisen möchten. Niemand sagt etwas gegen das Helfen, doch achten Sie darauf, dass Ihre Hilfe wirklich an der richtigen Stelle ankommt und nicht bei einem Gauner, der sich nur an Ihnen bereichern will und dafür auf das Unglück in der Welt setzt und dies geschickt für seine Betrugsmasche einzusetzen weiß.

Die Online Reparatur per Remote Verbindung

Bei diesem Trick verlagern Betrüger den Kontakt gerne von der Offline- in die Onlinewelt, indem Sie auf die Bekanntheit großer namhafter Unternehmen setzen und in deren Namen Dienstleistungen anbieten. Beispielsweise arbeitet man hier gerne mit der Behebung von PC Problemen aller Art, für die der Techniker sich nur kurz einmal auf Ihren PC aufschalten muss. Per Remote Verbindung kann er Ihre Probleme lösen. So heißt es zumindest. Alles was in einem solchen Fall passieren wird ist, dass dieser selbsternannte Techniker Zugriff auf Ihre Dateien und persönliche Daten bekommen wird.

Lassen Sie niemals jemanden per Fernwartung auf Ihren Rechner zugreifen, den Sie nicht hundertprozentig kennen bzw. bei dem Sie ganz sicher sagen können, um welche Privatperson oder welche Firma es sich handelt. Kennen Sie den Techniker nicht ganz genau, der sich bei Ihnen aufschalten will, so fragen Sie gezielt nach weiteren Informationen über ihn zur Verifikation. Die Betrugsmaschen der Online Gauner werde immer einfallsreicher. Seien Sie stets einen Schritt voraus und hinterfragen Sie einfach alles, anderenfalls geht es Ihnen ans Geld oder an Ihre persönlichen Daten, mit denen im schlechtesten Fall weiterer Betrug betrieben werden kann – im ungünstigsten Fall sogar unter Ihrem Namen.