Der Handel mit Finanzinstrumenten ist grundsätzlich immer mit Gefahren verbunden. Das Risiko liegt aber nicht nur bei den Schwankungen des Marktes. Nicht zu unterschätzen sind die psychologischen Faktoren. Auch der Handel mit binären Optionen unterliegt ihnen.

Der Einfluss der Psyche auf die Handelsentscheidungen

Es ist inzwischen so einfach geworden. Wer gerne an der Börse oder generell am Finanzmarkt handeln möchte, der braucht dafür weder viel Erfahrung noch unbedingt eine großartige Unterstützung durch einen Berater. Es reicht aus, bei einem Broker im Netz eine Konto zu eröffnen, darauf Guthaben einzuzahlen und dann mit diesem Guthaben den Handel zu starten. Viele Einsteiger auf dem Markt entscheiden sich für den Handel mit binären Optionen. Diese Finanzinstrumente bieten die Möglichkeit, bereits mit wenig Guthaben einzusteigen und zu handeln. Zudem sind sie leicht zu verstehen und machen auch Spaß. Gerne werden die psychologischen Faktoren beim Handel mit binären Optionen aber unterschätzt. Wie wir handeln wird immer vom Kopf und auch vom Gefühl mit bestimmt. Der Mensch lässt sich leiten und nicht selten auch durch andere Trader oder durch den Markt beeinflussen. Das Problem an der Sache ist, dass die meisten Faktoren gar nicht als solche zu erkennen sind, dafür aber eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Handelsvorgänge haben. Wer also darüber nachdenkt, durch den Handel mit binären Optionen vielleicht hier und da ein kleines Plus zu machen, der sollte durchaus vorher erst einmal die Tricks der Psyche kennenlernen, um sich von diesen nicht beeinflussen zu lassen. Auf diese Weise lässt sich das Risiko für Verluste deutlich senken.

Diese psychologischen Faktoren sind nicht zu unterschätzen

Tatsächlich beginnen die psychologischen Faktoren bereits ihren Einfluss auszuüben, bevor überhaupt mit dem Handel begonnen wird. Wer sich für den Handel mit binären Optionen zu interessieren beginnt, der wird damit anfangen, sich erst einmal ein wenig darüber zu belesen. Das ist durchaus ein wichtiger Schritt. Schnell greift jedoch der Faktor der Selbstüberschätzung, der sich bei vielen Tradern dann auch durch das Handelsverhalten zieht. Ein Überblick über die einzelnen Faktoren wird nachfolgend gegeben und kann dabei helfen, sich selbst zu verstehen:

1. Selbstüberschätzung

Der Trader hat ein wenig über die binären Optionen gelesen und weiß nun eigentlich, wie sie funktionieren. Vielleicht hat er sogar mit einem Demokonto den einen oder anderen Handel erfolgreich abgeschlossen. Die Psyche greift diese Punkte natürlich gerne auf und freut sich darüber, so viel Erfolg zu haben. Da muss es ja so sein, dass man sich gut auskennt und somit auch direkt mit dem Handel starten kann. Schnell zeigt sich bei vielen Tradern jedoch, dass sie längst noch nicht so weit sind. Der Ärger beginnt dann bei den ersten Verlusten, die direkt eingefahren werden.

2. Nichts verpassen wollen

Ein guter Freund hat über den Handel mit binären Optionen viel Geld gemacht und erzählt, wie das funktioniert. Im Gespräch finden wir schnell heraus, dass es nicht so schwer ist und möchten am liebsten direkt starten. Unsere Psyche gaukelt uns vor, dass wir, je schneller wir anfangen, auch mehr Geld machen können. Das Ergebnis sind vorschnell eröffnete Konten und Geldeinzahlungen sowie Einsätze beim Handel mit binären Optionen. Ärgerlich, wenn man dann feststellt, dass andere Broker vielleicht ein besseres Angebot haben.

3. Angst als Berater

Eben noch war der Trader ganz sicher, dass die Option auf jeden Fall ein Erfolg werden muss. Er setzt also einen nicht ganz unerheblichen Betrag. Er hat sich durchaus mit dem Thema beschäftigt und entschieden, dass das Risiko kalkulierbar ist. Als guter Trader beobachtet er den Markt und seine Option und stellt fest, dass sich der Kurs in die falsche Richtung zu bewegen beginnt. Das ist eigentlich noch kein Problem, denn Kursschwankungen sind normal. Aber auch nach der Hälfte der Laufzeit bewegt sich der Kurs nicht in die richtige Richtung. Jetzt greift einer der Faktoren, die beim Handel mit binären Optionen durchaus einen großen Schaden anrichten können: Angst. Der Trader beginnt um seinen Einsatz zu zittern und entscheidet sich, das Risiko zu minimieren indem er vorzeitig die Option beendet. So ist sein Geld nicht komplett weg. Erleichtert lehnt er sich zurück und stellt dann fest, dass sich der Kurs durchaus ändert und die Option doch ein Erfolg geworden wäre. Die Angst hat als psychischer Faktor zugeschlagen und einen Gewinn einfach verschwinden lassen.

4. Gier

Fast noch schlimmer als die Angst, die oft dafür sorgt, dass zu früh die Notbremse gezogen oder zu wenig Risiko eingegangen wird, ist die Gier. Die Gier ist ein Faktor, der sich bei Tradern recht häufig zeigt. Bei den ersten Gewinnen wird sich noch gefreut und vielleicht auch ein wenig von Glück ausgegangen. Die weiteren Gewinne sorgen dafür, dass das steigende Konto auch mehr Begehrlichkeiten weckt. Die Gier beginnt zu wirken und der Trader möchte immer höhere Beträge gewinnen. Er setzt mehr Geld, als er eigentlich sonst bereit wäre und erhöht das Risiko. Die Gier lässt ihn das Risiko aus den Augen verlieren und erst hohe Verluste holen ihn zurück auf den Boden der Tatsachen.

Wie sich die Psyche austricksen lässt

Wenn man sich als Trader so über die psychologischen Faktoren informiert, dann klingt das durchaus logisch, man ist aber auch gerne der Meinung, dass es einen selbst nicht treffen kann. Muss es auch nicht. Viele Trader sind aber durchaus anfällig. Es kann helfen, sich beispielsweise dafür zu entscheiden, ein Handelssystem in Anspruch zu nehmen. Dieses System unterstützt beim Handel und agiert dabei völlig frei von Emotionen. Es setzt ausschließlich auf Fakten und Charts. Wer kein Handelssystem einsetzen möchte, der kann andere Vorkehrungen treffen. Es gibt verschiedene Varianten, das Risiko gering zu halten. Zudem kann es helfen, auf das Handelskonto nur so viel Geld einzuzahlen, wie der Trader auch bereit ist zu verlieren. Gewinne werden idealerweise direkt vom Handelskonto ausgezahlt, so dass immer nur das grundlegende Kapital vorhanden ist.

Einen schwierigen Punkt stellt die Selbstüberschätzung dar. Zwar heißt es, dass der Handel mit binären Optionen sehr einfach ist. Dennoch bieten die Broker nicht umsonst so ausführliche Akademien an, die genutzt werden können. Optimaler Weise entscheidet sich der Trader, sich mit dem Einstieg Zeit zu lassen und zahlt erst einmal kein Geld auf das Konto ein oder entscheidet sich für eine Einzahlungsart, die ein paar Tage Zeit in Anspruch nimmt, wie die Banküberweisung. In dieser Zeit wird dann die Akademie in Ruhe genutzt und sich mit dem Handel mit binären Optionen erst einmal in Ruhe vertraut gemacht.

Fazit – psychologische Faktoren als Risiko bei den binären Optionen

Viele Menschen unterschätzen den Einfluss, den ihre Psyche auf sie hat. Natürlich sind sie sich durchaus darüber bewusst, dass sie ein Stück weit von ihren Gefühlen gelenkt werden. Doch bis einem Trader klar wird, wie weit dieser Einfluss geht, sind die ersten Verluste oft schon eingetreten. Einen besonders starken Einfluss haben die Angst und die Gier. Beides sind Faktoren, die einen objektiven Handel mit binären Optionen fast unmöglich machen. Wer von sich selbst weiß, dass er dazu neigt, sich von seiner Psyche beeinflussen zu lassen, der sollte schon vor dem Handel ausreichend Vorkehrungen treffen und so mögliche Verluste gering halten. Auch ein gutes Risikomanagement ist eine optimale Hilfe dabei.

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