Trader, die sich ein wenig mit dem Handel beschäftigen, haben sowohl von binären als auch von klassischen Optionen schon gehört. Doch wo genau liegt hier eigentlich der Unterschied und was ist beim Handel zu beachten?

Was sind Binäre Optionen?

Bei Binären Optionen handelt es sich um Finanzinstrumente, die online ganz einfach gehandelt werden können. Sie werden gerne auch als digitale Optionen bezeichnet. Im Normalfall gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, auf die bei den Binären Optionen gesetzt werden kann. Der Trader entscheidet, ob er der Meinung ist, dass ein Kurs nach oben oder doch eher nach unten geht. Call und Put sind die genauen Bezeichnungen für die Handelsoptionen, die angeboten werden. Bei Binären Optionen wird das Geld also nicht direkt in ein Unternehmen oder ein Wertpapier investiert. Stattdessen setzt der Trader auf eine Kursrichtung, die sich entwickelt. Diese Kursrichtung kann nach oben oder nach unten gehen. Da lediglich zwischen zwei Kursrichtungen gewählt werden kann, sind die Binären Optionen sehr leicht zu verstehen. Inzwischen gibt es allerdings auch die Möglichkeit, noch weitere Optionen zu wählen und beispielsweise auf seitliche Bewegungen zu setzen. Das Angebot an Handelsoptionen ist aber immer abhängig von dem Broker, bei dem der Trader sein Konto hat.

Bei den Basiswerten kann zwischen Aktien, Indizes, Rohstoffen und Währungen gewählt werden. Jeder Broker hat eine eigene Anzahl an Basiswerten, die er zur Verfügung stellt. Einige Broker bieten nur wenige Basiswerte an, andere dagegen mehrere hundert Basiswerte. Bei der Auswahl des Brokers kann es also durchaus Sinn machen zu schauen, welche Basiswerte hier im Angebot sind. Viele erfahrene Trader mögen die Möglichkeit, eine große Auswahl zu haben und daher bei ihren Trades stets variieren zu können.

Was sind klassische Optionen?

Bei den klassischen Optionen ist bereits von Grund auf alles anders. Im Prinzip beginnt das bereits bei dem Punkt, dass es hier sowohl einen Käufer als auch einen Verkäufer gibt. Beide Parteien gehen miteinander einen Vertrag ein. Agiert wird als Termingeschäft. Der Käufer, auch Interessent genannt, entscheidet sich für eine Option, die er gerne kaufen möchte. Diese kauft er aber nicht direkt sondern zahlt einen Preis, der als Absicherung dient. Mit dieser Absicherung stellt er sicher, dass er zu einem späteren Zeitpunkt die Option kaufen kann. Wenn die Option dann fällig ist, entscheidet der Käufer, ob er sie noch haben kann. Wenn nicht, dann verfällt die Option. Die Anzahlung bleibt aber beim Verkäufer. Der Verkäufer ist der sogenannte Stillhalter. Er nimmt den Platzpreis an und darf die Option dann nicht weiter anbieten sondern muss abwarten, ob der Interessent sie auch wirklich kauft. Er agiert also auf sein eigenes Risiko. So hat er auf jeden Fall eine Entschädigung, damit ist es für den Verkäufer kein komplettes Verlustgeschäft, wenn der Käufer die Option doch nicht nimmt. Allerdings muss er dann einen neuen Käufer finden.

Auch der Käufer hat sowohl Vor- als auch Nachteile bei dieser Handelsart. Er kann gegen einen gewissen Preis jederzeit davon profitieren und eine Option zu einem bestimmten Zeitpunkt kaufen. Wenn er dann doch nicht mehr kaufen möchte, geht das zwar auch. Allerdings bedeutet das für ihn den Verlust der Prämie, die er schon gezahlt hat. Somit haben die klassischen Optionen für beide Seiten durchaus ihre Vorteile aber auch ihre Nachteile. Der Verkäufer darf übrigens nicht zurücktreten, wenn er die Option dann doch nicht mehr verkaufen möchte.

Wo liegt der Unterschied?

Eigentlich lässt sich leichter erklären, wo der Zusammenhang besteht, denn diesen gibt es nur beim Namen. Bei beiden Handelsinstrumenten wird von Optionen gesprochen. Das war es dann aber auch schon, denn mehr Verbindungen gibt es nicht. Diese Unterschiede sind zu beachten:

1. Handelsort

Bereits beim Handelsort gibt es Unterschiede, die beachtet werden müssen. Bei klassischen Optionen handelt es sich um Finanzinstrumente, die standardisiert sind. Das heißt, sie werden an offiziellen Märkten direkt gehandelt. Sie können beispielsweise an Terminbörsen in Anspruch genommen werden. Bei den Binären Optionen dagegen handelt es sich um Finanzinstrumente, die über den OTC-Handel vertrieben werden. Der „Over-the-Counter-Handel“ besteht einmal zwischen dem Broker und dann noch zwischen dem Trader. Zwar gibt es auch einige Binäre Optionen, die an der Börse gehandelt werden, das ist aber eher eine Ausnahme.

2. Was erwerbe ich?

Wenn der Trader mit Binären Optionen handelt, dann erwirbt er das Recht, für eine Kursentwicklung Geld zu erhalten. Er kauft aber weder die Option selbst noch investiert er in den Basiswert. Bei den klassischen Optionen kann er dagegen nach dem Ende der Laufzeit die Option selbst direkt erwerben und diese später auch wieder verkaufen.

3. Klassische Optionen haben eigene Werte

Bei den Binären Optionen wird auf den Kursverlauf gesetzt, nicht auf den Wert einer Option. Die klassischen Optionen aber haben einen Eigenwert, der unabhängig von der Kursentwicklung immer vorhanden ist. Sie kann also durchaus dadurch auch einfach so an der Börse gehandelt werden.

Was ist beim Handel zu beachten?

Egal ob klassische Optionen oder auch Binäre Optionen gehandelt werden – Fakt ist, dass es sich beim Handel immer auch um ein Risikogeschäft handelt. Der Trader kann sowohl Geld gewinnen als auch verlieren. Daher ist ein gutes Risikomanagement ebenso wichtig wie ein Geldmanagement. Es sollte immer nur so viel Kapital eingesetzt werden, wie im Notfall auch verkraftet werden kann. Wenn also ein Trader handelt, geht er im Idealfall immer von einem Verlust aus und freut sich, falls es anders kommt. Einer der großen Vorteile beim Handel mit Binären Optionen ist es, dass der Trader direkt weiß, was er gewinnen und was er verlieren kann. Beim Handel mit klassischen Optionen ist zumindest der Verlust bekannt, wenn die Option nicht gekauft wird. Das macht das Management mit Geld schon einmal einfacher. Experten empfehlen, beim Handel grundsätzlich nicht alles auf eine Karte zu setzen, selbst wenn das Gefühl noch so gut ist. Besser ist es, sein Kapital zu verteilen und immer etwas in der Hinterhand zu behalten. So lässt sich ein Verlust besser abfangen.

Ebenfalls wichtig ist es, auf einen guten Anbieter zu setzen. Beim Handel mit Binären Optionen ist es wichtig zu schauen, für welchen Broker sich entschieden wird. Der Broker sollte eine Regulierung aufweisen können. Dies ist allein für die Sicherheit des Traders wichtig. Auch bei den Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten sowie bei der angebotenen Plattform werden im Idealfall keine Kompromisse eingegangen.

Fazit – die klassischen und die Binären Optionen

Jetzt wo die Unterschiede bekannt sind, stellt sich für den Trader natürlich noch die Frage, mit welchen Optionen er besser fährt. Hier gehen die Meinungen auseinander. Bei klassischen Optionen ist es innerhalb kurzer Zeit sehr gut möglich, relativ hohe Gewinne zu erhalten. Bei Binären Optionen dagegen zeigen sich schneller erste Erfolge. Es kommt also darauf an, was dem Trader wichtig ist. Auch wenn sich beide Optionsarten deutlich voneinander unterscheiden, so haben die dennoch eines gemeinsam: Der Trader muss sich am Markt auskennen und bei seinen Investitionen sicher sein. Raten und darauf hoffen, dass es schon gut gehen wird, funktioniert in den wenigsten Fällen. Daher ist es wichtig, sich vor dem Handel ausreichend zu informieren und den Markt immer im Blick zu behalten. Nur so können auch auf die Dauer wirklich hohe Erfolge erzielt werden, egal für welche Art des Optionshandels sich der Trader letztendlich entscheidet.

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